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Thema: Rallyesport in Deutschland vom Aussterben bedroht?!

  1. #41
    Senior Member Avatar von Lauda12
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    AW: Rallyesport in Deutschland vom Aussterben bedroht?!

    Zitat Zitat von Intimidator Beitrag anzeigen
    Ich verstehe überhaupt nicht warum sich immer an dem Gegensatz alte Autos neue Autos hochgezogen wird. Den Beitrag von Lauda12 halte ich in diesem Zusammenhang für kompletten Quatsch von vorne bis hinten. (Sorry, nicht persönlich nehmen bitte). Die "alten Autos" sind halt nunmal da. Warum soll man die nicht aufbrauchen? Warum soll einer wie der Joachim seinen Golf denn weggeben. Das Auto ist doch gut. Und wenn er Geld zuviel hat kann er hier und da was verbessern. Wieso sollte er es sich antun ein neues Auto aufzubauen? Und dann stellt sich die nächste Frage. Wo kommen die Rallyeautos überhaupt her? Werksautos und Cup-Adams werden wahrscheinlich vom Werk auf Rohkarossen aufgebaut, oder? Und wenn nicht, Geld spielt dort eh keine Rolle. Aber wo bekommt der Amateurfahrer sein Auto her? Ich hab das bislang so verstanden das das abgelegte Straßenautos sind. Der verwohnte Innenraum wird eh entfernt, der Motor soweiso neu aufgebaut und mit Motorsporteilen verfeinert und wenn die Karosse nicht durchgerostet ist kanns losgehen. (Bitte korrigieren wenn ich hier falsch liege) Das so ein Auto dann seine 10 bis 20 Jahre auf dem Buckel hat sollte auf der Hand liegen. Wieso sollte jetzt jemand ein brandneues Auto hernehmen und daraus ein Rallyeauto machen? Das ist doch viel zu teuer. Wieso sollte man einen ungenutzten Innenraum wegschmeißen? Wieso sollte man ungenutzte Motorteile durch Motorsportteile ersetzen? Das macht doch alles überhaupt keinen Sinn. Nur damit man ein neues Auto fährt? Und überhaupt müssen diese "neuen Autos" erstmal beweisen das sie überhaupt besser sind. Von alter Technik kann bei den Top Gruppe-H-Fahrzeugen ja keine Rede gewesen sein.
    Über diesen Neu-Fetish muß man mich jedenfalls mal aufklären. Wie ist das bei Euch daheim? Kühlschrank, Waschmaschine, Herd und Radio. Kommt das auch alles nach fünf Jahren auf den Müll auch wenn es noch einwandfrei funktioniert. Nur weil jetzt einfach mal was neues hermuss?
    Und genau das ist der Punkt ....die Uhr dreht sich weiter auch im Rallyesport , die Zeit der " Bastelbuden " ist nun mal vorbei ! Ich habe auch nicht geschrieben das die " alten Autos " von der Bildfläche verschwinden sollen , die "alten Autos " sollen von mir aus einen eigenen Meister ausfahren , haben in der heutigen Zeit aber nichts mehr bei den aktuellen Fahrzeugen zu suchen , genau darum gibt es ja die großen Probleme in welche Klasse / Gruppe fährt welches Auto ! Das die nationalen Felder dann fast nur noch aus Front und Hecktrieblern bestehen , liegt auch an der Entwicklung im Rallyesport und an der Modellpolitik der Hersteller ( ob die richtig war , darüber kann man sicher streiten ) aber wenn es nur noch Fahrzeuge mit mit 2 angetriebenen Achsen ab R5 gibt , dann ist das so ! Wer sagt denn das mit einem GTI neuster Generation ( oder ähnlichen Autos ) kein Rallyesport möglich ist ( und da darf dann auch wieder "gebastelt" werden , aber nur in einem gewissen Rahmen und nach Vorgaben , an die sich alle halten müssen ) Es geht auch nicht nur um die Fahrzeuge , es geht vor allen Dingen um gute Veranstaltungen und eine gute Organisation und da ist weniger manchmal mehr oder sogar besser ! Ich gehe davon aus das in 5 -10 Jahren eh nur noch die Hälfte wenn nicht noch weniger Rallyes stattfinden , weil es immer schwieriger wird Veranstaltungen genehmigt zu bekommen ! Also ist es eigentlich egal , ob man mit einer "alten Bastelbude " oder einem "modernen Rallyefahrzeug " versucht den Rallyesport auf nationaler Ebene am laufen zu halten , viel wichtiger ist die Akzeptanz bei Anliegern und Behörden zu finden , denn wenn es die nicht gibt , dann bleibt die " Bastelbude " oder der R1 R2 R3 oder R5 in der Garage !!

