Hilfe bei der Diplomarbeit

  • Hallo Gemeinde,
    mein Name ist Florian Eitner und ich studiere Maschinenbau. Ich schreibe zurzeit an meiner Diplomarbeit. In Zusammenarbeit mit dem TÜV-Süd, geht es um die Zulassung von Rennsportfahrzeugen(Rallyeautos) zum Straßenverkehr. Um die Eintragungen zu erleichtern soll eine Rahmenrichtlinie entstehen.
    Um dies zu erreichen, bin ich nun auf der Suche nach Bildern von Unfällen und verunfallten Fahrzeugen. Da ich von jedem „Beteiligten“ die Genehmigung benötige bitte ich nun hier um eure Hilfe, da die Recherche im Internet doch recht schwer ist.
    Wer würde mir von seinen Ausrutschern und den Folgen Bilder zur Verfügung stellen, und einen kurzen Unfallbericht. Also z.B. Unfallursache, Unfallverlauf(Überschlag, Einschläge, Kontakt mit Bäumen…) Unfallgeschwindigkeit, Schäden am Fahrzeug, eventuelle körperliche Verletzungen, Datum des Unfalls….


    Bitte helft mir, es sollte euch allen zu gute kommen, und auf Wunsch werden Fahrernamen, Nummernschilder… unkenntlich gemacht. Die Bilder und Berichte sind nur für die Erstellung der Diplomarbeit, und werden nicht weiter in der Richtlinie veröffentlicht. Es wird alles absolut vertraulich Behandelt.


    Bitte schickt alles an meine Emailadresse. Für Fragen und Anregungen bin ich gerne offen.


    [email protected]

  • Zitat

    Wer würde mir von seinen Ausrutschern und den Folgen Bilder zur Verfügung stellen, und einen kurzen Unfallbericht. Also z.B. Unfallursache, Unfallverlauf(Überschlag, Einschläge, Kontakt mit Bäumen…) Unfallgeschwindigkeit, Schäden am Fahrzeug, eventuelle körperliche Verletzungen, Datum des Unfalls….



    Ich hoffe da antwortet keiner!!


    Wozu brauchst DU diese Daten?????

  • Versteh nicht ganz, was Unfallbilder usw. mit einer Rahmenrichtline für Eintragungen zu tun haben???
    Denke mal es geht hier nicht um Eintragungen von, durch das Rgeglement erlaubte Fahrzeugänderungen.
    Nehme mal an du willst auf die Käfigstruktur, Sitze und Gurte hinaus, da ist es allerdings vollkommen Wurscht wie es hinterher aussieht.
    Noch bestimmt die FIA und der DMSB welcher Käfig, Sitz und Gurt wie und wo zu verwenden ist. Da solltest du dich mal an den DMSB wenden, welchen Sinn oder Unsinn diese Bestimmungen haben und wie eine Grundlage für Eintragungen geschaffen werden kann.


    Außerdem gibt es schon länderspezifische Regeln für derartige Eintragungen. Bei uns in Thüringen z.B. laufen die FIA-Gurt-Eintragungen bzw. die Freigaben dafür über das Landesverwaltungsamt. Dauert zwar die ein oder andere Woche:mad: aber es klappt.


    Und wenn du mal hier im Forum suchst, wirst du feststellen, das es lediglich eine handvoll Leute sind, die immer rummosern, sie würden nix von den Sicherheitseinrichtungen eingetragen bekommen;).


    Nur mal rein informativ...was hat Maschinenbau mit TÜV-Eintragung zu tun?

  • Hi, es geht darum, dass bei allen Fahrzeugen ab Baujahr 1998 ein Crashgutachten vom Hersteller für die Zulassung von Nöten ist. Dieses Crashgutachten erlischt jedoch, zum Beispiel beim Einbau eines Überrollkäfigs, da hierfür die Airbags deaktiviert/entfernt werden müssen.
    Die Bilder sollen zur Unterstützung der FEM-Berechnung dienen, und anhand von Unfällen beweisen, dass für die Spezielle Anwendung(Rallye), die Sicherheit auch mit anderen Mitteln(Käfig, Gurt, Sitz...) erreicht werden kann. Und die Anforderungen sogar noch übertroffen werden. Gleiches gilt für Sitze, Gurte, Sitzverankerungen und Gurtverankerungen, diese müssen alle eine Prüfung haben.




    Die Diplomarbeit, wurde in Zusammenarbeit mit dem TÜV-Süd, dem ADAC, und auch in Rücksprache mit dem DMSB geplant. Daher erkennt man, dass schon Handlungsbedarf besteht.


