Rallye Supercup Deutschland - Genehmigungsverfahren

  • Manchmal würde ich hier lieber garkeine Beiträge lesen, als solche, die jedesmal einen tierisch stichelnden und stänkernden Unterton haben!!


    Ja, mich interessieren die Fragen und Infos zum RSC auch, aber ich hab zum Einen auch mal etwas Geduld und kann mir zum Anderen denken, das Patrick sicher auch einen Alltag und vielleicht auch eine Familie hat, wodurch er nicht JEDE freie Minute mit dem Thema beschäftigt sein will und kann.
    Ich drücke ihm und seinem Team weiter die Daumen, egal wie es ausgeht, hauptsache einige dieser themenfremden Sesselfurzer in Frankfurt bekommen mal mit, das es auch Gegenwind gibt.


    P.S.: Ich weiss, das es in Frankfurt durchaus auch Mitarbeiter gibt, mit denen man sehr sachlich und lösungsorientiert Diskutieren kann. Ist aber wohl leider die Ausnahme. Könnte z.B. noch ein paar Anekdoten zu unserem KFP erzählen, aber das Thema ist hier ein anderes.

  • Heute fiel keine Entscheidung in Frankfurt, das Urteil wird am 24. Mai verkündet.



    ......das Wichtigste vorweg :


    Am Donnerstag,den 24.Mai geht's weiter. Und damit auch jeder Zuschauer/Beteiligter locker den Gerichtssaal erreichen kann, wurde der Beginn der Verhandlung
    nicht auf 9 Uhr festgesetzt , sondern auf 10 Uhr. Und weil der Saal heute bis auf den letzten (oder vorletzten) Platz proppenvoll war, hat die Richterin statt Raum 389
    nun in die erste Etage eingeladen in den Raum römisch 1E ..." dort wo normalerweise Terroristen verurteilt werden und wo die vielen Zuschauer einen Platz finden"...


    (Ich schreibe gleich meinen Bericht vom heutigen Tagesverlauf und baue ihn anschließend hier ein. Bis gleich. Frank)



    Text:



    Vorwort : Bekanntermaßen bin ich eher ein Freund des stark reglementierten Rallyesports mit "gleichen Waffen" und trotzdem eher neutral, weil nicht selbst vom Gruppe "H"-Verbot betroffen. Warum dann heute der Ritt von 5.30 bis 15.30 nach Frankfurt und zurück inkl. anschließend leerem 60 Liter Dieseltank ?
    Wir (Rolf und der Verfasser) wollten mit eigenen Augen sehen, ob eine junge Privatperson überhaupt eine Kleine Chance gegen die finanziell potente deutsche Sportorganisation DMSB hat .



    Nach einer ewig langen Kontrolle am Eingang (.....den Gürtel müssen Sie aber auch noch ausziehen...) liefen wir quer durch das riesige Gebäude. Immerhin waren wir nun schon zu Dritt. Die Süd-Pfalz lieferte die Verstärkung. Am Saal 391 angekommen, fanden wir einen Aushang, wir mögen doch bitte in ein anderes Gebäude kommen. Die Folge: die Verhandlung war schon im Gange. Es wurde diskutiert, ob eine Serie für ein oder drei Jahre beantragt wird.


    Wir hatten am Anfang den Eindruck, dass dieser Termin ja heiter werden kann. Die absolut freundliche Richterin hatte nicht sooo viel Wissen über den Rallyesport.
    Aber das änderte sich relativ schnell durch gezielte Fragestellung und der Einsicht , dass sie sich Zeit nehmen müsse für das nicht ganz leichte Thema. Sie bat dafür um Verständnis und setzte am Ende der Verhandlung den nächsten Termin deshalb erst für den 24.Mai 2018 an.


    Der DMSB lässt die Gruppe H wegen (angeblich) nicht ausreichender Sicherheit auslaufen und der Kläger macht doch eigentlich genau da weiter.


    Die Frage, die sich dem Gericht stellt :
    -- Ist die Gruppe H berechtigter Weise eingestellt worden?
    -- Sind Gruppe H-Autos außerhalb von Rennstrecken tatsächlich gefährlicher (weshalb der DMSB diese Autos nur bei Rallyes verboten hat)?


    Der Kläger übergab dazu ein positives Gutachten vom 9.2.2017 an die Richterin und wurde vom Beklagten(DMSB) wegen der Verspätung gerügt.
    Evtl. müsse ein weiteres neutrales Gutachten die Frage klären, ob Gruppe H-Autos tatsächlich gefährliche Fahrzeuge sind oder gleich gefährlich sind wie z.B. Autos der Gruppe F mit ähnlichen Leistungsmerkmalen, die der DMSB weiter erlaubt .


