BMW e36 M3 Fly-Off Probleme [HILFE]

  • Hallo,


    ich suche hier mal um Hilfe, vielleicht gibt es ja einen der dieses Problem schonmal hatte und vielleicht weiterhelfen kann.


    Das Problem:
    Bremssystem funktionierte einwandfrei, dann wurde die Fly-Off Handbremse eingebaut. Seither muss man die Bremse erst einmal "aufpumpen" um Bremsdruck zu haben. Dann ist kurzzeitig druck da aber nach 30 Sekunden ist wieder kein druck und wenn man Bremst kann man einmal ganz durchtretten. Bremsen wurden so einmal entlüftet und in einer Meisterwerkstatt. 2teres hat das Problem verbessert aber nicht gelöst. Bisherige Aussagen bei Problemschilderung war immer "Luft in der Leitung".


    Dazu muss man sagen der Kolben der Flyoff ist verkehrtherum also die Leitungen nach unten eingebaut.


    Ich hoffe hier hat vlt jemand die rettende Lösung :)

  • also wir hatten sie einmal so weit umgedreht ohne die leitung neu zu verlegen und habe es dann getest also quasi so das der Kolben richtig rum aber die handbremse dann falsch herum... aber mit dem gleichen ergebnis.


    Gibt es eine begründung warum der zylinder nicht mit den Leitungen nach unten funktionieren kann ?

  • Zitat

    also wir hatten sie einmal so weit umgedreht ohne die leitung neu zu verlegen und habe es dann getest also quasi so das der Kolben richtig rum aber die handbremse dann falsch herum... aber mit dem gleichen ergebnis.


    dann auch mal entlüftet? im normal eingebautem Zustand?

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    Hier einmal die Flyoff wie sie aktuell eingebaut ist.
    Ich weiß garnicht mehr genau ob wir das entlüftet hatten dann, denke aber schon weil es sonst ja nicht soo viel Sinn macht. Werde das aber nochmal ansprechen :).


    Mich würde es halt nur interessieren warum es andersrum dann funktionieren sollte. Werde spätestens Donnerstag nochmal schreiben ob es was gebracht hat.


    Hat jemand sonst noch eine andere Idee ?

  • Moin auch,


    wenn erstmal die Luft raus ist, und keine neue nachkommt, wird auch der falsch rum eingebaute Zylinder funktionieren.


    Aber falsch herum montiert wird ordentliches Entlüften praktisch unmöglich. Selbst wenn du es jetzt luftfrei bekommst, fängst du dir doch ne Dauerbaustelle ein...


    Von daher würde ich jetzt ohne groß nachzudenken den Zylinder umdrehen. Nach dem was ich auf dem Bild sehe, müsste das eigentlich ohne Probleme gehen. Die Bremsleitungen werden sich doch nachbiegen lassen? Zur Not brauchts halt etwas längere...


    Dann nochmal entlüften, und wenn dann nicht gut ist, dann wird's speziell...


    Aber so wie du das Problem beschreibst, ist es schon recht eindeutig ein Luftpolster, und da ist der Zylinder eben der 1. Kandidat.


    Also, mein Tipp: Erst das naheliegende ausschließen. Dann erst ins Grübeln kommen ;)


    Gruss Jo

  • wie kommt man denn aus so eine Idee den Zylinder verkehrt einzubauen???


    so ist es Physikalisch unmöglich die Luft aus dem Zylinder raus zu bekommen, oder du drehst das Auto zum entlüften aus Dach, dann musst du aber noch alle Bremssättel von re nach links tauschen das die sich auch entlüften lassen ;-))

  • Es war eigentlich nur aus optischen gründen so gedacht und im ersten moment hatten wir gedacht das es ja eigentlich ja keinen unterschied machen kann. Aber mal morgen sehen, wird wohl nen kleiner denkfehler gewesen sein :)

  • Mich würde interessieren, ob sich das Problem mit dem Umdrehen des Zylinders nun gelöst hat?? Denn ich hab nämlich ein Ähnliches: in meinem 328i hab ich auch eine FlyOff verbaut. Mit 2 Zylindern, da bei dem Modell ja zwei Leitungen nach hinten gehen.. Die Zylinder sind auch "richtig rum" eingebaut, also nach oben. Trotzdem ist meine Bremse weich! Egal was ich mache, ob ich mit nem Gerät entlüfte, mit der klassischen Punp-Methode; gleichzeitig noch an der FlyOff ziehe - die Bremse fühlt sich Mega teigig an und man kann sie bei vollem Pedaldruck bis aufs Bodenblech durchtreten und bekommt die Räder nicht unbedingt zum Blockieren.


    Habe das Auto beim Entlüften auch schon hinten hoch gebockt, sodass der Bremssattel höher als die Zylinder der FlyOff liegt, damit etwaige Luft besser nach hinten entweichen kann. Es hilft alles nix. Es will einfach kein zuverlässig fester Druckpunkt entstehen und ich bin einigermaßen ratlos...

  • Ja, ABS-Block ist noch drin und ich benutz es auch zuweilen (kann es per Schalter ein- und ausschalten)


    Ich fahre vor allem deshalb mit ABS, weil die Karre ein Problem mit der Bremsbalance hat: Wenn du das ABS ausmachst und voll rein steigst, blockieren die hinteren Räder früher als die vorderen! Und dass, obwohl der komplette Bremskreis abgesehen von Stahlflex und der FlyOff Serie ist!

  • Sorry, aber das bringt mich auf die Palme wenn Leute an der Bremsanlage "rumfummeln" aber nichtmal die
    richtigen Bezeichnungen kennen. :)
    Hier ist eine hydr. Handbremse gemeint.
    Fly Off = ein sofortiges lösen ohne eine Sperre zu deaktivieren. Kann mech. oder hydr. sein. Ist in diesem Fall
    auch vorhanden, hat aber mit der Problematik nichts zu tun.


