Rallylegend: Zehn Weltmeister erinnerten an Colin McRae

  • Wie messen Sie denn berühmteste? Sicher mit Schaudern denke ich noch an die Tage seines Hubschrauber Absturzes. Gerade in einer Zeit, als die Krisen der Welt unseren geliebten Rallye-Sport in den Abwärts-Strudel der Finanzkrise zogen. Mitsubishi,Skoda,Subaru,Suzuki,Peugeot... alle raus aus der WRC.
    Aber berühmt und bekannt sind hier in deutschen Landen weit mehr, Leob, Solberg und allen Voran unser Walter.

  • JEDER kennt Colin!!! Nicht zuletzt durch die PC und PlayStation Spiele ;)


    Er ist einfach eine Legende egal ob er Weltmeister wäre oder nicht er ist ein Typ gewesen und von Solchen gibt es leider nicht mehr viele bzw keine mehr :(


    MFG

  • Aber beim Walther habe ich immer das Gefühl das er es gar nicht will das es einen 2.Deutschen Rallyeweltmeister geben soll. Und Irgendwie habe ich schon oft Ihn als "Stargast" ankündigen gesehen und dann hatte er plötzlich doch keine Zeit, weil ein ganz ganz ganz wichtiger Termin Ihm dazwischen kam. Dann lieber solche Fahrer die eigne Rallyeteams haben , dem Nachwuchs unter die Arme greifen, oder geniale Events organisieren die wahrscheinlich ein schönes Minusgeschäft waren, Autos aus ihren Träumen bauen. Dann sind mir andere Stars welchen der Rallyesport wirklich am Herzen liegen doch lieber.

  • Wie messen Sie denn berühmteste? Sicher mit Schaudern denke ich noch an die Tage seines Hubschrauber Absturzes. Gerade in einer Zeit, als die Krisen der Welt unseren geliebten Rallye-Sport in den Abwärts-Strudel der Finanzkrise zogen. Mitsubishi,Skoda,Subaru,Suzuki,Peugeot... alle raus aus der WRC.
    Aber berühmt und bekannt sind hier in deutschen Landen weit mehr, Leob, Solberg und allen Voran unser Walter.


    Loeb und Solberg hierzulande bekannter als McRae? Das halte ich aber für ein Gerücht...

  • Und immer wieder whataboutism. Kann man sich nicht einfach mal freuen? Oder aber, wenn es einen nicht tangiert, einfach mal nichts schreiben.

    I'm awesome, you're not!
    Haters love me!

  • Nix gegen Ogier und Loeb, aber hier die Top 3 der Besten:


    1. Walter Röhrl
    2. Björn Waldegard
    3. Colin McRae


    hahahahaha!!! was soll das für eine Reihenfolge sein?? die meisten Bonusmeilen oder wie?? :)

  • Nein, ich achte nicht nur auf Statistiken


    sondern?? persönliche Symphatie?? (zählt ja bekanntlich primär im Spitzensport...) Körpergrösse kanns auch ned sein, dann wäre Grönholm unter den ersten 3 ;) oder was sonst?

  • ich vermute mal lw97 geht es nicht um "greifbare" werte. Nicht um erfolge in zahlen, sondern die Art und weise wie erfolge eingefahren wurden. En Walter Röhl (auch meine nr1) ist und bleibt der größte Rallyefahrer aller Zeiten, da er der erste und einzige war, der es mit einem "betagten" 2wd die gruppe b "Monster" zu besiegen. in einer zeit wo nicht nicht 15 ingineuere dem Fahrer erklärt haben wie er zu fahren hat. Außerdem ist er wohl Menschlich der "größte Weltmeister" weil ihm "Ruhm" immer scheissegal war!
    Meine Nr. 2 wäre Collin. Einer der letzten Fahrer die mit Leidenschaft und ohne "Taktik" fuhren. Nicht immer die erfolgreichtse Art und weise aber mit Sicherheit die imposanteste und respektabelste.


    Aber das sind werte die man nicht "fassen" kann. Aber ich denke unter "laien" wirst du deutlich mehr leute finden die einen McRae kennen, als welche die einen Loeb kenen.
    Aber vergleichbar ist es natürlich nicht.


    Denn allein die Tatsache das heute mit einer "schwuchtel Schaltung" (zitat Walter Röhrl zur sequenziellen Schaltung) macht einen unterschied. Aber das ist natürlich nur meine Meinung.