  2. #42
    Andi Lugauer
    Gast

    AW: Rallyesport in Deutschland vom Aussterben bedroht?!

    Ich habe mir lange Zeit überlegt, ob ich mich zu dem in diesem Thread behandelten Thema und den dazu aufgeworfenen Fragen zu Wort melden soll, zumal ich Nicht-Deutscher bin. Aber da die Leidenschaft am Rallyesport für mich nicht an nationale Grenzen gebunden ist (damit trage ich auch dem Trend zur Globalisierung Rechnung...) und mich zumindest das interessiert, was sich in meinen Nachbarländern rallyemäßig abspielt, möchte ich mir ein paar persönliche Gedanken gestatten.

    Ich mache mir keine Sorgen darüber, ob Rallyes in Deutschland vom Aussterben bedroht sein sollten oder könnten, aber Potential zur Verbesserung der Zukunftschancen des deutschen Rallyesports ist mit Sicherheit vorhanden. Das Wichtigste ist für mich dabei, daß möglichst Viele, denen der Rallyesport etwas bedeutet, an einem Strang ziehen. Auch wenn es unterschiedliche Interessen gibt. Das ist für mich kein Widerspruch, denn bei den grundlegenden Dingen, wenn es um die Stärkung des Rückgrats des Sports geht, sollten sich mit ein bißchen Mündigkeit und gutem Willen ja doch Alle einig sein.

    An einem Strang ziehen bedeutet nämlich vor Allem: Leben und leben lassen. Konkret: Diejenigen, die sich eher für ältere Autos begeistern, sollten vor allem diesen Bereich forcieren, aber auch akzeptieren, daß es Sportler und Förderer gibt, denen mehr die (modernen) Cup-Autos à la Frank Ehrhardt am Herzen liegen. Die sollten wiederum diesen Bereich mehr forcieren und so weiter. Das Gleiche mit der Gruppe G et cetera, und wenn Dinge optimiert werden sollten (techn. Reglement, Klassenwertungs-Einteilungen usw.), dann sollte das von allen Seiten angestrebt werden. Selbst wenn manche Teilnehmer die Stärke des Elektroautos im Rallyesport demonstrieren wollen und das in die Praxis umsetzbar ist, habe ich nichts dagegen. Auch wenn ich kein so großer Fan von diesen Fahrzeugen bin.

    Das besonders Schöne am Rallyesport ist doch unter Anderem eine gelungene Mischung unter den Fahrzeugen, und je vielfältiger das Aufgebot an Fahrzeugen ist und je mehr Interessen unter den Zusehern man befriedigen kann, umso besser ist es für Alle. Darum meine Kernbotschaft: Leben und leben lassen! Aufwertung, wo es möglich ist. Und das beginnt schon hier.
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  3. #43
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    AW: Rallyesport in Deutschland vom Aussterben bedroht?!

    @ Lauda,

    nun, warum ist denn die Zeit der alten Autos vorbei? Solange sie konkorrenzfähig mit neueren Modellen sind, sehe ich da keinen Grund, sie zu schützen.

    Oder ist es andersrum, müssen die neuen Modelle geschützt werden, weil es peinlich wäre, wenn sie gegen ein C-Coupe keine Schnitte kriegen? Wer muss da eigentlich geschützt werden? Die Autohersteller? Wofür, mir sind die herzlich egal...

    Es ist doch eher so, dass neue Autos eher "unsportlich" sind. Erstmal haben sie meist zuviel Gewicht und praktisch immer viel zu viel unnötigen Schnickschnack, als dass man sie als Rennwagen ernst nehmen könnte. Da muss man doch oft ne Menge Aufwand reinstecken, bis sie für die Rennstrecke taugen. Sie müssen eine hohe Abgasnorm erfüllen, was legales Motor-Tuning fast unmöglich macht.

