Neueinsteiger in Rallyesport / Fragen Einsteiger / Einstieg

  • Hallo zusammen,


    ich möchte nach Erfahrungen in anderen Motorsportbereichen mich jetzt in Richtung Rallye orientieren und als Fahrer einsteigen. Selbst komplett aufbauen ist mir für den Anfang wohl zu teuer. Hab mich jetzt schon auf dem Markt etwas umgeguckt und wollt mir bald mal Autos anschauen. Anfangen und probieren wollte ich bei den 200er Veranstaltungen, momentan suche ich nach älteren Fronttrieblern in Richtung Golf.
    Meine Frage dazu ist jetzt, was man alles beachten muss beim Kauf eines (fast) fertigen Rallye Fahrzeugs (ein Bekannter der in früheren Jahren selber gefahren ist kommt zwar mit, aber ich wollt jetzt nicht ganz grün hinter den Ohren beim Anbieter stehen ;))?


    • Übliche Problemstellen der Autos angucken
    • Gültige Gurt/Sitz etc Homologationen
    • Ersatzteilversorgung
    • Welche Papiere brauch ich alles?
    • Was ist sonst zu beachten?


    Ich fände es schön wenn Ihr mir etwas helfen könntet die Liste fortzuführen oder auch sonstige Hinweise habt, die mir helfen können.


    Danke schonmal und Grüße
    fld

  • da es die gruppen H und G warscheinlich bald nicht mehr gibt, würde ich ein gruppe F auto kaufen bwz schauen wieviel man dafür umbauen müsste.
    nach möglichkeit gleich asphalt und schotterreifen + felgen mit kaufen, nacher wirds teuer.
    fahrwerk sollte auch für beides verstellbar sein bwz zwei fahrwerke zum auto dazu.
    es sei denn du willst nur eines von beiden fahren.

  • Danke schonmal für eure schnellen Antworten! Gerne Hör ich mir natürlich noch weitere Tipps an ;)


    Wenn ein Käfig geschweisst und nicht geschraubt ist, gilt er als Eigenbau mein ich, oder? Wäre es ein Problem wenn also zB ein Wiechers eingeschweisst ist?


    Grüße
    fld

  • nein, ein käfig der kein richtiges zertifikat hat, gild als eigenbau. auch ein käfig mit zertifikat an dem nachträglich etwas verändert wurde gild als eigenbau. ich persönlich würde keinen großen wert auf ein zertifikat legen, dass wird bei einem einsteiger auto wohl selten zu finden sein.
    was der tome meint, sind die auflagen die es in den letzten jahren gegeben hat, so mussten alle käfige ohne zertifikat, knotenbleche und eine zusätziche strebe an der a säule einfügen. mit einem zertifikat haste halt für immer ruhe und musst nichts nachrüsten.
    meine käfig ohne zertifikat hatte diese a säulen strebe schon vorher.
    wenn ich mir so manchen zertifizierte zelle ansehe, dann bin ich mir sicher, dass einige weniger aushalten als die ganzen eigenbauten die es gibt.
    ich glaube es gibt sogar zertifizierte käfige mit nur einer stebe in der tür, bei eigenbau ist ein kreuz mit knotenbelchen vorgeschrieben.


    käfig = geschraubt
    zelle= geschweißt (ob die am boden verschraubt sein muss, weiss ich nicht)
    hat also mit dem zertifikat erstmal gar nichts zu tun


    eigenbau zelle = geschweißt und am boden verschraubt

  • Danke schonmal für eure schnellen Antworten! Gerne Hör ich mir natürlich noch weitere Tipps an ;)


    Wenn ein Käfig geschweisst und nicht geschraubt ist, gilt er als Eigenbau mein ich, oder? Wäre es ein Problem wenn also zB ein Wiechers eingeschweisst ist?


