FIA plant neues Rallye-System

  • aber doch bleibt die frage unbeantwortet. Woher kommt der Preis. Sie werfen mit nicht nachvollziehbaren daten um sich und beschweren sich wenn jemand fragt woher diese kommen?


    Ich habe ihnen doch nur eine ganz einfache Frage gestellt? Ist das in einem Forum wirklich so schlimm?
    Ich wiederhole die Frage nochmals. Wie kommen sie auf den Preis "unter 30t€ einsatzfertig"? Bitte eine sachliche Antwort!

  • Zwischenfrage: warum diskutieren eigentlich immer Leute so uneingeschränkt für etwas, dass noch niemals selbst erlebt wurde? Lese hier keine Meinungen von Leuten die homologierte Fahrzeuge als Werkspaket eingekauft, aufgebaut und eingesetzt haben.


    Abgesehen davon: kaum woander wird so in Bezug zu Preis gelogen wie im Motorsport. Die Autos sind immer alle angeblich schnell günstig aufgebaut. Nur seltsamerweise nicht mehr, wenn diese Autos dann irgendwann im Kleinanzeigenteil landen. Was da manche für Bastelbuden aufrufen ist immer wieder grausam. Da gebe ich insoweit Kuhnqvist recht. Der Vorteil eines homologierten Fahrzeuges sind doch die Einheitsteile, die ich über Kundensportabteilungen oder gar den nächsten Markenhändler vor Ort erwerben kann.


    Und zum Thema heute ist ja alles so teuer: ich kann gerne mal vorrechnen was mein erstes Juniorauto (Suzuki Swift) aus dem Cup gekostet hat. Inflationsbereinigt ist das definitiv nicht weniger als heutzutage aufgerufen wird.

    Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage?

    Einmal editiert, zuletzt von zweipunktnull ()

  • Herstellerfreigabe? einfache Zulassung? passen in die heutige Zeit? Haben Sie Herr Kuhnqvist eigentlich einen Hauch von Ahnung vom Zulassungsrecht? Alleine wegen dem sqz Getriebe wird das Auto eine Ausnahme vom Abgas brauchen, oder glauben Sie, die Hersteller machen für die 20 Sätze im Jahr ein Abgasgutachten?? Ebenso für das Crashverhalten usw.


    Klappt ja bei den jetzigen R-Fahrzeugen sehr gut. ;-) Wenn ich von was keine Ahnung habe, mache ich mich entweder schlau, oder halte mich bedeckt.


    Meine Meinung.

  • Eigentlich dachte ich dass WRC, WRC2 und WRC3 die WM-Klassen sind und auch bleiben!


    Aber kaum hat man sich an was neues seitens der FIA gewöhnt, schon stellt diese wieder alles auf den Kopf!


    Wer dass noch verstehen soll????

  • die ganze Debatte um Preise ist doch uninteressant viel wichtiger ist wer ist in der Lage sich ein solches Fahrzeug leisten zu können.
    Denn nur ein solches Fahrzeug zu Kaufen reicht ja auch nicht, man hat ja auch Kosten für Einsatz, Revisionen, Reifen, Ersatzteile usw.usw.
    Wir sollten nicht vergessen das es junge Leute sein sollen die hier als Kunden angesprochen werden. Doch wie viele können sich große Veranstaltungen oder eine ganze Saison leisten ? Alle aus dem Adam Cup zb. können ein Lied davon singen was das kostet . Nicht jeder ist von Haus aus mit genug Geld gesegnet.


    Wenn ich nachwuchs möchte muß eine Kostengünstige Lösung vor allen für die nationale Szene her den dort beginnt alles.
    Ich weiß jetzt kommt Gr. G doch hier benötige ich relativ junge Fahrzeuge eigentlich einen 4x4 Japaner (G1) da die kleinen G Klassen ja nicht genug Teilnehmer
    aufweisen und dann mit den großen zusammengelegt werden. Also wieso soll dann noch jemand einen kleinen Gr. G aufbauen oder Kaufen ???
    Bestimmt nicht um Klassenfühler für die G1 zu machen.

    Einmal editiert, zuletzt von CossiWRC ()

  • Zwischenfrage: warum diskutieren eigentlich immer Leute so uneingeschränkt für etwas, dass noch niemals selbst erlebt wurde? Lese hier keine Meinungen von Leuten die homologierte Fahrzeuge als Werkspaket eingekauft, aufgebaut und eingesetzt haben.


    Hallo zweipunktnull,


    tja, das frage ich mich auch.


    Selbst habe ich wirklich sehr viel positives erlebt und so ziemlich alles gefahren (--und fahren lassen!), was (fast) serienmäßig war --- nur noch keinen Allrad.
    Und alle waren ruck-zuck mit 2-3 Freunden aufgebaut. Außerdem kamen die Autos praktisch immer ins Ziel - es sei denn, die Kisten lagen auf dem Dach oder steckten fest in der Böschung....und die Serien-Autos mussten tatsächlich Rallyes bewältigen und nicht 33,3 Km Sprintveranstaltungen rechtsrum und linksherum


    Das tollste war der Aufbau der HOMOLOGIERTEN(!) Opel-Kadett-Cup-Autos. 4 Bilstein (Stückpreis ca. 25,- Euro),Matter-Schraubkäfig, 2 Gurte, 2 Sitze,Haubenhalter,U-Schutz ...und dann ging es los . 130 "Gegner" und irren Spaß. Leider kam dann der Frontantrieb Kadett und vorbei war's mit dem geilen Ritt auf den 60 -65 PS "Kisten" mit 165er Serienreifen. (Ähnliches ginge heute praktisch immer noch -- siehe unten)


    Das tollste frontgetriebene Auto war später der HOMOLOGIERTE Suzuki 1,3 GTI. Besonders die erste kastenförmige "Kiste" Swift AA war der Hit und taugte bei richtig langen Rallyes (nicht 35km-Juckelei) aber auch am Berg, Slalom , Sprintrennen und gleichzeitig(!) bei Langstreckenrennen wie VLN und 24-Stunden-Nürburgring.