    Die Motoren und Fahrwerke und Bremsen sind meist schon sehr gut, aber am Motor ist es nicht leicht noch was zu machen. Und gegen Leistungsgewicht eines älteren gut gemachten Modells muss man erstmal anstinken können, wenn der auch längst gute Bremsen und Fahrwerkskomponenten bekommen hat.

    Seit Anbeginn des Motorsports war geringes Gewicht "DAS" Entwicklungsziel. Man muss es akzeptieren, neuere Autos setzen andere Schwerpunkte. Auf Komfort, große Wartungsintervalle, Alltagstauglichkeit, passiver Sicherheit (ohne Käfig, 6-Punkt-Gurte und FIA-Sitzen). Sie sind einfach keine so ideale Basis für einen guten Rallye-Flitzer. Warum sie also mit Gewalt reindrücken wollen?

    Schon öfters war unser oller Golf-1-GTD der schnellste VW im Feld, wenn nicht, dann war es meist ein kaum jüngerer Zweier Golf, der mit dem 2-Liter 16V-Motor eine sehr gute Basis bildet. Taucht mal ein Dreier oder Vierer oder sonstwas auf, macht er uns meist keine Probleme.

    2-er Gölfe kriegste nachgeschmissen, da kann man preiswert ein gutes Rallyeauto aufbauen, wenn man schrauben kann. Kaufste einen neuen GTI, ist gleich ein Haufen Kohle weg, und gewinnen wirst du damit auch nicht. Ähnliches gilt sicherlich für viele Marken, bei den ich mich weniger auskenne.

    Alte Autos sind "Breitensport". Insbesonders, wenn sie schon lange in der Hand ihrer Besitzer sind, und nur Verschleißteile kosten. Dann bleibt auch am Ende der Saison vielleicht mal was übrig, für ne noch schickere Bremse oder sowas... So bleiben sie halt konkurrenzfähig, und es gibt keinen Grund, sie nur noch gegeneinander fahren zu lassen.

    Soweit meine Meinung.

    Gruss Jo
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  4. #44
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    AW: Rallyesport in Deutschland vom Aussterben bedroht?!

    Leider befürchte ich; dass seitens der Politik und deren Erfüllungsgehilfen(DMSB); kein wirkliches Interesse (mehr) besteht.
    Bei der KFP Einführung haben sich die Damen und Herren aus Frankfurt , garantiert übelste vorführen lassen von Profis aus dem Politiker-/Beamtenlager.
    Oder sie sind unter Druck gesetzt worden.
    Es liegt aber jetzt an uns ALLEN ! Rallyebreitensportlern, das beste aus der Situation zu machen.
    Vielleicht wären Protestaktionen, wie die Grünen oder die Friedensbewegung es vorgemacht haben, ein Weg.
    Nur hieße es dann: Alle müssen dabei sein.
    Oder ein Dialog zwischen Sporthoheit, Politik und den Sportlern muss angeleiert werden und dann ständig fortgeführt werde.
    So oder so; wenn es so wie jetzt bleibt(oder noch schlimmer wird), gibt es in 5-8 Jahren keine Rallyes außerhalb des "Profibereichs".
    Und nur ein WM-Lauf als einzige Rallye in D , kann es doch wohl nicht sein.
    Selbst der steht immer unter der Fuchtel der Funktionäre in Paris/Genf, da ändert sich zu schnell die Interessenlage.
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  5. #45
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    AW: Rallyesport in Deutschland vom Aussterben bedroht?!

    Nur mal hypothetisch (wie gesagt, ich kenne mich nicht aus):

    Für eine Rallye bzw. mehrere bzw. eine kleine Meisterschaft, brauche ich da:
    - den DMSB
    - irgendeinen Verband für zB Genehmigungen
    - irgendjemand von "oben" der mir "irgendwas" vorschreibt
    ?


    Eine andere hypothetische Frage:

    Viele sind ja zum NAVC ausgewichen, der nur räumlich begrenzt (?) Veranstaltungen durchführt.
    Mal angenommen, zB westliche Veranstalter würden dort mit "rein" wollen... ginge dies oder sind die
    zu sehr ADAC-abhängig? Also so ne Art Ausweitung auf Gesamtdeutschland zB
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  6. #46
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    AW: Rallyesport in Deutschland vom Aussterben bedroht?!

