Latvala erklärt die Unterschiede

  • Das Gejammer von Latvala kann ich nicht mehr hören. Er hatte mittlerweile 3 Rallyes Zeit sich an das Auto zu gewöhnen. Von Neuville, der sich ebenfalls an ein neues Auto gewöhnen musste, hört man diesbezüglich nichts.
    Vielleicht sollte sich Latvala selbst eingestehen, dass er einfach langsamer als Ogier ist. Schließlich ist das keine Schande, da es Sordo und Hirvonen ähnlich ergeht.
    Der größte Fehler von Citroen war, ohne Not Ogier aus seinem Vertrag zu lassen. Man hätte wissen müssen, dass nur Ogier die Lücke die Loeb hinterlässt, schließen kann und kein anderer Fahrer. Selbst schuld. Würde Ogier noch für Citroen fahren, dann hätte Citroen die ersten 3 WM Läufe des Jahres 2013 gewonnen.

  • So, Quaxs darf dann mal für Portugal testen/üben : ;);)


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    SKODA-KÖNIG RALPH-MARIO I.

  • Ich kann diese Jammerei auch nicht nachvollziehen. Zum einen liegt es an jedem selbst, sich ein passendes Setup herauszufahren. Wenn das nur bis zu einem gewissen Grad möglich ist, muss man dann dementsprechend seine Fahrweise anpassen. Wenn es dann immer noch nicht reicht, dann liegt es wohl am fehlendem fahrerischen Vermögen den Kollegen gegenüber, die mit dem gleichen Auto die schnelleren Zeiten fahren. Punkt.


    Als Top-/Weltklasse-/Werksfahrer sollte man dazu in der Lage sein, da gibt es für mich keine Diskussion. Das Gleiche gilt auch für Hirvonen und Sordo...einfach unterirdisch was die abliefern.

  • Hm...


    Also ich maße mir wirklich nicht an, die Fahrstile von Leuten auf diesem Niveau zu kritisieren...


    Aber was mir spontan dazu einfällt: Vor der Kurve deutlich zu bremsen, und dann die Kurve mit Gas zu durchfahren scheint mir deutlich betriebssicherer, als die sicher spektakulärere Variante, möglichst viel Schwung mit in die Kurve zu nehmen.


    Dennoch fällt es mir schwer mir vorzustellen, dass man ein Auto so auslegen kann, dass es nicht nur mit Variante A wirklich ernsthaft schneller ist, sondern auch noch schneller als ein vergleichbares Auto, was auf Variante B ausgelegt ist...


    Aber was soll man schon sagen, wenn man gefragt wird, warum man nicht so schnell ist wie der Konkurrent?


    Man könnte ja sagen, "der Kollege fährt halt besser als ich", aber dann kriegt man bestimmt vom Manager den Kopf gewaschen. Und auf die Gehaltsverhandlungen wirkt sich das sicher auch nicht besonders förderlich aus.


    Gruss Jo

  • Und der Röhrl hat dann doch recht gehabt mit dem was er gesagt hat.

  • Ich kann die Sache durchaus nachvollziehen, meiner Meinung nach hebt aber genau diese Eigenschaft, sich auf das jeweilige Fahrzeug einstellen zu können, die absolute Elite von den Top-Fahrern nochmal ab. Was ich dabei nicht ganz glauben kann, dass man im Vergleich zu einer absolut sauber gefahrenen Linie mit dem "spektakulären" Stil genauso schnell sein kann, ohne dabei viel mehr Risiko gehen zu müssen. Ich kann mich ja täuschen, aber eine saubere Linie wird immer effektiver sein als ein spektakulärer Stil, is zwar dann vielleicht weniger interessant für die Zuschauer aber eben um einiges effektiver. Auch die grundsätzliche Auslegung des Fahrezeugs (ob jetz heck- oder frontbetont) ändert daran meiner Meinung nach nichts, das einzige was sich da unterscheidet ist, wie man bei dem jeweiligen Auto seinen Fahrstil anpassen muss um diese saubere Linie fahren zu können.


    Und der Röhrl hat dann doch recht gehabt mit dem was er gesagt hat.