    Physk. Grundbegriff: Luft ist immer oben, Flüssigkeit immer unten.
    Darum, sind Entlüfterschrauben auch immer am höchsten Punkt angeordnet.
    Versucht mal die Anlage von hinten nach vorne zu entlüften. Das heisst mir Unterdruck hinten saugen. Vllt.
    auch erst nur mal den Handbremszylinder einzeln. Es hat auch schonmal geholfen, die Anlage nur einige Tage
    stehen zu lassen, eventl. wandert die Luft an einen anderen Punkt und kann dann entlüftet werden.


    Viel Glück

  • Ich weiß nicht, warum du mich im ersten Satz korrogierst -ich hab ja genau so eine Handbremse eingebaut, wie du sie beschreibst... ;)


    Aber sei es drum: Danke für deinen Tipp! Ich werd das jetzt noch mal probieren, indem ich hinten den Vakuum-Entlüfter dran hänge, vorne auf den Vorratsbehälter ein Druckentlüftungsgerät stecke und gleichzeitig pumpe und dabei auch (wie bisher schon), die hydraulische Handbremse betätige. Mal gucken, ob das dann funktioniert.


    Übrigens ist mir beim letzten Versuch mit dem Druckentlüfter aufgefallen, dass kaum Flüssigkeit aus den Entlüfterschrauben austritt - selbst wenn ich 2 bar vorn drauf gebe! komisch, oder?
    Wenn ich mit der klassischen Pump-Methode entlüfte, funktioniert's allerdings ganz normal.
    Hatte diesbezüglich auch schon bei BMW nachgefragt, die waren auch ratlos.


    Kann das vllt am noch vorhandenen ABS/ASC-Modul liegen, dass da irgend ein Ventil sperrt oder so?

  • Das mit der Luft im vorderen Kreis war auch schon mal meine Vermutung. Zumal das Überbremsen ja nicht jedes Mal auftritt, sondern mal mehr, mal weniger.


    Sperre hab ich drin; 45%.


    Was mir aufgefallen ist, dass das Fahrzeug keinen lastabhängigen Bremskraftversteller für die HA hat. Ich dachte vorher, der E36 hätte sowas.. :confused:
    Wie wird denn serienmäßig eigentlich die Reduzierung des Bremsdruckes an für die HA erreicht? ist da vielleicht einfach ne Reduzierbohrung im Verteilerblock, an welchem die Bremsleitungen nach hinten hängen?
    Von außen sieht man nämlich nix.

  • Moin.


    Die Hinterachse überbremst einfach aufgrund der dynamischen Achslastverteilung. Beim Bremsen wird die VA be-, die HA entlastet. Bei Fahrzeugen mit ABS ist dieses sehr wohl die Abhilfe, da im ABS eine sogenannte elektronische Bremskraftveteilung integriert ist, quasi ein vorgelagertes ABS, um eben das Überbremsen der HA zu vermeiden. Das wirkt, bevor die Räder blockieren. Früher hatten Fahrzeuge ohne ABS die lastabhängigen Druckregler oder andere druckreduzierende Ventile drin. Mit ABS benötigt man das eben nicht mehr. Da gibt es auch keine Reduzierbohrung oder sonstwas, das wird rein elektronisch durch das Schalten der Ventile im ABS-Block gemacht.


    Gruß
    Andreas

  • Mist, genau so hab ich mir das nämlich schon gedacht..


    Und was macht man da jetzt am besten? Die Erfahrungen mit den Bremskraftregelventilen für die HA sind ja hier im Forum höchst unterschiedlich.. zumal ja bei mir noch dazu kommt, dass ich zwei Leitungen nach hinten habe, ergo auch zwei Ventile benötigen würde, die man dann ja auch GLEICHMÄßIG verstellen muss.

  • Das Überbremsen hast du doch nur mit deaktiviertem ABS oder?


    Wo ist das Problem? Du kannst entweder die Regelventile aus dem Zubehör nehmen (dann bräuchtest du zwei zusammen), du kannst diesen lastabhängigen Regler von VW nehmen, den haben einige auch schon in den Innenraum gebaut zum Einstellen per Hand (dieser ist für zwei getrennte Leitungen), oder auch Einschraubregler, die aber nicht verstellbar sind.


    Das geht alles, und man bekommt das auch zum funktionieren.


    Je nach dem wie du das ABS deaktivierst, müsste man es auch so machen können, das diese EBV Funktion erhalten bleibt und nur das reine ABS deaktiviert ist. Ich kenne aber das BMW - ABS dazu nicht genau.

  • Das ist im Grunde ganz einfach!
    Wie Linksbremser schreibt, ABS deaktivieren, aber EBV aktiv lassen.
    Andere Variante ist nen Tilton-Regler dazwischen bauen (68 auf 100%) - Reihenfolge beachten. Hier besser die Rasten-Variante, nicht den Drehregler. Dann funktioniert die Hydr. Handbremse auch griffiger und läuft synchron zur Verstellung für jeweiligen Untergrund ( Regen, trocken, Semi oder Standard,... ).
    Wenn man sich mal nen bißchen mit dem BMW-Bremssystem beschäftigt, ist das relativ schnell erledigt.
    Man bekommt nichtmal einen Fehler gesetzt, wenn man ABS beim Fahren wegschaltet.
    Nach zig gebauten M3, machst man das fast blind. Es steht und fällt aber alles mit der Güte und Bemaßung des Zylinders der hydr. Handbremse ( lasst den chinesischen Billigdreck weg - das ist eine Bremsanlage!!! ).
    Beim E36 brauchst du auch keine Doppelzylinder, erst beim 46er mit Standardaufteilung.

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