    Zitat Zitat von Joachim S Beitrag anzeigen
    @ Lauda,

    nun, warum ist denn die Zeit der alten Autos vorbei? Solange sie konkorrenzfähig mit neueren Modellen sind, sehe ich da keinen Grund, sie zu schützen.

    Oder ist es andersrum, müssen die neuen Modelle geschützt werden, weil es peinlich wäre, wenn sie gegen ein C-Coupe keine Schnitte kriegen? Wer muss da eigentlich geschützt werden? Die Autohersteller? Wofür, mir sind die herzlich egal...

    Es ist doch eher so, dass neue Autos eher "unsportlich" sind. Erstmal haben sie meist zuviel Gewicht und praktisch immer viel zu viel unnötigen Schnickschnack, als dass man sie als Rennwagen ernst nehmen könnte. Da muss man doch oft ne Menge Aufwand reinstecken, bis sie für die Rennstrecke taugen. Sie müssen eine hohe Abgasnorm erfüllen, was legales Motor-Tuning fast unmöglich macht.

    Die Motoren und Fahrwerke und Bremsen sind meist schon sehr gut, aber am Motor ist es nicht leicht noch was zu machen. Und gegen Leistungsgewicht eines älteren gut gemachten Modells muss man erstmal anstinken können, wenn der auch längst gute Bremsen und Fahrwerkskomponenten bekommen hat.

    Seit Anbeginn des Motorsports war geringes Gewicht "DAS" Entwicklungsziel. Man muss es akzeptieren, neuere Autos setzen andere Schwerpunkte. Auf Komfort, große Wartungsintervalle, Alltagstauglichkeit, passiver Sicherheit (ohne Käfig, 6-Punkt-Gurte und FIA-Sitzen). Sie sind einfach keine so ideale Basis für einen guten Rallye-Flitzer. Warum sie also mit Gewalt reindrücken wollen?

    Schon öfters war unser oller Golf-1-GTD der schnellste VW im Feld, wenn nicht, dann war es meist ein kaum jüngerer Zweier Golf, der mit dem 2-Liter 16V-Motor eine sehr gute Basis bildet. Taucht mal ein Dreier oder Vierer oder sonstwas auf, macht er uns meist keine Probleme.

    2-er Gölfe kriegste nachgeschmissen, da kann man preiswert ein gutes Rallyeauto aufbauen, wenn man schrauben kann. Kaufste einen neuen GTI, ist gleich ein Haufen Kohle weg, und gewinnen wirst du damit auch nicht. Ähnliches gilt sicherlich für viele Marken, bei den ich mich weniger auskenne.

    Alte Autos sind "Breitensport". Insbesonders, wenn sie schon lange in der Hand ihrer Besitzer sind, und nur Verschleißteile kosten. Dann bleibt auch am Ende der Saison vielleicht mal was übrig, für ne noch schickere Bremse oder sowas... So bleiben sie halt konkurrenzfähig, und es gibt keinen Grund, sie nur noch gegeneinander fahren zu lassen.

    Soweit meine Meinung.

    Gruss Jo
    Es geht doch nicht darum "alte Autos" zu schützen , es geht auch nicht darum , das die "neuen Autos" gegen die "alten Autos " keine Schnitte sehen ! Es geht darum , das sich die Zeit weiter dreht und wenn man up to Date in Deutschland bleiben will , dann muss man überlegen wie lange sollen den auf nationaler Ebene Golf 2 und C Coupe usw. gegen DS3 und Fiesta usw. um nationale Titel fahren ? Genau so ist es mit den Klasseneinteilungen , da gibt es auf nationale Ebene zig Klassen , nur um irgend wie alle Fahrzeuge unterzubringen ! Irgend wann ist mal der Punkt gekommen wo man einen Schnitt machen muss und Fahrzeuge ab einem bestimmten Alter nicht auf den Schrottplatz fährt sondern bei Historischen Läufen an den Start bringt , auch da wird um Zeiten und Plätze gefahren . Warum sollte so etwas nicht möglich sein bei nationalen Meisterschaftläufen , aber getrennt von einander !?
    Das neue Autos eher " unsportlich " sind , mag vielleicht stimmen , hat aber auch damit zu tun das sich die Zeit weiter gedreht hat . Gerade was den Umweltaspekt angeht sollte man sich Gedanken machen , wenn man den Rallyesport in Deutschland nicht untergehen lassen will , ob Golf 2 und C Coupe mit Euro 4,5 und 6 Normen vereinbar sind ! Und ich bleibe da bei wer aus einem Golf 2 oder einem C Coupe ein gutes Rallyeauto bauen konnte , der kann das auch aus einem aktuellen GTI oder Astra , allerdings sollte man in der heutigen Zeit darauf achten , das sich die ganze Geschichte in Rahmen bewegt , die nicht aus dem Ruder laufen !
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  7. #47
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    AW: Rallyesport in Deutschland vom Aussterben bedroht?!

