2017 kein Formel-1-Rennen auf dem Hockenheimring

  • Formel 1 macht Bogen um Hockenheimring


    In der kommenden Saison wird kein Formel-1-Rennen auf dem Hockenheimring stattfinden. Auch langfristig sieht es nicht gut aus.


    Das Aus für den Großen Preis von Deutschland für das Jahr 2017 ist besiegelt. Das teilte Hockenheimring-Geschäftsführer Georg Seiler mit und bestätigte damit einen Bericht des Fachmagazins "Auto, Motor und Sport".


    "Wir haben zur Kenntnis genommen, dass eine Formel-1-Veranstaltung in 2017 für Deutschland nicht mehr im Kalender steht", sagte Seiler. "Dies ist zwar bedauerlich, aber nicht überraschend, zumal ein Termin nur unter Vorbehalt genannt wurde und kein Formel-1-Vertragsverhältnis für den Hockenheimring bestand."


    Ursprünglich war das Rennen in der provisorischen Planung für den 30. Juli unmittelbar vor der Sommerpause angesetzt worden. Laut Seiler habe es aber kein Angebot gegeben, "in welchem sämtliche wirtschaftlichen Risiken ausgeschlossen gewesen wären, was stets unsere Bedingung als möglicher Austragungsort war". Knackpunkt ist die Lizenzgebühr, die die Betreiber des Hockenheimrings nur mit Zuschauerzahlen jenseits der 60.000 am Renntag refinanzieren können. In diesem Jahr verpasste das Formel-1-Rennen am Hockenheimring diese Marke.


    Die kommende Saison wird damit 20 Rennen umfassen, der Große Preis von Ungarn könnte auf den Hockenheim-Termin verlegt werden und den Abschluss vor der vierwöchigen Sommerpause bilden. Offiziell soll der neue Kalender nach dem nächsten Treffen des Motorsport-Weltrats am 30. November bekannt gegeben werden.


    Ab 2019 keine Rennen mehr in Deutschland?


    Allerdings besitzt Hockenheim einen Vertrag für 2018. Danach läuft die Vereinbarung aus. Eine Verlängerung sei unrealistisch, wie Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone zuletzt erklärt hatte: "Wir können das Rennen in Deutschland nicht weiter subventionieren, wenn wir das Gleiche nicht auch mit anderen Rennen in Europa machen."


    In ungeraden Jahren war seit 2007 turnusmäßig der Nürburgring an der Reihe, doch bereits 2015 waren die Betreiber des Eifel-Kurses nicht bereit gewesen, die geforderte Antrittsgage zu zahlen.

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