    Was noch auffiel :
    Patrick Mohr hat diese für ihn sicherlich nicht einfache Verhandlung respektabel gemeistert. Sein Rechtsanwalt machte einen erstaunlich sachkundigen Eindruck.
    Der DMSB hat mit der (angeblich) super gefährlichen Gruppe H versucht, vor Gericht zu punkten.


    Ob das gelungen ist ?


    Die anwesenden Zuschauer sind sich da nicht sicher.....



    Aus Hannover grüßt


    Frank

    2 Mal editiert, zuletzt von Frank E. ()

  • Wer die Gruppe H mit der F vergleicht hat vom Reglement keine Ahnung. Das sind erhebliche Unterschiede. Eher muss man die H mit den R Klassen vergleichen. Weil die R sind moderne H Autos.

  • Vielen Dank für die Information von Frank Ehrhardt und Respekt für Deine (Eure) Reise von Hannover nach Frankfurt und wieder zurück.


    Lieber Fritz K.
    Ich glaube nicht, dass jemand die Gruppe H mit der Gruppe F vergleichen will.
    Es geht wohl eher darum, dass wieder einige wenige, ein Reglement soweit ausreizen, das die Gruppe F bald das gleiche Schicksal, wie das der Gruppe H erleiden wird.


    Grüße aus dem Sauerland

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    Wer die Gruppe H mit der F vergleicht hat vom Reglement keine Ahnung. Das sind erhebliche Unterschiede. Eher muss man die H mit den R Klassen vergleichen. Weil die R sind moderne H Autos.




    ....es geht dem Gericht um die Sicherheit der Gruppe H-Autos. Die Frage, die das Gericht noch (neutral) beantwortet haben will, steht oben in meinem Text. Bitte etwas sorgfältiger lesen...(Außerdem hatte der DMSB vorgetragen, die Gruppe F ersetzt die Gruppe H, die zu unsicher sei.)


    ....außerdem hat die Richterin ja im Gerichtssaal zugegeben, dass das kein leichtes Thema für sie ist und sie deshalb etwas mehr Zeit braucht, um der Sache voll gerecht zu werden (steht auch im Text).


    Der Richterin vorzuwerfen, Sie habe keine Ahnung, ist nicht angebracht.


    Aus Hannover grüßt


    Frank Ehrhardt

  • Insgesamt lächerlich die Nummer für vielleicht 10-15 Autos bundesweit, das Potential wurde ja nie benannt. Die kümmerliche Szene wird nicht besser wenn man sie immer weiter teilt.

    - FIA Women in Motorsport -

  • Hallo Patrick,
    jetzt musst du doch etwas Aufklärungsarbeit für mich betreiben und korrigiere mich wenn ich wo falsch liege!
    Beim Gerichtstermin ging oder geht es doch um die "Serie" RSC, die bei DMSB-Veranstaltungen mit laufen sollte und teilweise eigene Reglements vor sah, damit z.B. Gruppe H Autos wieder starten können.
    Nun ist aber ja der neue Verband RSC e.V. in Gründung, der dann selbst Veranstaltungen durchführt mit komplette eigenen bzw. angepassten Reglements usw.


    Hat dann das Gerichtsurteil - egal wie es ausfällt - überhaupt noch Auswirkungen auf die aktuellen Planungen? Bzw. wäre es dann z.B. denkbar, wenn das Urteil für euch Positiv ausgeht, dass der Supercup bei den DMSB Veranstaltungen mitfährt und der RSC e.V. wieder fallen gelassen wird oder soll dann ggf. beides nebeneinander laufen, sprich eigene RSC Veranstaltungen und parallel dazu DMSB Veranstaltungen mit Wertung für den Supercup?


    Gruß Franz.



    Hallo Franz,


    vielleicht beantwortet diese Situation aus dem Gerichtssaal ein klein wenig Deine Frage :


    Irgendwann nach ca. 20 Minuten konfrontierte der DMSB die Richterin mit einem ca. 30 Blatt starkem Schriftstück: der neuen RSC-Satzung


    Gern dürfe die Gruppe H im RSC starten. Nur im DMSB aus Sicherheitsgründen nicht mehr.


    Außerdem trug sie vor, dass Gruppe H-Autos ja nicht mehr durch den TÜV kommen, weil der DMSB zusammen mit dem Verkehrsministerium einen sogenannten
    KFP verbindlich eingeführt hat. Diesen KFP erhalten Gruppe H-Autos nicht . Ein Zuschauer meinte trocken : " Das sind ja Mafia-Methoden " (Guter Vergleich)


    ------ Jetzt habe ich Antwort auf meine Frage : "Wozu braucht es denn den KFP ??" ---- : Damit die Gruppe H "ausgebremst werden kann ! -------



    Jetzt ist es auch mein Wunsch : V E R T R A G T .. E U C H !!!!