    Hi Laude,

    ich denke, da kommen wir nicht auf einen Nenner... Mit der Zeit gehen, das ist mir ein zu abstraktes Ziel. Bleibt mir nur, deine Meinung zu respektieren ;-)

    Zuviele Klassen, da bin ich völlig bei dir.

    Versuche ich mich auch mal an einem konkreten Vorschlag:

    Mir würden auf nationaler B-Ebene die Gruppen G, F und H völlig reichen. Der NAVC kommt ja auch mit drei Gruppen prima aus. Seriennah, Verbessert, Allradler über 200 PS. Ungewönliche Aufteilung, funktioniert aber ziemlich prima, Klassenzusammenlegung gibts nur in den "ganz winzigen" Hubraumstufen.

    Die Ns und Rs und was auch immer sollten auf jeden Fall auch bei National B startberechtigt sein. Irgendwo muss man sie halt mehr oder weniger sinnvoll einsortieren. Selbst wenn das nicht bis in Letzte gerecht ist, aber dafür haben sie ja National A und International, um sich artgerecht messen zu können. Die CTCs passen problemlos in die F und H, für mein Gefühl brauchen die auf National-B keine eigene Wertung.

    Das unser Golf bei einem DRM-Lauf nichts (mehr) zu suchen hat, da bin ich ja noch bereit, das einzusehen. Als Breitensportler ist mir das sowieso ne Nummer zu hoch.

    Aber es nützt wenig, wenn selbst bei der Grabfeld jedes R-Auto praktisch allein in seiner Klasse fährt. Vor allem wenn ich mich daran entsinne, dass "zu viele Klassen und Gruppen" ein Argument war, die H einzustampfen...

    Gruss Jo

  8. #48
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    AW: Rallyesport in Deutschland vom Aussterben bedroht?!

    Zitat Zitat von Hertelbert Beitrag anzeigen
    Nur mal hypothetisch (wie gesagt, ich kenne mich nicht aus):

    Für eine Rallye bzw. mehrere bzw. eine kleine Meisterschaft, brauche ich da:
    - den DMSB
    - irgendeinen Verband für zB Genehmigungen
    - irgendjemand von "oben" der mir "irgendwas" vorschreibt
    ?


    Eine andere hypothetische Frage:

    Viele sind ja zum NAVC ausgewichen, der nur räumlich begrenzt (?) Veranstaltungen durchführt.
    Mal angenommen, zB westliche Veranstalter würden dort mit "rein" wollen... ginge dies oder sind die
    zu sehr ADAC-abhängig? Also so ne Art Ausweitung auf Gesamtdeutschland zB
    Hi,

    also der NAVC ist kein Ost-Verein, wie du anzunehmen scheinst. Seine Wurzeln liegen im Süden, Rallyes veranstaltet er im Taunus, in Niederbayern, im Frankenland. Starke Häufung im Taunus, was zumindest so halbwegs zentral liegt.

    Es sind nicht viele Rallyes, leider. Aber es sind sehr gute, vom Umfang liegen sie meist so zwischen R70 und R35, mit Tendenz zu 70.

    Auch wenn der NAVC nicht der neue DMSB werden will, ein paar mehr Veranstalter, besonders gern in anderen Regionen wären durchaus willkommen. Motorsportcclubs "im ADAC" werden das nicht können, ohne Ärger mit ihrem Dachverband zu bekommen. Aber es ist durchaus möglich, neue (zusätzliche) Veranstaltergemeinschaften oder Clubs zu gründen, die unter der Fahne des NAVC Rallyes organisieren könnte. So ist es im Taunus bei der Buchfinken vor ein paar Jahren geschehen, laut Aussage unseres Präsis liegen auch für andere Gruppen keine Steine im Weg.

