Rallye-Sport in Österreich: Meine persönlichen Gedanken

  • Aus aktuellem Anlaß möchte ich mich heute auf ein spezielles Tabu-Thema konzentrieren. Auch nütze ich diese Gelegenheit hier, um klarzustellen, was der Klarstellung bedarf. Grundsätzlich: Mein Name steht bei jedem Eintrag, und ich lebe in Wien 19. Zum Inhaltlichen: Ich habe NIE geschrieben, daß alles im österreichischen Rallyesport Mist wäre. Auch wenn mir das Manche gerne unterstellen. Wir haben erstklassige Strecken, bedingt durch eine sehr abwechslungsreiche Landschaft, wobei in meinen Augen Vieles noch stärker genützt werden könnte, als es derzeit der Fall ist. Wir haben supertoll talentierte Fahrer und sehr engagierte Teams und Clubs, nicht zuletzt auch auf der Veranstalter-Ebene. Und wir haben – im Prinzip jedenfalls – eine bezogen auf die Landesgröße hervorragende Wirtschaft, mit der man – wenn man das „Produkt Rallye“ entsprechend aufwerten und wieder für eine breite Masse interessant machen würde – wunderbar kooperieren könnte. Mit einem Wort: Der Rallyesport in Österreich hat rein grundsätzlich jede Menge Potential. Aber wir haben leider auch noch etwas, was all diese Vorteile geradezu ins Nichts verpuffen läßt. Und das ist eine Rallye-Politik, deren Entscheidungsträgern jeglicher Sinn für sportliche Qualität fehlt. Man kann mit Fug und Recht sagen: Der Sport wird durch seine allerhöchsten Vertreter im Lande mehr gelähmt, als er unterstützt wird.


    Konkrete Beispiele gefällig? Aber bitte gerne! Während es in Ländern wie Belgien völlig selbstverständlich ist, daß World Rally Cars mitfahren dürfen, sind die in Österreich von der Teilnahme ausgeschlossen! Das gleiche gilt für die N-GT-Sportwagen: Gerade in einer Zeit der absoluten Krise, hauptsächlich aufgrund des lange andauernden Mitsubishi-Evo-Einheitsbreis, wäre es ein MUSS gewesen, diese Fahrzeuge starten zu lassen, um dem Schwund des öffentlichen Interesses möglichst effektiv entgegenzuwirken. Davon war natürlich nie die Rede. Alleine das sind Dinge, wo dem österreichischen Rallyesport viel an Attraktion entgangen ist und nach wie vor entgeht, was sich zwangsläufig auf das Publikums-, Medien- und Sponsoreninteresse auswirken mußte – natürlich schwer negativ.


    Aber es geht ja noch weiter: Speziell die Teilnehmer mit geringerem Budget leiden darunter, daß die OSK, das Anhängsel des ÖAMTC, beim Zwang der Einhaltung von Ablaufdaten gewisser Zubehörteile besonders restriktiv ist. Manche kommen gar nicht zum Fahren, so oft müssen sie ihr Auto kostspielig umbauen, und hören dann oft total frustriert auf. Ich bezeichne das immer als völlig überzogene Loyalität gegenüber der FIA, während andere Länder das offensichtlich lockerer handhaben. Beschweren tut sich natürlich keiner, und warum? Aus Angst, eine auf den Deckel zu bekommen! Wie mit Kritikern umgegangen wird, ist allererste Qualität – zumindest das beherrscht man bei unserer Rallye-Politik bravourös.


    Nächster Kritikpunkt: Die Divisionswertungen, die oft wie zusammengewürfelt wirken, und wo in einer Wertungsklasse oft Fahrzeuge gegeneinander fahren, die vom Leistungslevel überhaupt nichts miteinander zu tun haben. Dazu kommt noch das Startverbot für Gruppe H-Wagen nach DMSB, was der Austrian Rallye Challenge Einiges an Substanz gekostet hat, und und und…


    Eine Nachwuchsförderung fehlt natürlich nahezu völlig, und so etwas wie Markencups (etwa Renault Twingo, Ford Fiesta, Citroen DS3….diese ganzen R1-Geschichten) ist bei uns ein Fremdwort. Wir haben nicht einmal einen Volvo-Cup!


    Wenn man das alles auf die Waagschale legt und sich das alles bewußt macht, dann überfällt einen Beklemmung ob der geradezu wahnwitzigen Engstirnigkeit, mit der bei uns Rallye-Politik gemacht wird. Da werden doch gerade die Leute, die sich wirklich im Sport engagieren, um ihre Perspektive geprellt – es ist eigentlich jeder blöd, der sich das noch antut. Damit kriselt es dann selbstverständlich besonders an der Basis, und erfolgreich bis an die Spitze vorzudringen, wird überhaupt zu einem Ding der Unmöglichkeit. Nicht weil es nicht genügend fähige Teilnehmer gäbe, sondern weil ihre Chancen höchst miserabel sind. Nur ein paar wenige (oder überhaupt nur einer) kann aus dem Vollen schöpfen.


    UND: Ich weiß zwar nicht, was das hier zur Sache tut, weil in einer Demokratie, die nicht nur so tut als ob, jeder in seinem Recht auf freie Meinungsäußerung gleichgestellt ist, aber ich kann von mir sagen, daß ich wirklich etwas für den Rallyesport geleistet habe. Immerhin habe ich zwei Fahrern zu einem Rallyewagen verhelfen können. Dazu kommen unzählige Korrespondenzen mit potentiellen Sponsoren, ich habe Jean-Pierre Nicolas in Frankreich geschrieben, um eine Unterstützung für Sepp Haider anzuregen, und Vieles mehr. Ich habe unzählige Stunden meiner Freizeit für den Sport geopfert. Da ist es ausgesprochen schmerzhaft, wenn so gut wie keiner mitzieht, weil Alle schon aufgegeben haben, und die Rallye-Politik sogar dagegen zieht. Mit einem Wort: Wenn wegen ein paar Sturschädeln der nationale Rallyesport tief in der Krise steckt. Wobei wir es klarerweise mit einer hausgemachten Krise zu tun haben.