    Is mir auch schon eingefallen:D

  • Das muss man den Latvala doch erklären das er jetzt in einem anderen Auto sitzt. Wer hat das bloß nur wieder verbockt? :confused:


    Mal ohne spaß: in einem ist er wirklich sehr gut, Ausreden und Entschuldigungen finden. Na wenigstens erkennt er seinen Teil daran und will nicht, wie andere ehemalig Weltmeister, einfach so weitermachen und trotzdem auf einem Sieg hoffen, irgendwann.

  • Das muss man den Latvala doch erklären das er jetzt in einem anderen Auto sitzt. Wer hat das bloß nur wieder verbockt? :confused:


    Mal ohne spaß: in einem ist er wirklich sehr gut, Ausreden und Entschuldigungen finden.


    Da mag schon etwas dran sein. Aber jetzt möchte ich einmal eine andere, ganz persönliche Überlegung einbringen.


    Was ich dabei nicht ganz glauben kann, dass man im Vergleich zu einer absolut sauber gefahrenen Linie mit dem "spektakulären" Stil genauso schnell sein kann, ohne dabei viel mehr Risiko gehen zu müssen. Ich kann mich ja täuschen, aber eine saubere Linie wird immer effektiver sein als ein spektakulärer Stil, is zwar dann vielleicht weniger interessant für die Zuschauer aber eben um einiges effektiver.


    Wenn es mir erlaubt ist, würde ich gerne hier einhaken (weil es schon angesprochen wurde).


    Ich würde sagen, es kommt da sehr auf die Strecken an. Oder sagen wir anders: Es kommt vor allem auf die Bodenhaftung an. Und zusätzlich kommt es darauf an, wie viele unterschiedliche Streckenverhältnisse herrschen. Weil es gibt halt einmal keinen Reifen und schon gar keine Fahrwerkseinstellung, die sowohl auf Asphalt als auch auf Schotter spezialisiert sind. Es gibt nur entweder oder, oder den Kompromiß, der nirgends wirklich perfekt ist. Die Wetterverhältnisse spielen natürlich auch eine Rolle.


    Aber das ist ja gerade das, was ich an den aktuellen Rallyes der Weltmeisterschaft kritisiere: Es gibt nur entweder Schotter oder Asphalt, und demnach die perfekte Bodenhaftung (außer es kommt ein Wolkenbruch), weil man sich ja darauf einstellen kann. Das Ergebnis ist: Es gibt viel weniger Drifts. Als Besucher willst du aber spektakuläre Schlenker und Querfahrten sehen, sonst pfeifst du irgendwann auf Rallye-Schauen und gehst zur Rundstrecke. Daher (und auch, um für erhöhte Spannung zu sorgen): Möglichst viele gemischte Untergründe. Aber - welch Schreck: Da würde es ja viel mehr aufs Fahrerische ankommen und viel weniger auf Materialvorteile! Wäre das wirklich so schlecht...?


    Man muß auch wieder einmal ein bißchen mehr für die Besucher tun, sonst wird es noch schwerer mit Sponsoren- und Eintritts-Einnahmen.


    Das würde dem Latvala zwar wahrscheinlich auch nichts helfen, der würde sich wahrscheinlich eher öfter wegwerfen. Aber die Kluft zwischen arm und reich wäre geringer, und das würde für einige Werke und Private den Einstieg wieder attraktiver machen.

  • Das sehe ich ganz genauso.


    Zum einen sollte die schnellste Linie die sein, die es ermöglicht vor dem Scheitelpunkt möglichst viel Geschwindigkeit abzubauen und zum anderen möglichst früh in der Kurve wieder Vollgas geben zu können. Der zweite Teil ist wahrscheinlich der wichtigere da man jeden zusätzlichen Stundenkilometer am Kurvenausgang ja wieder auf die ganze nächste Gerade mitnimmt und er sich bis zum nächsten Bremsmanöver immer weiter aufaddiert.
    Hinter dem Scheitelpunkt quer zu stehen kostet wohl leider immer etwas Zeit, ich glaube Röhrl nannte es den "pseudosportlichen Schlenker".


    Aber als Zuschauer (und manchmal als Fahrer) ist mir das herzlich egal, denn wenn ich den optisch kaum noch erkennbaren Drift sehen will bei dem alle vier Räder gerade ganz leicht beginnen wegzugehen, dann kann ich wirklich an die Rundstrecke gehen.