    Grüße
    fld


    Hi


    Nein, ein Käfig gilt als Eigenbau wenn er kein DMSB Zertifikat hat.
    Also einfach nach dem Zettel fragen, so wie in diesem Bild, nur mit DMSB statt ONS:



    Quasi kann ein Wichers Zertifikatskäfig sowohl geschraubt als auch geschweißt sein, steht im Zertifikat alles :)


    VG Rene


  • ich glaube es gibt sogar zertifizierte käfige mit nur einer stebe in der tür, bei eigenbau ist ein kreuz mit knotenbelchen vorgeschrieben.


    nicht ganz, der Flankenschutz muss nur doppelt sein. Die Rohre dürfen also auch paralell verlaufen. Wenn aber Kreuz, dann mit Knotenblech :)


    Wenn du ein Auto kaufts, schau bloss, dass ja alles eingetragen ist. Der TÜV kann sich schon mal echt anstellen ;)

  • Wenn man keine Werkstatt, Werkzeug oder Talent hat, bleibt einem nichts übrig als ein fertiges Auto zu kaufen. Ansonsten würde ich immer vom Kauf eines fertigen Autos abraten. (Außnahme Werks. bzw. Cup Aufbauten wie Opel Adam oder Suzuki Swift)
    Man weiß nie wo der Vorbesitzer geknaupt hat oder was schon kapput ging. Gerade älter Autos die schon über 5 Jahre über die Pisten gebrügelt wurden, sind durch.
    Wenn gebaucht, dann alte Markenpokal Autos. Die sind wenigstens vernünftig zusammengebau worden.
    Die Mängel liegen meißtens im Verborgenen, sonst wüde sie ja bei jeder Abnahme auffallen.
    Wenn Budget und Rahmnbedingungen nur den Kauf eines älteren, bereits aufgebauten Autos zulässt, dann würde ich auch zuerst auf die Eintragungen achten. Und lass dir da nichts erzählen! Der Vorbesitzer kennt gewiss einen TÜV Prüfer der nicht so genau hin sieht. Wenn du zur HU kommst, hast du dann schlechte Karten! Am Besten hat das Auto noch 2 Jahre TÜV. Dann hast du erst mal Ruhe.
    Ansonsten ließ dir vorher das Reglement durch und vergleiche es mit dem Auto. Sonst kannst du vor der ersten Rallye wieder nach Hause fahren.
    Die einzelnen Macken sind eh Fahrzeugspezifisch.

    Am besten sind die Antworten, welche mit der Frage nichts zu tun haben.

  • Hi
    Ich bin 24 Jahre alt und will selber aktiv in den Rallyesport einsteigen.Will erstmal in der Gruppe g einsteigen
    da der Einstieg relativ günstig ist.Bin mir nur noch nicht sicher ob für einen grünschnabel ein hecktriebler oder
    Frontriebler besser ist. Mein Budget liegt bei 5000€
    Danke im Voraus

  • Warum? Für 5000 bekommt er doch ein Auto und eine Fahrerausrüstung! Klamotten kann man gebraucht kaufen. Nur für einen 318is sehe ich schwarz. Die stehen ja relativ hoch im kurs. Da musst Du Glück haben, wenn Du mal einen für 4000 Euro bekommst.


    Der F8 Golf 3 16V aus PI für 3500 Euro reicht zum Einstieg völlig aus!


    http://www.rallye-magazin.de/n…e-einsteiger-2/index.html


    Ständig wird Neueinsteigern davon abgeraten.....so geht es natürlich bergauf mit dem Rallyesport :rolleyes:


    Gruß vom aktiven Fahrer
    Andreas

  • Da muss ich mich anschließen.
    Haben dieses Jahr auch mit dem Rallyefahren angefangen und uns bei den Kosten etwas verschätzt. Mit 5000 hatten wir auch kalkuliert, davon 3200 fürs Auto.
    Jedoch jetzt nach unserer ersten Saison(und wir sind nur 3 Rallyes gefahren diese Jahr) mussten wir feststellen das wir schon über dem 1,5 fachen an Geldeinsatz liegen.
    Und jetzt müssen wir das Auto noch für 2015 fertig machen.
    Da unterschätzt man schnell die Nebenkosten wie Versicherung, Steuern, Nenngebühren,Trailer, Reparaturen( Kaputt geht fast immer was) ... usw.
    Solltest du es doch machen, Daumen hoch, Rallye fahren ist der Hammer!!! Und bereuen kann ich es einfach nicht damit angefangen zu haben:cool:


    ABER du solltest für die erste Saison mehr Budget einplanen.