    Noch irgendetwas unklar?

  • Zitat

    Absolut nicht...und ich dachte, uns in Deutschland ginge es schlecht.


    Das dachte ich dann aber auch, besonders weil es ja vor zwei Jahren den Opel Corsa OPC Cup gab, wo wir hier in Deutschland nix von Twingo, DS3 oder Adam gehört hatten.


    Aber hab ein bisschen das Gefühl, dass in Deutschland was passiert, gerade bezogen auf den GT86 R3 Cup.

  • Aus aktuellem Anlaß


    Noch irgendetwas unklar?


    Du scheinst da aber etwas von gestern zu sein.


    Wo in Europa sind WRCs noch Meisterschaftsberechtigt?
    Wer in Österreich hat Potenzial und Interesse, national die von dir geforderten WRC einzusetzen?
    Mit welchem Sinn oder mit welcher sportlichen Perspektive?
    Warum fährt noch nicht einmal jemand ersatzweise erlaubte Pseudo-WRC alias RRC?


    Es ist für Österreicher nicht verboten, GT Fahrzeuge aufzubauen und in Europa zu fahren. Aber sie schaffen es nicht einmal nach Bayern oder Tschechien. R-GT gibt es seit Januar und damit hätte man jeden Lauf in Ö fahren können, das hat Zukunft, warum macht es keiner?


    Und beides verträgt sich nicht mit deinem Gejammer, Leute mit wenig Budget hätten es unverträglich schwer. Achtung: Rallyesport kostet Geld. Richtig Geld. Und immer zuerst und zu 99% für immer eigenes Geld.


    Auch in D sind die Gruppe H Autos und ihre Ausuferungen künftig verboten. Ö ist insofern Vorreiter einer echten Ex-Gruppe A. Renault Twingo, Ford Fiesta, Citroen DS3…. und diese ganzen R1-Geschichten sind übrigens FIA Klassen, die du weiter oben selbst verdammst :)


    Wie gesagt, liest sich alles ein wenig unstrukturiert und planlos.

  • Ich glaube, dass das Interesse an den World Rally Cars zwar bei den Passiven hoch ist, aber nicht unbedingt bei den Aktiven. Zumindest ist das Budget nicht vorhanden.
    Was man meiner Meinung nach sinnvoll wäre: Die Division 0 einführen! Die wenigen, die WRCs haben, können dann bei allen Läufen der nationalen Meisterschaft starten, werden auch bei den Rallye-Ergebnissen geführt, aber bekommen in der nationalen Meisterschaft keine Punkte für die Gesamtwertung. Stattdessen kämpfen sie nur um den Titel in ihrer eigenen Division.
    Meiner Meinung nach wäre nur das fair gegenüber den R5- und S2000-Fahrern, deren Fahrzeuge nunmal nicht mit den aktuellen WRCs mithalten können.

  • Wie gesagt, liest sich alles ein wenig unstrukturiert und planlos.


    Also wer hier planlos ist, das wird sich erst noch herausstellen! :p


    Zum Einen: Ich habe NIE davon gesprochen oder geschrieben, daß ich fordere, daß die World Rally Cars meisterschaftsberechtigt sein sollen. Die Rede war nur davon, die WRCs mitfahren zu lassen! Nicht mehr und nicht weniger!! Vom Punkten-Lassen war bei mir nie die Rede!! Ich würde sogar auf eine eigene, von der eigentlichen Meisterschaft getrennte Wertung verzichten, wie sie Super 2000-Freak vorgeschlagen hat!


    Es gibt noch genügend Länder in Europa, wo World Rally Cars MITFAHREN dürfen! Belgien ist das beste aktuelle Beispiel, wo Thierry Neuville mit seinem Fahrzeug aus der WM startberechtigt ist. So viel zum Thema "ich wäre von gestern"! Und was zwingt uns dazu, kategorisch auszuschließen, daß Teilnehmer aus anderen Ländern wie Italien, Ungarn, der Schweiz oder eben auch Belgien Lust haben könnten, in Österreich mit ihrem Auto zu starten? Diese Chance geht uns dann völlig verloren!


    Oder, noch etwas zum Nachdenken: Stellt Euch vor, zur Gruppe B-Zeit hätten ähnliche Regelungen in Österreich gegolten wie heute. Dann hätte Walter Röhrl mit seinem Audi Sport Quattro S1 niemals bei der Semperit-Rallye im Waldviertel-Rallye mitfahren dürfen! Ihr wißt, was das bedeutet, oder?


    Zum Zweiten: N-GT ist etwas Anderes als RGT. Letzteres ist nämlich um sehr viel teurer, oder liege ich da falsch?!? Vor acht Jahren, als die wirtschaftliche Lage noch besser war, wäre es für einen österreichischen Teilnehmer sicher noch leichter gewesen, einen N-GT einzusetzen, WENN ER DENN ZUGELASSEN (GEWESEN) WÄRE! Und der gesamte österreichische Rallyesport hätte sich daran hochziehen können, so wie es der belgische und andere offenbar auch getan haben!


    Und die Belehrung, daß Rallyesport (richtig) Geld kostet: Das hätt's net gebraucht, lieber Freund. Wirklich nicht.


    Was in D zukünftig verboten sein wird und was nicht, das will ich erst einmal sehen. Aber ein Hammer der Sonderklasse ist, daß Du mir vorwirfst, ich hätte die R1-Klassen verdammt. Das ist nämlich völlig unwahr - nicht mehr und nicht weniger.


