Volkswagen-Sportchef empfiehlt WRC einen Kurswechsel

  • [MENTION=1164]Andi Lugauer[/MENTION] - Genauso finde ich es auch, immer diese Gleichteile Vorschreiberei im Reglement. Ich würde zu den Teams sagen: Hört zu, wenn ihr wollt könnt ihr Hybrid machen, der Verbrennungsmotor bleibt so wie er ist fest im Regelwerk verankert, ihr bekommt einen Gewichtsvorteil beim Auto der das Mehrgewicht vom Hybrid ausgleicht. Die Mehrleistung könnt ihr frei in Vortrieb umsetzen ohne Einschränkung. Dann kann jeder Hersteller selber entscheiden wie er möchte und wie es ins Gesamtportfolio der Marke passt. Wäre interessant zu sehen was passieren würde. Diese Gleichteilekacke geht mir sowieso auf den Keks, der macht z.B. aus der Formel 1 einen quasi Markenpokal, und in der WRC könnte ja z.B. Subaru gar nicht mehr mitmachen weil die gar keinen 4 Zylinderreihenmotor anbieten im Impreza. Das war ja früher in der Gruppe 4 das geile, das alles mitfahren konnte was irgendwie sportlich daherkam, Fronttrieb, Hecktrieb oder Allrad, 4,5,6 oder 8Zylinder Egal Gruss Jörg

  • Ich lese einige Beiträge hier und denke mir, die Autoren haben beim Wort "Hybrid" sofort einen WRC-Prius im Kopf, der lautlos von WP zu WP stromert. Dabei gibt es inzwischen soviele Möglichkeiten elektrische und chemische Krafterzeugung zu kombinieren, dass sich sicherlich auch für den Rallyesport eine sinnvolle und effektive Lösung finden lässt.


    Ein kleines Gedankenspiel und nur eine von vielen Möglichkeiten: Die meisten WRCs sind sowieso schon leichter als es das Mindestgewicht vorschreibt und haben deshalb strategisch plazierte Zusatzgewichte. Ob ich da jetzt eine Stahlplatte nehme oder ein Akkumulatorarray plaziere sollte nicht das Problem sein.
    Was ich mit dem Strom mache ist die andere Frage. Aber auch hier haben uns schon andere Motorsportarten gezeigt, wie es geht. Stichwort MGU-H in der Formel 1. Das ALS durch einen E-Motor zu ersetzen ist zwar ein Stich ins Herz aller Soundenthusiasten, auf der technischen Seite aber gleichzeitig ein Segen für den Turbolader. Ideal regelbarer Ladedruck und weniger Verschleiß durch thermische Belastung. In Summe die Möglichkeit mehr Leistung zu generieren und diese sogar noch besser kontrollieren zu können.
    An einer Kehre stehend auf knatternde Auspuff-Orgien verzichten, um ein WRC zu sehen (bzw. zu hören), das beim Anbremsen bereits den Sauerstoff in sich aufsaugt, ihn am Scheitelpunkt in seine Brennräume entlädt und mit vier qualmenden Reifen davonbeschleunigt? Meiner Meinung nach nicht weniger spektakulär.
    Was den Sicherheitsaspekt angeht sei ein Exkurs in die gegenwärtige Entwicklung angeführt: Im Audi TT Clubsport Turbo sowie im in Serie produzierten SQ7 laufen bereits elektrische Verdichter mit einem 48-V-Bordnetz. Ist zwar mehr, als die altbekannten 12V, aber noch ein Stück weit von der als hochbrisant empfundenen Hochvolttechnik entfernt.


    Hybrid-WRC kann bereits mit der heutigen Technik funktionieren, und vielleicht ist es an der Zeit, dass die Antriebstechnik der Autos nun den gleichen spektakulären Sprung macht, wie es die Karosserien vergangenes Jahr getan haben

  • Was bei den 24h von Le Mans funktioniert, sollte in der WRC verfeinert werden. Bis dahin träume ich weiter von dem Cayman WRC mit einem (gedrosselten) 919 Allrad-Hybrid-Triebstrang.

    Man bekommt den Jungen aus dem Dorf, aber nicht das Dorf aus dem Jungen...

  • Echt jetzt?
    Ich empfehle Möhren oder einen guten Optiker.
    ;)
    Ich finde die Autos sehr unterschiedlich, auch in weiß.
    Außer den Citroen, den kenne ich live nicht in weiß.