    MFG

    "Wennst den Baum siehst, in den du rein fährst, hast untersteuern.
    Wennst ihn nur hörst, hast übersteuern"

  • Aber dein Ansatz mit der Gruppe G ist auf jeden Fall der richtige!


    Die Serienteile sind um ein vielfaches günstiger wenn sie mal kaputt gehen und teure Rennsportteile darfst du( und die Konkurenz) erst gar nicht verbauen.
    Bis aufs Fahrwerk, wo du nicht dran sparen solltest.
    Den fehler machen wir auch nicht mehr :D

    "Wennst den Baum siehst, in den du rein fährst, hast untersteuern.
    Wennst ihn nur hörst, hast übersteuern"

  • Aber dein Ansatz mit der Gruppe G ist auf jeden Fall der richtige!


    Die Serienteile sind um ein vielfaches günstiger wenn sie mal kaputt gehen und teure Rennsportteile darfst du( und die Konkurenz) erst gar nicht verbauen.
    Bis aufs Fahrwerk, wo du nicht dran sparen solltest.
    Den fehler machen wir auch nicht mehr :D




    Tipp: Gruppe G Twingo RS nehmen. Der fährt schon mit dem Serienfahrwerk perfekt, hat eine "Mörderbremse"
    und es geht praktisch nichts kaputt ( mit 0,05 -Gedenksekunde beim Schalten auch das Getriebe nicht)


    Der nutzt perfekt die Klasse aus und ist (auf der Rennstrecke) schon ab 16 Jahren zu fahren.


    Außerdem kann der mit wenig Kosten ruck-zuck zum R 1 werden - wenn man gleich einen
    homologierten Käfig eingebaut hat


    Bis hin zur Rallye-EM und -WM kann man alles fahren und man findet eher ein Autohaus, das das
    Projekt ein klein wenig unterstützt -(zum Beispiel auch mit einer billigen Finanzierung...)


    Dann viel Spaß beim Rallyesport - und nicht entmutigen lassen


    Sepp - aus Niedersachsen

  • Ganz ehrlich:


    Um einzusteigen nimmst du einfach was du günstig bekommst. Fast egal was es ist. Am besten kein Exot, der rest ist unwichtig. Wenns dir gefällt wirst du eh über lang oder kurz ein Auto nach deinen Vorlieben aufbauen. Und das geht gut ohne Zeitdruck wenn man parallel irgend nen Hobel zum üben hat. Es ist für den Anfang auch nicht verkehrt keine Emotionen zum Auto aufzubauen. Nen Suzuki Swift, nen Golf, ein Opel, oder auch nen Honda BMW Franzose.....schau dich um, oftmals gibt's günstige Einsteigerschüsseln wenn man die Marken Antriebs und PS Brille absetzt. Auch wenns nicht mehr die schönste ist: Egal. Versuch mit dem kleinstmöglichen Budget einzusteigen. Weiterentwickeln ist immer drin.


    Genau das Thema Konkurrenzfähigkeit. Scheiß erstmal drauf und mach dein eigenes Ding. Egal ob dein Auto optimal in die Klasse passt oder weit weg davon ist. Es ist fast schwieriger letzter in ner Klasse zu werden als erster wenn mans nicht drauf anlegt.

    Einmal editiert, zuletzt von SBehl ()

  • Wenn du aus den südlichen Gefilden kommst, kann ich dir auch den Golf-II-Cup nahelegen. (Gruppe G- 2er-Golf, 90PS, Einheitsreifen, viel Konkurenz und wer sich in den Cup einschreibt, bekommt Vergünstigungen beim Material...)
    Und glaub ja nicht, dass die Leute da langsam unterwegs sind. Da steckt oft das Messer im Fahrerschuh oder gar zwischen den Zähnen ;)

  • Ganz ehrlich:


    Um einzusteigen nimmst du einfach was du günstig bekommst. Fast egal was es ist. Am besten kein Exot, der rest ist unwichtig. Wenns dir gefällt wirst du eh über lang oder kurz ein Auto nach deinen Vorlieben aufbauen. Und das geht gut ohne Zeitdruck wenn man parallel irgend nen Hobel zum üben hat. Es ist für den Anfang auch nicht verkehrt keine Emotionen zum Auto aufzubauen. Nen Suzuki Swift, nen Golf, ein Opel, oder auch nen Honda BMW Franzose.....schau dich um, oftmals gibt's günstige Einsteigerschüsseln wenn man die Marken Antriebs und PS Brille absetzt. Auch wenns nicht mehr die schönste ist: Egal. Versuch mit dem kleinstmöglichen Budget einzusteigen. Weiterentwickeln ist immer drin.


