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Thema: Erteilung einer fairen Zeit beim Abbruch einer Wertungsprüfung

  1. #11
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    AW: Erteilung einer fairen Zeit beim Abbruch einer Wertungsprüfung

    @Norman ..

    danke für deine Ausführungen.
    Als Neuling wie ich es einer bin, liest man solche Sachen mit starkem Interesse.

    Sehr schade finde ich die Entscheidung, das ihr nicht mehr in der DRM antreten wollt.
    Es ist zwar nachvollziehbar, aber meiner Meinung nach, ein falsches Zeichen.

    Ein "Jetzt-Erst-Recht" würde, im Verbund mit Gleichgesinnten, mehr Aufmerksamkeit erringen als ein Rückzug.

    So wird es unter den "Großen" sicherlich bedauert, aber insgeheim als "Mi Mi Mi" abgestempelt und Gut is.

    Alleine für die Masse an Zuschauern, würde ich ein Umdenken in dieser Sache begrüßen und hoffe auf einen Start zum Saisonbeginn in der DRM.
    Als kleines Puzzleteil könnt ihr so, den Sport wieder aktiv mit dorthin drücken, wo er hin soll.
    driftwinkel gefällt das.

  2. #12
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    AW: Erteilung einer fairen Zeit beim Abbruch einer Wertungsprüfung

    Zitat Zitat von Norman Beitrag anzeigen
    Recce:

    Ich habe mir jetzt mal die Arbeit gemacht, die Entscheidungen der 3-Städte-Rallye in Bezug auf Geschwindigkeit zu durchforsten.
    Nachdem alle Bestrafungen in einem Bereich gemacht wurden, in dem 50 km/h galten, gehe ich einfach mal davon aus, dass man eine Ortschaft gewählt hat. Eine Frage, die Du (als Teilnehmer) uns ohne Probleme beantworten kannst: Waren Ortschaften im Roadbook eingezeichnet? In der Regel ist dies der Fall. Also hat man die von Dir zitierten Vorschriften eingehalten. Denn ein Ortsschild kennzeichnet nun mal einen Bereich mit 50 km/h. Oder hätte der Veranstalter jetzt Deiner Meinung nach noch ein Zusatzschild mit "50" aufstellen müssen?

    Sämtliche Bestrafungen liegen jenseits der 71 km/h. Dies bedeutet in Deutschland, dass man einen Punkt bekommt. Und ich kann den Veranstalter verstehen, dass er solch einen Bereich überwachen will. Du schreibst ja selbst:
    Zitat Zitat von Norman Beitrag anzeigen
    Positive Kontrolle: Im Roadbook oder auf der Strecke, werden Abschnitte gekennzeichnet, auf denen auf jeden Fall Geschwindigkeitsbeschränkungen einzuhalten sind, wegen besonderer Gefahrensituationen, empfindlichen Anwohner, behördlichen Auflagen o.ä. Diese Abschnitte werden kontrolliert, Überschreitungen werden mit Geldbußen belegt, zusätzlich wird im Idealfall auf die Teilnehmer hin gewirkt und die Auswirkungen des Fehlverhalten noch einmal verdeutlicht.
    Ist ein Ortsschild keine Behördliche Auflage? Was hat der Veranstalter falsch gemacht?
    Ach so... es wurde ein Teilnehmer doppelt bestraft. Hast Du Dir diese Entscheidung auch mal angesehen?
    Der Teilnehmer wurde einmal mit 87 km/h und einmal mit 91 km/h in der Ortschaft gemessen. Steht die Polizei dort, bedeutet das: 2 Punkte und 1 Monat Fahrverbot, und das in beiden Fällen... Ich persönlich könnte damit leben, diesen Teilnehmer komplett auszuschließen. Denn dieses Verhalten kann für unseren Sport nicht förderlich sein.
    sergio und driftwinkel gefällt das.

  3. #13
    Member Avatar von Norman
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    AW: Erteilung einer fairen Zeit beim Abbruch einer Wertungsprüfung

    Hallo Ronny,

    danke, dass du meine angesprochenen Punkte noch mal hervorhebst. Wie beschrieben, bemängel ich bei der 3-Städte gerade nicht, dass eine Kontrolle im 50er Bereich gemacht wird. Vielmehr genau den Punkt dn du hinterfragst. Ich kann dir als Teilnehmer gerade nicht sagen, ob die Kontrollen in einem im Bordbuch oder auf der Strecke ausgewiesenem 50er Bereich gemacht wurden. Es gibt darüber keine Information. Als Teilnehmer wärest du jetzt gezwungen, den Rallyeleiter auf zu suchen und zu versuchen herauszufinden, wo es genau gewesen sein soll. Im Rahmen einer transparenten Darstellung, sollte dies jedoch nicht nötig sein.

    Auch ist nicht immer ein Ortsschild vorhanden, da WP‘s Orte teilweise über Feldwege verlassen oder erreichen, wodurch oft nicht klar ist, ob noch 50 ist oder nicht. Dies könnte eventuell der Fall sein, da es auf der Rallye entsprechende Passagen gab. Auffällig ist, dass relativ viele hohe Überschreitung der Geschwindigkeit gemacht wurden, was den Verdacht nahe legt, dass es so ein Punkt gewesen sein könnte. Aber leider kann es so nicht fest gestellt werden.