    Von was Rallye lebt ist das Improvisieren, das Kämpfen mit dem Auto, der Strecke und den Umständen. Und das muß wieder mehr her, mit Reifen die nicht zum Untergrund passen, mit Fahrwerken die ein Kompromiss sind, und mit Autos die reichlich Drehmoment haben.

  • Damit das Latvala ein Bruchpilot ist? Das ist aber keine revolutionäre Erkenntnis ;).


    nein,dass VW mit Latvala einen Griff in die Klohschüssel gemacht hat.

  • Stimmt es denn wirklich, dass JML nur einen Tag bisher außerhalb der Rallyes testen konnte? Wenn das so wäre, hätte ja VW einen echten Bock geschossen und will nicht, dass sich beide Fahrer gegenseitig konkurrenz machen.

  • Also manche hier sollten sich als Chefingenieur bei diversen Rennställen bewerben:rolleyes:


    Es ist ja wohl ein himmelweiter Unterschied, ob ich einen Rennwagen mitentwickel und ihn ein Jahr lang zu 100% dahin bauen kann wo ich ihn haben will, oder ob ich mit dem zurecht kommen muss, was man mir vorsetzt.
    Oder glaubt ihr, dass man für Ogiers Abstimmung nur an den Dämpfern gedreht hat?


    Jeder Fahrer hat seine Vorlieben beim Fahrverhalten, was gerade beim Fahren am Limit zum Tragen kommt. Und wenn ich dieses Fahrverhalten durch begrenzte Verstellmöglichkeiten nicht hinbekomme dann wird es eben schwer mit dem mitzuhalten, dem das Fahrverhalten besser liegt. Und einen Fahrstil über Nacht anzupassen ist wohl leichter gesagt als getan.


    Und wer das nicht glaubt, der hat - mit Verlaub - keine Ahnung.


    Was mich aber hier noch viel mehr stört ist die Tatsache, das mittlerweile so mancher Rallyefan diverse Verhaltenszüge von nem Fußballfan an den Tag legt.
    Solche dummen Sprüche kenn ich aus vergangen Tagen nämlich überhaupt nicht. Jede, ich sag mal Epoche des Rallyesports, hatte seine Helden und diejenigen, die weniger heldenhaft agierten. Aber man hat ihnen nicht gleich die Pest an den Arsch gewünscht oder ihm Unfähigkeit unterstellt.


    Was hier abgeht ist ja schon teilweise tief unter der Gürtellinie!

  • Es ist ja wohl ein himmelweiter Unterschied, ob ich einen Rennwagen mitentwickel und ihn ein Jahr lang zu 100% dahin bauen kann wo ich ihn haben will, oder ob ich mit dem zurecht kommen muss, was man mir vorsetzt.
    Oder glaubt ihr, dass man für Ogiers Abstimmung nur an den Dämpfern gedreht hat?


    Jeder Fahrer hat seine Vorlieben beim Fahrverhalten, was gerade beim Fahren am Limit zum Tragen kommt. Und wenn ich dieses Fahrverhalten durch begrenzte Verstellmöglichkeiten nicht hinbekomme dann wird es eben schwer mit dem mitzuhalten, dem das Fahrverhalten besser liegt. Und einen Fahrstil über Nacht anzupassen ist wohl leichter gesagt als getan.


    Und wer das nicht glaubt, der hat - mit Verlaub - keine Ahnung.


    Aber genau bei dem Thema zeigt sich dann, welche Fahrer dann absolute Spitzenklasse sind. Es gibt eben diejenigen, die nur dann Bestzeiten fahren können, wenn das Auto 100% auf sie abgestimmt ist und diejenigen, die sich auf vorhandene begebenheiten sehr schnell einstellen können und das gilt für die Rundstrecke genauso, wie für die Rallye. Was dann passiert wenn das Auto auch noch auf den Fahrer zugeschnitten ist, der sich mit Umstellungen eh schon leichter tut beweisen die beiden Sebs. Ich wage auch zu behaupten, dass Ogier mit dem Fiesta oder dem Mini auch sehr schnell unterwegs sein würde, vor allem schneller als die jeweiligen Teamkollegen (was ja als einziges als Vergleich herangezogen werden könnte, wenns um fahrerisches Können geht), vielleicht nicht so deutlich wie im Polo, aber doch merklich schneller.


    nein,dass VW mit Latvala einen Griff in die Klohschüssel gemacht hat.