    Zu viel zum Thema "planlos"! :p:eek:


    Und dann gibt es da ja noch einen ganz besonderen Hammer hinsichtlich der österreichischen Rallye-Politik, den ich in meinem Eröffnungs-Post noch gar nicht erwähnt hatte - ein echtes Schmankerl sozusagen: Es soll schon "ernsthafte" (eigentlich ist das ja ein böser Scherz, und zwar ein sehr böser) Gedanken geben, die österreichische Rallye-Meisterschaft nur für 2WD-Wagen auszutragen!! Spätestens da tippt man sich an die Stirn, vor allem, wenn man sieht, was in Ländern wie Belgien für protzige Schlitten herumfahren!! :mad:


    Absolut nicht...und ich dachte, uns in Deutschland ginge es schlecht.


    Ich will nicht zu negativ sein. Wir leben beide in sehr schönen Ländern, noch dazu Wohlstands-Ländern. Auch leben wir in Rechts-Staaten, das ist auch von einem unschätzbaren Wert. Ich würde von mir sagen, daß ich in meinem Land sehr glücklich bin. Leider ist da Eines: Ich bin ein Rallye-Anhänger. Und in diesem Belang haben offenbar beide Nationen große Defizite aufzuweisen. Eigentlich eine Nebensache, könnte man sagen.


    Andererseits bin ich der Auffassung, daß das Feld Rallye als solches trotz allem viel zu bedeutend ist, um sich nicht dafür zu exponieren. Es ist nicht nur Motorsport. Es ist viel mehr. Es ist ein Wirtschaftsfaktor, es ist ein Gesellschaftsfaktor, es ist für Viele eine willkommene Bereicherung ihres Lebens und eine Abwechslung zum grauen Alltag, es ist eine Charakterschule, man kann wahnsinnig viel für's Leben lernen...das ist nicht bloß irgendein Zeitvertreib für irgendwelche Verrückte. Diesem Gedankengang folgend, sollte Vielen die optimale Gestaltung des Rallyesports ein großes Anliegen sein.


    Dafür sind nicht zuletzt Vereinigungen wie die FIA, der DMSB oder die OSK verantwortlich. Die Frage ist: Was tut man, wenn die obersten Entscheidungsträger, die die Weichen für den Rallyesport stellen, völlig am Bedarf und an den Anliegen der Aktiven, der Fans und teilweise auch der Veranstalter vorbeiarbeiten? Das wäre wohl der Schlüssel, um entscheidende Dinge zu verbessern. :rolleyes:

  • Wie schön, daß es solche Informationsmedien wie das World Wide Web gibt! :D


    Was war China nicht einmal für ein armseliges Auto-Land. Und jetzt haben sie bei ihren Rallyes eine Markenvielfalt, wo man als Mitteleuropäer nur seinen Hut ziehen kann. Fünf verschiedene Hersteller bei der Wuyi-Rally unter den ersten Zehn, und höchstwahrscheinlich alles Vierradler. Ich bin begeistert.


    Vielleicht sollte man sich aber auch die chinesische Reglement-Gestaltung zum Vorbild nehmen. :rolleyes:

  • Wie schön, daß es solche Informationsmedien wie das World Wide Web gibt! :D


    Was war China nicht einmal für ein armseliges Auto-Land. Und jetzt haben sie bei ihren Rallyes eine Markenvielfalt, wo man als Mitteleuropäer nur seinen Hut ziehen kann. Fünf verschiedene Hersteller bei der Wuyi-Rally unter den ersten Zehn, und höchstwahrscheinlich alles Vierradler. Ich bin begeistert.


    Vielleicht sollte man sich aber auch die chinesische Reglement-Gestaltung zum Vorbild nehmen. :rolleyes:


    wäre schön wenn man die unendlichen Informationen im Weltweiten Netz auch aus der näheren Umgebung beachten würde....dann käme man drauf dass hierzulande


    https://results.omikronplus.si/live/lavanttal2014/live.html


    6 (sechs) verschieden Hersteller in die Endwertung von so mancher Rallye kommen....und der grossteil davon sind sogar Allradautos...


    nur heisse Luft....und schlechtreden..langsam reichts wieder mal!

  • Und wie viele davon sind die ganze Meisterschaft über eingesetzt worden? Und wie sah es überhaupt hinsichtlich des Spannungsgrades in der Meisterschaft aus...? (Titelentscheidung schon seit Jahren zwei Rallyes vor Schluß!)


    Wenn man sich Gedanken über Verbesserungen macht und diese nur dezent äußert, heißt es in Österreich immer gleich, man redet alles schlecht. Und mit dieser Einstellung wird Rallye-Politik gemacht. Mir reicht's auch, und zwar schon lange!

  • …nein, man redet nicht alles schlecht, man muss nur realist sein und sich die ökonomische gesamtsituation ansehen (seit 2008 befindet sich mMn die weltwirtschaft in einem krisenmodus…) so zurück zum thema.


    wenn ich ehrlich bin und es geht um die staatsmeisterschaft in at. ich würde auch gerne baumschlager, harrach, brugger, danzinger, neubauer, grössing, saibl, böhm, wollinger, und auch wieder die „alten“ jungen wie wittmann (jun) oder winter und „neue junge“ in einem r5, s2000, rrc durchgehend in der öm sehen…und den haider sepp in einem rgt porsche… :)


    aber ich habe das in einem anderem thread schon mal geschrieben. ich traue mich nicht zu wetten, aber die ganz oben genannten fahrer, die 2014 in der öm unterwegs waren, egal ob beständig am start oder nicht. wären die finanziellen mittel da, würden die sicher auch die ganze saison fahren. das geld sitzt nun mal nicht mehr so locker wie in den 00er jahren und späten 90er. das ist einfach fakt und das ist nicht nur im motorsport respektive im rallyesport so, gut ausnahmen gibt es immer.


