Grabfeld-Rallye sagt sich vom DMSB los

  • Das Bild ist uralt. Und ich hab sogar noch weit bessere...


    Aber seit einigen Jahren fahren auch wir elektronisch geregelt und mit einem Rußpartikelfilter. Was übrigens in der F so nicht mal zulässig wäre. ..


    Nicht zu verwechseln mit einem Stussartikelfilter. Den könnte man für Internetforen auch ganz gut gebrauchen...


    Gruss Jo

  • Da bleibe ich gerne bei meiner Meinung: Lieber eine über Jahre ausufernde (weil vom DMSB falsch gehandelt) Gruppe H mit mehreren Jahren Vorlauf streichen und dem Großteil einen Klassenwechsel ermöglichen und weiter Rallyes fahren, als wegen 10 -20 Autos (die könnte doch mal einer auflisten) alles an die Wand fahren, weil eben alle Autos illegal (in Sachen Veränderungen/Sicherheitsbestimmungen, bei genauer Auslegung wohl auch Gruppe G & R1).


    Wo ist da Ihr Problem? Wer Ihrer Meinung ist, darf doch gerne auch weiterhin den Entscheidungen des DMSB folgen. Und wer das nicht will, hat nun auch innerhalb der Staatsgrenzen der BRD eine Alternative. Wenn dieser RSC so schlecht ist, wie Sie annehmen, regelt sich diese Qual der Wahl doch recht schnell. Und wenn er es nicht ist, vielleicht auch. Welche der sich aktuell bietenden Möglichkeiten führt Ihrer Meinung nach dazu, dass alles an die Wand gefahren wird?


    Und was lässt Sie eigentlich vermuten, dass der DMSB von nun an nichts mehr ausufern lässt und er Probleme von nun an nur noch richtig handhabt?


    und [MENTION=5762]M.S.[/MENTION]: weder habe ich vom DMSB, noch NAVC, noch eines (noch zu gründenden) anderen Verbands in Sachen Haftung geschrieben


    Sie haben hier nicht mehrfach über Haftung geschrieben? Dann muss ich mich in aller Form entschuldigen. Da hat wohl mein Browser bei der Anzeige dieses Threads was durcheinander gebracht.

  • Das der DMSB als "Deutscher Motor-sport-Behinderer aufgetreten ist durch die gleichzeitige Abschaffung der Gruppe H und zwingende Einführung des KFP 2017 steht zweifelsfrei fest. Mittlerweile wird dieser Fehler (= die Gleichzeitigkeit) auch eingesehen. Ich finde die Entscheidung einen neuen "Dachverband" zu gründen schon sehr mutig. Regeln und Regelwächter muss es dort aber auch geben. So lange wie nichts schwerwiegendes passiert, herrscht "Friede, Freude, Eierkuchen" Sollte aber etwas gründlich in die Hose gehen möchte ich weder Rallye- noch WP-Leiter sein. Ich hoffe sehr, dass es eine unfallfreie Veranstaltung wird und bewundere den Mut. Ob den die Riesenstarterzahlen da sein werden, bleibt auch abzuwarten. Ich nehme an, dass sich viele Lizenznehmer gar nicht trauen werden, dort an den start zu gehen, weil sie Repressalien befürchten müssen.

  • .......Ich nehme an, dass sich viele Lizenznehmer gar nicht trauen werden, dort an den start zu gehen, weil sie Repressalien befürchten müssen.[/QUOTE]


    Leider auch mein Gedanke

  • Solange ein Auto eine Zulassung zum Straßenverkehr bekommt sollte man es auch (mit entsprechenden in jedem Verband vorgeschriebenen Sicherheitsvorkehrungen) auf Rallye-WPs fahren lassen. Bekommt ein Auto keine Zulassung, darf es nicht fahren. Solange es eine Zulassung hat, spricht ja rechtlich auch nichts dagegen.
    Und jetzt über Ruß und Dieselverbote zu diskutieren, dabei aber immer wieder vergessen, dass diese ganze Diskussion rund um die Umweltverschmutzungen von einer umweltschutztechnisch weitaus bedenklicheren Autonation ausgelöst wurden, nur um Kritik ausüben zu können, finde ich auch nicht korrekt.


