E-Rallycross ab 2020

  • Das wäre auf jeden Fall eine sehr interessante Möglichkeit BMW und Volvo zurück auf die Rallye(cross) Pisten zu bekommen. Da beide Marken doch sehr um ihr Image bemüht sind, ist eine E-Variante womöglich der einzige Weg. Auf jeden Fall schön, dass bereits so viele verschiedene Hersteller involviert sind. Im Rallycross finde ich E-Autos auch noch etwas attraktiver als auf Rallyestrecken, da die Duelle womöglich etwas vom (nicht vorhandenen) Sound ablenken könnten. Außerdem hört man schon heute den Motorensound kaum noch, wenn fünf Supercars eng hintereinander über ein Schotterstück fahren. Alles was man dann noch hört sind Steine an GFK, CFK, Alu oder den Metallgeländern der Streckenabsperrung.


    Edit: Interessant wird dann auch die Stromversorgung im Fahrerlager, ich denke, dass es an einigen abgelegenen Strecken Schwierigkeiten geben wird, die erforderliche E-Infrastruktur herzustellen.

    Einmal editiert, zuletzt von compitech ()

  • Und richtig toll wäre, wenn die genannten Hersteller zum RX-Erfahrung sammeln schon vorab in die Rallycross-WM einsteigen. Gerüchte um BMW und Scheider gibt es ja schon ;)


    Ich denke auch, dass der fehlenden Motorensound zum einen durch Sound-Generatoren mehr oder weniger ersetzt werden können und spannende Rennen von dem nicht ganz so originalen Sound und z.B. den fehlenden Auspuff-Flammen ablenken können.

  • Elektroantrieb und Motorsport, diese Verbindung sorgt nicht überall für Begeisterung. Doch die Entwicklung ist nicht mehr auszuhalten und ab 2020 gibt es auch eine elektrische Rallycross-Meisterschaft.


    jep, nicht mehr auszuhalten diese Entwicklung im Motorsport.

    Tausche Volleyballschläger gegen W-Lan Kabel

  • Da der ein oder andere Hersteller ja aktuell schon Probleme hat, Zulieferer für bestimmte Rohstoffe zur Akku-Herstellung zu bekommen, bin ich eh gespannt, wann diese nervige E-Blase mal platzt.

  • und ich dachte die ganze zeit, man könne Rallyecross nicht NOCH uninteressanter machen. Aber siehe da. es geht. Konnte mit diesem Pseudo-Rallye Sport noch nie etwas anfangen. Aber mit e-autos wäre das tatsächlich NOCH uninteressanter. Siehe da. Nichts ist unmöglich.....

  • Uninteressant?
    Zum Glück ist das "nur" Ansichtssache und persönlicher Geschmack.
    Und ich denke nicht dass Rallyecross eine "klassische" Rallye nachäffen will,
    also nix Pseudokram in meinen Augen und das sind die eines Zuschauers.

  • und ich dachte die ganze zeit, man könne Rallyecross nicht NOCH uninteressanter machen. Aber siehe da. es geht. Konnte mit diesem Pseudo-Rallye Sport noch nie etwas anfangen. Aber mit e-autos wäre das tatsächlich NOCH uninteressanter. Siehe da. Nichts ist unmöglich.....


    Hier erklärt Ihnen der 9-fache Rallyeweltmeister nochmal in Ruhe das Rallye und Rallyecross leider nix miteinander zutun haben. Es empfiehlt sich ja auch nicht in eine "Glühbirne" rein zubeissen,obwohl der Begriff "Birne" darin vorkommt.

  • Da der ein oder andere Hersteller ja aktuell schon Probleme hat, Zulieferer für bestimmte Rohstoffe zur Akku-Herstellung zu bekommen, bin ich eh gespannt, wann diese nervige E-Blase mal platzt.


    Besser hätte ich es auch nicht sagen können. Reine Show, das Ganze.


    Ich habe nichts dagegen, wenn versucht wird, den Individualverkehr umweltfreundlicher zu gestalten. Aber dieser E-Mobil-Hype erscheint mir in seiner Dimension und in der Relation zum höchstwahrscheinlich tatsächlich Realisierbaren doch sehr aufgeblasen.