    Es grüßt


    Frank

  • [MENTION=8986]kroschi[/MENTION] Auf diese Antwort habe ich gewartet. War mir völlig klar das die kommt. Es ist ein Reglement vorgegeben. Ich nütze es aus. Genauso wie viele andere auch. Egal ob in den R Klassen oder Gruppe G oder sonst wo. jeder nützt es aus so weit wie möglich. Und daran ist nichts falsch sondern völlig normal. Also mal schön die Bälle flach halten.
    Ausserdem wollte ich nur erklären das zwischen H und F ein himmelweiter Unterschied ist. Nicht mehr und nicht weniger.

  • Mich würde interessieren wie der DMSB begründet das ein sauber aufgebautes H-Fahrzeug mit 200 Ps ,gefährlicher ist,wie ein zusammen gebasteltes F-Auto mit 230 Ps.

  • @ frank ganz vergessen. Ich habe nicht der Richterin unterstellt sie hat keine Ahnung. Sondern den Leuten die die F mit der H vergleichen!!!

  • Zu Fritz K. Aussage möchte ich hinzufügen, dass die jenigen die ständig nur auf der Gruppe H rumreiten - und das völlig unabhängig von den Geschehnissen im Gerichtsaal - ebenfalls keine Ahnung haben.
    Selbst der in der Szene völlig unbekannte, jahrelang Gruppe H fahrende "Fritz K." hat die Zeichen erkannt und fährt jetzt Gruppe F, im Gegensatz zu denen die an der H festhalten, die fahren nämlich im Moment nicht. Meine Befürchtung ist auch, dass demnächst jemand eine Gruppe für Pferdefuhrwerke in den Klassen 2 bis 16 spännig haben will - vielleicht ist man damit in grauen vorzeiten auchmal auf Bestzeit gefahren. Leid tut es mir natürlich für die Hand voll tollen Gruppe H Autos, die Veranstaltungen bereichert haben (Koch, Rausch usw...). Wenn ich aber auf Bildern der Ostalb sehe, dass offensichtlich neue Gruppe H Autos aufgebaut werden (zumindest habe ich dieses Auto noch nie vorher wo fahren sehen) um Gruppe H Werbung zu betreiben, dann frage ich mich schon, ober der Fehler beim DMSB oder am aktiven liegt.


    Zur Aussage von kroschi mit dem "Reglement ausreizen" - hier liegt ja der "Fehler" wenn dann am Reglement, und nicht an dem ders ausreizt...


    Der Rest mit der Sicherheit ist natürlich auch Unfug, da ein ordentlich gemachtes Gruppe H Auto genau so sicher oder unsicher ist wie ein vergleichbares Gruppe F oder G Auto. Das Problem ist wenn dann simpel und einfach das Gruppe H Reglement - und hier hätte sich einfach seit Jahren ein Gruppe H Rallye Reglement ausgeglieder gehört und dann wären wir, wie Fritz schon sagt, relativ nahe an den R-Klassen oder CTC-Kitcar. Aber jemand mit etwas KFZ-Ahnung und keinen Motorsport vorkenntnissen wird dir beim Durchlesen des Gruppe H-Reglements sagen, dass das mit Straßenzulassung nicht viel zu tun haben kann.


    Zu Brainiac und bernd bleifuß, ich bin auch absolut überzeugt, das maximalst 10-15 Gruppe H Autos in Sulzdorf fahren werden, die die Veranstaltung bereichern (gut, mehr waren es eigentlich zu DMSB Gruppe H-Zeiten auch kaum...).
    Denn ob ein EVO mit 33er oder 34er Airrestrictor fährt, macht auf der Uhr nicht viel und für den Zuschauer überhaupt nichts aus, ein Golf, Kadett oder was weiß ich der nur wegen GFK-Kotflügeln und Macrolonscheiben an den vorderen Türen in der H fährt, bringt auch nichts, solange keine Kitcartechnik unter der Haube ist - und damit könnte man dann schon fast wieder CTC fahren...
    Blieben nur die C-Kadett, Asconas usw. übrig - wobei ich da dann wieder irgendwie an die nicht H-Autos alla Gromöller 400er oder Berlandy 16V Coupe denken muss - hier lass ich aber mal die ausufernden Kosten als Gegenargument zählen.


    Und zum KFP will ich nur sagen, die Einführung hätte man ganz sicher besser lösen können, aber wenn ich an die Komplettabnahme meines neuen Golf denke könnte ich heute den DMSB noch auf Knieen danken.