  • Ohne hier auf Persönliches näher eingehen zu wollen, so finde ich doch, daß man nicht nur statistische Fakten heranziehen kann, um die Leistung einzelner Rallyesportler der Geschichte einigermaßen objektiv beurteilen zu können. Ich wähle bewußt den Zusatz "einigermaßen", denn man kann die Qualitäten der Sportler unterschiedlicher Perioden schwer miteinander vergleichen. Dafür sind die Rahmenbedingungen einfach zu unterschiedlich (Länge der Rallyes, Konkurrenzsituation u.Ä.). Außerdem berücksichtigt die pure Statistik nicht, ob ein Rallye-Teilnehmer über längere Jahre das Pech hatte, in einem kraß unterlegenen oder sogar arg anfälligen Auto zu sitzen. Oder in einem überlegenen, zuverlässigen. Walter Röhrl ist ein klassisches Beispiel für einen Rallye-Star, der über viele Jahre stark unter technischen Unzulänglichkeiten seines Teams gelitten hat. Bei Björn Waldegaard oder Hannu Mikkola war es ziemlich ähnlich. Bei einem Sebastien Loeb war die Situation genau konträr. Das führt natürlich zu erheblichen Verzerrungen, sodaß man nicht einfach sagen kann: Der Röhrl hat "nur" zwei Titel, der Loeb deren neun, also war der viereinhalb mal so gut wie ein Röhrl. Er war viereinhalb mal so erfolgreich, gemessen an den Titeln, das mag sein. Aber das sind nun einmal zwei unterschiedliche Paar Schuhe.


    All das macht es schwierig, das Können unterschiedlicher Rallye-Teilnehmer aus verschiedenen Zeitabschnitten hundertprozentig präzise einzuschätzen. Aber Eines sollte doch einigermaßen klar sein: Jemand wie Walter Röhrl verdient absolut Respekt. Egal, wie man in Dingen der Sympathie zu ihm stehen mag (ich finde, daß er auch in dieser Hinsicht Ehre verdient hat). Daß ziviler Ungehorsam nicht jedermann's Sache ist, ist an sich ja nicht neu.

  • Das was Colin McRea passiert ist finde ich schon äußerst schlimm, aber am tragischten finde ich das Schicksal von Richard Burns, der so jung verstarb.


    Soll jetzt keine Wertigkeit über irgendwelche fahrerische Qualität sein.

  • Denn allein die Tatsache das heute mit einer "schwuchtel Schaltung" (zitat Walter Röhrl zur sequenziellen Schaltung) macht einen unterschied. Aber das ist natürlich nur meine Meinung.


    ...und genau DIESE Zitaten des Herrn Röhrl sind es die ihn für mich zu einem der unsympatischesten Weltmeister machen, sein fahrerisches Können ist unbestritten, ABER keiner der "modernen" Weltmeister würde je auf die Idee kommen sich derart über die früheren Weltmeister zu äussern, wir wissen alle dass moderne GrN Autos schnellere Wp Zeiten fahren als die GrB Raketen von anno dazumal, wir wissen alle dass sich ein "moderner" Weltmeister nicht aussuchen kann WO er fährt, Finnland/Schweden is mir zu blöd, da fahr ich ned wird man von einem Ogier nie hören....Ogier wird als "Jammerlappen" bezeichnet weil er sich immer wieder über seine Startposition mokkiert....ich möchte nicht wissen wie gross dass Geschrei wäre wenn Ogier sagen würde in Finnland fahr ich gar ned, da hab ich sowieso keine Chance, das lass ich aus :) :) :)


    Über Trainingsmöglichkeiten (auf den Wp´s mit Rallyeautos) möcht ich gar nicht erst anfangen....die Fahrer heutzutage sind mit Serienautos mit GPS Überwachung unterwegs, wehe der begibt sich einmal zu oft auch nur in die Nähe einer Wp.....


    Dies alles sind Dinge die einen Vergleich einfach nicht möglich machen, jede Zeit hatte ihre Topfahrer und würde es die Zeitmaschine geben wäre Ogier auch damals bei den besten dabeigewesen, genauso wie Röhrl oder Toivonen heute vermutlich vorne mitfahren würden, aber vor allem im Rallyesport hat sich im Laufe der Zeit soviel geändert dass es einen objektiven Vergleich einfach nicht geben kann....also MUSS man Statistiken heranziehen, und nach denen sind eben die zwei Seb´s aus Frankreich die erfolgreichsten Rallyefahrer auf diesem Planeten.

