Mahonen spricht sich für Kürzung der WM-Läufe aus

  • Das man kurz vor seinem Rücktritt noch so einen geistigen Dünnschiss verbreiten muss...


    Eine gleichmäßigere Verteilung der WPs auf die ersten zwei Tage kann ich ja noch nachvollziehen, den Rest der Idee nicht!

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  • Kürzer = Rallye Cross
    Länger = Marathon

    Mann kann ein Auto nicht wie ein menschliches Wesen behandeln -
    ein Auto braucht Liebe: Zitat Walter Röhrl

  • also das ist doch lächerlich hoch 12. Bei jeder R70 muss der Amateur bis zu 70 Kilometer ohne Service fahren. und Prüfungen mit 15km. Und bei den "BESTEN DER WELT" sind 20 zu viel?


    Lächerlich ist da garkein ausdruck!

  • In Australien fand am vergangenen Wochenende die Alpine Rally statt. Fast 400km an zweieinhalb Tagen, mehrere Prüfungen über 50 Kilometer, bis zu 150 WP-km zwischen den Servicepausen, keine WP mehrfach befahren. Keine Allrad- oder Turbofahrzeuge, knapp 100% Schotter.


    Wie viele Nennungen gibt es für eine solche Veranstaltung? Richtig, viele. So viele, dass die 150 (!) zu vergebenden Startplätze Monate vorher ausgebucht sind, in einem Land, in dem man sich bei einer "normalen" Rallye über 35 Starter freut.
    Die Veranstaltung hatte vom Eindruck her mehr Zuschauerzuspruch als der WM-Lauf zwei Wochen vorher, trotz absolutem Mistwetter.


    Also was wollen Fahrer und Zuschauer, Herr Mahonen?

    Rallyevideos aus dem Dreiländereck Deutschland - Österreich - Tschechien: Youtube

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  • also das ist doch lächerlich hoch 12. Bei jeder R70 muss der Amateur bis zu 70 Kilometer ohne Service fahren. und Prüfungen mit 15km. Und bei den "BESTEN DER WELT" sind 20 zu viel?


    Lächerlich ist da garkein ausdruck!



    Da hast Du vollkommen recht Martin.
    Wenn er mehr Leben im Servicepark will soll er doch Autoausstellungen managen. Ich war 20 Jahre als Servicemechaniker in ganz Europa unterwegs, war immer Froh wenn wir als Team nicht so belagert waren.
    Km Kürzung dann muss halt wieder auf Standfestigkeit gesetzt werden und nicht auf Ultralight Bauweise.
    DMSB will keinen nationalen Rallyes mehr und die FIA will nur noch Rallyecross dann gut Nacht !!

  • Wie viel Rummel will er denn noch im Servicepark? Noch nen Riesenrad + Kettenkarusell und die Kirmes ist perfekt.
    Ob er dabei auch mal an die Veranstalter denkt? An den Haupttagen platzen die Parkplätze des Serviceplatz in der Regel schon aus allen Nähten...weil es ja auch am besten in der Innenstadt sein soll.


    Eine Fahrzeugklasse aus dem Boden stampfen, deren Kosten schon wieder aus dem Ruder laufen, aber dann von Kosteneinsparung reden???
    Dann würde ich vorschlagen, in der F1 werden in Zukunft nur noch 10 Runden gefahren...reicht...sonst wirds zu teuer.
    Im Fußball könnte man ja auch die Mannschaftstärke auf 8 Spieler reduzieren und nur noch auf Kleinfeld spielen...spart bestimmt auch jede Menge Kohle.

  • Eine Steigerung des Irrsinns, den Capito schon damals von sich gegeben hat.
    Warum wollen die alle den Rallyesport zum Rallycross umkrempeln? Gibts doch alles schon.
    Wems nicht passt, der soll dahin wechseln, steht ihm doch frei.
    Wieder sollen die Strecken an die Autos angepasst werden, statt umgekehrt.
    Nur nicht zu lang, da müssten die Autos ja durchhalten und die Fahrer das Hirn einschalten um ins Ziel zu kommen.
    Warum tragen wir die Rallye-WM nicht gleich in der Olympiahalle aus?
    Da könnte man auch die Wichtigtuer in der Wärme angemessen mit Köstlichkeiten vollstopfen.
    Vielleicht noch ein Spielcasino in einer Ecke unterbringen, für den Kick, gibts dann beim "Sport" ja nicht mehr.
    Jagt diesen Mahonen so schnell wie möglich vom Platz....