    Zu deinen Fragen:
    Den DMSB? Nein.

    - irgendeinen Verband für zB Genehmigungen? Ist sehr hilfreich.

    - irgendjemand von "oben" der mir "irgendwas" vorschreibt? Jein

    Ohne Verband, "der dir was vorschreibt", dich aber auch unterstützt, wirst du schwerlich die behördlichen Genehmigungen bekommen. Rallyes im öffentlichen Raum veranstaltet bei uns eben der DMSB und der NAVC. Wenn nun ein eigens gegründeter Verein ohne Unterstützung und bewährtem Reglement und Durchführungsvorschriften mal eben eine Rallye samt Streckensperrungen genehmigt haben will, wird er nicht gerade offene Türen einrennen...

    Eine Rallye zu organisieren, das ist schon ne Hausnummer... Da gebürt den Veranstaltern schon höchster Respekt. Eine ganz neue Rallye in einem Gebiet zu etablieren, wo die Behörden sich bestenfalls nicht auskennen, oder gar von vornherein negativ gestimmt sind, das ist nochmal ordentlich einen drauf...

    Gruss Jo
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  9. #49
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    AW: Rallyesport in Deutschland vom Aussterben bedroht?!

    Was Joachim schreibt kann ich zu 90% unterschreiben. Und ja, meine und seine Meinung sind mit der von Lauda12 komplett unvereinbar. Es bleibt nur der gegenseitige Respekt. Mehr Gemeinsamkeiten gibt es nicht. Ich habe für meinen Beitrag viele Likes bekommen. Lauda12 hat für seinen Beitrag auch viele Likes bekommen. Also ist an dieser Diskussion hier ziemlich klar ersichtlich wo der Riss durch den Rallyesport verläuft und warum ein gemeinsames Eintreten aller Beteiligten für den Erhalt des Sports nicht stattgefunden hat, nicht stattfindet und auch niemals stattfinden wird. Zu konträr sind da die Meinungen.

    Die einzige Möglichkeit der Versöhnung der beiden Lager besteht im von Andi Lugauer propagierten "Leben und Leben lassen". Hier sehe ich mich aber nicht in der Pflicht. Denn ich habe nichts gegen moderne Autos, nichts gegen Diesel oder Elektroautos und auch nichts gegen von Herstellern gepushte Cups und Pokale. Bei "meiner" Rallye ist jeder(!) willkommen. Im Gegenzug dazu wird aber mir gerade die Luft abgedreht und "meine" Gruppe H verboten. Wenn ich Sätze lese wie "Die Zeit der Bastelbuden ist nunmal vorbei." kommt in mir Wut auf. Was soll so ein aus der Luft gegriffenes Postulat? Soll ich mal dagegen postulieren? Neue Autos haben auf Rallyes nichts zu suchen! Wie wärs damit? Ein mindestens genauso schwachsinniger Satz. Motorsport ist ein hochtechnischer Sport. Und so ein Sport findet eben nicht nur auf der Strecke statt, sondern auch daneben. Und da gehören sogenannte Bastelbuden für mich elementar dazu. Ich will durchs Fahrerlager streifen und mir ansehen was die Tüftler sich in langen Werkstattnächten so ausgedacht haben. Ich will an der Strecke stehen und mich von jedem Auto aufs neue überraschen lassen und nicht nach einem Auto schon alles gesehen haben, weil die nächsten zwanzig identisch sind. (Früher gehörten Bastelbuden auch in der Formel1, in Le Mans oder in Indianapolis untrennbar mit dazu. Heute will sie dort keiner mehr sehen. Von daher liegt Lauda12 voll im Trend. Aber besser geworden ist der Sport dadurch nicht. Es gab Zeiten da sind 30 Autos zu einem Grand Prix gestartet, nachdem 10 bereits in der Vorqualifikation gescheitert waren. Heute tut man hinter den Kulissen alles, damit die Starterzahl nicht unter 20 fällt. In Indy haben in den goldenen Jahren über 60 Autos versucht sich zu qualifizieren. Heute werden die großen Teams gezwungen bis zu 6 Autos einzusetzen, damit die historisch bedingte Starterzahl von 33 Autos nicht unterschritten wird und die Krise des Sportes nicht eingestanden werden muß. Komisch, das Wort Starterzahl hab ich im Zusammenhang mit Rallyes zuletzt auch oft gehört.)