    Ich denke dir Initiatoren werden sich umfassend rechtlich beraten lassen haben, was diese Gründung eines Motorsportverbandes mit sich bringt und wie man weiß trägt der DMSB solche Wettbewerbe ohnehin lieber im Gerichtssaal bzw. mit Anwälten aus, als auf sportlicher Ebene. Sollte es also in der Verfassung oder sonstigen Eckpunkten des RSC rechtlich bedenkliche Lücken bzw. Schwachstellen geben, so finden die Anwälte des DMSB diese sicherlich schnellstens und erledigen das Problem von selbst.


    Und ich sehe aus Zuschauersicht durchaus große Vorteile im RSC, was die Attraktivität betrifft. Und außerdem tun sie mit der Elektro-Installation/Hybridklasse ja sogar etwas für den Umweltschutz und sind da definitiv weiter als der DMSB. Und alte WRCs sowie Gruppe H vergleichbare Fahrzeuge fahren auch in anderen westeuropäischen Nachbarländern zur genüge ohne Zwischenfäll - nur btw.

  • @MS: weder habe ich "da" ein Problem, noch spreche ich hier von "Staatsgrenzen der BRD" und bin gerne für Vielfalt und Alternativen - auch bei Motorsportverbänden! Als meiner einer vor wenigen Monaten ein Engagement im NAVC in den Raum stellte, wurde dies von Herrn Mohr wegen zu wenigen Veranstaltungen abgelehnt und als Alternative ins Reich der Fabeln verwiesen - so schnell ändern sich doch die Dinge.
    Nichtsdestotrotz, vielleicht findet sich ja unabhängig von den Verein-, respektive Verbandsaktivitäten jemand, der eine Liste der betreffenden Gruppe-H-Autos/Besitzer erstellt.


    Und ja, es wäre schön, Sie würden mich an meinen Worten messen und Nichts reininterpretieren, was da nicht steht. So habe ich auch nicht geschrieben, dass dieser scheinbar noch nicht existierende Verband, schlecht ist - okay, der Name zeugt von ordentlichem Selbstbewusstsein (darf man das hier so schreiben) -, sondern habe drei Fragen dazu gestellt (die abgesehen von einer beleidigenden PN von Herrn Mohr hier nie beantwortet wurden), weil sich mir der Ansatz, gerade nach einem zwar angesagten, aber trotz anderer Ansage nicht zu Ende geführtem Rechtsauseinandersetzung nicht erschließt.


    Zu ihrem Browser ;-): Haftung (übrigens von mir nie im Zusammenhang mit einem bestimmten Verband verwendet, warum auch?) erachte ich für eines der schwierigsten Bereiche im Rallyesport, egal ob für Teilnehmer oder - mindestens ebenso wichtig - für Funktionäre, gerade im Ehrenamt (Hut ab, wer sich da engagiert), egal unter oder in welchem Verband ...


    Abschließend: da sich hier scheinbar eine sehr kleine Gruppe austauscht (ein höflicheres Wort ist mir nicht eingefallen) bitte ich um Verständnis, dass ich nach einigen Tagen mich nun wieder mehr anderen Themen widme und mich hier ab und an aufs Mitlesen beschränke. Und nach schlechter Erfahrung, da auch da allzu schnell der Ton in grobe Beleidigung "abdriftet" (der Betreffende wird mitlesen) bitte ich, auch von Paralleldebatten über soziale Netzwerke abstand zu halten. Bei aller Leidenschaft für den Rallyesport, aber das ist mir dies nicht wert. Bin gespannt, wie sich die Sache entwickelt ...

  • .......Ich nehme an, dass sich viele Lizenznehmer gar nicht trauen werden, dort an den start zu gehen, weil sie Repressalien befürchten müssen.


    Leider auch mein Gedanke[/QUOTE]




    verstehe ich nicht, werden seit neustem aktive Lizenznehmer des DMSB vom DMSB bezahlt ? Was will der DMSB machen, 200 Startern der Grabfeldrallye 2018 die Lizenz für 2019 entziehen ? mit welcher Begründung ? das ist Käse, lebt doch der DMSB von seinen Lizenz - kaufenden Kunden !

  • und , Hut ab, und großen Respekt, an Patrick, Alex und den Rest der Revoluzer, ich werde den RSC unterstützen und hoffe für alle Beteiligten, auch und vorallendingen unseren DMSB Jüngern, dass der RSC ein voller Erfolg wird ! Nicht weil ich ein Auto habe welches besser, einfacher zum RSC als zum DMSB passt, sondern weil ich denke und hoffe, dass der DMSB dadurch flexibler, objektiver und vorallendingen wieder BASISORIENTIERTER wird,.......

