Deutliche Reduzierung der Testtage geplant

  • Absolut korrekt.
    Vor jeder Rallye wird 3 bis 5 Tage lang getestet, getestet und getestet. So werden bereits vor der eigentlichen Rallye 300KM im Test-Modus abgespult.
    Ich bin auch der Meinung das sollte dringend geändert werden.
    Die Jungs sollten schon in der Lage sein, bei jeder Rallye ein Grund-Setup zu haben und dieses dann auf den jeweiligen Fahrstil anpassen. Dazu reicht wohl je Fahrer max. 1 Tag.


    Denn bei allem Testen, man weis nie vorher, wie es bei der Rallye dann ausgeht!


    LG

  • Gebe dir grundsätzlich Recht, es ist die richtige Richtung denn dadurch kann man extrem Kosten sparen bzw. wird da zurzeit richtig Kohle verbrannt.
    Allerdings wäre ein Testtag pro Fahrer und Rallye bei drei Fahrern und 16 Läufen schon 48 Tage. Wenn der Nummer 1-Fahrer einen Testtag bekommt und Nummer 2 und 3 sich einen teilen wirds immernoch eng mit den 30 Tagen. Ich weiß nicht inwieweit Entwicklungstests darin mit einfließen, aber grade bei einem neuen Auto dürfte ein (halber) Tag schon knapp sein um am Setup zu arbeiten.
    Naja, vielleicht bringt auch genau das mehr Spannung mit sich, wenn der ein oder andere nicht mit dem perfekten Setup in die Rallye startet.

    Buy the ticket, take the ride..

  • Die angedachte Reduzierung ist der richtige Weg, über das wie kann und wird man Diskutieren.


    Wenn man ein Limit setzt sollte man dies meiner Meinung nach pro genanntem Auto/Fahrer in der WM machen.
    Zu Beispiel 3 Autos > je Auto 10 Testtage als Vorbereitung, entsprechend auch max. 10Testtage pro Fahrer/Auto.
    Dies würde verhindern das die Nr.1 bevorteilt wird und der Nr.2 oder 3 im Team Testtage "klaut".
    Setzt ein Team sporadisch weitere Autos bei einzelnen WM Läufen ein gibt es einen Testtag je Rallye pro Auto und jeweiligem Fahrer dazu.
    Das sehe so aus, zum Beispiel Hyundai anhand der 2018er Nennung:
    Neuville: 10 Tage
    Mikkelsen 10: Tage
    Sordo/Paddon: 10 Tage
    1 Gastauto-Rallye Deutschland: 1 Tag


    Schwieriger wird es den Teams die Entwicklungstesttage zu streichen.
    Da werden einige Teams stark querschiessen, zb. Toyota mit den idealen Testbedingungen vor der Haustür haben.

  • Sollen die Werke und Teams doch so viel testen, wie sie wollen. Wenn sie sich’s leisten können…


    Ist doch ihre Sache. Warum soll man immer Alles mit Bevormundungen regeln? Daß mir das großangelegte Testen mißfällt, wo im Gegenzug der eigentliche Wettbewerb, die Rallyes selber, immer kürzer werden, daraus habe ich nie ein Geheimnis gemacht.


    Man könnte die Sache anders im Sinne der sportlichen Fairneß regeln. Und eben denen bessere Chancen ermöglichen, die budgetbedingt weniger intensiv testen. Mein Vorschlag, schon seit Jahrzehnten: Fahrt wieder auf gemischten Belägen, dann sind es in erster Linie die Unterschiede im Fahrkönnen, die sich in der Ergebnisliste widerspiegeln. Und nicht so sehr die Unterschiede im Grad der Ausreizung der Technik.


    Aber das ist in einem Zeitalter, wo in allen Lebensbereichen Macht und Geld wichtiger geworden sind als Kreativität und persönlicher Einsatz, offensichtlich ein Tabubruch gegen relevante bestehende Prinzipien.

  • Mein Vorschlag, schon seit Jahrzehnten: Fahrt wieder auf gemischten Belägen, dann sind es in erster Linie die Unterschiede im Fahrkönnen, die sich in der Ergebnisliste widerspiegeln. Und nicht so sehr die Unterschiede im Grad der Ausreizung der Technik.


    Hört endlich auf Lugauer und alles wird gut. FIA, WRC, alle dumm und ohne Ideen.


    Oh mein Gott...

  • Hört endlich auf Lugauer und alles wird gut. FIA, WRC, alle dumm und ohne Ideen.


