Nenngelder zu niedrig in Deutschland

  • Mal aus aktuellem Anlass - es wird ja gerne über Sicherheit diskutiert und sowohl Veranstalter als auch Verbände kritisiert.


    In der Realität gibt es wenige bis kaum noch Veranstaltungen die nicht ohne Fördergelder von einem der Dachverberbände halbwegs kostendeckend arbeiten. Gleichzeitig fordert man natürlich gerne maximale Sicherheit für Zuschauer und Aktive. Inzwischen werden die Streckenposten an den WP´s immer weniger und immer mehr Veranstaltungen kommen ins Straucheln - müssen am Ende abgesagt werden.


    Ich hoffe, dass der zukünftige FA Rallye sich auch dafür stark macht und den FA Veranstalter dahingehend unterstützt, dass die Nenngelder in Deutschland endlich steigen. Rallyefahren ist in diesem Land viel zu günstig im weltweiten Vergleich bei gleichzeitig maximalen Auflagen für Veranstalter.


    Wie sehen andere das Thema?


    Sicherheit kostet Geld. Ich wäre für eine Verdreifachung des Nenngeldes bei allen Veranstaltungen in Deutschland. Eine DRM Saison kostet gerade einmal 4000 Euro an Nenngeld. Das ist in keinem Verhältnis zum Aufwand für Veranstalter.


    Beispiel: bei der in Kürze anstehenden Südschweden Rallye liegt das Nenngeld bei über 900 Euro mit Veranstalterwerbung. Also doppelt so hoch wie bei einem deutschen RM Lauf. Und das im eher gering besiedelten Schweden, wo noch dazu auch Sportwarte durchaus höher für Ihren persönlichen Einsatz belohnt werden als hier.

    Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage?

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  • Dank KFP und Rückgang der Starterzahlen bis zu über 40%, werden sich die meisten Veranstalter gezwungen sehen die Nenngelder deutlich zu erhöhen. Oder es ganz zu lassen....
    Es wird sich von selbst regeln....


  • Auf deutsch gesagt - du willst den Rallyesport abschaffen? Selten so einen Blödsinn gelesen..klar muss alles finanziert werden, aber wenn ich mal so drüber nachdenke, ich fahre im durchschnitt pro Jahr 6 Veranstaltungen, das sind dieses Jahr 3-4 35er, 1 70er und 2 DRM-Läufe. Das sind mal eben 2000€ nur Nenngelder, da ist noch kein Cent der sonstigen Aufwendungen dabei, und da bin ich nur CO! Also ich kann wirklich nicht sagen, dass ich schlecht verdiene, aber bei einer verdreifachung des Nenngeldes hätte ich definitiv sofort nen Satz Klamotten zu verkaufen.

    Darf ich das?

  • In D ist Rallyesport außerdem Randsportart! Das muss jedem klar sein.
    Es fängt bei der Frage nach lokalen Sponsoren an, geht über die Genehmigungen, die auch immer schwerer werden, bis zur Frage, wer sich den Einstieg/die Weiterführung im Rallyesport unter den Rahmenbedingungen überhaupt noch antut.
    Eine Erhöhung der Startgelder, wäre für Veranstalter sicherlich hilfreich, doch stünde die sinkende Bereitschaft teilzunehmen und der Bekanntheitsgrad unseres Sportes dem. entgegen, glaub ich.
    Im benachbarten Ausland ist halt die Toleranz oder die Interessenverteilung für Sportveranstaltungen ungleich anders.
    Wir haben auch nicht die Toleranz der Politik auf unserer Seite, leider.
    Deswegen, und wegen dem oben genannten, sehe ich dunkelgrau für den Vorschlag von 2.0 , auch wenn die Veranstalter von Rallyes jeden Euro gut gebrauchen könnten

  • Moin, bei weiter steigenden Nenngeldern sehe ich auch ein Ende des Rallyesportes für den "Normalverdiener". Für diesen wird es jetzt schon zunehmend schwerer dieses Hobby finanziell zu stemmen. Es gibt ja neben Nenngeldern, KFP und Ersatzteilekosten noch andere Kosten, die steigen. Thema Werkstatt. Besonders in Ballungszentren wird es immer schwerer und vor allem teurer eine Hobbywerkstatt zu haben.