    Ferner stellt sich für mich die Frage, hat die Verdoppelung der Strafe dem Rallyesport irgendwas gebracht? Der Teilnehmer ist trotzdem zwei mal gerast. Geändert hat es nicht. Setzen wir mal vorraus, der Teilnehmer war sich in dem Moment nicht bewusst, dass er was Falsches macht (wovon ich mal ausgehe, z.B. Schild nicht gesehen, Bordbuch nicht gelesen, abgelenkt durch Schrieb machen, o.ä.) hätte die Strafe ohne Verdoppelung den gleichen Effekt. Hier kann man sicherlich unterschiedlicher Auffassung sein, ich bin der Meinung, bevor ich Strafen erhöhe, muss ich den Personen eine Chance zur Verbesserung geben. Das wäre fair. Das andere bringt nur einfach dem DMSB mehr Geld.

  4. #14
    Admin Member Avatar von H.Berg
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    AW: Erteilung einer fairen Zeit beim Abbruch einer Wertungsprüfung

    In der Lausitz wird dagegen viel gerechnet

    https://www.lausitz-rallye.de/de/teilnehmer-competitors

  5. #15
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    AW: Erteilung einer fairen Zeit beim Abbruch einer Wertungsprüfung

    Aktenzeichen BG 11/18
    VERANSTALTUNG: ADAC 3-Stadte-Rallye, 19./20.10.2018
    BERUFUNGSFÜHRER: Carsten Alexy, Michaela Alexy, Rotenburg
    BERUFUNGSGEGNER: ADAC Sudbayern e.V.
    URTEIL:
    1. Die Berufung gegen die Entscheidung der Sportkommissare vom 20.10.2018 wird zuruckgewiesen.
    2. Die Berufungsgebuhr verfallt dem DMSB.
    3. Die Kosten des Verfahrens tragt der Berufungsfuhrer.

    BEGRUNDUNG:
    Die Berufung ist zulassig und begrundet.
    Bei der ADAC 3-Städte-Rallye gab es eine Serie von Vorfallen, die ungewohnlich waren. Der Meisterschaftslauf musste sowohl am Freitagabend als auch am Samstag mehrfach unterbrochen werden. Die Unterbrechungen, die dazu führten, dass mehrere Teilnehmer an manchen Sonderprüfungen nicht starten konnten, machte die jeweilige Findung der „fairsten Zeit“ durch den Ral- lyeleiter notwendig.

    Das Rallye-Reglement, § 39 „Unterbrechung/Abbruch einer Wertungsprufung“ schreibt folgendes fest:
    „Falls eine Wertungsprüfung aus irgendeinem Grund unterbro- chen oder endgültig abgebrochen werden muss, wird jedem betroffenen Team durch den Rallyeleiter eine Zeit zugeordnet, die er als die fairste Zeit ansehen wird. Jedoch darf kein Team, das ganz oder teilweise für den Abbruch der Wertungsprü- fung verantwortlich ist, Vorteile aus dieser Maßnahme ziehen. Jedes Team, dem nachweislich die gelbe Flagge gezeigt wird und das seine Geschwindigkeit entsprechend anpasst, erhält ebenfalls eine faire Zeit gemäß diesem Artikel.“

    Der Rallyeleiter hat fur die Berufungsführer bei zwei Wertungs- prüfungen Zeiten zugeordnet. Gegen die ihres Erachtens erfolg- te Zuordnung unbilliger Zeiten wehren sich die Berufungsführer durch einen Protest, der abgewiesen wurde und welchen sie mit der Berufung weiterverfolgen.
    Es wurden als Zeugen bzw. sachverständige Zeugen vernom- men der Rallyeleiter der Veranstaltung Andreas Dinzinger und der ADAC-Serienkoordinator Josef Kaspar.

    Ubereinstimmende Zeugenaussagen machen deutlich, dass die Verantwortlichen mit großem Aufwand und dem Versuch höchs- ter Präzision nach bestem Wissen und Gewissen auf Berech- nungen basierende Zeit Zuordnungen vorgenommen haben. Für P ichtverletzungen oder gar Willkür gibt es keine Hinweise, wie die Beweisaufnahme ergeben hat. Die wesentlichen Krite- rien für die Findung der „fairsten Zeit“, nämlich Vergleichbarkeit der Wertungsprüfungen, der äußeren Bedingungen, der Licht- verhältnisse, der Asphalt-/Schotteranteile etc. wurden sämtlich berücksichtigt. Es wurden differenzierend mehrere Methoden zur Anwendung gebracht, um zu berücksichtigen, dass die be- troffenen Teilnehmergruppen angemessen, differenziert und fair behandelt wurden. Die zur Ermittlung der „fairsten Zeit“ im Falle der Berufungsführer angewandte Methode erscheint schlüssig und der Situation angemessen.

    Das Berufungsgericht sieht deshalb keinen Grund, in die zutref- fende Entscheidung der Sportkommissare einzugreifen.
    Die Kostenentscheidung ergibt sich aus der Erfolglosigkeit der Berufung.

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