Capito kämpft um Einführung des Shootouts

  • NEIN, es geht nicht mehr.
    Wer diesen Schwachsinn will, soll zum Rallyecross gehen und den Rallyesport in Ruhe lassen.

  • Ich bin ja prinzipiell auch kein Freund der Shootout-Idee.


    Aber wenns denn nötig ist...
    Meine Idee:
    Es werden nicht nur Platztausche ausgefahren, sondern der Grad der Verbesserung ergibt sich aus den Zeiten nach der Powerstage, sprich eingedampfte Zeiten aus bisheriger Rallye+Zeiten aus Powerstage. Ob nun 1 oder 2 Zehntel des Vorsprungs, das sei dahin gestellt, oder vllt ein Schlüssel aus bisheriger Rallyelänge und Powerstagelänge.
    Allerdings würde ich eine Punkteteilung vornehmen. 50% der Punkte für die ersten "2,5" Tage und 50% für die abschließende Powerstage.
    Dem Zuschauer zu erklären, wie sich der Zeitabstand nun ergibt, ist doch eig gar nicht notwendig. Aber ich kann ihm eine schöne Zusammenfassung der bisherigen Rallye liefern, aus dem sich schlüssig die bisherige Platzierung ergibt und wie sich qualitativ Zeitabstände erklären. Das z.B. Rallye Frankreich betrachtet aus 8 min Rückstand Ogiers meinetwegen 20 sec werden, ist doch egal, er hat aufgrund Dreher und Motoraussetzer sowie Stempelfehler massig Zeit verloren und gut. Der Zuschauer erkennt sofort, das ist eine Größe, die in dem von ihm live betrachteten "2. Rennen" über z.B. 20km Power Stage kaum aufgeholt werden können. Aber es ist was gut zu machen und alle müssen ran, denn es geht ja nochmal um 50% der Punkte, andrerseits hat man immerhin die Hälfte schon save. Die Veranstalter sind dann natürlich gefordert, entsprechend anspruchsvolle wie auch für Zuschauer attraktive Prüfungen anzubieten. Der Charakter der Prüfung, auch hinsichtlich Länge, könnte von Veranstaltung zu Veranstaltung variieren. Zu der kompakten Frankreich-Asphalt Rallye würde z.B. eine Art Bergrennen, allerdings auf der anderen Seite auch wieder herunter, Länge 10km, selektivste Passage der Rallye, passen. Finnland sollte Ouninpohja gesetzt sein. Wenn eine feste, meinetwegen mitteleuropäische Zeit, für die Powerstage festgelegt ist, könnte bei asiatischen Läufen sogar eine Power Stage im Dunklen ausgetragen werden:cool:


    Ich denke, das ermöglicht interessante taktische Spiele für die Teams, ein Aufholen kann nochmal möglich sein. Keiner kann sich auf der Powerstage ausruhen, wie teilweise (verständlich) in Frankreich zu beobachten. Es besteht aber auch nicht die Gefahr, á la Kubica die ganze Rallye wegzuwerfen, da 50% der Punkte schon "nach Haus" gebracht worden. So wird (Über-)Mut bei dem "Liverennen" auch nicht zu arg bestraft, dem Zuschauer aber Spektakuläres geboten.


    Weiters könnte man noch über die Startreihenfolge nachdenken: z.B. die "Kleinen" zuerst, gegen Ende RC2 und RGT und dann erst WRC. Das entspräche Rahmenrennen im Rundstreckensport und bietet den Vorteil, dass die "Elite" interessante Bedingungen vorfindet ;) Neue Reifen sollte man ihnen dafür dann allerdings zugestehen.


    Ob man dann noch über 1,2 Streichresultate der Saison nachdenkt oder nicht, sei dahingestellt.