    Das hast jetzt DU gesagt! ;)


    Wie es gemeint ist, weiß ich aber auch. Ich will der FIA nicht unterstellen, daß sie per se dumm und ideenlos ist. Wahrscheinlich sind es die beteiligten Großkonzerne, die die Richtung vorgeben. Man will für seinen (zugegebenermaßen extrem großzügigen) Geldeinsatz einen Gegenwert von absoluter Dominanz. Sinngemäß: Wo kämen wir denn da hin, wenn da so ein Privatfahrer-Lümmel daherkommen könnte und uns, dem Geldadel, sportlich zeigen könnte, wo's lang geht.


    Man sieht ja auch bei genügend anderen Dingen, daß Dinge, mit denen man den Sport auf relativ einfache Weise aufwerten könnte, nicht genützt werden, ja geradezu verhindert werden. Siehe die GT-Rallyewagen. Anstatt sie in ihrer ursprünglichen Technik mitfahren zu lassen, womit sie die Spitze kongenial aufmischen könnten, hat man genau das getan, was nötig ist, um ihnen das totale Statistendasein aufzuerlegen. Und damit jeglichen Anreiz, mehr als maximal eine halbe Handvoll dieser Wagen bei den Rallyes zu haben, gezielt zerstört.


    Und offensichtlich hat man die Menschen auch schon ausreichend dazu erzogen, daß sie sich auch mit mittelmäßiger Show und Artenvielfalt zufrieden geben. Sodaß sich das vorhandene eher Langweilige auch gut verkaufen läßt.

  • Heißt dass, der letzte WRC-Lauf /die bisherige Saison war/ist langweilig ?


    Nennen wir es halt "Ansichtssache".


    Für mich steht auch außer Frage, daß die WM-Saisonen der letzten anderthalb Jahre zu den sportlich spannendsten der Geschichte gehören. Auf jeden Fall weit besser als das, was sich speziell zwischen 2004 und 2016 abgespielt hat. Für mich gehört halt noch ein bißchen mehr dazu, damit mir der Rallyesport richtig Spaß macht.


    Trotz aller sportlicher Qualität: Irgendetwas, was mir sehr wichtig ist, können die WM-Rallyes der heutigen Tage mir nicht bieten. Ich sage: In der Vielfalt der Charakteristik der beteiligten Rallyewagen fehlt mir Einiges. Und dabei bleibe ich. Und das ursprüngliche Wesen des Sports wurde auch zu sehr verwässert. Dabei bleibe ich auch. Unterschiede im Klangerlebnis, in der technischen Philosophie der Rallyewagen, in der Persönlichkeit der Rallye-Teilnehmer, hinsichtlich der Streckenführung und -Beschaffenheit: Das macht für mich (auch) den Reiz des Rallyesports aus! :)


    Man muß diese Meinung nicht teilen. Aber sie zumindest respektieren: Dafür wäre ich dankbar.

  • Ich finde Andi Lugauers Beiträge nicht ganz verkehrt!


    Wieso soll man alles Reglementieren? Wer zwingt die Teams dazu, so viel zu testen? Wenn sie Geld sparen wollen, können sie das doch auch jetzt schon tun. Warum ziehen die Teams an einem Testtag gefühlt 100 neue Reifen auf und bei der eigentlichen Rallye dürfen es nur 40 sein (übertrieben gesagt)?


    Die kleinen Privat Teams werden nie in der selben Liga fahren wie die großen. Das ist doch auch vollkommen normal!


    Solange es nicht diesen Einheitsbrei wie 2020 in der Rallycross WM gibt, wird sich daran auch nichts ändern. Einer ist immer etwas weiter als der andere, wie im echten Leben!

  • Sollen die Werke und Teams doch so viel testen, wie sie wollen. Wenn sie sich’s leisten können…

    Wie schön. Dann könnte man sich von M-Sport und - wahrscheinlich - auch Citroen schon mal verabschieden. Braucht eh niemand.

  • Wie schön. Dann könnte man sich von M-Sport und - wahrscheinlich - auch Citroen schon mal verabschieden. Braucht eh niemand.


    Moment mal…


    Daß dies unter den jetzigen Rahmenbedingungen mit einiger Sicherheit der Fall wäre, da magst Du recht haben. Deswegen halte ich eine Änderung der Rahmenbedingungen ja auch für so sinnvoll. Und eigentlich sogar für dringend notwendig. Aber da ist der Dogmatismus der führenden Konzerne ja mit Sicherheit stärker.


