Schikanen :: Schikane :: Bremsschikane

  • Laut Bulletin wird bei der Ostbayern-Rallye übrigens eine Schikane nur mit Pylonen errichtet. Der Praxistest wird zeigen ob diese "Slalomvariante" rallyetauglich ist...

    Rallyevideos aus Deutschland und Mitteleuropa: Youtube

  • ja steht aber auch dabei das es 30!!!!!! strafsekunden gibt. Denke das wird einige abhalten. Aber sicher wird wieder abgeräumt. bin gespannt wie "konsequent" die Strafzeiten dann vergeben werden!!!

  • Ich zitiere:


    "Im Verlauf der WP 3/6 wird eine Schikane eingerichtet. Der Aufbau der Schikane erfolgt mittels Pylonen (stehend und liegend). Ein Umwerfen oder vollständiges Verschieben der stehenden Pylonen aus der Grundmarkierung, wird als Nichteinhalten der vorgeschriebenen Streckenführung an Bremskurven i.S. Art. 14.2 DMSB Rallyereglement mit einer Zeitstrafe von 30 Sekunden durch den Rallyeleiter bestraft."

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  • Dann hoffe ich es sind kompetente Sachrichter vor Ort!!!

  • Hm,


    30 Sekunden ist dann gleich wieder etwas übertrieben... Da kann man ja nur noch vor Angst schlotternd sich durchzittern...


    Gruss Jo

  • naja einfach nichts umfahren. wenn da 3 bäume stehen würden würdest ja auch durchzittern!

  • Ich werf mal was ganz anderes in den Raum: Gestern Abend nach der Arbeit noch ein altes Video von der DRM 86 geschaut. Keine Schikanen gesehen. Wie konnten die damals nur leben ohne Schikanen? (kann Spuren von Ironie enthalten)

    I'm awesome, you're not!
    Haters love me!

  • Hi Martin,


    schon richtig. Nur wenn ich mit der Kotflügelverbreiterung einen Baum leicht berühre würde ich mir auf die Schulter klopfen, weil ich das millimetergenaue Fahren so toll beherrsche :)


    15 oder max. 20 Sekunden fände ich angemessener, für einen leichten Verrutscher.


    Für ungebremstes vorsätzliches Durchrauschen kanns aber meinetwegen dann auch Wertungsverlust werden. Wegen allgemein unsportlichen Verhaltens...


    Gruss Jo

  • ich verstehe das Problem nicht. der veranstalter gibt explizit bekannt, das es 30 Sekunden gibt. da weis jeder welches Risiko er eingeht wenn er es riskiert einen Poller zu werfen.
    Das ist wie in einer alle drauf zu halten. wenn man sich da verschätzt ist meist auch mehr hin als ein Kratzer im Kotflügel!


    Ich persönlich finde es gibt das gleich vom Veranstalter drauf hingewiesen wird und auch gleich die drohende strafe dazu. dann gibt's danach keine Diskussionen!

  • Natürlich ist das fair. Keine Frage.


    Beim NAVC funzt das ja auch prima. Es wird konsequent geahndet, aber eben nicht mit einer Zeitstrafe, die dir gleich jede Chance auf dein anvisiertes Resultat nimmt. Ein normaler Verbremser kostet einen meist auch nur so 10 bis 15 Sekunden, und in dem Bereich fände ich es eben angemessen.


    Wie gesagt, in der Sache gut, aber 30 Sec sind etwas übertrieben. Ist ja oft so bei Sportstrafen, dass es kein vernünftiges Maß gibt... Aschenbecher im Gruppe G- Auto fehlt, Möglichkeiten sind dann nur "ignorieren" oder "Wertungsausschluß".


    Gruss Jo

  • [MENTION=9958]Joachim[/MENTION]...wie oft ist die Situation vorgekommen, dass du dir nen Kratzer an nem Baum, oder an einem natürlichem Hinderniss geholt hast? Das können nur Stellen bei Heim-Rallyes sein, wo man spitz auf Knopf fährt...so ist zumindest meine "jahrelange" Erfahrung;)


    Ich persönlich finde die Idee gut und nun sollen auch mal die Rallye-Fahrer beweisen, dass sie korrekt,präzise und genau fahren können und den Ruf als "Landwirte des Motorsports" zu unrecht haben.