    So hat man ein, den Sonntagmittag gut ausfüllendes und kurzweiliges Programm aus den 3 Punkten:
    1.Zusammenfassung große bisherige Rallye
    2.Rahmenrennen Powerstage
    3.Powerstage WRC-Fahrzeuge auf kniffligen Bedingungen (mit denen der Rest des Starterfeldes ja schon die ganze Rallye kämpfen musste);
    dass dem Zuschauer auch eine große Anzahl Fahrzeuge bietet und damit potentiellen Sponsoren die Möglichkeit, dass sie auch auf "kleineren" Fahrzeugen ins TV kommen, sowie jede Menge Erzählstoff.
    Für die Fahrer widerum bedeutet es, Teilerfolg ist sicher, bummeln ist nicht, denn sonst rollt jemand von hinten das Feld auf, aber Start unter gleichen Bedingungen.

  • Das wird ja immer besser:confused:


    Wenn Shootout dann bitte so wie damals in der irc. Rallye nach 3 tagen beenden. Punkte verteilen wie heute 25, 18, 15 usw.


    Dann alles auf Null. Jeder bekommt einen Satz neue reifen und man fährt zwei mal die Powerstage hintereinander. Die besten zehn bekommen nochmals punkte 12, 10, 8.


    Dann müsste jeder nochmal Gas geben.


    Das ganze wäre dann spannend und TV tauglich.


    Sport1+ macht es doch schon ganz gut. Bringt vor der live Übertragung der Powerstage eine 30 Minuten Zusammenfassung der bisherigen Rallye. Nur muss das Ganze ins Free TV, also auf sport 1 oder Servus TV damit man mehr Leute erreicht.

  • Es ginge auch viel einfacher. Drei Tageswertungen mit jeweils z.Bsp. 12 Punkten abwärts. Und eine Gesamtwertung wie bisher. Dann kann an keinem der Tage "gebummelt" werden.


    Und es geht auch an dem Tag um was, wo die großen Liveübetragungen laufen :p.

  • Es ginge auch viel einfacher. Drei Tageswertungen mit jeweils z.Bsp. 12 Punkten abwärts. Und eine Gesamtwertung wie bisher. Dann kann an keinem der Tage "gebummelt" werden.


    Und es geht auch an dem Tag um was, wo die großen Liveübetragungen laufen :p.


    ...und ich wette das sowas allein schon reicht. Jeder Tag mit Punkten vergeben.
    Und das erreichen des Ziels nochmal belohnen. Mit dem Konzept wäre Latvala noch näher dran. Und ganz ehrlich. Die WM ist doch spannend. Seb lässt grade ziemlich nach. Und hätte Latvala die Deutschland beendet, würden wir wirklich über die Powerstage-Punkte reden.
    Aber das es nicht so ist, lässt sich nicht durch ein anderes Konzept lösen.
    Außer bei Latvala.

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  • Also ich finde die Idee mit der Punktvergabe/Tag auch echt gut! Und mal ganz ehrlich: Die Rechnerei ist dann immer noch einfacher als der Capito-Schrutz...

  • Es ginge auch viel einfacher. Drei Tageswertungen mit jeweils z.Bsp. 12 Punkten abwärts. Und eine Gesamtwertung wie bisher. Dann kann an keinem der Tage "gebummelt" werden. Und es geht auch an dem Tag um was, wo die großen Liveübetragungen laufen :p.


    Dafür wäre ich auch, oder bin es schon lange. Dann müsste man allerdings für die "TV-Stage" mehr Punkte vergeben, damit dort wirklich gefightet wird. Dann wären alle Interessen erfüllt, auch die der Fans, IMHO.

  • Das Shootout wird schon bei der Wales Rally GB ausprobiert. An der langweiligen Polo-Parade wird es sowieso nichts ändern.

    I'M NOT DRIVING FAST, I'M ONLY FLYING LOW!

  • Ja ja, die gute alte Zeit als in Minutenabständen gewonnen wurde. Oh wäre das Geschrei heute groß.


    Dafür konnte man in der alten Zeit Minuten-Rückstände auch leichter aufholen (was hat denn der Mikkola aufgeholt...damals, bei der 1000 Seen-Rallye 1983?). Daher war es mindestens genauso spannend wie jetzt.