    Ich dachte eher an Röhrls Aussagen mit dem Fahrstil, dass eine saubere Linie viel effektiver ist...(Is halt schon länger her als er das gesagt hat)

    Einmal editiert, zuletzt von Sorcerer22 ()

  • Also manche hier sollten sich als Chefingenieur bei diversen Rennställen bewerben:rolleyes:


    Es ist ja wohl ein himmelweiter Unterschied, ob ich einen Rennwagen mitentwickel und ihn ein Jahr lang zu 100% dahin bauen kann wo ich ihn haben will, oder ob ich mit dem zurecht kommen muss, was man mir vorsetzt.
    Oder glaubt ihr, dass man für Ogiers Abstimmung nur an den Dämpfern gedreht hat?


    Jeder Fahrer hat seine Vorlieben beim Fahrverhalten, was gerade beim Fahren am Limit zum Tragen kommt. Und wenn ich dieses Fahrverhalten durch begrenzte Verstellmöglichkeiten nicht hinbekomme dann wird es eben schwer mit dem mitzuhalten, dem das Fahrverhalten besser liegt. Und einen Fahrstil über Nacht anzupassen ist wohl leichter gesagt als getan.


    Das ist einmal sehr viel zum Nachdenken, alle Achtung. Hier müssen wohl Einige ihren Standpunkt überdenken. Ich selber mit eingeschlossen. Die Wahrheit wird, wie bei so vielen Dingen, irgendwo dazwischen liegen. Klar ist, daß alles relativ ist, denn auch ein Jari-Matti Latvala leistet im Verhältnis gesehen enorm viel. Auch wenn er statistisch vielleicht der größte Bruchpilot unter allen aktuellen Spitzenfahrern der Rallye-Weltmeisterschaft ist. Bekanntlich hat sich auch ein Ari Vatanen mehr als oft weggeworfen, und der ist auch Weltmeister geworden. So ist er zu seiner verdienten Würde gekommen. Vielleicht sind die Voraussetzungen bei den heutigen Rallyes, wo alles so eng geworden ist, einfach nicht ideal für solche Überflieger. Früher konntest du auch nach einem Überschlag noch gewinnen, heute ist nach einem Dreher oft schon jede Siegchance dahin.


    Andererseits wieder waren die Unterschiede im Fahrverhalten etwa in der Gruppe B-Zeit wesentlich krasser, als ein Frontmotor-Auto gegen Mittelmotor-Autos angetreten ist. Trotzdem wurde der Frontmotor-Audi zeitweise schneller bewegt als die Mittelmotor-Peugeots, was wiederum das Phänomen Röhrl hervorhebt.


    Was aber noch dazukommt: Fahrer wie Jari-Matti Latvala oder Mikko Hirvonen stehen verstärkt unter Erfolgsdruck, und da passieren leichter Fehler. Das macht ihre Aufgabe auch nicht einfacher.

  • Da hätte VW den Wiegand auch gleich ins Auto setzten können,der hätte vielleicht sogar paar Punkte geholt.Wenn nicht,hätte er weniger gekostet.


    Ist eh egal,weil bei VW und Ogier eh nur ein Flügelmann zum Punkte sammeln gebraucht wird,den Ogier wird niemand so schnell schlagen.


    Wie lange ist nun Latvala schon Rallyeprofi?Er muß sich Jahr für Jahr immer verteidigen,dass würde mir selber auch mal auf den Keks gehn.Eine Saison einfach mal abliefern,dass wäre es doch.

  • Letztlich greift hier ein sehr menschliches Phänomen, hat man ein Urteil (um nicht Vorurteil zu sagen) im Kopf, festigt sich dieses umso mehr wenn ein darauf passendes Ereignis eintritt.


    Liest man hier könnte man glatt meinen, Latvala käme nie an. In 2011 und 2012 stand er allein 7x bzw. 8x auf dem Podium - bei 12 bzw. 13 absolvierten WRC-Läufen. Und in der "ewigen" Statistik hat er eine "Finished Events"-Quote von ~82%, Loeb 88%. So schlecht ist das wohl nicht.

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