  • Klar sehen die alle unterschiedlich aus, sonst wären es ja die selben Autos. Aber vom Grundstyle sind die alle ähnlich, das ist unabstreitbar, und das ist halt schon schade, weil man da Einheitsbrei reininterpretieren kann. Genau wie die F1, oder Indy oder Nascar oder was weis ich. Das Reglemenet lässt alles ähnlich aussehen. Wenn das freier wäre, wären die Unterschiede bedeutend ausgeprägter. Ob das gut oder schlecht ist, sei mal dahingestellt, es ist letztendlich dann doch nur die Optik.

  • aber nicht wenn ich die Fahrzeugkategorie freistelle. Wenn dann ein Fiesta und ein Passat hätten mehr als nur optische unterschiede (nur als Beispiel). Finde den zwang zum Kleinwagen irgendwie widersinnig auch wenn Kleinwagen heute garnichtmehr so klein sind!

  • Ich lese einige Beiträge hier und denke mir, die Autoren haben beim Wort "Hybrid" sofort einen WRC-Prius im Kopf, der lautlos von WP zu WP stromert.


    Nein nein! Wohl eher einen Panoz Q9 Hybrid...! ;)


    Wenn Du mir diese persönliche Bemerkung gestattest: Ich bin sehr beeindruckt davon, wie intensiv Du Dich mit dem Sachthema befaßt, und wie viel eigene Kreativität Du einfließen läßt. Bei dieser Gelegenheit: Von meiner Seite ein HERZLICHES WILLKOMMEN!! :D


    Was bei den 24h von Le Mans funktioniert, sollte in der WRC verfeinert werden. Bis dahin träume ich weiter von dem Cayman WRC mit einem (gedrosselten) 919 Allrad-Hybrid-Triebstrang.


    Auch nicht schlecht...! ;)


    12887_WRC_cars-2018_3.jpg
    Welches Auto soll jetzt bitte welchem ähnlich sein?
    :confused:


    Nun ja...wären Alle in der gleichen Farbe lackiert, müßte man sich bei zumindest Dreien schon sehr anstrengen, um sie auseinander zu halten oder gar die Marke zu identifizieren. Da muß ich CoolMcCall, MartinGSI und SBehl schon recht geben. Da waren die WRC's der ersten Generation schon etwas ganz Anderes: Der Subaru sah völlig anders aus als der Toyota, und der war wiederum ganz anders als der SEAT oder Skoda. Die Fords waren völlig anders als die Mitsubishis. Und so weiter...


    Und sportlich waren die Karten trotzdem ordentlich gut gemischt.


    Ich wäre sehr dafür, daß man bei der nächsten Reglement-Umgestaltung wieder stärker darauf setzt, daß man Fahrzeuge unterschiedlicher Gattung bzw. Charakteristik einsetzen darf (und die sich somit in der Optik und auch ein wenig im technischen Layout deutlich unterscheiden). Vielleicht wäre tatsächlich eine Anlehnung an die selige Gruppe 4 nicht schlecht. Und dann das, was ich immer sage: Selektivere, abwechslungsreichere und längere Strecken, dann wirken sich Unterschiede in der technischen Performance der einzelnen Wagen gar nicht mehr so stark aus...:)


    Allerdings wäre ich dafür, bei den Hybrid-Wagen einen kleinen Handicap-Faktor einzubauen (aufgrund des Leistungsvorteiles durch den zusätzlichen Elektroantrieb). Wahrscheinlich würde sich der ohnehin aus dem Gewicht der Akkumulatoren ergeben.

  • Ich finde auch man sollte nicht alles kaputt reglementieren.
    Mit vielen Köpfen könnte man ein gutes Konzept mal für ein paar Jahre probeweise starten.
    Ich weiß, Probeweise auf einen WM Titel verzichten ist wahrscheinlich den meisten nicht so recht.
    Aber mal weiter
    Was nicht geht dass Ein E Auto oder ein Hybrid nach jeder WP neue Zellen bekäme. Es müsste was einfaches, nahezu vergleichbares her wo Antriebe sich unterscheiden dürften aber keiner seine Nachteile durch Reglementlücken zu sehr zum Vorteil machen dürfte.
    Z.B. Ein EAuto geht ab wie ein Zäpfchen aber brauch immer ne Schnellladeeinheit oder neuen Akku in der nähe. Dann müsste man auf bessere Akkus setzen. 250km müsste dann jedes Fahrzeug unabhängig von seinem Antrieb weit kommen ohne dazwischen zu Laden oder Tanken. z.B.
    Das würde den Fans vielleicht sogar Spaß machen. Vielleicht gäbe es wieder Kultobjekte, manch einer im Positiven Sinne wie ein Audi oder vielleicht auch im negativen.

