• Nach kurzfristiger Reglementänderung ist auch KTM raus!


    Rückzug: KTM nicht mehr bei der Dakar


    von Stefanie Szlapka05. Juni 2009 - 11:13 Uhr
    Nach kurzfristigen Regelanpassungen durch Dakar-Veranstalter ASO zieht KTM drastische Konsequenzen: "Das traf KTM hart"
    Den Stecker gezogen: Für KTM ist das Dakar-Engagement vorerst beendet
    © Repsol(Motorsport-Total.com) - Am Donnerstag gab die ASO, Organisator der Rallye Dakar bekannt, dass ab 2010 nur noch Motorräder mit einem maximalen Hubraum von 450ccm zugelassen sind. KTM zog darauf die Konsequenzen und wird mit sofortiger Wirkung von der Rallye Dakar zurücktreten. Das Unternehmen will bei der Rallye nicht mehr präsent sein, weder als Werks- noch als Kundenteam. KTM unterstreicht, dass man sich weiterhin zum Rallyesport bekennt und nun die Bemühungen auf die Weltmeisterschaft und andere wichtige Rallyes legen wird.


    Das Unternehmen erklärte weiterhin: "Die Organisatoren haben die Regeln kurzfristig geändert, um die Dominanz von KTM zu beenden. Dies kam ohne Vorwarnung und traf KTM hart. Heute, nur sechs Monate vor dem Start - wenn nicht nur die Werksteams, sondern auch die Privatteams tief in den Vorbereitungen für diese extrem komplexe Rallye stecken - ist der Rücktritt den Weltmarktführers im Offroad-Motorrad-Bereich die einzig mögliche Konsequenz."
    "Jedes Sportreglement braucht Änderungen und Anpassungen an neue Entwicklungen, um interessant zu bleiben", hieß es in einem Statement weiter. "Aber dies braucht auch eine adäquate Vorbereitungszeit. Wir haben das gesamte Material für 690 Rallye-Motorräder unseres Werksteams ebenso wie 50 Kundenmaschinen in unserem Lager, im Juni zusammengebaut werden sollten. Fahrerverträge wurden abgeschlossen und alle Teammitglieder wurden engagiert."
    "Die finanziellen Konsequenzen von dieser Entscheidung sind ernorm", mahnte man. "Abgesehen davon sind wir geschockt über die fehlende Loyalität der Organisatoren. Zumal wir nach der Absage der Dakar 2008 große Anstrengungen in die neue Edition haben einfließen lassen - auch in einer Zeit einer extremen ökonomischen Krise", sagte KTM-Motorsport-Berater Heinz Kinigadner in einem ersten Statement.


    Durch die Entscheidung für den Einsatz von 450ccm-Motorrädern kann KTM den Einsatz in der Rallye Dakar ökonomisch nicht rechtfertigen. Motorsport-Direktor Winfried Kerschhaggl sagte: "Rallyesport soll die Effizienz und die Stabilität unserer grossvolumigen Serie Einzelzylinder zeigen. Es ist keine Frage, dass wir aktiv im Rallyesport verbleiben. Damit ist die Dakar in Südamerika für KTM Geschichte. Wir werden uns jetzt voll auf die Rallye-Weltmeisterschaft konzentrieren und wir werden uns nach Alternativen umschauen. Vielleicht werden wir ein volles KTM-Rallye-Engagement auf afrikanischem Boden erleben - zurück zu den Wurzeln."

    Mann kann ein Auto nicht wie ein menschliches Wesen behandeln -
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