    osk und fernseh zeiten hin oder her. die importeure sind glaube ich gänzlich als sponsor abgesprungen, aber da bin ich zu wenig insider. ob da etwas von skoda .at z.b. an baumschlager fließt, das wissen sicher einige besser. aber ich glaube als 2000 die 5 wrc’s unterwegs waren, kam sicher ein gutes geld noch von den jeweiligen importeuren…


    mein standpunkt ist, dass potentiellen sponsoren das geld fehlt um einem fahrer ein s2000 hinzustellen um zu sagen fahr mal…


    man muss nur in die wrc sehen, wie viele fahrzeuge in der höchst möglichen kategorie waren bei einem klassiker wie der rac oder der 1000 seen im jahr 2002 unterwegs , wieviel davon privatfahrer, wieviele werke….wrc’s wo man hinsieht.


    kommt man jetzt zu einem wm lauf und es sin die hälfte der anzahl der wrc’s am start wie 2002 macht man schon einen luftsprung…und es sind meiner meinung nach wieder die enorm gestiegenen kosten und das fehlende geld (gut die politik vom promoter und die dauersiege von loeb waren auch nicht hilfreich). aber würden werke (wenn firmenpolitik und marketing passt) oder ein privatfahrer das geld haben oder leicht aufbringen können, wären sie in der wrc. ähnlich sehe ich es bei uns in österreich…



    aber das wurde alles schon in diversen heimischen foren fast zu tode diskutiert, ich bin eher raus aus dem thema…


    ich als einzelperson kann nur schauen, dass ich zu sovielen rallyes wie möglich in .at als zuschauer vor ort bin. dort ordentlich konsumiere (nein nicht alkohol), mich im verkehr der rallyegegend ordentlich aufführe und mir einen rallyepass kaufe und nicht jammere weil ich jetzt fürs wochenende 30eier zahlen muss….


    sponsorentätigkeiten kann ich leider nicht übernehmen, außer es macht mal einen „tuscher“ bei euromillionen. :)


    Herr lugauer, das mit dem sepp haider und porsche war nicht zynisch gemeint! :D

    Einmal editiert, zuletzt von bearclaw ()

  • Kaum ist man wieder im Forum, muß man schon wieder die gleiche Leier wie immer vorbeten, weil's offenbar trotz mehrmaligen Wiederholens keiner kapiert. :p:o Oder vielleicht WOLLEN es Manche auch gar nicht kapieren, weil es nicht in ihr "politisch-korrektes" Weltbild paßt...:p



    Da muß ich jetzt aber schon etwas dazu loswerden, so interessant Deine Analyse auch ist. Hast Du Dir schon einmal ein Rallye-Starterfeld in Belgien angesehen? Da schauen die Starterfelder noch protziger aus als das, was Du als Traumziel für Österreich genannt hast. Was glaubst Du auch, warum Thierry Neuville so erfolgreich geworden ist? Weil du dort als Talent einfach viel bessere Chancen hast und dort nicht so eine Inzucht herrscht.


    Es macht eben einen Unterschied, ob du Word Rally Cars, N-GT's oder - wie in Dänemark oder Polen - Prototypen starten läßt oder nicht. Und es macht auch einen Unterschied, ob du die unteren Divisionswertungen so gestaltest, daß gleichwertige Fahrzeuge gegeneinander fahren (das wäre meine Idee), oder ob das wie zusammengewürfelt ist, sodaß es mit einem fairen Wettbewerb (mit wiederum mehr Attraktivität) eher schwierig ist. Dazu kommen noch immense Kosten (OSK-Gebühren, um das Kind beim Namen zu nennen) für Cups (siehe Volvos und Ähnliches - wird also das auch nichts), extreme FIA-Hörigkeit bei diversen Normen und noch diverse andere Gschichteln. Und jetzt sag mir noch, daß da mit der richtigen Politik nicht mehr für den Sport und alle Beteiligten herauszuholen wäre.


    Auch ein Wirtschaftsbetrieb muß sich zu Krisenzeiten besonders kreativ und flexibel zeigen, um erfolgreich zu bleiben, das ist einfach so. Irgendjemand hat sogar einmal gesagt: Krisenzeiten sind Wunderzeiten! (Ich glaube, es war der Sportwagenfabrikant Eberhard Schulz)


    Und zum Thema WRC:


    Mit der ist es schon Jahre vor dem Ausbruch der Weltwirtschaftskrise rasant abwärts gegangen. Da hat der wirtschaftliche Absturz von 2008 gar keinen Unterschied mehr gemacht. Es wurde halt dort auch vieles kaputt-reglementiert und kaputtgemanagt. Und auch die Wirtschaftskrise selber ist die Folge von viel Fehlpolitik und notorischer Selbstüberschätzung, aber das hier auch noch alles zu diskutieren, würde zu weit führen.


    UND - ich sag's immer wieder: Ob Firmen bereit sind, als Sponsoren zu agieren, hängt sehr viel von der Attraktivität und daraus folgend der Beliebtheit des Sports ab. Und da ließe sich - siehe Oben - schon Einiges unternehmen, um hier die richtige Bewegung in Gang zu setzen.


    Und ebenfalls unrichtig: Das Thema wurde nicht in heimischen Foren fast zu Tode diskutiert. Es wäre ein Segen gewesen, wenn die Beteiligung um ein Vielfaches höher gewesen wäre. Weil dann hätte sich gezeigt, was viele Aktive und Fans wirklich wollen - ein wichtiger Schuß vor den Bug für die OSK. Was vielmehr richtig ist: Es haben sich zu viele Hyänen im Forum wichtig gemacht, mit Provokationen, mit bewußtem Vorspielen falscher Tatsachen, und das alles noch auf eine erbärmlich primitive Weise, jede Bemühung um Konstruktivität zunichte machend. Jetzt hat das zum Glück nachgelassen.


    sponsorentätigkeiten kann ich leider nicht übernehmen, außer es macht mal einen „tuscher“ bei euromillionen. :)


    Nicht einmal dann würde ich es von Dir verlangen. Weil ein Volk, das nicht willens ist, solidarisch für ein gutes Ziel zu kämpfen, und immer nur gute Miene zum bösen Spiel macht, hat es gar nicht verdient, daß es etwas in den Allerwertesten geschoben bekommt. Das ist meine Auffassung.