    Einmal editiert, zuletzt von Grobilein ()

  • ...wären Alle in der gleichen Farbe lackiert, müßte man sich bei zumindest Dreien schon sehr anstrengen, um sie auseinander zu halten oder gar die Marke zu identifizieren.

    Also ich kann die aktuellen Autos selbst im Dunkeln anhand der Lichter unterscheiden und erkennen. Aber wahrscheinlich bin ich da zu sehr Auto-Freak.


    dann das, was ich immer sage: Selektivere, abwechslungsreichere und längere Strecken, dann wirken sich Unterschiede in der technischen Performance der einzelnen Wagen gar nicht mehr so stark aus...:)

    Naja realistisch gesehn müsste das ja vorraussetzen, dass jede WP alle Charakteristiken beinhaltet, ansonsten sind ja trotzdem z.B. auf den engen, winkligen WPs die kürzeren, schmaleren Autos schneller und auf breiten, schnellen Strecken die langen, breiten Autos im Vorteil. Somit gäbe es zwar Unterschiedliche WP-Sieger, aber immer die gleichen auf ähnlichen WPs.


    Ich verstehe zwar eure Wünsche und kann es nachvollziehen, trotzdem glaube ich nicht dass z.B. VW statt einem Polo plötzlich einen Passat einsetzen würde, nur weil es das Reglement erlaubt. Die momentane Fahrzeugklasse ist wohl auch bezüglich Radstand usw. am Besten für Rallye geeignet.
    Und einerseits soll das Reglement offener werden, andererseits soll man dieses Antriebskonzept durch das Reglement einbremsen, jenes Konzept gezielt Bevorteilen, damit sie auf ein etwa gleiches Level kommen? Ich sehe schon die Schreie nach Ungerechtigkeit, wie bei der BoP.


    Dann doch lieber wie momentan ein striktes, faires Reglement mit unglaublich hoher Leistungsdichte und nicht vorhersehbaren Siegern. :)

    Buy the ticket, take the ride..

  • Was nicht geht dass Ein E Auto oder ein Hybrid nach jeder WP neue Zellen bekäme. Es müsste was einfaches, nahezu vergleichbares her wo Antriebe sich unterscheiden dürften aber keiner seine Nachteile durch Reglementlücken zu sehr zum Vorteil machen dürfte.
    Z.B. Ein EAuto geht ab wie ein Zäpfchen aber brauch immer ne Schnellladeeinheit oder neuen Akku in der nähe. Dann müsste man auf bessere Akkus setzen. 250km müsste dann jedes Fahrzeug unabhängig von seinem Antrieb weit kommen ohne dazwischen zu Laden oder Tanken. z.B.


    So in etwa stelle ich mir das auch vor.


    Ich verstehe zwar eure Wünsche und kann es nachvollziehen, trotzdem glaube ich nicht dass z.B. VW statt einem Polo plötzlich einen Passat einsetzen würde, nur weil es das Reglement erlaubt. Die momentane Fahrzeugklasse ist wohl auch bezüglich Radstand usw. am Besten für Rallye geeignet.
    Und einerseits soll das Reglement offener werden, andererseits soll man dieses Antriebskonzept durch das Reglement einbremsen, jenes Konzept gezielt Bevorteilen, damit sie auf ein etwa gleiches Level kommen? Ich sehe schon die Schreie nach Ungerechtigkeit, wie bei der BoP.


    Dann doch lieber wie momentan ein striktes, faires Reglement mit unglaublich hoher Leistungsdichte und nicht vorhersehbaren Siegern. :)


    Es spricht Einiges dafür, das muß ich zugeben. Auch wenn ich angesichts des doch sehr stark ausgeprägten Einheitsbreis damit nicht ganz glücklich bin. Bei aller Freude über die überdurchschnittliche Spannung.