    Für alle die gleichen Voraussetzungen...also was solls?

  • Durch das DMSB-Reglement wird eben bei Nichteinhaltung der Streckenführung, und dazu gehört auch das Abräumen von Schikanen, standardmäßig eine Zeitstrafe von 30 Sekunden vergeben.
    Natürlich könnte hier wieder jeder Veranstalter sein eigenes Süppchen kochen, aber so ist es wenigstens einheitlich geregelt.
    Und solange die Schikane fair aufgebaut ist, sehe ich auch bei Pylonen mit 30s kein Problem.

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  • Laut Bulletin wird bei der Ostbayern-Rallye übrigens eine Schikane nur mit Pylonen errichtet. Der Praxistest wird zeigen ob diese "Slalomvariante" rallyetauglich ist...


    War in den letzten 25/30 Jahren - keine Ahung mehr - glaube 150 oder 200x als Streckenposten bei Rallyes unterwegs.
    Und natürlich auch diverse Male an Schikanen eingesetzt.


    Auf eine Schikane mit Pylonen traf ich allerdings erstmals vor 5 Jahren bei einem kleinen Rallyesprint in Niederbayern.
    Ich war hier als einzige Posten eingesetzt, dazu kam noch ein Funker.


    Mein erster Eindruck, hier versucht ein Veranstalter mit möglichst geringem organisatorischen Aufwand seinen Sprint auf die Beine zustellen.
    Der Sprint bestand sowieso nur aus EINER Prüfung/ca. 4 km Länge mit Mehrfachbefahrung.


    Die Folge, sehr viele Fahrer betrachteten diese Art von Schikane optisch vermutlich nicht als unmittelbare Gefahr, hielten nicht nur bis zum letzten Drücker drauf, sondern weit darüber hinaus, versuchten im letzten Moment doch noch den Pylonen auszuweichen und knallten in der Folge NACH der Schikane ihre Fahrzeuge in die Botanik. Die Prüfung wurde zur Bergung mehrfach unterbrochen und letztendlich auch der letzte Durchgang aus Zeit- und Genemigungsgründen gestrichen.
    Unabhängig davon wären mir im Laufe der Veranstaltung fast die Pylonen ausgegangen.
    Natürlich alles ordnungsgemäß an die Rallyeleitung bzw. WP-Leitung weitergemeldet. Aber es war schon irgendwie frustrierend.


    In den Jahren darauf stand ich an der gleichen Schikane, dann zwar nicht nach Deutsch Standart, aber zumindest primitiv mit wenigsten einer blauen Wassertone vom Veranstalter aufgebaut - es gab keine Probleme mehr.


    Ich denke, auch hier versucht der Veranstalter möglichst wenig Aufwand beim Aufbau der Wertungsprüfungen zu betreiben.
    Wünsche schon heute viel Spaß bei der Bewältigung der daraus entstehenden Probleme und Einsprüche.


    SORRY, klar erfordert der Einsatz von Wasserfässern oder Strohballen vom Veranstalter mehr Einsatz und Kosten. Aber die sollten schon mal ihren Arsch in die Höhe bringen, wenn sie schon so was organieren wollen.

  • Bei allem Respekt, aber sich als Sportwart ins gemachste Nest setzen und solch einen Spruch bringen...tzzzz


    Was verstehst Du unter ... Sportwart ins gemachte Nest setzen...?


    Ich bin als AUSWÄRTIGER Streckenposten mindestens eine Stunde vor der Sperrzeit da - soll ich die Wasserfässer oder Strohballen selber mitbringen?
    Teilweise noch Aufbauarbeiten und vor allem das saubere Abbauen nach der Rallye, z.B. auch Kehrbesen usw. ist sowieso inklusive.


    Und der Spruch war auch genau so gemeint!
    Bei einigen Veranstaltern geht die Tendenz zu einfach machen, noch einfacher machen, ganz einfach machen...
    und die Pylonenschikane gehört dazu, personell und kostenmäßig.
    Die fördert das System der Vereinfachung, mir kommt das irgendwie "billig" vor.
    Wenn Du Jahr für Jahr immer bei den gleichen Veranstaltungen antrittst, dann lässt sich über die Jahre klar verfolgen, wie einige Veranstalter das händeln.
    Aber jammern, das die Starterzahlen sinken.
    Ist doch klar, das die Aktiven erkennen, was ein Club in seine Rallye und damit auch für ihn als Fahrer investiert.
    Bin selber lange genug gefahren um zu erkennen, wer eine aufwendig gemachte Rallye bietet, oder ob es sich um eine Light-Veranstaltung handelt.