    Was TÜV mit Maschinenbau zu tun hat. Man muss Dipl-Ing Maschinenbau oder Fahrzeugtechnik sein, um amtlich anerkannter Sachverständiger für Fahrzeugwesen (TÜV-Prüfer mit Recht zu Eintragungen) zu werden. Da ich in diese Richtung gehen möchte, habe ich schon mein Praktikum beim TÜV gemacht, und schreibe eben nun die Diplomarbeit auch beim TÜV. Da ich selbst Rallye gefahren bin, kenn ich auch die Probleme, und eben auch die Probleme der TÜV-Prüfer, die solche Eintragungen unterschreiben.

  • Deine Mühe in allen Ehren, aber ob das Ergebnis so ausfällt, wie du es dir vorstellst???
    Ich denke da z.B. an die EU. Klar köchelt D schon immer sein eigenes Süppchen, aber es wird doch immer weiter auf EG- oder EU-Richtlinien hinauslaufen.


    Da könnte man sich z.B. die Frage stellen, warum gibt es in anderen europäischen Ländern nicht solche Probleme.
    Habe z.B. mal irgenwo gelesen, das jemand in Deutschland per Gerichtsurteil sich die Zulassung von Carbonfelgen(Motorrad) erwirkt hat und es nun ein Gerichtsurteil gibt, im dem sinngemäß steht:
    Wenn Behörden eines EU-Staates die Zulassung eines, in anderen EU-Staaten legalen Produktes, verbieten, müssen sie nachweisen, das das Produkt gefährlich ist.
    Das Verbot, oder die Nichtzulassung solcher Produkte, verstoße gegen irgendein EU-Recht.


    Muss den Schriebs mal raussuchen

  • Hi!


    Sind dann entsprechend nur Autos ab 1998 relevant?


    Inwiefern dienen die Fotos als Unterstützung der FEM?


    Theoretisch könnte ich mit einem heftigen Heckeinschlag an Baum, ohne Verletze dienen. Entsprechende Detailfotos gäbe es dazu auch.


    Mich interessieren dann auch Ergebnisse der Diplomarbeit, die den Unfall betreffen.


    Gruß Hansi

  • Zitat

    Die Bilder sollen zur Unterstützung der FEM-Berechnung dienen


    Wie möchtest Du den mit den Bildern was berechnen? Die Autos haben doch alle ab 1998 einen Crash hinter sich und damit kannst Du doch die Verformung erkennen!?! Die Verstärkung durch einen Käfig kann man doch auch berechnen bzw bestimmen sowie die Verzögerungen oder??


    Den Rest wie Verankerungen etc. ist eigentlich doch nur berechnungssache (Normalkräfte/Scherkräfte) und ich glaube die FIA hat mit ihren Vorschriften bestimmt schon was errechnet. Musst doch nur die FIA Vorschriften Analysieren und dann erkennen das es eine Verbesserung ist oder nicht. Beachte auch die Hochfesten Bleche in modernen Fahrzeugen die keine Wärme/Hitze abkönnen bzw. nach dem schweißen Probleme machen (im Bezug auf Karosse nachschweißen und Käfig befestigen)



    Grundsätzlich wäre eine Bundeseinheitliche Regelung für sowas ja OK aber mich stören die Bilder und das der Schuß für uns eher nur Nachteile bringt als Vorteile (Also nur noch Gruppe G)

  • So, jetzt müste es mit den PN funktionieren:)



    Natürlich bin ich auch an Autos interessiert, die vor 1998 gebaut wurden, da es natürlich auch um Grundsätzlichen Sinn und "Unsinn" von Käfig... geht. Da es gerade bei Behörden viele Menschen gibt, die alles Belegt sehen wollen. Falls die "Berichte" dann für die Diplomarbeit in Frage kommen, bekommt ihr natürlich bescheid, und bekommt die Entsprechenden Teile geschickt.


    Über das Ergebnis der Diplomarbeit werde ich dann auf jedenfall am Ende ca. im März berichten.