    Ja, es geht noch. Free your mind! Von mir aus auch 2/10tel. Und wieso in die Tonne kloppen? Dann lohnt es sich wieder am Gas zu bleiben und vor der Powerstage 50 statt 20 Sekunden Vorsprung zu haben. Man kann maximal 1 Platz verlieren und es kämpft immer der langsamere gegen den schnelleren. Das ist der Stoff, aus dem die Träume sind. In der Regel schafft er es eh nicht. Und wenn, dann tauschen 2 VW die Pätze ;)


    Ich bin also dafür!


    Hut ab vor Deiner Ehrlichkeit. Respekt!


    Nein, ich werde jetzt nicht das Feuer der Kampfrhetorik gegen Dich eröffnen...:o


    Meiner Meinung nach gäbe es auch andere Möglichkeiten, Dramatik ins Rallye-Geschehen hineinzubringen, die den Grundgedanken des Sports nicht so auf den Kopf stellen. Aber bitte.


    Das Shootout wird schon bei der Wales Rally GB ausprobiert. An der langweiligen Polo-Parade wird es sowieso nichts ändern.


    Ist das überhaupt nach dem Sportgesetz zulässig?

  • Ist das überhaupt nach dem Sportgesetz zulässig?


    Das frage ich mich auch, aber der Veranstalter hat scheinbar die Genehmigung, die Zeitnahme für ein Shootout auszuprobieren. In den Rallyeforen laufen die Fans Sturm, wollen beim Veranstalter protestieren, die Rallye boykottieren usw. Also, ich finde man sollte es erstmal ausprobieren als Beweis dafür, dass es ein Flop ist – die Verantwortlichen sollen sich ruhig eine blutige Nase holen. Wie hat es Mike Tyson gesagt? "Everybody has a plan until they get punched in the face."
    War es nicht so, dass die Rallye Finnland im Falle eines Shootouts nicht von Jari-Matti, sondern von SébO gewonnen worden wäre???

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  • Quelle: Maxrally 8.10.14:


    Next month’s Rally GB could offer a glimpse into WRC Promoter’s new world with the Deeside-based event tipped to run as a trial event for next year’s radical and controversial new format.


    The manufacturers and WRC Promoter are keen to run a real-time test of the timing system which will turn a second into a tenth of a second on the November 13-16 rally.


    WRC Promoter’s proposal means times will be divided by a factor of 10, slashing gaps between cars to produce a closer-than-ever fight on the powerstage. It will also mean a huge scramble for a top-four placing after the penultimate test – with the winner only allowed to come from the leading quartet of drivers.


    “I would be very interested in the opportunity to test,” said WRC Promoter’s Oliver Ciesla. “It would be fantastic. For a comparison, we could run a parallel set of results – that’s most likely the way we would do it. This would not cause the rally organisers any more work and it would not interfere with the running of the event’s regular timing, it’s a paper exercise.”


    Hyundai team principal Michel Nandan added: “All of the manufacturers agreed with this change to the format for next season, so of course we would like the opportunity to test it and to see and show how it is working.”

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  • Wenn das in der nächsten Saison durchgehend so umgesetzt ist und die VW's nur noch halb so Viele Siege einfahren, wird es dann wieder abgeschafft?! :confused:

  • Weiß jemand wie es mit der Zeitnahme ist? Wenn der Faktor 10 in die Zeiten kommt, müsste der Messbereich ja auch angepasst werden. Also z.B. Zeiten mit 3 Stellen hinterm Komma müssen mit 4 Stellen messbar werden, weil ja sonst auf- oder abgerundet wird.


    Übertrieben gesagt:
    Wenn es z.B. einen Abstand von 4 sec gibt, wird der ja im Shootout zu 0,4 sec.
    Wenn man das nicht messen kann, muss man ja mindestens 0,6 fahren, damit die Zeit auf 1 sec aufrundet. 0,4 wäre ja 0.

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