    UND: Ich bin mit Sicherheit der Letzte, der es gutheißt, wenn den finanzschwächeren Teams unnötig Wettbewerbsnachteile auferlegt werden. Im Gegenteil: Ich will so faire Konkurrenzverhältnisse als möglich. Und ich betrachte jedes zusätzliche Teilnehmerteam als Gewinn. Darauf kannst Du bei mir bauen.

  • ...
    Und offensichtlich hat man die Menschen auch schon ausreichend dazu erzogen, daß sie sich auch mit mittelmäßiger Show und Artenvielfalt zufrieden geben. Sodaß sich das vorhandene eher Langweilige auch gut verkaufen läßt.


    Musste lange suchen : ;)


    ...Und ich ziehe daraus die Konsequenzen, indem ICH den Stecker ziehe und die Rallye-WM bis auf Weiteres keiner Beachtung würdige...

    SKODA-KÖNIG RALPH-MARIO I.

  • Unbegrenztes Testen, freies Budget, sehr freies Reglement sind anno 2018 einfach nicht mehr machbar.
    Es führt zu Auswüchsen die im besten Fall 1-2 tolle Jahre liefern bevor die verbrannte Erde zum Vorschein kommt.
    Siehe WEC LMP1 Stand heute, nach den "glorreichen" Jahren 2015-2016.


    Freies Testen würde gerade bei oldstyle Rallies mit wechselndem Belag noch größere Budgets nach sich ziehen und damit dem Sport schaden.
    Am Ende blieben bestenfalls noch 2 Hersteller übrig, das will doch keiner.
    Die WRC ist seit 2016 auf einem guten Weg. Im Nachgang kann sich die WRC glücklich schätzen die Dominanz der VW Jahre unbeschadet überstanden zu haben.
    Mit nun 4 Herstellern, welche augenscheinlich auch längerfristig mit der WRC planen, hat man ein gutes Fundament und ein zur Zeit ausgeglichenes Fahrzeugfeld. Um dies zukünftig zu behalten und evtl. noch 1-2 Hersteller hinzuzugewinnen braucht es eine sinnvolle Budgetreglementierung.
    Anders wäre mir im Sinne des Spektakels auch lieber, siehe gr. B, aber die Zeiten sind nun mal endgültig vorbei.


    Für 2020 und folgend wird auch nicht die Reglementierung der Testtage für die Attraktivität der WRC entscheidend sein, sondern ob man das technische Reglement massvoll weiter entwickelt, fernab von verpflichtenden Hybrid und E-Hype und dem grassierenden Einstampfen der Rallyes zu Kurzzeitevents.

  • [MENTION=14749]Phoebe[/MENTION]
    bis auf die Kleinigkeit ..."längerfristig mit der WRC planen"...
    hast Du für mich den Nagel auf den Kopf getroffen !

  • Musste lange suchen : ;)


    Nicht schlecht…!


    Man muß nicht Alles wortwörtlich nehmen, was ich einmal geschrieben habe. Obwohl es im Wesentlichen schon stimmt. Ich sehe mir zum Beispiel keine Fernsehberichte von WM-Rallyes mehr an. Nach wie vor nicht. Meine Beziehung zur Rallye-WM ist eine ähnliche, wie ich sie schon lange zu den Formel 1 – Grand Prix habe. Da wird in meinen Augen nur sinnlos Sprit verfahren. Sollen Millionen Andere das toll finden: Mir ist diese Show zu billig.


    Ganz egal ist mir die Entwicklung der Rallye-Weltmeisterschaft aber dann doch nicht; insoferne muß ich mich ein klein wenig korrigieren. Immerhin haben die dortigen Trends auch nicht unbeträchtliche Auswirkungen auf den nationalen Rallyesport, wie jenen in Österreich. Wenngleich ich der Auffassung bin, daß die dortige chronische Flaute ihre Ursache nicht vordergründig im (kosten)technischen Bereich hat…


    Unbegrenztes Testen, freies Budget, sehr freies Reglement sind anno 2018 einfach nicht mehr machbar.
    Es führt zu Auswüchsen die im besten Fall 1-2 tolle Jahre liefern bevor die verbrannte Erde zum Vorschein kommt.
    Siehe WEC LMP1 Stand heute, nach den "glorreichen" Jahren 2015-2016.


    Freies Testen würde gerade bei oldstyle Rallies mit wechselndem Belag noch größere Budgets nach sich ziehen und damit dem Sport schaden.
    Am Ende blieben bestenfalls noch 2 Hersteller übrig, das will doch keiner.


    Wollen wir’s probieren? Ein Rallye Supercup im Großformat? Mit u.A. einem Anti-Capito und einem Anti-Mahonen als führende Manager des Championats? Und einer ebensolchen Ausrichtung?