    MfG René (Beifahrer)

  • Dank KFP und Rückgang der Starterzahlen bis zu über 40%, werden sich die meisten Veranstalter gezwungen sehen die Nenngelder deutlich zu erhöhen. Oder es ganz zu lassen....
    Es wird sich von selbst regeln....


    Das ist ja derzeit gerade das Thema, dass überall Starterschwund zu verzeichnen ist. Die Kosten laufen aus dem Ruder und in Relation zu den aktuellen Zahlen des Teilnehmerschwundes gibt es zu viele Veranstaltungen.


    Auf deutsch gesagt - du willst den Rallyesport abschaffen? Selten so einen Blödsinn gelesen..klar muss alles finanziert werden, aber wenn ich mal so drüber nachdenke, ich fahre im durchschnitt pro Jahr 6 Veranstaltungen, das sind dieses Jahr 3-4 35er, 1 70er und 2 DRM-Läufe. Das sind mal eben 2000€ nur Nenngelder, da ist noch kein Cent der sonstigen Aufwendungen dabei, und da bin ich nur CO! Also ich kann wirklich nicht sagen, dass ich schlecht verdiene, aber bei einer verdreifachung des Nenngeldes hätte ich definitiv sofort nen Satz Klamotten zu verkaufen.


    Natürlich könnte es spontan so sehen. Doch keine Angst. Ich möchte den Rallyesport keinesfalls abschaffen. Nur müssen sich die Aktiven langsam ernsthaft Gedanken machen, welchen Beitrag jeder leisten kann, um den Sport zu sichern. Auch wenn es dem ein ooder anderen mehr weh tut als dem anderen - an Erhöhungen des Nenngeldes wird kein Weg zukünftig vorbeiführen. Und das ist dann eher auch ein Beitrag zum Sichern des Sportes, anstatt dem abschaffen.


    Moin, bei weiter steigenden Nenngeldern sehe ich auch ein Ende des Rallyesportes für den "Normalverdiener". Für diesen wird es jetzt schon zunehmend schwerer dieses Hobby finanziell zu stemmen. Es gibt ja neben Nenngeldern, KFP und Ersatzteilekosten noch andere Kosten, die steigen. Thema Werkstatt. Besonders in Ballungszentren wird es immer schwerer und vor allem teurer eine Hobbywerkstatt zu haben.


    MfG René (Beifahrer)


    Sind wir doch ehrlich zueinander: den Sport kann man als Normalverdiener doch ohnehin nur noch mit extrem hohen Verzicht, hoffentlich zwei drei gut gestimmten Partnern und einem Arbeitgeber der das Spiel mitmacht, bewältigen. Aber was hilft es, wenn es zukünftig keine Veranstaltungen mehr gibt, weil immer mehr Vereine nicht nur übermüdet in Bezug zu Personal, sondern auch finanziell überlastet, weil nach jeder Rallye draufgelegt werden muss.


    Zu dem Thema Hobbywerkstatt hatte ich erst kürzlich ein interessantes Gespräch mit jemandem von der Finanzbehörde der durchaus dem Sport positiv gegenübersteht. Er sagte zu mir: "die sinkenden Starterzahlen sind für ihn Beleg, dass es halt immer schwerer wird mit Schwarzarbeit das Hobby zu finanzieren".

    Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage?


  • Leider habe ich noch nicht herausgefunden, in welchem Paralell - Universum du lebst, aber was du hier schreibst ist Schwachsinn, ausser in einem Punkt, das mit den Streckposten und den strauchelnden Veranstaltern.


    Schau dir doch mal eine DRM Lauf an, der ca. 120 WP km hat und zum Vergleich eine Rallye in Scandinavien, wo es eben mal 200 - 250 WP km sind. Und die schaffen es sogar ohne Rundkurse, da sind solche Summen sogar gerechtfertigt, finde ich jedenfalls.