    Einmal editiert, zuletzt von Andi Lugauer ()

  • Ich möchte noch einmal etwas los werden zum Thema Reini Sampl und Audi TTS. Offenbar hat sich also doch eine Kategorie gefunden, wo dieses Auto starten darf. Vielleicht würde sich da noch ein findiger Individualist (& Audi-Fan) dazugesellen, der in der Lage wäre, das Auto am Limit zu bewegen und den Mitsubishi- und Subaru-Club ein wenig aufzumischen. Speziell bei einer Jänner-Rallye, wo vor allem unter winterlichen Verhältnissen das Motor- und Fahrwerkstuning nicht so wichtig wäre, müßte mit einem solchen Auto Einiges anzufangen sein. Und jetzt lehne ich mich ganz weit aus dem Fenster und sage: Wenn das einigermaßen gut läuft, vielleicht bekäme man dann bei Audi Interesse, eine R4-Version des Audi TTS herauszubringen, einer Kategorie also, die bislang ausschließlich von Mitsubishi und Subaru okkupiert wird. Den VW's und Skodas aus dem gleichen Konzern würde man damit höchstwahrscheinlich ohnehin nicht auf die Füße steigen, und es wäre ein bißchen eine Auffrischung der Quattro-Imagewerbung aus den Achtziger Jahren.


    Eine bloße Vision? Gewiß. Aber es soll angeblich schon öfter vorgekommen sein, daß Visionen Realität geworden sind, wenn sie nur lange genug verfolgt worden sind.

  • Wie schön, daß es solche Informationsmedien wie das World Wide Web gibt! :D


    Was war China nicht einmal für ein armseliges Auto-Land. Und jetzt haben sie bei ihren Rallyes eine Markenvielfalt, wo man als Mitteleuropäer nur seinen Hut ziehen kann. Fünf verschiedene Hersteller bei der Wuyi-Rally unter den ersten Zehn, und höchstwahrscheinlich alles Vierradler. Ich bin begeistert.


    Vielleicht sollte man sich aber auch die chinesische Reglement-Gestaltung zum Vorbild nehmen. :rolleyes:


    Dann bitte Herr Lugauer, nutze das www. Schau dir an, wer da gegen wen fährt. Mit wieviel Minuten Unterschied. Und mit was. Und wer Meister dann dort werden kann und darf. Lesen bildet! In der ÖRM schimpfst du auf Sachen, die du in China pauschal gut findest. Dich muss man nicht vestehen.

  • In der ÖRM schimpfst du auf Sachen, die du in China pauschal gut findest. Dich muss man nicht vestehen.


    So brauchst Du mir gar nicht kommen!! Wer sagt denn eigentlich, daß Dich jeder verstehen muß? Ich sage nur so viel: Schau Dir mal Deinen Eintrag vom 1.10.2014 an und stelle dem meine Antwort darauf gegenüber. Da braucht es gar keine besonderen detektivischen Fähigkeiten, um herauszufinden, wer die besseren Sachargumente hat und wer präziser auf die Sache eingeht.


    Bezüglich der Zeitabstände der ersten Zehn bei der Wuyi-Rallye und Ähnlichem gebe ich Dir recht. Aber das tut nichts zur Sache. Ich habe lediglich darauf hingewiesen, daß hier eine - im Prinzip - erstaunliche Markenvielfalt besteht, und daß das aufallend ist für ein Land, das noch vor etwa einem Vierteljahrhundert einen ganz ärmlichen Motorisierungsgrad hatte.


    Wenn Du in der Sache etwas zu berichtigen hast, dann tu das meinetwegen. Aber bitte ohne persönlich zu werden ("Dich muß man nicht verstehen." u.Ä.). So etwas ist nicht zielführend.

  • Es ist erstaunlich, daß die Diskussion zu diesem Thema so schnell zum Erliegen gekommen ist. Dabei fängt's jetzt erst an, interessant zu werden.


    @ Group B:


    Es ist richtig, daß es Druckmittel braucht, um sich gegen uneinsichtige Obrigkeiten, die stur am falschen Weg festhalten, durchzusetzen. Und ebenfalls richtig: Man braucht die richtigen Druckmittel, sonst trifft es die Falschen.


    Dabei stelle ich mir aber schon auch die Frage: Wäre das beste und effektivste Druckmittel nicht ein mündiges Volk, das zum Einen selber denkt und nicht Andere für sich denken läßt, und zum Anderen auch bereit ist, Farbe zu bekennen und sich offen zu seinen Anliegen zu äußern, anstatt immer nur alles stillschweigend hinzunehmen und vielleicht auch noch gute Miene zum bösen Spiel zu machen? Das wäre für mich der Schlüssel für viele Erfolge.


    Sind wir ehrlich, und das gilt wahrscheinlich für Deutschland und Österreich gleichermaßen: Es kommt einfach viel zu wenig Feedback vom Volk, den Rallyeteilnehmern, den diversen Teams und Clubs, und schließlich von Fans aller Art. Ich sehe ja, wie es bei uns läuft: Die hohen OSK-Vertreter reden sich darauf aus, daß es nur eine Kleinstgruppe wäre, die ihrem Kurs kritisch gegenübersteht. Dabei kenne ich ganze Dutzendschaften von Leuten, die im stillen Kämmerlein jammern, aber nichts davon nach Außen dringen lassen. Meist aus irgendwelchen unberechtigten Angstgründen heraus, vielleicht aber auch oftmals wegen Bequemlichkeit. Damit lassen sie jegliches Mittel, sich zur Wehr zu setzen, ungenützt. Zu ihrem eigenen Schaden.