  • Die Verbindung zwischen Rallyeunfällen und StVZO bekomme ich nicht gebacken. Ein reglementskonformes Rallyeauto ist für den Strassenverkehr überqualifiziert. Ich musste zum Beispiel bei einer Rallye Ulm erleben, dass die Teilnehmer auf dem Weg zur 1.WP zur Verkehrskontrolle herausgezogen wurden. Die Beamten hatten auch nicht begriffen, dass so ein Rallyeauto bei der Abnahme raus fliegt, wenn es der StVZO nicht entspricht. Mein Pilot hatte da einen sehr richtigen Satz geprägt: " Ihr trefft die Falschen! Sucht doch die, die in der Scheune eine Knallbude bauen und dann die grössere Bremse vergessen!" Die Motorsportler unterwerfen sich Regeln. Zum einen um die Leistungen vergleichen zu können und zum anderen um die Sicherheit zu gewährleisten.
    Mir hat der Aufbau eines Rallyeauto's oft genug das Leben gerettet. Diesen Aufbau zulassungstechnisch auch nur in Frage zu stellen, wirkt Kfz-technisch nicht sonderlich kompetent.
    Ich kann die Gedankenspiele nicht nachvollziehen. Dann hilf mir doch mal auf die Sprünge!
    Sport frei

  • In Zusammenarbeit mit dem TÜV-Süd, geht es um die Zulassung von Rennsportfahrzeugen(Rallyeautos) zum Straßenverkehr. Um die Eintragungen zu erleichtern soll eine Rahmenrichtlinie entstehen.


    Hallo Florian,
    eine Rahmenrichtlinie ist bereits vorhanden. Diese ist im DMSB Handbuch Automobilsport definiert. In Verbindung mit den fahrzeugspezifischen Homologationsblättern erfolgt die Zulassung zur Rallye immer nach StVZO.
    Lies das mal, als Grundlage für die Diplomarbeit.

    Historic sideways. Querzeit statt Bestzeit. Gewinnen können die anderen.

  • FIAT 131 RACING
    Das ist so aber nicht ganz richtig.
    Eine Homologation hat nichts mit der STVZO zu tun. Eine Homologation ist eine "technische" Beschreibung des Serienmodell´s und der Homologationsnachträge. Sie dient lediglich der Identifikation des Modells und der homologierten Teile.
    z.B. ist eine im Nachtrag homologierte Bremsscheibe nicht automatisch STVZO-Konform, da meist eine ABE oder ein Gutachten dafür fehlt.


    Genauso verhält es sich mit Käfigen, Sitzen und Gurten. Sie mögen zwar alle ein FIA-Zertifikat haben, aber das sagt auch nur aus, das sie den Sicherheitsanforderungen der FIA genügen, nicht aber im Rahmen der STVZO zulässig sind. Das Problem, oder auch das Gute dabei ist, das es für solche Einbauten keine Vorgaben in D gibt. Aus diesem Grund könnte man sich z.B. auf das Gerichtsurteil berufen, da ja nun zweifelsfrei nachweisbar ist, das Käfige, Sitze und Gurte auch in anderen EU-Ländern ohne Probleme gefahren werden dürfen.
    In Belgien z.B. hat sich kein TK für unsere Zulassung mit dem 3-blättrigen Anhang interessiert:D


    Da aber der Deutsche nicht ohne Plan und Behördenstempel auf´s Klo geht...


    Die Frage bleibt aber, wie will man eingrenzen, für wen diese Rahmenrichtlinien gelten? es gibt ja genau so gut halbstarke, die sich nen Käfig etc. ins Auto bauen, aber nie damit eine Sportveranstaltung fahren.

  • Vieleicht mit ner National A Lizenz. Die die eine Besitzen können ein Fahrzeug abnehmen lassen nach den Richtlinien.Oder Vielleicht in einer Verbindung mit einer Wagenpassabnahme, dadurch ist ja sichergestellt das dieses Fahrzeug ja den DMSB Richlinien entspricht egal welche Verwendung es dann nachgeht.

  • Vieleicht mit ner National A Lizenz. Die die eine Besitzen können ein Fahrzeug abnehmen lassen nach den Richtlinien.Oder Vielleicht in einer Verbindung mit einer Wagenpassabnahme, dadurch ist ja sichergestellt das dieses Fahrzeug ja den DMSB Richlinien entspricht egal welche Verwendung es dann nachgeht.


    Und wenn Fahrer oder Bewerber nicht Eigentümer sind?

  • Moin,


    mit Aussagen von Klagen wegen "im Ausland usw." wäre ich vorsichtig!! Da gibt es keinen §21, demzufolge muss eigentlich alles nach EG geprüft sein!!!:eek: Wie es da abläuft, ist ne andere Sache! Hier würde es jedenfalls korrekt ablaufen :D!