    In D müssen die Veranstalter ja leider immer mehr RK`s nehmen, da diese keine anderen Strecken mehr genehmigt bekommen. (nur mal so zu deinem Satz : Sicherheit usw.)
    Sicherheit sollte klar im Vordergrund stehen, ABER für alle Beteiligten zu gleichen Teilen, wobei es für die Team`s eh schon mehr ist, als für die Zuschauer.
    Beim Thema Zuschauer...... alt bekanntes Problem.... "WENN ES EINTRITT KOSTET, GEH ICH NICHT HIN".... mimimimi


    Und die Dachverbände sacken eh genügend Gelder ihrer Mitglieder ein, also sollen diese dann schon auch mal etwas wieder locker machen.....ABER da muss ja erst mal die ganze Wasserkopfabteilung bezahlt werden, bevor man wieder etwas für seine ZAHLENDEN Mitglieder ausgibt.


    Und eins noch......der neue FA wird ja leider nur von einem, respektiv zwei gewählten "UNTERSTÜZT" und ist in beratender Funktion und nicht in ENTSCHEIDENDER. Das machen dann wieder andere unter sich aus. Wen ich da meine muss ich ja nicht erwähnen, weiss ja jeder.


    So nun kennst du meine Meinung

    fährste Quer....dann haste mehr......:p
    Spass ist, wenn man nach der Rallye die Fliegen von der Seitenscheibe kratzt:rolleyes:


  • Kurzer Tipp des Tages mein Werter, versuche es mal mit Haltung. Anders gesagt, persönlich würde ich dir im wahren Leben jetzt "Schwätzer" sagen.


    Die Rallye Südschweden hat exakt 152 WP KM bei 910 Euro Nenngeld. Macht mal eben 5,98 pro WP Kilometer. Die Rallye Vogelsberg hat 490 Euro Nenngeld bei 134 WP Km. Macht dann 3,65 Euro pro WP Kilometer.


    Übrigens, wann bist du das letzte Mal eine schwedische Rallye gefahren? Rundkurs? Kein Problem. Häufiger. In der Stadt, im Industriegebiet, durch große Hofanlagen - alles dabei. Wer noch immer glaubt, dass man in Skandinavien noch immer ausschließlich 5te Welle über den Schotter quer durch den Wald fliegt, der lebt fern der Realität. Hier oben sind die gleichen Probleme wie woanders auch und die Zeiten, in denen man jeden Schotterpfad genehmigt bekommt sind sehr lange vorbei.


    Und ein Aktiver der meint, dass der Zuschauer für die ganz spezielle Show die er bietet auch Eintritt zahlen müsste ... nun, was ist an deiner Show die du dem Rallyefan bietest so besonders wertvoll? Miniminimini ;-)

    Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage?


  • Danke für den Tipp, werde ihn beherzigen.
    Da du mehr Informationen aus Skandinavien hast wie ich, muss/werde ich es natürlich anerkennen.
    Allerdings was das mit mir als aktiver, Show und Eintritt zu tun hat, erschliesst sich mir nicht mit deiner Aussage.
    Vermutlich hast du das falsch verstanden, oder ich mich nicht gewählt ausgedrückt. Wollte damit sagen, dass für viele Veranstalter ein gewisser "Eintritt", eine finanzielle Hilfe darstellen würde. Aber wenn man manchmal hört und liest, dass 5€ für`s Zuschauen zuviel sind, dann frage ich mich eben schon, warum die Veranstalter sich überhaupt noch die arbeit machen, wenn sie das nicht machen sollen/dürfen.

    fährste Quer....dann haste mehr......:p
    Spass ist, wenn man nach der Rallye die Fliegen von der Seitenscheibe kratzt:rolleyes:

  • Allerdings was das mit mir als aktiver, Show und Eintritt zu tun hat, erschliesst sich mir nicht mit deiner Aussage.
    Vermutlich hast du das falsch verstanden, oder ich mich nicht gewählt ausgedrückt. Wollte damit sagen, dass für viele Veranstalter ein gewisser "Eintritt", eine finanzielle Hilfe darstellen würde. Aber wenn man manchmal hört und liest, dass 5€ für`s Zuschauen zuviel sind, dann frage ich mich eben schon, warum die Veranstalter sich überhaupt noch die arbeit machen, wenn sie das nicht machen sollen/dürfen.