  • [MENTION=1908]coyote[/MENTION]:


    Danke! Ich hätte es nicht besser ausdrücken können.


    Daß jede Kürzung der Rallyestrecken zu technisch noch extremeren und teureren Fahrzeugen geführt hat - ohne daß sich dadurch für die Attraktivität für die Zuseher etwas Nennenswertes zum Positiven ändern würde - das hat die allgemeine Erfahrung aus den letzten Jahrzehnten immer wieder gezeigt. Vom Kostensenken kann überhaupt keine Rede sein. Auf die Kilometer gerechnet, steigen die Kosten eher, und zwar deutlich.


    Man sieht ja wohl bereits: Die Idee von Jarmo Mahonen findet einen enorm guten Anklang...;)(und es sind bestimmt nicht Alle hier so altmodisch eingestellte Hardcore-Fans wie ich).


    Um ein neues Publikum (zusätzlich zu den alteingesessenen Anhängern) zu gewinnen, finden sich sicher andere Wege. Um Kosten einzusparen, wohl auch.

  • Das Kind ist schon vor vielen Jahren in den Brunnen gefallen und den Schuh müssen sich FIA und Hersteller gemeinsam anziehen ! Wir haben dieses Jahr tollen und spannenden Sport gesehen wie lange nicht mehr , ich behaupte ganz einfach , das es diese spannende Saison auch mit Fahrzeugen gegeben hätte , die nur 200000 Euro gekostet hätten ( R5 ) ! Man wird sich in den nächsten Jahre eh entscheiden müssen , ob man so weiter macht und bei " Mini Rallyes " endet, weil den Wahnsinn niemand mehr bezahlen kann , oder man mindestens 3 Schritte zurück geht , die Autos bezahlbar macht und man ein klein zu den Wurzeln einer Rallye zurückkehrt !

  • Wahrscheinlich hat Yves Matton den Mahonen eingeladen und sie haben in Huy anlässlich der Rallye du Condroz zuviel Jupiler getrunken. Ergebnis: Die Rallye-WM muss wie eine Condroz aufgezogen werden, denn dort machen sie es schon: Viele kurze WPs auf kleinem Umkreis und trotzdem viele WRC am Start.

    Man bekommt den Jungen aus dem Dorf, aber nicht das Dorf aus dem Jungen...

  • In Australien fand am vergangenen Wochenende die Alpine Rally statt. Fast 400km an zweieinhalb Tagen, mehrere Prüfungen über 50 Kilometer, bis zu 150 WP-km zwischen den Servicepausen, keine WP mehrfach befahren. Keine Allrad- oder Turbofahrzeuge, knapp 100% Schotter.


    Wie viele Nennungen gibt es für eine solche Veranstaltung? Richtig, viele. So viele, dass die 150 (!) zu vergebenden Startplätze Monate vorher ausgebucht sind, in einem Land, in dem man sich bei einer "normalen" Rallye über 35 Starter freut.
    Die Veranstaltung hatte vom Eindruck her mehr Zuschauerzuspruch als der WM-Lauf zwei Wochen vorher, trotz absolutem Mistwetter.


    Also was wollen Fahrer und Zuschauer, Herr Mahonen?




    ....das geht heute sicherlich in Deutschland ebenfalls . Sogar mit 300 Startern.


