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Thema: Rallye Race Gollert der RSG Mosbach 04.05.2019

  1. #21
    Member Avatar von h12corsa
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    Re: Rallye Race Gollert der RSG Mosbach 04.05.2019

    Ohne Wertung ... es gab wirklich schon den einen oder anderen schweren Unfall... und auch woanders gab es diese ebenfalls, aber Geschwindigkeit muss im Falle eines falles auch abgebaut werden!
    MGRallyVideos gefällt das.

  2. #22
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    AW: Rallye Race Gollert der RSG Mosbach 04.05.2019

    Ich finde es ganz schön, dass man in so einen journalistischen Bericht mal einen Schnitt reinschreibt, macht es interessanter...!
    Trotzdem vertrete ich auch die Auffassung, dass der Schnitt nichts über Gefahr aussagt.

    Ich persönlich bevorzuge eher schnelle Rallyes als durch metertiefe Schlaglöcher, 120x 90-Grad-Abzweige,...
    Ja, bei der Gollert grinst Dich eben mal eine 220 km/h an- wenn es die Übersetzung hergibt, und? Es macht mir mehr Spaß und es geht nicht so aufs Auto.
    120er-Schnitte fährst du eben mit nationalem Material auch nur auf vernünftig ausgebauten Strecken, gut einsehbar, breiter, damit hier und da eine Leitplanke und nicht 50cm neben dem Asphalt dicke Bäume... - nennen wir es "Bergrennen-ähnliche" Pisten, ob nun bergauf, bergab oder auf der Ebene..

    Wo ist denn jetzt die Gefahr grösser? Auf der schnellen Autobahn oder der kurvigen Landstrasse...

    Ich persönlich habe mehr Respekt vor solchen Teilstücken, wo die Piste eben nur marginal breiter ist als das Auto, daneben ein tiefer Graben oder eben massive Bäume. Und nichts anderes ist das Stück zwischen Krauthausen und Ütteroda, wo das Team abgeflogen ist.
    Auf solchen Teilstücken hast du sicher auch mal einen Geschwindigkeits-Peak drin, aber fährst eben eigentlich nur einen 75er-Schnitt.

    Es lag doch hier auch gar nicht an der breite der Piste oder der Geschwindigkeit +/- 5 km/h,..., sondern an der Kuppe! Sowas ist nunmal immer gefährlich.
    Ja, die Anfahrt ist hier nicht ohne, Baken ( absolut richtig so ) zwingen zu einer anderen Linie und Anfahrt ist nicht orthogonal, das gibt ein bißchen mehr Dynamik im Auto. Ob man nun nen halben Meter hoch abheben und 15 m weit fliegen will oder nicht, entscheidet jeder selbst - auch aufgrund seiner Einschätzung und Technik ( Fahrwerk,.. ). Fakt ist, eine Kuppe ist immer gefährlich, egal ob es dahinter gerade weiter geht ( verleitet natürlich zum Stehenlassen ) oder zeitnah eine Kurve,... kommt. Das war bei Janina eine Kuppe, bei Marcel ebne hier auch, bei Heiko eine Kompression mit einer Welle im Kurvenbogen, ..., also alles was zur Geschwindigkeit hinzukommt... In Grabfeld gab es 2014 auch einen anderen Unfall, der ging ( nicht unbedingt schnell ) frontal gegen was Hartes,... irgendwo sind nunmal Grenzen, was Autos oder / und der Körper aushalten...

    Hier bei der Gollert kamen mehrere Sachen zusammen - andere lagen da auch fast im Gebüsch, aber das nun in den unzertrennlichen Zusammenhang zu bringen mit irgendwelchen Schnitten ist Quatsch.
    Die 123 km/h sind von einer ganz anderen WP, die ich für unkritisch halte - verzerren das im Kontext vielleicht etwas...

    Nein, Rallyes müssen nicht noch schneller werden, werden sie ja auch nicht absichtlich gemacht!
    Du bist nun heute mal mit nem M3 bei 180, wo vor 30 Jahren ein 353WR bei 130 war - das Weg-Zeit-Problem der menschlichen Biologie ist aber noch immer gleich.