  • Leider auch mein Gedanke




    verstehe ich nicht, werden seit neustem aktive Lizenznehmer des DMSB vom DMSB bezahlt ? Was will der DMSB machen, 200 Startern der Grabfeldrallye 2018 die Lizenz für 2019 entziehen ? mit welcher Begründung ? das ist Käse, lebt doch der DMSB von seinen Lizenz - kaufenden Kunden ![/QUOTE]


    Es werden keine 200 werden,


    für den Rest von 2018 entziehen, die sind sind schon bezahlt, nicht dann für 2019,


    die Begründung findest Du in den Lizenzbestimmungen des DMSB und steht auch auf dem Lizenzantrag, den man unterschrieben hat wenn man eine hat?!

  • die Begründung findest Du in den Lizenzbestimmungen des DMSB


    Bevor ich mich da jetzt noch schusselig suche - wäre es möglich, auch die Ziffer zu nennen, unter der in den DMSB-Lizenzbestimmungen der Hinweis zu finden ist, dass die Lizenz entzogen wird, wenn man an Motorsportveranstaltungen teilnimmt, die nicht unter die Hoheit des DMSB fallen?

  • Wenn ich mich recht entsinne, gabs (oder gibts?) es da einen Paragraphen, der mit Lizenzentzug für die Teilnahme an illegalen Rennen oder Veranstaltungen droht. Ist ja auch nicht verkehrt...


    Da aber behördlich genehmigte Veranstaltungen nicht illegal sind, gibt es da nichts zu befürchten. Auch wenn gewisse Kräfte des DMSB da in der Vergangenheit durchaus "über die Stränge geschlagen haben", und etwa versucht haben, die Genehmigungsbehörde bei NAVC-Veranstaltungen zu verunsichern, so ist die Rechtslage doch eindeutig...


    Nichtsdestotrotz bietet der NAVC den Teilnehmern sogar die Möglichkeit, unter einem Pseudonym aufzulaufen. Zum Einen, weil vielleicht auch nicht jeder Arbeitgeber immer wissen soll, was man so in der Freizeit macht, zum Anderen aber auch, weil eben manch einer Repressionen seitens des DMSB befürchtete.


    In dem Zusammenhang möchte ich aber an die neue Praxis des DMSB erinnern, dass man Lizenzen nun nicht mehr einfach vor Ort erwerben kann... Ich hab, als das hier bekannt wurde, schon den Verdacht geäußert, dass man vielleicht mehr Kontrolle haben möchte...


    Aber ich bin sicher, wenn der DMSB so etwas auch nur versucht, dann ist er auch für seine letzten Verfechter zu weit gegangen... Das werden sie schön bleiben lassen.


    Gruss Jo

  • Das müsste Rallye.ST meinen...Roter Teil...man beachte den letzten Satz.


    Art. 5 Lizenzsystem
    Der DMSB stellt Internationale und Nationale Fahrer-/
    Beifahrer- /Bewerber-Lizenzen in verschiedenen Lizenz-
    Stufen aus. In keinem Fall hat die Ausstellung einer Lizenz
    die Bedeutung einer Eignungsbestätigung.
    Für Fahrer/Beifahrer/Bewerber kann grundsätzlich nur
    eine (1) Lizenz für die entsprechende Disziplin ausgestellt
    werden .
    Bei eingeschränkten bzw. disziplinbezogenen Fahrer-/
    Beifahrer-Lizenzen (z. B. Kartsport, Dragster etc.), kann nach
    dem Erfüllen der Erteilungsvoraussetzungen, eine zusätzli-
    che Fahrer-/Beifahrer-Lizenz beantragt werden.
    Der Fahrer/Beifahrer/Bewerber darf nicht gleichzeitig im Be-
    sitz einer gültigen Lizenz sein, die von einem anderen der FIA
    angeschlossenen ASN ausgestellt wurde.


  • Wie bereits an anderer Stelle genannt:


    die FIA (hat die anerkannte Motorsporthoheit) gibt im ISG aus, dass diese nur jeweils einen ASN pro Land benennt. Der RSC wäre jedoch nicht der FIA anhängig, somit auch nicht unter das ISG fallend und daher würde ich behaupten, dass der letzte Satz, auf den sich hier bezogen wird, keine Bedeutung hat.

    Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage?