    Und so wie mir geht es vielen Zuschauern. Für Rallye-Fremde-Zuschauer ist es heute schon so das eine Rallye schlicht zu unspektakulär, zu langweilig ist. Werbung findet kaum statt. Informationen zu den Rallyes werden gehütet wie der heilige Gral. (siehe dazu Osterburg-Thread) Wisst ihr eigentlich wie schwierig es ist zu einer Rallye zu fahren? Der erfahrene Rallyezuschauer zehrt hier von seiner Erfahrung. Bei den meisten ist es Jahrzehnte her das sie angefangen haben den Sport zu verfolgen. In Zeiten des Internets ist auch vieles einfacher geworden. Aber ohne massiven Vorsatz verirrt sich niemand auf eine Rallye. Ohne dieses Forum hier und die jetzt dankenswerterweise wieder aktulle Karte im Termine-Thread sind die Termine der Rallyes überhaupt nicht auffindbar. Nichtssagende Rallye-Namen machen es unmöglich einzuschätzen ob die Rallye jetzt 100 oder 800 km weit weg ist. Hat man mal die anschrift des Veranstalters gefunden heißt das noch lange nicht das dort auch die Rallye ist. Ich will mit dieser Kritik hier nicht übertreiben, denn vieles angesprochenens hat sich in den letzten Jahren flächendeckend massiv verbessert. Aber für jemanden der keinen Motorsportler in der Familie oder im Bekanntenkreis hat ist es nach wie vor sehr schwierig hier schon als Zuschauer den Einstieg zu finden. Ich hab selbst eine Menge Leute kennengelernt die, obwohl der Sache gegenüber grundsätzlich sehr positiv eingestellt, noch nie eine Veranstaltung besucht haben. Einfach weil es immer an ihnen vorbeigegangen ist wenn vor der Haustür was war. Oder, noch schlimmer, sich tatsächlich aufgerafft haben, aber dann aufgrund schlechter Planung und mangelnder Infos fast nichts zu sehen bekamen und für den Sport seitdem verloren waren. Ins Fußballstadion gehen ist halt wesentlich einfacher. Aber hier dreht sich die Sache im Kreis. Denn um Genehmigungen zu bekommen und in der Bevölkerung akzeptiert zu werden braucht es Zuschauer. Kein Bürgermeister verbietet eine Rallye mit tausenden Zuschauern wenn es sich vermeiden lässt. Da ist ihm das Hemd auch näher als die Hose.

    Und natürlich gibt es zu viele Klassen. Die Lösung liegt auf der Hand, Joachim hats gesagt. NAVC-Regelment! Beim NAVC ist jedes denkbare Rallyefahrzeug startberechtigt. (Glaube ich zumindest) Und das alles in 13 Klassen in 3 Gruppen. Seriennah, Verbessert und Spezial. Versteht jeder Depp. Das DMSB-Regelment versteht niemand. Ich hab mich schon mit altgedienten Rallyefans unterhalten, mit Fahrern, selbst TKs waren dabei. Es braucht nie lange um so tief zu bohren das Ahnungslosigkeit hervorquillt. Warum kann (konnte) ein WRC nicht in der Gruppe H fahren? Was zeichnet eigentlich die Gruppe F im Gegensatz zu allen anderen Gruppen aus? Wo liegt der Unterschied zwischen WRC, R5, S2000 usw.? Ich habe darauf noch nie eine befriedigende Antwort bekommen. Schon mal an der Strecke jemanden gefragt was die Gruppe F ist? Was die einzelnen R-Klassen bedeuten? Das weiß keine Sau! Wenigstens dieses verschissene R-Regelment könnten sie ja mal erklären, wenn das schon die Zukunft sein soll. Aber eine Auflistung der R-Klassen existiert im deutschen Netz praktisch nicht. Nicht beim Rallye-Magazin und nicht bei Wikipedia und bei FIA oder DMSB schon gar nicht. Die einzig brauchbare Auflistung bietet die englische Wikipedia. Und welcher Volltrottel ist eigentlich auf die Idee gekommen die Klassen R1 bis R5 zu nennen und die Kategorien konträr dazu von RC5 bis RC1 laufen zu lassen? Und da fragt ihr noch was man am Regelment verbessern könnte?