    Das ist ein ganz anderer Punkt und da bin ich auch komplett deiner Meinung. Ich hatte das anders verstanden. Schwamm drüber. In der Tat müssten die Zuschauer auch durchaus mehr eingebunden werden. Aber dann nehme ich das Beispiel Vogelsberg noch einmal. Wenn ich gesehen habe, wie viele sich heimlich durch die Büsche am Sägewerk geschlagen haben, nur um sich die paar Münzen zu sparen - ja, das gehört unterbunden. Da gehen vielen Veranstaltern Einnahmen verloren. Aber es gibt das akute Personalproblem. Und die Veranstalter sind doch ohnehin um jeden Helfer froh, der irgendwie mitmacht. Ich denke nur, wenn man den Veranstaltern etwas unter die Arme greifen würde und die Nenngelder etwas steigen, dann ist auch etwas mehr Spielraum gegeben, damit es mit zusätzlichem Personal zum einen etwas sicherer und vielleicht auch wieder gewinnbringender wird.


    Aber auch dazu kann ich als jemand sagen, der recht viel im Ausland unterwegs ist/war, dann ich Veranstaltungen und Nationen kenne, wo in der Tat mit größerem Selbstverständnis seitens der Zuschauer die Veranstalter unterstützt werden.

    Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage?

  • Ich würde keinen Eintritt verlangen da das Kontrollieren und Kassieren an den Prüfungen faktisch unmöglich ist und noch mehr Personal fordern würde das sowieso nicht zur Verfügung steht . Da ist bei Ausgewiesenen Zuschauerpunkten mit Verpflegungsstand mehr Geld verdient.


    Wieso hat man immer weniger Streckenposten ? Alle 3 Jahre eine Schulung und dafür noch 5 Euro bezahlen ? Von den Veranstaltern und noch schlimmer den Teilnehmern meist nicht sehr gewertschätzt werden.
    Geld verlangt sowieso kein Motorsportbegeisterter Posten ,aber eine Brotzeit und Trinken sollte jeder bekommen. Wer zahlt schon gerne drauf um sich den ganzen Tag für andere den A**** aufzureissen und sich noch von Zuschauern und Teilnehmern dumm anreden zu lassen.

  • Völlig richtig. So meine ich es ja auch. Zusätzliches Personal ist das Hauptproblem für die Veranstalter. Und es gibt nahezu kein Veranstalter mehr, der nicht Personalprobleme hätte. Also muss man sich vielleicht am Ende auch einmal die Frage stellen, wie man es wieder schafft, dass die Veranstaltungen die es gibt, zum einen genügend Personal haben, zum anderen stabil finanziert sind und gleichzeitig für alle Beteiligten das Risiko maximal verringert.


    Zum einen muss der Stellenwert der Sportwarte angehoben werden und zum anderen muss man in der Tat langsam drüber nachdenken, ob nicht weniger Veranstaltungen eine Lösung sind. Regional betrachtet stehen bei allen Rallye 35 fast die gleichen Leute an der Strecke. Jedem Einzelnen muss man sehr dankbar sein dafür. Das macht aber auch die Leute müde und überlastet sie. Schließlich hat jeder noch ein Privatleben bei aller Liebe zum Sport. Aber mit z.B. einem höheren Nenngeld bei Rallyes wäre es auch möglich, dass Veranstalter wieder etwas mehr Luft haben Anreize für Streckenposten zu schaffen (Reisekostenübernahme, geringe Tagespauschale, Ausstattung und Ausbildung).


    Ich kenne nationale Veranstaltungen, die finden mit einer Gesamtzahl von knapp 40 Streckenposten bei 3 unterschiedlichen WP´s statt. Da steht halt dann auch kein Posten mehr ansatzweise in Sicht- oder Rufweite zueinander.