  • Alles Richtig es geht aber nicht um den Oder die Erfolgreichsten sondern den Bekanntesten und das ist unumstritten Colin weil man den auch kennt ohne Rallye Kenntnis


    MFG

  • Woran machst du das fest? Repräsentative Umfragen oder Statistiken gibts glaub ich nicht. Wäre mal ein Thema für eine wissenschaftliche Hausarbeit. Also los ihr Studenten im Forum!


    ;)

  • ...und genau DIESE Zitaten des Herrn Röhrl sind es die ihn für mich zu einem der unsympatischesten Weltmeister machen


    Zu einem gewissen Grad kann ich das ja nachvollziehen. Es hätten sich gewiß Möglichkeiten finden lassen, das eleganter auszudrücken. Nur: Du wirst auch nicht immer nur Dinge sagen, die für jedermann schön klingen. Dazu kenne ich gerade Dich viel zu gut.


    Aber gut, ich will das jetzt nicht unnötig breittreten. Zumal Du Dich, wie ich erkennen muß, diesmal sehr um Sachlichkeit bemüht hast. Ich kann nur sagen, daß ich auch die andere Seite kenne und mich die Großherzigkeit und Charakterstärke von Walter Röhrl sehr überzeugt hat.


    Woran machst du das fest? Repräsentative Umfragen oder Statistiken gibts glaub ich nicht. Wäre mal ein Thema für eine wissenschaftliche Hausarbeit. Also los ihr Studenten im Forum!


    ;)


    Das, denke ich, kann man sich sparen.


    Ist doch sowieso Alles müßig, da ein Jeder das Format eines Rallyesportlers unterschiedlich bewertet. Und so wirklich hundertprozentig aussagekräftig ist da sowieso keine Statistik. Die kann man lediglich für eine Reihung der erfolgreichsten Rallyefahrer heranziehen. Nicht aber für eine objektive Bewertung des Könnens der einzelnen Personen. Aber: Brauchen wir das überhaupt wirklich? Reicht es nicht, wenn wir sagen: Ein Jeder, der als Rallyesportler das Maximum aus seinen Möglichkeiten herausholt, hat Respekt verdient?


    Ich zum Beispiel bin der Auffassung - auch wenn ich mich damit vermutlich auf ein sehr dünnes Eis begebe - daß ein Trabi-Fahrer, der sich mühsam den Traum vom Rallyefahren abgespart hat, mit viel Einsatz fährt und bei einer Rallye fünfzehn Autos hinter sich gelassen hat, die auf jeden Fall wesentlich stärker sind als seines, mindestens so viel Achtung verdient hat wie ein Sebastien Loeb. Weil der hat zwar in der Statistik unbestritten den um Welten besseren Stich gemacht, aber auch um Welten die besseren Rahmenbedingungen vorgefunden. Und ich bin mir sicher, daß das nicht nur am eigenen Engagement gelegen hat.


    Für die Studenten im Forum, wenn man's so nennen will, gäbe es genug andere erfüllende Themen, mit denen sich zu beschäftigen sich wirklich lohnen würde: Wie könnte man die Rallyes und das Reglement so gestalten, daß wieder eine größere Vielfalt an Fahrzeugen bei den Rallyes präsent wäre (schließlich vermissen wir Alle schon sehr lange die Zeit von Stratos, Porsche und Co)? Was könnte man ändern, daß Rallye-Fahrzeuge wieder leistbarer wären und der Rallyesport als Spielwiese für Technologieträger für die Zukunft dennoch interessant wäre? Und nicht zuletzt: Was könnte gemacht werden, damit Heldenfiguren, wie man sie sich vorstellt, wieder bessere Chancen hätten? Das wären unter Anderem die wirklich relevanten Bereiche, um die wir uns kümmern sollten.


    Wäre sicherlich auch im Sinne von Colin McRae und dessen Verehrer...

  • Ich finde es interessant, daß bei der Aufzählung der Besten hier Juha Kankkunen überhaupt keine Berücksichtigung findet. Immerhin gewann er auch 4 WM-Titel und war als einziger sowohl in der Gr. B wie auch später noch in der Gruppe A Weltmeister und das sogar noch mit insgesamt 3 verschiedenen Automarken (Peugeot, 2xLancia, Toyota). Dies ist doppelt-einzigartig und bisher unerreicht.