    Genau das Thema Konkurrenzfähigkeit. Scheiß erstmal drauf und mach dein eigenes Ding. Egal ob dein Auto optimal in die Klasse passt oder weit weg davon ist. Es ist fast schwieriger letzter in ner Klasse zu werden als erster wenn mans nicht drauf anlegt.




    Ok. Besser irgendein Rallye-Auto als keins.


    Aber egal welche "Grotte" , Hauptsache billig, ist in meinen Augen ein Fehler.


    Ich habe unendlich viele Leute gesehen, die eine Mörderkohle sinnlos verfeuert haben.
    Spätestens wenn die "tolle" Anschaffung wieder abgestoßen werden soll, gibt es das böse Erwachen.


    Deshalb:

    - BMW-Cup-Auto : ja
    - Volvo-Cup-Auto : ja
    - Golf-Cup-Auto : ja
    - ein altes, wertbeständiges Auto (Youngtimer-unverbastelt)
    - einen kleinen "Sauger" mit Homologation - mit dem kann man absolut alles fahren


    Das größte Übel der unendlich vielen Klassen (mehr Klassen als Teilnehmer) macht es so schwer, die richtige Entscheidung zu treffen. Aber gerade die toffe Stimmung bei den o.g. Cups ist viiiiel wert...



    Diese preisgünstigen Cups müssen gestärkt werden.



    Ihr werdet schon das Richtige entscheiden...


    Sepp

    Einmal editiert, zuletzt von Sepp Loob ()

  • auch nicht richtig. er kann auch mit dem golf 2345 oder Kadett/astra efgh mit 2000cm erstmal just vor fun in der G321 mitfahren.
    und irgendwann mal wenn er bock hat in die volle F8 umbauen...
    er will nicht Weltmeister werden sondern spaß haben.
    er will nicht ne ganze Saison fahren sondern sporadisch was um de ecke oder interessant ist...

  • Hi Lukas,


    für mich stellt sich die Frage ob Du nur mal so fahren willst oder ob das was langfristiges (1-3 Jahre) werden soll.


    Wenn Du nur mal reinschnuppern willst, um zu sehen ob Rallye überhaupt etwas für dich ist, würde auch eine Mietkutsche in frage kommen. Man muss ja heut nicht gleich kaufen...


    Ist jedoch eine echter Einstieg geplant sind 5000€ schon extrem knapp bemessen. Da spielen neben dem knappen Geld noch andere Faktoren mit. z.B. ob Du auch alles selber reparieren kannst wenn dann mal was kaputt geht und das wird es... Das ist bei vielen heute schon eine größere Hürde als man denkt. Und da fliegen dann die Euros nur so über den Jordan wenn die ersten Teile getauscht werden müssen, ganz egal ob Gr.G oder F. Geld kosten die alle..


    Wenn mir der Sepp noch zeigt wie man für 5000€ einen der neueren Renault Twingo mit allen drum dran bekommt fang ich selber wieder an :D


    Auch die Volvo, BMW, Golf etc. Cups sind nicht mit 5000€ zu stemmen.


    In 15 Jahren Rallyesport habe ich gelernt, das für den Spass & Erfolg auf Dauer 3 wesentliche Dinge neben dem Talent entscheident sind:


    1. Geld


    2. noch mehr Geld


    3. noch vieeeeeeell mehr Geld


    Wenn man das nicht wahrhaben will, kann beim Motorsport viel über das Leben lernen ...

    Ich hätte viele Dinge begriffen, hätte man mir sie nicht erklärt.
    (S. J. Lec, poln. Satiriker, 1909-1966)

    2 Mal editiert, zuletzt von rsteam ()

  • 9Servus. Ich hatte mir dieses Jahr ein Rallyeauto in der F9 aufgebaut. War bis jetzt sehr erfolgreich unterwegs. ich hatte bis jetzt gesunde 4500 € investiert. Also es geht doch :)

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