    Vielleicht muss man auch das Bewusstsein dafür schärfen, dass Sportwarte mit dem eigenen Auto und auf eigene Kosten anreisen, sich stundenlang bei Wind und Wetter in die Prärie stellen und dann dazu schlecht ausgestattet sind und im Fall der Fälle noch einen überbekommen (siehe Vorfall aus dem nordwestlichen Deutschland nach schwerem Unfall). Vielleicht auch einmal entsprechende Versicherungen für Sportwarte, damit diese wenigstens in Streitfällen kostenfreie anwaltliche Hilfe bekommen können)


    Dann muss man die sinkenden Starterzahlen, die Gebühren für Genehmigungen usw. einberechnen. Die Teilnehmer werden weniger und die Gebühren steigen. Und gleichzeitig schreit es von allen Seiten nach mehr Sicherheit und nach besserer Organisation.


    Am Ende sitzen doch alle im gleichen Boot und nur wenn JEDER bereit ist über seinen Einsatz nachzudenken und den Gegebenheiten anzupassen, können einige wenige Veranstaltungen überleben. Und für den Sport ist es auch besser, wenn es wenige gut organisierte und ausgestattete Rallyes gibt, als in jeder Region drei wenig gute. Daher bin ich für eine Erhöhung / Anpassung an international übliche Nenngelder. Mein Vorschlag - als Beispiel:


    Rallyesprint pro WP KM = 5,00 Euro
    Rallye 35 pro WP KM = 6,00 Euro
    Rallye 70 pro WP KM = 6,50 Euro
    Rallye A pro WP KM = 7,00 Euro


    Klar tut das weh, aber der wohl einzige Weg das der Sport noch länger ausgeübt werden kann und gleichzeitig die Möglichkeit in zum einen bessere Ausbildung von Sportwarten und vor allem Ausstattung von Veranstaltern zu investieren.

    Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage?

  • https://forum.rallye-magazin.d…ren-forumsbeitra-gen.html


    Aha, schöner Vorschlag.


    Es gab da mal eine R35 bzw. damals R200 namens Gollert, die hatte so um die 23 km auf 3 S/Z WP. Anspruch sehr hoch bei so ziemlich keinem Geradenanteil. Diesem Konzept gestehst Du 140 Euro zu. Hab ich ne R35 mit 35 WP-km mit hohem Geradenanteil und vielleicht noch zwei Rundkursen gestehst Du 210 Euro zu. Ist schon sehr limitiert dieser Vorschlag. Vielleicht denkt man auch mal über Profi/Semi/Privatier Nenngelder nach. Klar wird das definieren wer was ist sicher schwer bis unmöglich. Praxisbeispiele sind aber in der WM zu finden. Warum sollte z.B. Skoda D nicht einen erhöhten Beitrag leisten? Es gibt Cups die gerüchteweise keine 100% Nenngeldanteil zahlen, sollte das so sein kann man hier direkt eingreifen. Systeme wie das Rallye Safe könnten bei Nutzung aller Funktionen auch ins Spiel kommen.


    Aber im Grunde haben mir solche Vorschläge generell noch gefehlt, bei Maßnahmen zur Starterzahlreduzierung freundlich nicken, bei der Reduzierung der Rallyes freundlich nicken und den Verbleibenden Enthusiasten dann auch noch offensichtlich mit einem Aufruf zur Verteuerung an die Karre fahren. Die mit Herzblut sollen halt eliminiert werden und eine schöne glatte Elite zurückbleiben. Widerlich! Kann man bitte solche Tendenzen nicht in angesagten Sportarten durchziehen und Randsportarten einfach in Ruhe lassen? Randgruppen haben eh mit ausreichend Problemen zu kämpfen, da braucht es kein Heuschreckenmanagement welches nur Scherben zurücklässt.

    ***...da geht noch was...***

  • Kosten höher -> Nennungen runter.


    Das hat man bei der Unterwäsche gesehen, beim Hans mit den neuen Helmen, jetzt beim KFP.


    Wenn R35 mit 10 Teilnehmern interessant sind, kann man das Nenngeld erhöhen.


    Wenn der Sport erhalten bleiben soll brauchen wir aber mehr Teilnehmer, die Nenngeld bezahlen. Wir müssen dafür sorgen, dass der Sport günstiger wird und nicht teurer.

  • Die genannten Zahlen sind als "Grundorientierung" und als "konstruktiver" Vorschlag zu sehen und nicht als "verbindliche" Vorgabe.