    Dazu die Hunsrück-Rallye wieder durchführen (ohne Allrad ) inkl. Altstadtfest in Baumholder


    https://www.rally-maps.com/Hunsr%C3%BCck-Rallye-2000


    Es grüßt


    FBE


    P.S.
    Und die "alte" Köln-Ahrweiler untrainiert in den Weinbergen inkl. Schotter/Geröll bringt 400 Nennungen

    Einmal editiert, zuletzt von Frank E. ()

  • Das Kind ist schon vor vielen Jahren in den Brunnen gefallen und den Schuh müssen sich FIA und Hersteller gemeinsam anziehen ! Wir haben dieses Jahr tollen und spannenden Sport gesehen wie lange nicht mehr , ich behaupte ganz einfach , das es diese spannende Saison auch mit Fahrzeugen gegeben hätte , die nur 200000 Euro gekostet hätten ( R5 ) ! Man wird sich in den nächsten Jahre eh entscheiden müssen , ob man so weiter macht und bei " Mini Rallyes " endet, weil den Wahnsinn niemand mehr bezahlen kann , oder man mindestens 3 Schritte zurück geht , die Autos bezahlbar macht und man ein klein zu den Wurzeln einer Rallye zurückkehrt !


    Ich gebe Dir insgesamt natürlich recht. Ich denke lediglich, daß eine Beschränkung auf R5 (so wichtig eine Beschränkung bei Aufwand, Material und Kosten auch ist) langfristig auch nicht viel bringen wird. Zumindest nicht als alleinige Maßnahme. Es wird unbedingt nötig sein, den Rallyesport seinen Wurzeln näher zu bringen, anstatt ihn davon noch weiter zu entfernen. Wahrscheinlich sogar noch etwas mehr als „ein klein wenig“.


    Wenn das geschieht, könnte ich mir sogar vorstellen, daß es möglich sein wird, sogar etwas mehr konstruktive Freiheiten als beim R5-Reglement (und auch beim jetzigen WRC-Reglement…) zu gewähren, zumindest in bestimmten Bereichen. Nicht unbedingt bei der Aerodynamik (Anpreßdruck und so). Aber vor Allem im Bereich des Motors und des Antriebes. Ich könnte mir z.B. vorstellen, daß Versuchsmotoren abseits der Norm, etwa Fünftakt- oder Sechstakt-Motoren (oder was auch immer), in Rallyewagen verpflanzt werden könnten. ALLERDINGS mit der Auflage, daß dem Triebwerk nur eine bestimmte Menge Sprit zugeführt werden darf (wenn es entsprechende Kontrollmechanismen gibt, die vermutlich in der Formel 1 und der Formula Student bereits angewendet werden).


    Jedenfalls muß „Back to the roots“ hinsichtlich der Auslegung der Rallyes nicht automatisch bedeuten, daß man auch technologisch auf einem Level von vor 30, 40 Jahren ankommen muß. Es kann auch das genaue Gegenteil bedeuten! Und das, ohne daß die Kosten ausarten!!


    Wenn sich aber Jarmo Mahonen und eventuelle andere „Mittäter“ durchsetzen sollten und ihre Vision vom „idealen Rallyesport“ verwirklicht werden sollte, dann sollte Niemand mehr einen Rallye-Weltmeisterschaftslauf ansehen. Dummheit gehört bestraft!!


    Sollen die ganzen VIP’s doch schauen, wie sie glücklich werden, wenn ihnen die Basis das Gas abdreht.

  • Solange die Gesamt-WP-Kilometer gleich bleiben doch kein Problem oder? Er möchte ja mehr kürzere WPs. Mir als Zuschauer sind 7 x 10 km die zwei Mal am Tag gefahren werden lieber als 2 Mal am Tag 2x35 km oder mehr wie auf Korsika. So verteilen sich die Zuschauer auch evtl. besser auf die einzelnen WPs, da die Zentrierung der Zuschauer auf einzelne Punkte immer mehr zum Problem zu werden scheint.
    So ein Konzept scheint mir passend für das Saarland bei der Deutschland. Morgens 3 WPs die doppelt gefahren werden und nachmittags das gleiche mit 3 weiteren (kürzeren) WPs. Das würde denke ich das Saarland im Rahmen der Deutschland aufwerten. Die Reise der Zuschauer über Mittag, kann man durch intelligente Wahl der WPs optimieren.