    Glücklicherweise gibst aber noch Veranstalter, die in ihre Rallye richtig Zeit, Personal und Aufwand investieren und dafür auch mit starken Teilnehmerfeldern belohnt werden.

  • Eine Schikane ist für alle ( Veranstalter wie Teilnehmer ) ein nicht geliebtes Hilfsmittel. Aber als Veranstalter gibt es halt Stellen die vor "unüberlegten" Handlungen
    zu schützen sind und das geht nur nach dem Motto " Je stabiler desto besser ". Denn nur dann kann ich sicher sein das die Geschwindigkeit verringert wird. Das ist meine Meinung, da die Vergangenheit gezeigt hat, dass auf einige Teilnehmer kein Verlass ist.


  • Und der Spruch war auch genau so gemeint!
    Bei einigen Veranstaltern geht die Tendenz zu einfach machen, noch einfacher machen, ganz einfach machen...
    und die Pylonenschikane gehört dazu, personell und kostenmäßig.


    Und genau diese Haltung oder Voreingenommenheit find ich unfair und im Zusammenhang mit deiner Aussage auch frech. Nicht alle Veranstalter haben einen unerschöpflichen Personalpool oder die finanziellen Mittel sich das Personal in Hülle und Fülle zu besorgen. Aber deswegen kann ich ihnen doch nicht unterstellen, sie würden den Arsch nicht hoch bekommen, nur weil sie versuchen es kosten- und personalgünstig zu gestalten.
    Ich könnte dir auch Geschichten von Sportwarten erzählen, dann würdest du verstehen, warum mich deine Aussage schon etwas erzürnt, aber das ist ein anderes Thema.


    Hast du eigentlich eine Ahnung, was heut zu Tage z.B. eine nat. A Rallye kostet und wieviel Helfer da unterwegs sind?
    Und wenn ich als Veranstalter durch den Einsatz von Pylonen-Schikanen weniger Personal binde und obendrein noch Zeit und Kosten sparen kann...wieso nicht?


    Und um diese Schikane noch abschreckender zu machen, würde ich bei vollem Abräumen ruhig eine höhe Zeitstrafe vergeben. Denn wenn dort was massives stehen würde, wäre die Fahrt nämlich unter Umständen auch schnell zu Ende.


    PS: Die Strohballen-Schikane beim WRC-Lauf in Polen war ja auch ein voller Erfolg. Ob die da auch so drauf gehalten hätten, wenn dort Pylonen mit einer möglichen 30sec Strafe stehen würden? Nen Kotflügel oder nen Spiegel sind doch Kollateralschäden...die Zeit aber wäre futsch.

  • Und um diese Schikane noch abschreckender zu machen, würde ich bei vollem Abräumen ruhig eine höhe Zeitstrafe vergeben. Denn wenn dort was massives stehen würde, wäre die Fahrt nämlich unter Umständen auch schnell zu Ende.


    PS: Die Strohballen-Schikane beim WRC-Lauf in Polen war ja auch ein voller Erfolg. Ob die da auch so drauf gehalten hätten, wenn dort Pylonen mit einer möglichen 30sec Strafe stehen würden? Nen Kotflügel oder nen Spiegel sind doch Kollateralschäden...die Zeit aber wäre futsch.


    Mal sachlich: Die Pylonen sollten einen größeren Abstand haben, als "German Standard", damit man auch gefahrlos (Gefahr = Umwerfen der Pylonen) einen großen Schlenker fahren kann. In Fahrtrichtung sollten die zu umkurvenden Pylonen (Mittelpunkte der Pylonen betrachtet) auf einer Linie liegen aber der Abstand dazwischen muß groß genug gewählt sein (die Verringerung der Geschwindigkeit wird dadurch immernoch ausreichend gewährleistet).


    Bei Schikanen, die man im Vorbeifahren noch sehen kann, hat man ein Gefühl für den Abstand, aber wenn der Pylon aus dem Sichtbereich verschwunden ist, fällt's zumindest mir schwerer, den richtigen Abstand zu halten.

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