    Ich denke mir oft: Wo sind sie, die Bewegungen für eine bessere Rallye-Zukunft? Was ist davon zu erkennen, bis auf ein paar kümmerliche Forumseinträge von einer Handvoll Leuten? Das Internet wäre so ein kongeniales Kommunikationsmedium, aber es müßte halt viel stärker genützt werden. Immer wieder frage ich mich: Warum wird das von den Menschen von der Basis der Rallyeszene nicht viel zahlreicher verwendet, um wenigstens ein paar kleine Signale zu setzen? Brauchen die immer jemanden, der sich für sie aufregt und für sie die Wangen hinhält?


    Dabei ist es ja so, daß man gar nicht den großen Rebellen spielen muß, um bei der Sportpolitik einen Eindruck mit einer gewissen Deutlichkeit zu erzeugen, man kann auch mit denkbar subtilen Mitteln eine verdammt große Wirkung erzielen. Es müssen sich nur genügend Personen beteiligen. Wenn jeder Rallyefahrer in ein einschlägiges Internet-Forum hineinschreiben würde, womit er Probleme hat und was er gerne an den Rahmenbedingungen geändert haben würde, und sich auch noch ein paar hundert (oder sogar tausend) Fans darüber zu Wort melden würden, was sie gerne hätten, dann möchte ich sehen, ob das die Rallye-Politik eines jeweiligen Landes nicht zum Nachdenken bewegt. Was sollen die OSK oder der ADAC machen? Alle verklagen oder mit einem Startverbot verdonnern? Höchstwahrscheinlich würden sie sich zu einem Einlenken in der Sache bewegen lassen, weil mit allem Anderen würden sie sich nur das Image nachhaltig ruinieren.


    Ich würde dafür plädieren, es hier zumindest auf einen Versuch ankommen zu lassen. Man kann damit eigentlich nur gewinnen. Im Prinzip dreht sich Politik ja auch nur mit dem Wind, und wenn es die redlichen Bürger sind, die den größten Wind produzieren (in dem Fall das Rallye-Volk), dann lassen sich die Dinge in deren Interesse regeln, da bin ich mir sicher. Irgendwelche fragwürdigen Lobbys, nach deren Pfeife die Rallye-Politik eventuell jetzt noch tanzt, würden dann den Kürzeren ziehen.


    Wir bräuchten vielleicht gar keine Fahrergewerkschaft, wenn jeder, der mit dem Rallyesport lebt, von sich aus ständig auf der Hut wäre und in dem Fall, daß etwas massiv verkehrt läuft, bereit wäre, sich zu exponieren. Dann ginge Vieles fast wie von alleine. Nennen wir das Ganze dann halt "Gemeinschaft" statt "Gewerkschaft"...

  • [quote='Andi Lugauer','http://woltlab.rallye-forum.de/forum/index.php?thread/&postID=384935#post384935']Es ist erstaunlich, daß die Diskussion zu diesem Thema so schnell zum Erliegen gekommen ist. Dabei fängt's jetzt erst an, interessant zu werden.


    @ Group B:


    Es ist richtig, daß es Druckmittel braucht, um sich gegen uneinsichtige Obrigkeiten, die stur am falschen Weg festhalten, durchzusetzen. Und ebenfalls richtig: Man braucht die richtigen Druckmittel, sonst trifft es die Falschen.


    Was wäre hier dein Vorschlag? Welche Druckmittel?


    Sind wir ehrlich, und das gilt wahrscheinlich für Deutschland und Österreich gleichermaßen: Es kommt einfach viel zu wenig Feedback vom Volk, den Rallyeteilnehmern, den diversen Teams und Clubs, und schließlich von Fans aller Art. Ich sehe ja, wie es bei uns läuft: Die hohen OSK-Vertreter und ADAC........


    hier hast du unseren DMSB vergessen


    Ich denke mir oft: Wo sind sie, die Bewegungen für eine bessere Rallye-Zukunft? Was ist davon zu erkennen, bis auf ein paar kümmerliche Forumseinträge von einer Handvoll Leuten? Das Internet wäre so ein kongeniales Kommunikationsmedium, aber es müßte halt viel stärker genützt werden. Immer wieder frage ich mich: Warum wird das von den Menschen von der Basis der Rallyeszene nicht viel zahlreicher verwendet, um wenigstens ein paar kleine Signale zu setzen? Brauchen die immer jemanden, der sich für sie aufregt und für sie die Wangen hinhält?


    hatten wir auch versucht mit der IG Gruppe H
    ERGEBNIS: man lies uns am langen Arm des DMSB verhungern


    Dabei ist es ja so, daß man gar nicht den großen Rebellen spielen muß, um bei der Sportpolitik einen Eindruck mit einer gewissen Deutlichkeit zu erzeugen, man kann auch mit denkbar subtilen Mitteln eine verdammt große Wirkung erzielen. Es müssen sich nur genügend Personen beteiligen. Wenn jeder Rallyefahrer in ein einschlägiges Internet-Forum hineinschreiben würde, womit er Probleme hat und was er gerne an den Rahmenbedingungen geändert haben würde, und sich auch noch ein paar hundert (oder sogar tausend) Fans darüber zu Wort melden würden, was sie gerne hätten, dann möchte ich sehen, ob das die Rallye-Politik eines jeweiligen Landes nicht zum Nachdenken bewegt. Was sollen die OSK oder der ADAC machen? Alle verklagen oder mit einem Startverbot verdonnern? Höchstwahrscheinlich würden sie sich zu einem Einlenken in der Sache bewegen lassen, weil mit allem Anderen würden sie sich nur das Image nachhaltig ruinieren.