    FIA & Co: Macht’s derweil so weiter, wie Ihr es für sinnvoll hält. Leben und leben lassen. Wir wollen in der Praxis sehen, welches Konzept langfristig den größeren Erfolg hat. Wenn Ihr das zulaßt. Sport frei! :D

  • Bevor die FIA in Sachen Reduzierung der Testtage aktiv wird, würde ich vorschlagen der MIC macht sich Gedanken, über eine Reduzierung der Wortmeldungen......

  • Also Testreduzierung predige ich schon lange, finde ich richtig, geht mir noch gar nicht weit genug. Könnte man meinetwegen noch weit mehr als angedacht beschließen. Bringt keinem was, diese ausufernde Testerei. Wenn ich sehe wieviele Videos etc. die letzten Jahre von Tests auftauchen, könnte man den Eindruck gewinnen, es vergeht kein Tag an dem nicht irgendwo, von irgendwem, getestet wird. Und andererseits möchte man Rallyes noch kompakter und kompakter machen um Kosten zu sparen....widersinnig :rolleyes:.


    Und teilweise muss ich dem Herrn Lugauer schon zustimmen. Klar, letzte und diese Saison sind durchaus spannend, im Vergleich zur Citroen- und VW-Ära. Komischerweise ertappe ich mich aber immer mehr dabei, das mich das seltsam kalt lässt. Liegt sicher an vielen Faktoren. Mehr als paar youtube-Videos nach der Veranstaltung brauche ich ich irgendwie gar nicht...mag auch am Fahrerfeld liegen. Meine Symphatien beschränken sich da auf ganz Wenige....Meeke ist jetzt weg, Ogier respektiere ich, Neuville mag ich irgendwie nicht, Mikkelsen auch nicht. Tänak mag ich irgendwie noch am meisten, aber so richtig mitfiebern...keine Ahnung, irgendwie ist mir das alles zu glatt, zu steril, zu...ich kann's nicht mal richtig sagen... Auch die neuen Autos, schon furchtbar spektakulär...aber.


    Es fehlt halt irgendwie an Vielfalt, an Typen etc....

  • Die WRC ist seit 2016 auf einem guten Weg. Im Nachgang kann sich die WRC glücklich schätzen die Dominanz der VW Jahre unbeschadet überstanden zu haben.
    Mit nun 4 Herstellern, welche augenscheinlich auch längerfristig mit der WRC planen, hat man ein gutes Fundament und ein zur Zeit ausgeglichenes Fahrzeugfeld. Um dies zukünftig zu behalten und evtl. noch 1-2 Hersteller hinzuzugewinnen braucht es eine sinnvolle Budgetreglementierung.
    Anders wäre mir im Sinne des Spektakels auch lieber, siehe gr. B, aber die Zeiten sind nun mal endgültig vorbei.


    Mag sein, daß die Zeit der Gruppe B mit ihren PS-Extremen und einiger anderer aus dem Ruder gelaufener Facetten vorbei ist. Daraus kategorisch abzuleiten, daß es heute nicht mehr möglich sein soll, ein farbenprächtig(er)es sportliches Spektakel zu bieten, und von vornherein jede dahingehende Vision abzuschmettern, das glaube ich jedoch nicht, daß das zielführend ist.


    Reglementierung, wo es sinnvoll ist? Bitte ja. Aber man hat da in vielen Bereichen schon viel zu sehr über das Ziel geschossen. Und den Sport damit in vielen Bereichen seiner Identität beraubt und Faktoren, die seinen Reiz ausmachen, gekillt oder massiv beschnitten. Andererseits hat man den jetzigen WRC's in Sachen Aerodynamik Freiheiten gewährt, die diesem Sport nicht ganz angemessen sind. Auch wenn ein Walter Röhrl das gegenüber der Vorgänger-Generation toll findet: Ich bin auch mit ihm nicht immer einer Meinung (meistens aber doch, das muß man sagen).


    irgendwie ist mir das alles zu glatt, zu steril, zu...ich kann's nicht mal richtig sagen...


    Warum so bescheiden? Ich hätte es nicht besser sagen können. :)


    Bevor die FIA in Sachen Reduzierung der Testtage aktiv wird, würde ich vorschlagen der MIC macht sich Gedanken, über eine Reduzierung der Wortmeldungen......


    Das würde Dir so passen! ;)


    Tröste Dich. Uns Idealisten werden ohnehin mehr als genug Steine in den Weg gelegt.

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