    Und das "Geiz ist geil" in Deutschland noch immer nicht ausgestorben ist, merkt man tagtäglich im normalen Leben. Und das macht auch vor dem lieben Hobby nicht halt. Wir haben aktuell über 100 Rallyeveranstaltungen in Deutschland pro Jahr. Dabei fallen meist der Januar, der Februar, der November und Dezember weg. In manchen Regionen können Aktive im Umkreis von 150 km um den Wortort innerhalb von einem Monat 6 Rallyes fahren. Schaut man sich die Starterzahlen an, dann pendelt es sich aktuell im Rallye 35 Bereich bei knapp über 60 ein. Und das dann mit im Schnitt sagen wir 150 Euro Nenngeld. Bedeutet kurz um: der Veranstalter tätigt Einnahmen seitens der Teilnehmer von unter 10000 Euro.


    Stellen wir mal gegenüber was man erwartet:


    ein sauberes Rallyezentrum, genügend Parkplätze, tolle Wertungsprüfungen mit anspruchsvollen Strecken - gerne auch einmal einige nicht asphaltierte Wege fernab der Landstrassen, dazu natürlich ausreichend Helfer und Personal - es muss ja alles mit Qualität abgewickelt sein, denn wehe ein Veranstalter hat mal ein "leichtes" Orgaproblem, dann wird er natürlich im Forum auch zerrissen. Die Aktiven erwarten natürlich, dass ausreichend Streckenposten vor Ort sind, die Zuschauer in Sicherheit und wehe der Serviceplatz hat eine zu grobe Körnung an Schotter als Untergrund. Die Fans erwarten einen top Infoservice, eine absolut aktuelle Homepage, kostenlose Programmhefte zum download, ausgewiesene Parkplätze direkt am Zuschauerpunkt und kostenfreien Eintritt. Vielleicht sollte man manchem Rallyefan sogar noch eine kostenlose Bratwurst an der WP servieren.


    Dem steht gegenüber eine Vielzahl an Aktiven, die teilweise mit Autos zu einer R35 kommen, deren Revisions- und Einsatzkosten über das Jahr gerechnet bei +/- etwas um die 75 Euro pro WP Km liegen - sprich eine R35 kostet ohne Anreise und Nenngeld schon alleine über 2500 Euro.


    Was ist also die Lösung, wenn nicht eine Steigerung des Nenngeldes? Eine Verringerung der Veranstaltungen? Mit den aktuellen Einnahmen wird langfristig kein Veranstalter überleben.

    Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage?

  • Ich hoffe, dass der zukünftige FA Rallye sich auch dafür stark macht und den FA Veranstalter dahingehend unterstützt, dass die Nenngelder in Deutschland endlich steigen. Rallyefahren ist in diesem Land viel zu günstig im weltweiten Vergleich bei gleichzeitig maximalen Auflagen für Veranstalter.



    Ich wäre für eine Verdreifachung des Nenngeldes bei allen Veranstaltungen in Deutschland. Eine DRM Saison kostet gerade einmal 4000 Euro an Nenngeld.


    Ganz ehrlich: Mich regt es schon auf, dass so ein Vorschlag überhaupt diskutiert wird. Geht´s noch? Das hat nicht ansatzweise etwas mit einem konstruktiven Vorschlag zu tun, das ist geht meiner Meinung nach eher in Richtung Frechheit.


    Ich sehe es eher so, wie MLo geschrieben hat, es wird sich von selbst regeln. Verdreifachung des Nenngeldes - wer sollte das bezahlen?


    Der Gedankengang ist schon mal grundsätzlich verkehrt. Die Frage müsste eher heissen: Wie kann man den ganzen Kram wieder günstiger gestalten, sodass sich mehr Teams Rallye wieder erlauben können? Es ist ja etwas passiert, dass die Starterfelder nun kleiner geworden sind. Aber die wenig Verbliebenen nun endgültig in den Ruin schicken zu wollen, ist in meiner Sicht eine absolute Unverschämtheit. Wie kann man nur solche Gedanken kreieren? Boah ey, ich krieg echt eine Krawatte.