  • Bei diesem Unfall eines Gruppe-H-ähnlichen Fahrzeugs bei einer kleinen Rallye eines unbedeutenden Verbandes wurden damals zwei Zuschauer schwerverletzt. Der Streckenposten danach verurteilt. Er hätte sich besser mal vorher Gedanken gemacht für welchen Verband er da ehrenamtlich tätig wird.


    Hmmm, ist das jetzt ernst gemeint? Weil die Rede ist da ja immerhin von der Rallye Deutschland 2013.


    Und zur Verurteilung eines Streckenpostens (in diesem Zusammenhang) konnte ich nichts finden. Für unmöglich halte ich das aber nicht, immerhin befanden sich die geschädigten Zuschauer in einer Sperrzone - und ein Streckenposten direkt daneben...

  • Die Bedenken von Kuhnquist sind nicht von der Hand zu weisen.


    Natürlich kann man Kuhnquist in vielen Dingen fachlich nicht widersprechen. Da ist schon sehr viel wahres Wort dabei. Das Problem ist doch aber eher im menschlichen Bereich zu suchen. Es ist halt - wie ich schon mehrfach geschrieben habe - nicht immer völlig leicht miteinander zu sprechen, wenn Fronten verhärtet sind. Das ist im Rallyesport so, aber auch im normalen Leben. Hinzukommt, dass das durchaus "ehrbare" Engagement von Padamoh durch Nachfragen - selbst normales Nachfragen - augenscheinlich angegriffen wird. Dabei unterstelle ich einmal Kuhnquist, dass das so gar nicht beabsichtigt ist, sondern nur ein kontroverses diskutieren darstellen soll.


    Zu Unfällen sei einmal angemerkt, auch da hat Kuhnquist nicht Unrecht, dass im Falle des Falles automatisch jeder ehrenamtliche Rallyehelfer in Deutschland ein Problem hat. Es gibt genügend Fälle, in denen Streckenposten bzw. WP Leiter oder LS von ADAC Veranstaltungen vom Trägerverein des Dachverbandes komplett im Regen stehengelassen wurden und vor Gericht mehr als eine über bekommen haben. Nur dies wird sehr gerne verschwiegen. Daher ist es durchaus eine berechtigte Frage, wie ein zukünftiger Verband solche Aufgaben wahrnehmen möchte.


    Nochmals ganz deutlich: der DMSB hat es durch sein Verhalten in VIELEN Punkten nicht anders verdient, als das sich Widerstand formiert. Da bin ich komplett für. Und ja, in einem RSC oder in einem Nationalen Rallye Breitensportverband - wie auch immer - sehe ich für die Localheros durchaus ein Potenzial.


    Andererseits muss man sich einmal bewusst machen, welchen Vorwürfen der DMSB ausgesetzt ist, wenn man über Divisionseinteilungen spricht. Schon jetzt wird das Maß der Klassenvielfalt kritisiert. Wo soll also in diesem Punkt der Sinn in einem Verband bestehen, der "alles" und "jeden" versuchen möchte unter einen Hut zu bekommen. Das wird genauso wenig klappen. Am Ende teilt sich der Sport - so wie beim NAVC auch - in moderne Fahrzeuge und altertümliche Fahrzeuge auf und die Starterfelder werden es spiegeln.


    Wir haben nun einmal 2018. In anderen Ländern fahren einfach am Ende des Starterfeldes die B Asconas und Volvos als Klassik hinterher und jeder ist happy über die im guten Fall 25 Autos.

    Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage?

  • Die entscheidende Frage bleibt auch aus dem Gerichtsthema, wieviele Autos werden wir zusätzlich sehen? Eins sollte klar sein, selbst von 200 ausschliesslich national/ regional nutzbaren Lizenzen kann kein Verband betrieben werden, keine Leute, Versicherungen, Steuern bezahlt werden.

  • Hmmm, ist das jetzt ernst gemeint? Weil die Rede ist da ja immerhin von der Rallye Deutschland 2013.


    Und zur Verurteilung eines Streckenpostens (in diesem Zusammenhang) konnte ich nichts finden. Für unmöglich halte ich das aber nicht, immerhin befanden sich die geschädigten Zuschauer in einer Sperrzone - und ein Streckenposten direkt daneben...


    Sarkasmus und Ironie erkennt nicht jeder.
    Auch wenn das Video ein schreckliche Situation verbreitet, ist der allgemeine Beitrag von Intimidator durchaus kritisch und spiegelt die Situation um den ADAC/DMSB schon wieder.


    Ich bin gespannt was aus dem Projekt RSC wird und wie er sich entwickeln wird.

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