  • [MENTION=9668]zores[/MENTION] [MENTION=848]wrc-experte[/MENTION]


    Vielen Dank, ihr sprecht mir aus der Seele. Schöner hätte ich es nicht schreiben können ;)


    Ich würde sogar soweit gehen, dass mir der Spaß am Rallycross noch nicht mal durch e-Autos genommen werden kann.


    Wenn sich dann irgendwann einmal acht, neun oder zehn Werke um den RX-Weltmeistertitel balgen und trotzdem "nebenbei" noch eine dicht besetzte "Verbrenner-RX-EM" mit SuperCar, S1600 und von mir aus RX2 läuft, soll es mir Recht sein.

  • Besser hätte ich es auch nicht sagen können. Reine Show, das Ganze.


    Ich habe nichts dagegen, wenn versucht wird, den Individualverkehr umweltfreundlicher zu gestalten. Aber dieser E-Mobil-Hype erscheint mir in seiner Dimension und in der Relation zum höchstwahrscheinlich tatsächlich Realisierbaren doch sehr aufgeblasen.


    Aber genau die realisierbaren Dimensionen sollen sich doch auch immer im Motorsport wiederspiegeln, denn der soll ja für die OEMs gemeinhin als eines der Hauptmarketingsegmente genutzt werden.


    Und wenn nun eine von fünf Klassen der RX-WM aus E-Autos besteht, ebenso wie es zig Formelserien gibt, von denen eine oder zwei mit E-Autos fahren, spiegelt das doch in etwas das gleiche Verhältnis wieder? Ca. 10-20% der Serien also elektrisch. Wohl in etwa so, wie es später auf den Straßen aussehen wird, dass 10-20% der Autos elektrisch fahren werden.
    Ist für mich ein hinnehmbarer Kompromiss.

  • Aber genau die realisierbaren Dimensionen sollen sich doch auch immer im Motorsport wiederspiegeln, denn der soll ja für die OEMs gemeinhin als eines der Hauptmarketingsegmente genutzt werden.


    Erst einmal vielen Dank für Deinen sehr kreativen Input. Ich finde Deine Gedanken geradezu genial. Auch wenn es sich erst weisen muß, ob tatsächlich in absehbarer Zeit 10 bis 20 Prozent der Straßen-Personenkraftwagen elektrisch fahren werden (bei dem nicht zu unterschätzenden Fernlaster-Verkehr wird es wohl noch sehr viel schwieriger werden).


    Wollte halt nur sagen, daß es relativ schwer möglich sein wird, anhand des Motorsports festzustellen, wie sich die Rohstoffversorgung und Ähnliches bei der Produktion von zivilen E-Fahrzeugen auswirken werden. Weil das sind zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe. Ein paar schnelle Elektroboliden für Rennzwecke sind schnell hergestellt, und die Kosten wird man in diesem Metier auch in Kauf nehmen können (zumal in einer ausgesprochenen Profi-Liga). Wie sich diese Parameter bei der Massenproduktion auswirken werden, bleibt eine unsichere Größe.


    Aber in einem Punkt gebe ich Dir besonders recht: Der Motorsport sollte das technisch Machbare repräsentieren. Warum dann nicht auch beim Verbrennungsmotor? Da ist sicher auch noch Einiges an Entwicklungspotential drin. Ich plädiere ja schon lange dafür: Schafft eine Rennklasse, wo die Sprit-Durchflußmenge das einzige reglementierte Kriterium auf dem Motorensektor ist, aber laßt die Konstrukteure bauen, wozu sie in der Lage sind. Das hätte die Formel 1 als Königsklasse schon längst auf ihr Etikett heften können. Und wenn die nicht wollen, soll es halt eine andere Serie/Kategorie probieren. Aber wo man hinschaut, überall sind die Ingenieure in ihrem Einfallsreichtum durch Vorgaben des Reglements extrem eingeengt. Für mich ein entscheidender Grund für das Stagnieren in der Entwicklung der Verbrennungsmotoren. Und solche Verlegenheitslösungen wie das Downsizing sind halt auch nicht der Stein der Weisen...:(

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