    Die Nenngelder steigen ja bereits. Und wenn ein Veranstalter dann noch nicht finanziell zurecht kommt, werden die Nenngelder nochmal um 10 oder 20 Euro steigen. (DMSB sei Dank ... .) Dafür hat sicher jeder Verständnis, wir halten ja zusammen. Aber generell sowas zu fordern, geht auf keine Kuhhaut.


    Mein Vorschlag: Wenn du die finanziellen Möglichkeiten hast (ich hab sie leider nicht), dann unterstütze damit Veranstaltungen, die dir am Herzen liegen. Drücke meinetwegen jedem Streckenposten oder Sportwart einen Zwanziger in die Hand, das käme sicher gut an und dient der Sache. Ich versuche Veranstaltungen durch gelegentliche Starts zu unterstützen. Ähnlich wie viele andere, kann ich nicht für eine komplette Saison aus dem Vollen schöpfen.

  • [MENTION=798]Michael S.[/MENTION]: Da bin ich komplett deiner Meinung. Einer moderaten Anhebung des Nenngeldes würde ich sogar noch zustimmen, aber was hier so als gut gemeinter Vorschlag verbreitet wird, da fällt mir nix mehr ein.


    Wie wärs, wenn man mal an den Ursachen des Starterzahlen - Rückgangs arbeitet?


    Und wie kommt man auf 2500 Euro / Veranstaltung exklusive Anfahrt und Nenngeld? Das mag bei einigen wenigen stimmen, aber ganz sicher nicht für den Großteil der Aktiven im nationalen Bereich. Das ist doch völlig utopisch, oder bin ich jetzt so weit von der Realität weg?? Dann würd ich mir auf unsere bisherigen "Erfolge" ja richtig was einbilden können.

  • Ganz ehrlich: Mich regt es schon auf, dass so ein Vorschlag überhaupt diskutiert wird. Geht´s noch? Das hat nicht ansatzweise etwas mit einem konstruktiven Vorschlag zu tun, das ist geht meiner Meinung nach eher in Richtung Frechheit.


    Ich versuche Veranstaltungen durch gelegentliche Starts zu unterstützen. Ähnlich wie viele andere, kann ich nicht für eine komplette Saison aus dem Vollen schöpfen.


    Ok Michael, dann habe ich ja zumindest bewirkt, dass einmal darüber diskutiert wird und vielleicht der ein oder andere mal drüber nachdenkt, wie froh wir eigentlich sein können, dass es noch Veranstalter gibt, die sich so etwas an tun. Vielleicht sollte man einmal unterscheiden: es gibt Eventveranstalter die Geld verdienen wollen. Und es gibt Motorsportveranstalter die zumindest gerne kostendeckend wären. Letzters ist aber scheinbar noch nicht für jeden akzeptabel.


    Eine Anmerkung zu deiner Wortwahl, du unterstützt Veranstalter durch deine Teilnahme. Da frage ich mich wiederum: "geht´s eigentlich noch".


    Nehmen wir eine R35 eines kleinen Ortsclubs. Da investieren meist in den Vereinen 5 "positiv Bekloppte" monatelang jede freie Minute um eine Rallye zu organisieren. Natürlich sind alle Fahrten mit dem Privatauto und die Zeit die investiert wird lassen wir einmal unerwähnt. Diese 5 suchen sich etwas Zuspruch im Verein und Bekanntenkreis, damit am Ende 25 bis 30 Leute beisammen sind. Nun geht die Streckenpostensuche los. Am Ende sind es dann irgendwo zwischen 100 und 150 Leuten. Diese investieren alle freie Zeit, privates Geld, reisen auf eigene Kosten zu einer Rallye als Sportwart, stellen sich für ein Lunchpaket und wenn es gut läuft ein Helferfest einige Wochen später den ganzen Tag irgendwo hin und lassen sich anschließend im Forum denunzieren, dass sie ja alles falsch gemacht haben.


    Und jetzt kommst du und schreibst hier tatsächlich, dass DU eine Veranstaltung durch DEINE Teilnahme unterstützt? Sehe es einmal anders herum: es investieren zwischen 100 und 150 Leuten die eigene Zeit und das eigene Geld damit du für schlanke 150 Euro mal einen Tag lang über 35 Kilometer nach herzenslust angasen kannst. Die Wahrheit ist, dass jeder Aktive froh sein muss, dass es noch immer glücklicherweise einen ganzen Haufen freiwilliger gibt, die sich für den Sport in der Form einsetzen. Aber unterstützen tust du durch deine Teilnahme ganz sicher niemanden - dich jedoch sehr viele andere teils wildfremde Menschen.