    Das ist meine ganz persönliche Sichtweise, aber ganz allein bin ich damit offensichtlich nicht.


    Wenn nun aber schon von einem hochrangigen Sportdirektor eines Großkonzernes plus vom FIA-Präsidenten eine Umgestaltung des Reglements angeregt bzw. eventuell sogar fix ins Auge gefaßt wird, dann sollte man - quasi in einem Aufwaschen - auch gleich überlegen, wie man wieder mehr Artenvielfalt ins Geschehen bringen kann. Und es gibt sicher Mittel und Wege, das Reglement so fair zu gestalten, daß eine Mittelklasse-Familienkutsche ähnlich konkurrenzfähig ist wie ein Kraftzwerg à la Corolla oder Fiesta. Bei den WRC's der ersten Generation hat es ja auch funktioniert, und die wesentlichen Grundgesetze der Physik ändern sich ja nicht so kurzfristig wie diverse Moden...:) Notfalls könnte man auch überlegen, den längeren (und demgemäß etwas schwereren) Fahrzeugen mehr PS zu geben, um auf das gleiche Leistungsgewicht zu kommen. Hundertprozentige Gleichheit zwischen den Wagen wird es nie geben. Alleine schon deswegen, weil die Fahrer ihre Wagen unterschiedlich abstimmen, weil dem einen mehr ein untersteuerndes und dem anderen mehr ein übersteuerndes Vehikel liegt usw.. Von Dingen wie Bremskraftverstellung, individuelle Drehmomentkurve, Achslastverteilung und all dem gar nicht zu reden.


    Ein Vorteil wäre auch, daß man mehr Mitbewerber ins Geschehen holen könnte (vgl. Jahr 2000 - sieben Werke in der WM!), wenn mehr unterschiedliche Fahrzeuggattungen zugelassen wären. Eventuell auch wieder Subaru. Die haben traditionell immer etwas längere Wagen eingesetzt (wenn schon VW nicht an einem Einsatz des Passat interessiert wäre).


    Wie weit es sinnvoll wäre, den Nicht-Hybrid-Wagen gegenüber den Hybrid-Wagen Gewichts- oder ähnliche Vorteile zu verschaffen, läßt sich schwer abschätzen. Man müßte wahrscheinlich einmal ein Jahr Wettbewerbspraxis vergehen lassen und Erfahrungswerte sammeln, ehe man sich da exakter festlegt. Ob sich das eventuell im Voraus austesten läßt, um das genauer einschätzen zu können - keine Ahnung.


    Aber ich bleibe bei meiner alten Forderung: Eine (für meine Begriffe) RICHTIGE Rallye muß sowohl Asphalt- als auch Schotter-Untergründe aufweisen. Am besten 50 : 50. Oder zumindest 30 - 70 (oder umgekehrt). Alles Andere ist für mich nur eine halbe Sache.


    Bei so etwas relativieren sich die technischen Unterschiede. Da rückt sehr schnell wieder der Fahrer in den Vordergrund. Beispiele aus der Praxis? Unzählige...:)

  • Das mit den Straßenbedingungen wird dann wahrscheinlich eher von Rallye zu Rallye variieren und nicht von WP zu WP falls ihr wisst was ich meine. Da wird sich zeigen wer das bessere Konzept hat wenn er auf der Anderen Rallye startet.
    bin nicht gegen Kurswechsel in der WRC aber Hybrid ist einfach nicht meins.
    Viel zu viel Technik, Zusatzgewicht, Augenwischerei etc. Jedes Kilo kostet Energie hab ich mal gelernt. Auch in der Herstellung, Entsorgung, im Fahrbetrieb.
    Aber wenn es sich durchsetzen sollte dann soll es so sein.
    Bin skeptisch aber lass mich gerne eines Besseren belehren. Doch man sollte nicht nur kurzfristig denken.


    Was wirklich witzig wäre wenn es auch noch unterschiedliche Autos gäbe mit Mittelmotor, Heck oder was neues auf dem Dach :-)
    Im ernst, kleine Autos toll. Aber wo bleibt die Vielfalt? Groß, Klein, und etwas Seriennäher müssten sie sein. Ist da überhaupt noch was Serienmäßiges verbaut?
    Kein Schalter, Keine Scheibe...nichts glaube ich oder? Viel zu teuer sowieso.
    Da schweife ich zu sehr ab glaub ich.

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