    Stellen wir uns doch mal die Frage nach dem Material... Ich staune oft schon nicht schlecht, was hier so aufgefahren wird!
    Die aktuellen Autos sind ohnehin in der Serie schon potenter ( Motoren-Technik,.., Fahrwerksanbindungen ). Dann schnallt man noch ein 8.000 Fahrwerk drunter, ein paar internationale Reifen für 400,-€ das Stück, lässt sich noch für mehrere Tausend Euro ein Dogring nebst Sperre und Übersetzung bauen, klemmt da eine 6-Kolben 18-Zoll-Bremse dran und versenkt im Motor noch die restlichen Tausender für 30% mehr Leistung...
    Wenns nicht gerade ein Werks-Auto ist, trägt dann wer die Gewähr, dass es fahrbar bleibt - auch im Grenzbereich?
    Selbst wenn das alles super funktioniert, fährt man wie oft im Grenzbereich mit dem "Ofen" und verfügt über genug Routine, es ( fahrerisch und von der Einschätzung ) zu 99% im Griff zu haben? Auch Profis in der nationalen Szene ist schonmal die Piste ausgegangen und das nicht mit Absicht...
    Testen, Training,.. ist teuer, wird oft unterschätzt,... Lizenzen kannst du heute kaufen.... - ich meine drin liegt mindestens genauso viel Gefahr.
    Wenn ich die Reifen-Experimente am Samstag gesehen habe und dann aber noch das Smartphone via Livetiming zum ( noch ) schneller fahren animiert, wird's gefährlich!

    Ja, die Pisten sind ANSPRUCHSVOLL, aber das wollen doch alle Rallye-Fahrer... , das Wetter ( auch wenn das immer als notwendiges Klischee stilisiert wird ) war doch rallye-like, eine Wechsel zwischen "bumpy", schnell und selektiv gab es auch.... - alle Zutaten waren da.

    Das am Fahrwerk mal was bricht, ein Reifen platzt oder man sich ( eventuell schon beim Aufschrieb ) verschätzt oder eben nur die Sonne blendet, passiert und wird man nicht ausschließen können!
    Genau das ist die Gefahr und der sollte sich jeder bewusst sein - irgendwie ist es doch auch der Reiz, was uns Rallyefahrer so als harte "Fahrer" über die Rundstrecken-Heinis lächeln lässt...

    Auch ich habe schon mal ein Auto weggeworfen, soweit ich mich entsinne auch nicht absichtlich, unterlag somit auch einer der vielen Möglichkeiten.

    Es ist doch müssig...
    Wer generell das Risiko nicht eingehen will, fährt nicht Rallye.
    Wem es beim Aufschrieb zu schnell erscheint, fährt langsamer oder wenn er sich im Wettbewerb nicht 100% wohlfühlt, hört auf... - davor hab ich Achtung!

    Wer aber Gas gibt, geht ein Risiko ein...., wobei jeder sicher aus Selbsterhaltung bemüht ist, dieses gering zu halten!

    ..............

  3. #23
    Senior Member Avatar von Stefan Blank
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    AW: Rallye Race Gollert der RSG Mosbach 04.05.2019

    Du hast recht, Kersten... Andererseits jedoch ändern sich die Sicherheitsvorschriften hinsichtlich der Einbauten von Sitzen und Käfigen... und dadurch werden die Fahrzeuge "so steif", dass im Falle eines Falles kaum noch Energie durch sogenannte "Knautschzonen" abgebaut werden kann. Die entsprechend hohen Fliehkräfte bei Unfällen mit höheren Geschwindigkeiten müssen dann von den Körpern der Fahrzeuginsassen "verarbeitet" werden... das machen gewisse Organe nur eine bedingte Zeit mit. So findet man bei schweren Unfällen die Insassen äußerlich scheinbar unversehrt vor, während die inneren Verletzungen oft schwere Folgen haben, als mehrere gebrochene Rippen...
    Eine Motorsportveranstaltung (das ist eine Rallye nun mal) ist und bleibt für Teilnehmer ein Risiko... und letztlich entscheidet ein jeder Teilnehmer anhand der Bedingungen selbst, wie weit er bereit ist, das Gaspedal seines Wettbewerbsautos durchzutreten. Und oftmals ist es gar nicht der Mut oder der Übereifer, der zu einem folgenschweren Unfall führt... auch ein technischer Defekt kann die Ursache sein...
    In jedem Fall ist es immer tragisch, wenn Unfälle dieser Art passieren. Da helfen keine Strohballen oder Leitplanken und auch Schikanen sind nicht der Weisheit letzter Schluss.
    Ich hoffe (und das nicht nur als Honda-Fahrer) dass es der Besatzung bald wieder besser geht, sie vollständig genesen und hoffentlich nicht das Vertrauen in den Sport verlieren. Alles Gute...

  4. #24
    Senior Member Avatar von Brainiac
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    AW: Rallye Race Gollert der RSG Mosbach 04.05.2019

    @16vtrainer

    Sehr schön erleutert danke.

    Das Problem an der Kuppe scheint eine zweite Kuppe davor zu sein, es sieht auf den Videos aus als startet man aus einer Kompression.
    16vtrainer gefällt das.
    Forza Italia!