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  • [MENTION=798]Michael S.[/MENTION]: Da bin ich komplett deiner Meinung. Einer moderaten Anhebung des Nenngeldes würde ich sogar noch zustimmen, aber was hier so als gut gemeinter Vorschlag verbreitet wird, da fällt mir nix mehr ein.


    Wie wärs, wenn man mal an den Ursachen des Starterzahlen - Rückgangs arbeitet?


    Und wie kommt man auf 2500 Euro / Veranstaltung exklusive Anfahrt und Nenngeld? Das mag bei einigen wenigen stimmen, aber ganz sicher nicht für den Großteil der Aktiven im nationalen Bereich. Das ist doch völlig utopisch, oder bin ich jetzt so weit von der Realität weg?? Dann würd ich mir auf unsere bisherigen "Erfolge" ja richtig was einbilden können.


    Was ist denn eine moderate Anhebung des Nenngeldes? Mein Vorschlag lag ja bei um die 200 Euro (je nach Kilometer) für eine Rallye35. Im Gegensatz zu jetzigen meist um die 150 Euro. Das ist also schon genug, dass manche Aktive eskalieren Emotional?


    Wie ich auf die 2500 Euro komme? Ganz einfach. Kalkuliere mal die Kosten für einen Lancer Evo und halte die Revisionsintervalle für Motor, Getriebe, Differenzial, etc. ein. Dann kalkuliere noch den sonstigen Verschleiß am Auto und das auf eine Saison. Wenn du dann 10 Rallye35 gefahren bist kannst du gerne einmal beim freundlichen kompetenten Rallyeservicepartner für solche Fahrzeuge anrufen und fragen, welche Kosten in etwa auf dich zukommen. Das teilst du dir dann mal durch die gefahrenen Kilometer herunter und schon bist du dort wo ich sagte.


    Natürlich ist das nicht das groß der Leute, aber fragen braucht man andere Aktive auch nicht. In dem Punkt hält sich nämlich jeder schön bedeckt. Die Realität ist aber, dass bei einer Rallye35 mehr Geld verbrannt wird, als man landläufig glaubt. Und daran ändert auch das Gr.H Verbot nichts.


    Über Ursachen für Starterzahlenrückgang kann und sollte man immer diskutieren. Aber aktuell wird ja meist ganz gerne die Schuld beim bösen DMSB und dem KFP gesucht. Nur dieses Diskutieren betrifft meist die Veranstalter nicht. Die kämpfen um das blanke überleben derzeit mit den aktuellen Starterzahlen und Nenngeldern.

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  • Eine Verdreifachung des Nenngeldes würde Organisationen wie den Mitropa-Cup diebisch freuen, weil sich dann dort die Teilnehmerzahlen drastisch erhöhen würden. Das Interesse nimmt ohnehin schon ständig zu, sogar aus Deutschland (und nicht einmal nur aus dem Süden). Dort fährt man nämlich im Ausland um max. 200 Euro Nenngeld. Nur im designierten eigenen Land (das wäre jetzt zu kompliziert die Ausschreibung herunterzubeten) muss man das normale Nenngeld zahlen. Abgesehen sind es fast ausschließlich phantastische Rallyes was das Niveau der WP betrifft (der ungarische Lauf und die 3-Städte sind hier schon das untere Niveau, obwohl das jetzt bitte nicht gegen die Veranstalter gerichtet ist, dort gibt's einfach nicht viel andere Straßen die man verwenden kann). Und wer letztes Wochenende in Opatija beim 3. Mitropa-Cup-Lauf war, wird festgestellt haben, dass es in Kroatien mehr als genug Streckenposten gibt, sogar üblicherweise zu zweit oder dritt alle 300, 400 m. Und Kroatien ist bekanntlich im Vergleich zu Deutschland ein ziemlich armes Land. DSC00939.jpg

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