    So abwegig ist die Arbeit gar nicht. Da es in Deutschland keine Möglichkeit gibt (egal ob normaler oder DMSB-Sachverständiger) die STVZO bzw. FZV und den DMSB in Einklang zu bringen! Jeder Prüfer der sowas einträgt, riskiert ne Menge Ärger, falls er in ne Gutachtenkontrolle durch seinen Arbeitgeber kommt! Leider ist das heute so ;(


    Im 27er PLZ-Bereich kann ich evtl weiterhelfen.


    grüße
    andreas

  • Ich denke auch das es schon eine Arbeit wäre die man unterstützen sollte. Wie oft wird hier gefragt ob jmd Möglichkeiten hat dies und jenes eingetragen zu bekommen.


    Jeder der hier sagt es sei kein Problem etwas reglementkonformes eingetragen zu bekommen hat das wohlwollen seines Prüfers als Voraussetzung. Kein einziger Sitz, welcher nicht auf Laufschienen montiert ist ist wirklich eintragungsfähig und da gibt es genügend andere Beispiele, angefangen von Fahrwerken bis zu bestimmten Umbauten an Bremsanlagen.


    Irgendwann gab es hier einmal den Vorschlag das der DMSB zusammen mit den Prüfinstitutionen ein Konzept ausarbeiten solle... Jetzt handelt es sich zwar um eine Diplomarbeit, allerdings laut Aussage des Inititators in Zusammenarbeit mit TÜV, Dekra, DMSB und co...


    Also verstehe ich, auch anhand der hier aufgeführten Einwände, nicht warum das Ganze als "Schwachsinn" abgetan wird...

  • Hallo,


    ich weiss auch nicht, wo das Problem liegt! Wenn man anhand von Aussagen und Bildern belegen kann, dass ein Unfall nur aufgrund der Motorsport-Sicherheitsausstattung glimpflich ausgegangen ist, kann das doch nicht schaden, vor allem wenn man dies ohne Kennzeichenangabe tut.
    Also ich glaube dem Florian mal und werde ihm weiterhelfen.


    Gruss raki

  • Ich kann mir dann vorstellen das wir dann alle:


    -Den Schroth Profi mit ECE fahren werden. Weil Drehknopf ist nicht mit stvzo/ece
    -Wir nuten dann alle die Original Befestigungspunkte aber bei manchen Fahrzeug ist dann der Winkel größer als der FIA Sitz verträgt bzw. getestet wurde. Umkehrschluss, es müsste eine Sitzliste aufgestellt werden die für jedes Auto geprüft wurden und der Preis ist dann auch wieder .......


    -Jeder Überrollkäfig tausende von Euros kostet, da für jedes Fahrzeug getestet werden muss, das die dadurch steigende passive Sicherheit die aktive Sicherheit übersteigt und das ohne Helm. (die Gurtstraffer fehlen, manche Seitenairbags fehlen die in den Sitzen integriert sind. Die Käfige verlaufen alle vor dem Armaturenbrett um die Funktion der geprüften Lenksäule die zu beeinträchtigen und die Funktion des airbags nicht gestört wird. Die Schweißnähte inkl. "a" Maß wird festgelegt da ja beim Aufprall einzelne Streben abreißen und ein zusätzliches Verletzungsrisiko hervorrufen etc. Der Käfig darf nur noch mit Schrauben befestigt werden oder das erstmal jede einzelne Blechsorte für die Befestigungsbereiche ermittelt werden muss um das Fügeverfahren zu ermitteln welches dann aber nicht FIA konform ist usw.
    -Motor entspricht der Serie oder wir fahren jedesmal zum Abgasgutachten um festzustellen das wir die eingetragenen Normen nicht einhalten können und die Zulassung dann sagt "nein danke"
    -Nur noch Serienbremsen mit Serienbelägen da die ABS Funktion nicht geprüft wurde oder geprüfte aus dem Zubehör mit Gutachten.


    Meine Sorge:
    Ohne Teilegutachten geht dann nichts mehr, und es wird alles viel zu teuer. Jeder Prüfer wird sich dann zur eigenen Sicherheit darauf berufen und nichts mehr anderes eintragen was dann Probleme für die die diese Möglichkeit noch hatten erschwert. Ein steht fest mit einer Richtlinie kann es doch nur teurer werden.
    Vielleicht werden wir uns dann alle als Fahrzeughersteller anmelden müssen (aber dann fehlen uns die geforderten Stückzahlen) oder es müsste die Eintragung "Nur für Motorsportveranstaltungen" erlaubt sein was dann aber bestimmt so manche Haftpflichtversicherung auf den Plan ruft und diese Autos nicht mehr bezahlbar macht.


    So das waren meine Ängste, Sorgen, Nöte zu diesem Thema wenn es aber nach der Diplomarbeit dann eine verbesserung geben sollte die den sport nicht teurer macht dann ist es aller Ehren wert.

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