    Und zuletzt zu Hertelbert: Ahnung hab ich auch keine, von daher sind wir schon zu zweit. Aber da mich deine Fragen auch schon lange beschäftigen, habe ich Erkenntnisse dazu gewonnen. Der NAVC ist eine Burg mit zwei Türmen. Der eine Turm steht in Rheinland-Pfalz mit einem Ausläufer nach Hessen, der andere im tiefsten Bayern. Von daher ist mir auch nicht klar was du mit "westlichen Veranstaltern" meinst? Rheinland-Pfalz liegt für mich relativ weit im Westen. Oder ist mit Westen das Einzugsgebiet des WDR gemeint? Oder hast du gerade den NAVC mit dem ADMV verwechselt. Jedenfalls kannst du jederzeit einen Verein gründen und mit diesem Verein Mitglied im NAVC werden. Mit einem bestehende Motorsportverein könnte es allerdings schwierig werden. Solche Vereine stehen oft in engem Bezug zu ADAC oder AvD, kassieren von dort Gelder oder ähnliches. Da diese wiederum den NAVC am liebsten vernichten würden, würden solche Vereine nach allen Regeln der Kunst schikaniert werden um von einem NAVC-Beitritt abgehalten zu werden. In der Vergangenheit hat man das auch bei Aktiven versucht. Das ging bis zum Lizenzentzug fürs Starten bei NAVC-Veranstaltungen hab ich mir sagen lassen. An den Strecken wird sich auch erzählt das der DMSB auch hinter den Kulissen Politik gegen den NAVC macht und aktiv versucht den NAVC zu diskreditieren und NAVC-Veranstaltungen zu verhindern.
    Grundsätzlich braucht man aber noch nichteinmal den NAVC um eine Veranstaltung steigen zu lassen. Natürlich wird von sämtlichen Funktionären das Gegenteil behauptet um die eigenen Pfründe zu sichern. Eine Versicherung kann auch ohne Verband abgeschlossen werden. Der Rest ist Sache der Behörden ob sie die Genehmigung erteilen oder nicht. Da kann man Glück oder Pech haben. Ein starker Verband kann von Vorteil sein, muß aber nicht. Hier empfehle ich einen Blick in die Autocross-,Stockcar-,Traktoren-,Einachser-,Rasenmäher-,Moped-,Mofa-,Bobbycar-,Bürostuhl- und Mülltonnenszene. Möglich ist eigentlich fast alles wenn man ein engagiertes Veranstalterteam hat. Als Paradebeispiel sei hier das sogenannte Freie Bergrennen aufgeführt, das 2008 in Waldau in Thüringen stattfand. Fernab jeglicher Verbände mit eigenem Regelment. In der Szene wurde von einigen damals der Untergang des Abendlandes prophezeit. Sowas sei unverantwortlich, geradezu kriminell und überhaupt völlig unmöglich. Das Rennen wurde dann damals ohne Zwischenfälle durchgeführt. In diesem Jahr fand übrigens die 10. Ausgabe statt. Inzwischen eine etablierte Veranstaltung die sich wachsender Beliebtheit erfreut und professioneller geführt wird als so manches Verbandseigene Rennen. Hier sehe ich auch die Zukunft im deutschen Rallyesport, so er denn eine haben soll. Weg vom DMSB, mit dem kein Staat zu machen ist und der seine Inkompetenz wiederholt unter Beweis gestellt hat. Hin zum NAVC, einem zu gründenden neuen Verband oder zu verbandsfreien Veranstaltungen.
    r200, HunsrückRallye, wrc02 und 15 anderen gefällt das.

  10. #50
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    AW: Rallyesport in Deutschland vom Aussterben bedroht?!

    Bumms!
    Das hat gesessen.
    Mir fehlen die Worte.
    Stellenweise ist mir die Spucke beim lesen weggeblieben.
    MLo, verhorst, rolli und 1 anderen gefällt das.

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