  5. #25
    Member Avatar von Head
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    AW: Rallye Race Gollert der RSG Mosbach 04.05.2019

    meine Meinung, Egal ob man es mag oder nicht, umso höher der Schnitt, umso höher die Wahrscheinlichkeit, dass etwas passiert.... vollkommen egal was passiert oder wie schwer der Vorfall ist, .....anders ausgedrückt, wenn man gut trainiert mit dem Fahrrad über die abgesperrten Prüfungen fährt, ist die Wahrscheinlichkeit, sich schwer oder auch nur grundsätzlich zu verletzen deutlich geringer..... auch wenn ich es mag, aber ich denke 123 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit sind schon sehr hoch für eine R70...

  6. #26
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    Re: Rallye Race Gollert der RSG Mosbach 04.05.2019

    Vor der Kuppe ist eine leichte Kompression, wodurch viele Autos aufgesetzt haben. Richtig problematisch ist es geworden wenn man den kleinen Bogen vor der Kuppe Cut gefahren hat, dadurch haben die Autos leicht versetzt.

  7. #27
    Senior Member Avatar von Brainiac
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    AW: Rallye Race Gollert der RSG Mosbach 04.05.2019

    Zitat Zitat von Head Beitrag anzeigen
    auch wenn ich es mag, aber ich denke 123 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit sind schon sehr hoch für eine R70...
    Bankschenke hatte aber nochmal 10 mehr hast du dich da auch kritisch geäußert? Ist nicht eher das Problem das die lokal Heroes austrainiert sind und dann immer mehr probieren? Im o.g. Fall war es demnach ein Fahrfehler an einer im vergleich langsameren Stelle, diese ist nicht für schwere Abflüge bekannt oder?
    Forza Italia!

  8. #28
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    AW: Rallye Race Gollert der RSG Mosbach 04.05.2019

    Als so langsam würde ich die Stelle nun auch nicht bezeichnen. Nick Heilborn im BMW M3 z.B. hatte auf der Kuppe laut Tripmaster genau 140 drauf, wie man auf der Onboardaufnahme erkennen konnte.
    An der Kuppe gab es schon mal vor paar Jahren ein paar Abflüge, 2011 waren es drei Autos - ein Wartburg, ein Twingo R1 und auch ein Civic Type R - die sich aber alle erst nach der Kuppe aufgeschaukelt haben. Ähnlich bzw. vom Prinzip genau gleich wie die Unfälle dieses Jahr war der Abflug von Rashid Al-Ketbi 2014 im Fiesta R5 an der Kuppe. Der ist ebenfalls rechts über die Wiese gefahren und hat sich im Flug an der Kuppe schon leicht nach links gedreht.

  9. #29
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    Re: Rallye Race Gollert der RSG Mosbach 04.05.2019

    das eine Rallye sehr schnelle Strecken hat, das weiß man doch vorher. Wenn man das Gefühl hat der Aufgabe nicht gewachsen zu sein, dann darf man an so einer schnellen Rallye nicht teilnehmen. Dann gibt es auch noch den gesunden Menschenverstand, indem ich gefährlichen Stellen entsprechend vorsichtig fahren kann. Das liegt doch alles in der Hand des Piloten.
    Wie nun feststeht wird der Pilot bleibende Schäden davon tragen. Von mir dafür viel Kraft für Ihn und seine Familie!

  10. #30
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    AW: Re: Rallye Race Gollert der RSG Mosbach 04.05.2019

    Ersteinmal wünsche ich Marcel und Leonie alles gute und baldige Genesung.

    Ich glaube es geht Mats nicht speziell um den Unfall an der Kuppe, sondern generell um hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten bei Nationalen Rallyes. Ich gebe euch Recht „ jeder ist des Glückes Schmied“. Doch ihr vergesst meiner Meinung nach das es sich bei Nationalen Rallyes um den Einstieg in den Sport handelt.Denkt doch mal an eure alten Zeiten zurück. Habt ihr immer vernünftig gehandelt, als ihr die ersten WP Kilometer in Angriff genommen habt.Seit ihr immer langsam gefahren wenn es „Tricki“ wurde.Ihr habt beim abfahren natürlich sofort die Ideallinie und den passenden Bremspunkt erkannt.Risiko besteht immer.Aber man muss es nicht durch die Streckenbeschaffenheit herausfordern. Profi Rallyefahrer wissen was sie tun , deswegen hinken die Vergleiche. Meine Meinung, wer mit 220 KM/h über die Strecken fliegen will, der möge doch bitte zur Rundstrecke wechsel.
    koerperkarl gefällt das.

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