    Dazu habe ich ja schon Zitate angeführt

    fährste Quer....dann haste mehr......:p
    Spass ist, wenn man nach der Rallye die Fliegen von der Seitenscheibe kratzt:rolleyes:

  • hatten wir auch versucht mit der IG Gruppe H
    ERGEBNIS: man lies uns am langen Arm des DMSB verhungern


    Dann war die Bewegung halt zu klein! :cool::rolleyes:


    Was wäre hier dein Vorschlag? Welche Druckmittel?


    Kennst Du das Sprichwort "Steter Tropfen höhlt den Stein"...?


    Im Prinzip ist es meine Überzeugung, daß die Rallye-Politik (ja, von mir aus auch "Euer" DMSB...) deswegen so wenig Bedacht auf die Anliegen der Teilnehmer und Fans nimmt, weil die alles stillschweigend hinnehmen (bis auf extrem wenige Ausnahmen). So entsteht das Signal "mit uns kann man eh machen, was man will". Ergo ließe sich Einiges ändern, wenn die - ich nenne es einmal so - Gesamtheit all derer, die für und mit dem Rallyesport leben, ihre permanente Taktik vom Kopf im Sand darauf ändern würde, daß sie ihre Wünsche und Anliegen offiziell äußert. Das wäre einmal die erste Stufe. Durch die öffentliche Diskussion von möglichst vielen Personen über anstehende Problematiken und mögliche Lösungen würde ein unübersehbares Zeichen gesetzt werden - und zugleich auch ein sanfter Druck entstehen. Da könnte uns noch längst keiner vorwerfen, daß wir eine Hetzkampagne oder Irgendetwas in diese Richtung betreiben, aber es hätte schon etwas von der Bewegung, die wir brauchen. Es wäre auch ein wichtiges Signal in Richtung der Sportpolitik, daß "wir", die Teilnehmer und Fans und wer sonst noch für den Sport wichtig ist, uns kein X für ein U vormachen lassen. Daher würde sich die Rallye-Politik unter diesen Umständen auch sehr gut überlegen, welche Schritte sie für die Zukunft setzt. Es könnte sonst ja sein, daß das Volk nicht mitspielt und das für die Rallye-Politik schwerwiegende Folgen hätte...


    Kannst Du mir jetzt ein wenig folgen? ;)


    Das wäre die sanfte Tour. Man kann die Druckmittel aber ohne Weiteres auch erhöhen. Mir würde da etwa ein systematischer Austritt aus den Clubs wie ADAC oder ÖAMTC einfallen. Den Geldhahn abzudrehen ist immer ein sehr effektiver Weg, um gewisse "Heiligkeiten" (man will ja das schreckliche Wort "Bonzen" nicht in den Mund nehmen) vom hohen Roß herunterzuholen. Auch um den Ruf der Institutionen ist man mitunter besorgt, der unter einer massiven Protestwelle natürlich enorm leiden würde. Das wären alles Methoden, wie man die führenden Kräfte zum Einlenken bewegen könnte.


    Wichtig wäre, daß hier möglichst viele Sportler, Fans u.Ä. gemeinsam an einem Strick ziehen würden und klar Farbe bekennen würden, in welche Richtung es mit dem Sport gehen soll. Im Grunde genommen wollen wir ja eh alle das Gleiche, da gibt es durchaus viele gemeinsame Nenner. Oder gibt es sehr viele Fans und Teilnehmer, die dagegen sind, daß der Rallyesport - in welchem Land auch immer - aufgewertet wird und für Medien, Sponsoren und Förderer jeglicher Art interessanter gemacht wird?! :confused:


    In Ö haben wir das Problem das Motorsport nicht mal im Parlament vertreten ist! Bedeutet das In Ö Motorsport nicht mal als Sport Offiziell anerkannt ist!! Man ist also an die OSK angewiesen und alle Veranstalter und Fahrer können schauen wie sie über die Runden kommen!!! Und sich leider nur beugen!


    Ohne Gesetzlichen oder anderen Druckmöglichkeiten wird eine Gewerkschaft oder Vereinigung nie Erfolg haben können! Das ist Realität und keine Schwarzmalerei!


    Das ist natürlich auch ein mehr als unbefriedigender Zustand (um nicht zu sagen: eine Katastrophe). Die Zauberformel, um mehr Lobbys - auch von Seiten der Politik - für den Rallyesport zu gewinnen, würde für mich lauten: Aufwertung, Aufwertung, Aufwertung,...wo immer es möglich ist. Aber da steht ja die OSK im Wege, also beißt sich die Katze in den Schwanz...


    Der Punkt ist: Man kann nicht immer gegen etwas sein. Man muß auch dann und wann einmal FÜR etwas sein. Egal ob es World Rally Cars, (N-)GT's oder preisgünstige Markencups sind (bis hin vor allem zum Volvo-Cup).


    Aber wie gesagt: Ich bin davon überzeugt, daß wir Mittel und Wege besitzen, um den Wind aus der entgegengesetzten Richtung blasen zu lassen. Es müssen sich nur genügend Leute beteiligen, die da mitziehen!


    Bitte weitersagen...

  • Wie soll einer zu guten Ergebnissen kommen, wenn er kaum Startmöglichkeiten hat und bei den seltenen Gelegenheiten, wo er sich zeigen kann, auch noch das Pech auf seiner Seite hat? Erklär mir das bitte einmal.


    Vom Grundspeed ist David Glachs absolut spitzentauglich, und alles Andere läßt sich mit etwas Übung (die man eben nur durch häufiges Starten bekommt) auch entscheidend verbessern. Es hat schon Leute gegeben, die haben in ihren jungen Jahren ihr Auto am laufenden Band weggeschmissen und sind trotzdem Weltmeister geworden. Das hätte es dann auch niemals geben dürfen.


    Ja stimmt schon, da hast du recht. Aber gerade nachdem er so wenig Auftritte hatte, wäre mal ein Ergebnis nicht schlecht gewesen denke ich, vor allem bei seiner Heimrallye. In Österreich ist dann halt leider nicht viel mehr möglich, wenn man nicht viel Geld auf der Kante hat ...