    Den großen Vorteil den ich im RSC sehe ist der, dass man einfach wieder näher an der Basis ist, sprich einfach nen guten Draht zu den "Helden national" hat, sprich kurze Wege, weniger Bürokratie bei diversen Entscheidungen usw. und die Reglements einfach besser auf den "Clubsportbereich" (R35, R70 usw.) abgestimmt werden können (Max. Zeiten, Strafen, usw.). Darüber spricht aber komischer weise keiner, anstelle dessen reitet jeder auf der Gruppe H herum - womit wir wieder am Anfang meiner Ausführung wären.

  • @ frank ganz vergessen. Ich habe nicht der Richterin unterstellt sie hat keine Ahnung. Sondern den Leuten die die F mit der H vergleichen!!!




    Es vergleichen keine Leute H mit F. Das soll wohl noch ein Sachverständiger bis Mitte Mai tun.


    Das Gericht möchte klären, ob es stimmt, was der DMSB sagt. Der DMSB sagt, die Gruppe H ist gefährlich und wurde durch die "F" ersetzt.
    Im Umkehrschluß bedeutet dass, das der grüne "Koch-Kadett" höchst unsicher und der gelbe "Köhler-BMW" bomben-sicher ist.


    Vorschlag: einfach dem vom Gericht bestellten Sachverständigen den grünen Kadett und den gelben BMW vorstellen.


    Wenn wirklich so ein Vergleich gezogen wird, dann hat (meiner Meinung nach) der DMSB seinen Unsicherheits-Vortrag "vergeigt".
    Aber ich bin nicht der Richter im Verfahren.


    Deshalb wird es möglicherweise Ende Mai noch richtig spannend im großen Saal römisch 1 im EG ("...in dem sonst Terroristen verurteilt werden....").


    Es grüßt


    Frank




    P.S.
    .....oder besser : der DMSB/ADAC springt gleich nächste Woche über seinen sehr langen Schatten und legalisiert die noch vorhandenen Gruppe H-Autos (per Bestandsschutz) und stiftet für die Grabfeld-Rallye 300 Liter bayrisches Frei- Bier.
    Damit kann dann der Ärger gut hinunter gespült werden, bis sich wieder Frohsinn einstellt.


    Aber wie ich zumindest den ADAC kenne, werden die dafür sorgen, dass das so schnell nicht passiert....

    Einmal editiert, zuletzt von Frank E. ()

  • @ bernd bleifuss, dein Vergleich mit dem DFB ist nicht schlecht.


    Aber glaubt wirklich einer, der FC Bayern oder seine Fans würden sich das gefallen lassen ? Ich glaube nicht.


    Die Gruppe H hat sich das gefallen lassen.


    Stimmt, einer nicht. Patrik Mohr kämpft immer noch und das, so wie wir aktuell hören, macht er das nicht schlecht.


    Aber geht es denn in Wirklichkeit noch um die Gruppe H ? Oder geht es nicht auch um jede andere Gruppe, die in Zukunft einfach abgeschafft werden kann.


    Noch so eine Nummer wie KFP und Gruppe H Verbot und der nationale Rallyesport ist Geschichte.


    Grüße aus dem Sauerland

  • Negra16V.Es waren 2016,über 50 H Autos in Grabfeld am Start.


    Stimmt, genau genommen waren es sogar 67.
    Die Krux ist aber, von diesen 67 Autos finde ich gut 40 Autos die entweder schon umgebaut haben, noch am umbauen sind, oder einfach ein anderes Auto haben, oder problemlos Umbauen könnten (EVO´s, oder Autos an denens nur Kleinigkeiten sind)
    Bei folgenden Namen bin ich mir mehr oder weniger sicher:
    Ramonat, Schuhej, Reindl, Schlinck, Göttig, Koch (evo), Macht, Honke, Grünwald, Nörenberg, Hahn, Moufang, Ehret, Schmitt, Kurz, Kohler, Apel, Limpert, Stock, Kiehm, Hodel, Huber, Jungwirth, Pracht, Knof, Weidl, Kreuter, Kastl, Hafner, Hasselwander, Lorenz, Meinzer, Scheller, Baumgart, Hornfeck, Röger, Wiederroder, Madl.


    Bleiben noch ca. 27 Übrig, daraus sehe ich aber nur 10 Autos, die wirklich nur schwer oder unmöglich umzubauen wären oder besonders erhaltenswert sind.
    Bleiben nochmal ca. 17 Rest, wo ich jetzt nicht wirklich ein Bild vor Augen habe, ich möchte aber vermuten, dass wenn diesen Topf 50:50 Aufteilt in Leute, die sicher eh besser mal was neues besorgen sollten oder mit vertretbarem umbauen könnten und in Leute die auch noch zu den edlen H-Autos zählen, so komme ich in Summe mit den oberen 10 auf ca. 19 Gruppe H Autos bei 180 Startern, also 10% die fehlen...
    Und dafür so ein Aufriss?!?

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