    Als Beispiel kann der Freitag der Rallye Finnland dienen:


    https://www.rallyekarte.de/Rally-Finland-2017

  • Wenn man andernorts (MST) etwas mehr Details aus dem Mahonen-Interview liest, kann ich Teile seiner Aussagen schon verstehen (z.B. Verbindungsetappen-Irrsinn und gar kein Service über Tag).
    Hier im Mag ist schon recht wenig aus dem ursprünglichen Interview zitiert.
    Aber alles in allem bin ich nicht bei Mahonen.

  • Solange die Gesamt-WP-Kilometer gleich bleiben doch kein Problem oder?


    Die Wartburg wurde aus selbigem Grund aus dem Kalender der DRM geworfen ;)


    Auch wenn wenn man es bei der Wartburg nicht freiwillig gemacht hat, ist es schon ein nicht zu unterschätzender Mehraufwand für den Veranstalter, weil man dann vermutlich doppelt so viele Zeitnahmeteams benötigt.


    Wenn es sich räumlich immer mehr verkleinert, beißt sich auch irgendwann die Katze in den Schwanz. Gerade bei einem größeren Starterfeld bringt das Probleme mit sich...
    Ok in Mexiko würden vermutlich auch 2 WP´s am Tag reichen, die dann 10mal gefahren werden können ;)


    Und irgendwann lohnt es sich auch für die WP-Hopper nicht mehr und dann ist man vermutlich da angekommen, wo man den gemeinen Zuschauer haben will...eingesperrt in einem sicheren Areal

  • Es geht ja auch darum die Kosten zu senken ...das geht 1. nur bei den Fahrzeugen und den Einsatzkosten 2. muss man überlegen ob dieses ganze Bohei aller DTM im Servie Park sein muss ( Rallye ist Bratwurst und Bier und nicht Sekt und Shrimps ) wenn ich nur überlege was die Hersteller ( Ford mal ausgenomen ) im Service Park aufbauen , für das Geld kann man sicher locker noch ein Auto einsetzen . Ob kürze WPs wirklich dazu beitragen , das die Kosten gesenkt werden bezweifle ich , jeder Kilometer mit den Autos kostet Geld , darum sollte man wirklich darüber nachdenken die Kilometer der Verbindungetappen zu kürzen . Man wird sicher die Zeit nicht 10 -15
    Jahre zurück schrauben können , aber will man Rallye , Rallye sein lassen und will man die Kosten senken , dann wird man sich sicher an diese Zeiten erinnern müssen und irgend wie dahin vielleicht ein klein wenig zurück kommen müssen ! Tut man das nicht , findet Rallye in spätestens 10 Jahren in der Halle statt ,oder besser gesagt , Rallye wie wir sie heute kennen gibt es nicht mehr , zumal irgend wann auch mal über E Autos nachgedacht werden muss .

  • Der scheidende FIA Rallye Chef hat sich nicht nur für eine Kürzung der Rallyeprüfungen ausgesprochen, der hat scheinbar auch ein Drogenproblem mit direktem Einfluss auf die Gehirnwindungen. Bei der nächsten Rallye Finnland soll er den Vorschlag mal vor den angerückten Fans im eigenen Land kundtun. Gerade in Finnland gibt es doch mit die schönsten und auch lange WP´s. Gerade die langen Prüfungen stellen doch Fahrer und Material vor besondere Herausforderungen. Micky Mouse kann jeder. Gruss Jörg

  • Nun, vielleicht könnten die WRC ja bei einer Rallye70 hinter dem Hauptfeld herfahren und der Rest wird dann zuschauerfreundlich auf dem Serviceplatz entschieden, mit Geschicklichkeitsübungen wie Motoren-und Reifenwechsel auf Zeit ;) Das wäre dann wirklich kostensenkend!


    Mal im Ernst, WM Läufe mit WP-Länge max. 10 km, das ist doch lächerlich. Meinen die das alle überhaupt noch ernst? Oder der wahre Grund sind die E-Autos. Kurze WP´s und dann zum Aufladen. Staatliche Subventionen gibt´s dann noch obendrauf.

    Zitat


    Alle Menschen sind gleich. Nur die Gehälter sind verschieden.:D

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