    Es ist aber halt leider gerade dann schwierig, ein gutes Ergebnis zu schaffen, wenn man kaum Startgelegenheiten hat. Es ist ein Teufelskreis: Wenn du Talent hast und aufgrund deiner finanziellen Möglichkeiten öfter teilnehmen kannst, erhöht das deine Chancen im Wettbewerb gewaltig, und oft kommen die Erfolge dann automatisch (wenngleich das auch keine Garantie für das beständige Weiterkommen sein muß; siehe Simon Wagner). Wenn du aber kaum Geld hast, um öfter zu starten, nützt dir das ganze Talent gar nichts. :(


    Jetzt frage ich mich einfach: Warum ist das gerade in Österreich so extrem, daß seit einem Jahrzehnt immer derselbe Platzhirsch die Meisterschaft gewinnt (noch dazu mit einer auffallenden Überlegenheit), während von den zweifellos vorhandenen jugendlichen Virtuosen kaum einer hochkommt? Was führt zu dieser Entwicklung, und was könnten wir uns von anderen Ländern zum Vorbild nehmen, um diese Situation zu verbessern? Oder könnten wir sogar eigene Lösungen kreieren?


    Über diese Fragen habe ich schon sehr viel nachgedacht, aber jetzt sind einmal von Euch Inputs gefragt. Es hat keinen Sinn, wenn immer nur ich Ezzes liefere.

  • Es ist aber halt leider gerade dann schwierig, ein gutes Ergebnis zu schaffen, wenn man kaum Startgelegenheiten hat. Es ist ein Teufelskreis: Wenn du Talent hast und aufgrund deiner finanziellen Möglichkeiten öfter teilnehmen kannst, erhöht das deine Chancen im Wettbewerb gewaltig, und oft kommen die Erfolge dann automatisch (wenngleich das auch keine Garantie für das beständige Weiterkommen sein muß; siehe Simon Wagner). Wenn du aber kaum Geld hast, um öfter zu starten, nützt dir das ganze Talent gar nichts. :(


    Jetzt frage ich mich einfach: Warum ist das gerade in Österreich so extrem, daß seit einem Jahrzehnt immer derselbe Platzhirsch die Meisterschaft gewinnt (noch dazu mit einer auffallenden Überlegenheit), während von den zweifellos vorhandenen jugendlichen Virtuosen kaum einer hochkommt? Was führt zu dieser Entwicklung, und was könnten wir uns von anderen Ländern zum Vorbild nehmen, um diese Situation zu verbessern? Oder könnten wir sogar eigene Lösungen kreieren?


    Über diese Fragen habe ich schon sehr viel nachgedacht, aber jetzt sind einmal von Euch Inputs gefragt. Es hat keinen Sinn, wenn immer nur ich Ezzes liefere.


    Meiner Meinung nach liegt es in Österreich daran:


    * Überragende Dominanz eines Fahrers über ein Jahrzehnt, der immer wieder auch junge talentierte Fahrer erst unter seine Fittiche nimmt, um sie irgendwann wieder abzustoßen. Wegen fehlender Spannung und fehlender "Fights" resultiert(e) mangelndes Interesse der Medien/Sponsoren und teils auch Zuseher


    * Es fehlt ein Jungtalentecup direkt in der ÖRM, meinetwegen für 4 oder 5 Rallyes. Das wäre schon mal was, wo man nicht gleich zu Baumschlager aufschauen muss, sondern wo untereinander tolle Fights auch das Interesse sicher erhöhen - sieht man in der Junioren-ERC und -WRC. In die ARC sollte das nicht abgeschoben werden, denn von dort ist das Hochkommen in die ÖRM noch eine weitere schwere Stufe.


    * die Österreich zutiefst innewohnende "Mir san mir"-(Provinz-)mentalität. Sieht man gerne auch in einem österreichischen Rallyeforum und erinnert sehr an das Verhalten der Krankl-Schinkels-Prohaska-Runde gegen das aktuelle österreichische Fussballnationalteam und dessen Trainer. Nur beim Schifahren und Schispringen gibts das komischerweise nicht, oder nur bei Schröcksnadel, der sich über Alaba´s Ehrung als Sportler des Jahres aufgeregt hat.


    * und damit sind wir beim lieben Geld. Rallyesport kostet nunmal sehr viel davon. Junge Talente schaffen es oft nur kurz aufzuzeigen, für die nächste Stufe ist aber das Geld nicht ausreichend - und in Österreich kommt da noch fehlende finanzielle Unterstützung in dieser wichtigen Phase dazu, so dass die meisten den Aufstieg/ein fixes Standing in der ÖRM nicht mehr schaffen. Man braucht sich nur die Top3 der heurigen ÖRM ansehen: Der Dominator, und 2 - man verzeihe mir - "Herrenfahrer" mit ausreichend Geld (in Englisch würde man "Gentleman driver" dazu sagen, und das ist nicht unbedingt ein Kompliment international. Auch beim Dominator wird es spannend, ob bei der Jänner Rallye noch das Red-Bull-Design auf dem weißen Skoda zu sehen sein wird.


    * Pech: Sah man gut heuer in der ersten Hälfte der ÖRM. Es gab einige, die Baumschlager hätten gefährden können, aber durch Übermut/technisches Gebrechen etc. es nie schafften. Ich hoffe das wird 2015 besser, denn ich glaube noch immer nicht daran, dass für Baumschlager die ÖRM keine Priorität mehr hat.

    Einmal editiert, zuletzt von Karli1140k ()


  • ja ich kann dir folgen........


    aber leider haben wir das gleiche Problem wie ihr in Österreich.......
    Man bringt nicht alle unter eine Hut, die auch mitmachen.

    fährste Quer....dann haste mehr......:p
    Spass ist, wenn man nach der Rallye die Fliegen von der Seitenscheibe kratzt:rolleyes:

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