    Aber wahrscheinlich hatte er nur das unverschämte Glück, gerade immer im richtigen Auto zu sitzen...

  • naja mir ist jemand sympathisch der NICHT versucht etwas ELEGANT auszudrücken, sondern es EHRLICH ausdrückt. Denn das ELEGANT AUSDRÜCKEN ist ja nur eine Umschreibung für Lügen. In unserer Verlogenen Welt mag dies normal geworden sein, um so sympathischer macht es Menschen, die trotz medialer Aufmerksamkeit EHRLICH und UNGEFILTERT auf Fragen antworten.


    Herr Röhrl hat sich nie hingestellt und gesagt "ich gebe ein interview weil ich finde das ist eine schwuchtel Schaltung" sondern es kam die Frage ob es Punkte gab wo es mit seiner Ehrlichkeit Probleme mit der Medianarbeit bei Porsche gab.


    Wenn euch Ehrlichkeit unsympathisch ist, solltet ihr euch mal vielleicht überlegen wo der fehler liegt. Liegt er bei dem, der Ehrlich ist, oder bei dem der die Wahrheit schlicht nicht hören will?

  • Ich finde es interessant, daß bei der Aufzählung der Besten hier Juha Kankkunen überhaupt keine Berücksichtigung findet. Immerhin gewann er auch 4 WM-Titel und war als einziger sowohl in der Gr. B wie auch später noch in der Gruppe A Weltmeister und das sogar noch mit insgesamt 3 verschiedenen Automarken (Peugeot, 2xLancia, Toyota). Dies ist doppelt-einzigartig und bisher unerreicht.


    Das ist eine großartige Leistung, völlig fraglos. Materialvorteile hin oder her. Juha Kankkunen hat diese und andere Vorteile sehr gut genützt. Das macht natürlich eine große Sportlerpersönlichkeit aus. Ganz eindeutig ein Top-Mann. Das nur der guten Ordnung halber.


    Einer, der dem vermutlich kaum nachsteht, ist Tommi Mäkinen. Auch wenn das Mitsubishi-Knowhow möglicherweise ein wenig unterbewertet wurde: Er hat immerhin mit einem Gruppe A-Auto (und nicht gerade einem leichtfüßigen) vier Jahre lang eine kontinuierliche sportliche Überlegenheit bewiesen. Bis weit in die Ära der World Rally Cars hinein!


    Da darf natürlich auch dann Carlos Sainz nicht fehlen, der 1998 und, wenn man besonders großzügig ist, auch 1995 der moralische Titelträger war. Zwei reale Titel hat er nebenbei auch noch...


    Für mich sind auch unter Anderem Michele Mouton und Jean Ragnotti Sportler-Persönlichkeiten, die unter Ihresgleichen herausragen. Auch wenn sie nie Weltmeister waren. Ganz zu schweigen von Markku Alén, der sich 1977 einen offiziellen Titel verdient hätte. Den gab es ja erst ab 1979.


    Aber über all das könnte man stundenlang diskutieren. Mir würden noch viele Namen einfallen, die der Ehrung würdig sind. Ich will hier ja nicht den Rahmen sprengen.


    Wenn euch Ehrlichkeit unsympathisch ist, solltet ihr euch mal vielleicht überlegen wo der fehler liegt. Liegt er bei dem, der Ehrlich ist, oder bei dem der die Wahrheit schlicht nicht hören will?


    Das unterschreibe ich jederzeit so. Überhaupt keine Diskussion.


    Damit hier keine Mißverständnisse aufkommen: Mir ist Jemand, der direkt ist und nicht darüber nachdenkt, wie etwas Gesagtes bei den Leuten rüberkommt, viel lieber als einer, der das sagt, was ein Jeder hören will, aber immer an der Sache vorbeiredet. Man sollte sich auch getrauen, unangenehme Dinge beim Namen zu nennen. Auch wenn man damit aneckt.


    Auf der anderen Seite wieder bezeichnen wir (ich habe mich selber schon ein paar Male dabei ertappt) einen Ogier als Jammerlappen, weil ihm seine Startposition auf Schotter nicht behagt und er daraus kein Geheimnis macht. Ist gar nicht so einfach, das mit der Ehrlichkeit und Sympathie immer unter einen Hut zu bekommen. ;)

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