    Homologiert bedeutet eine exakte Bestandsaufnahme des Autos mit allen Werten. Was dann für Käfige oder Stoßdämpfer, Sitze etc, montiert wurden, das war egal. Und ist es 2016, 2017, 2018 bei R1 ( neu: R5) eigentlich auch fast immer noch egal. Beim Swift gab es Ende der 80er Jahre nix aus dem Prospekt zu kaufen. Internet gab's auch noch nicht. Smartphone auch nicht. Musstest du dir selbst zusammenstricken. Und es hat funktioniert. Und die haben gewonnen. Gegen gleichstarke Autos. Und wenn sie nicht gewonnen haben, dann wurde Geld auf den Tisch gelegt und Außenspiegel vermessen, 6mm-Schrauben an der Querstrebe überprüft, das Sitzgewicht auf den Gramm genau gemessen, das ganze Auto auseinandergebaut, nach der (nicht vorhandenen) Diff.- Sperre gesucht und dabei 2,5kg Schwungscheibenuntergewicht festgestellt und weg war die ONS-Lizenz (Vorgänger des DMSB)und der 3. SUZUKI-Cup-Sieg in Folge war da.


    20 Jahre später dann (aus Jux) mit dem wohl ersten R1-Twingo RS ein Start auf der Nordschleife (Einladungsrennen Renault). Und da war es wieder, dieses irre Gefühl, dass auch absolute Serienwagen kostengünstig irre Spaß machen. Müssen eben nur halbwegs leistungsgleich sein. Direkte Konkurrenz gab es keine- wie auch, es gab ja im Mai 2010 noch keine R1-Autos.


    Ein Jahr später dann der erste Rallye-Start des Twingo RS beim EM-Lauf in Antibes mit ca. 250km-WP. Die montierten Bremsbeläge reichten auch noch für die gleiche Rallye ein Jahr später ! Die Citroen (Äh,DS) R1 mögen evtl. Getriebeprobleme gehabt haben. Auch gut möglich, dass der betreffende Fahrer "Getrieberietis" hatte. Einer unserer Fahrer hat mit einem nagelneuen Serien-Getriebe im Citroen DS3 -Vorläufer (Saxo 1,6 VTS Gr.N-1600) keine 4 Runden auf dem Hockenheimring geschafft. Dann war das Getriebe in Dutten. Das nächste Getriebe hielt dann 3 Runden.... Anderen Fahrern und Fahrerinnen haben wir gezeigt, wie man vorsichtig und gekonnt schaltet. Da halten die Getriebe fast problemlos. Gewonnen wurde trotzdem. Einzige Einschränkung: wenn es anfängt zu Kratzen müssen sofort die Synchronringe getauscht werden.


    Übrigens :
    Ein Twingo RS R1 ist nix anderes als ein ausgeräumtes Gruppe G Auto (LG3) mit Bremsverstellung (wegen des deaktivierten ABS) , ca. 3-5cm höher als Gruppe G und ohne die ca. 7% kürzere Gesamtübersetzung.


    Deshalb gibt es (still und leise) schon 2018 eine DMSB-Juniorwertung bei Rallye 70 für RC5 (R1 inkl. N-1600) und Gruppe LG3 (also BMW,Opel, VW etc)


    Und wenn ihr über R1 oder neu R5 sprecht, dann bedenkt bitte, dass wir heute von 1,05 Liter Turbos sprechen. Möglich wären (falls homologiert):


    Audi A1
    Ford Fiesta 1,0 Turbo
    Hyundai i20 1,0 Turbo
    Kia Picanto
    Kia cee'd
    Opel Adam 1,0
    Renault Twingo 0,9(Heckantrieb)-ist in Italien homologiert !!!
    Smart 0,9 Turbo
    Seat Ibiza 1,0 Turbo
    Skoda Fabia 1,0 Turbo
    Suzuki Baleno 1,0 Turbo
    Suzuki Swift 1,0 Turbo -- ist in Italien homologiert !!!
    VW Up 1,0 Turbo
    VW Polo 1,0 Turbo
    ...etc.



    Die deutschen Autohändler - besonders die, die selbst Motorsportler waren - freuen sich schon.


    Die R1 (R5) brauchen sicherlich noch kein sequenzielles Getriebe und keine Sperre -- es sei denn Fahrer hat "Getrieberietis" (siehe oben).




    ...und hier die gleich morgen realisierbare Idee für "Flaschensammler" :


    Man nehme einen gebrauchten (homologierten) N-1600 Suzuki Swift-Straßenwagen von Oma und das frz. GT1-Kit für ca. 2850,- .


    Dann mit 2-3 Kumpels die "Kiste" an 3-4 Wochenende zusammenkloppen und in der DMSB-Juniorwertung 2019 starten.



    In Hannover schwitzt wie verrückt


    Frank

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  • Was ist denn der GT1-Kit?

    Darf ich das?

  • Hallo Frank,


    so schön es war deinen Beitrag zu lesen muß ich dir doch sagen das dies die Vergangenheit ist.
    Heute sieht die Sache dann doch ein wenig anders aus. Um ein Fahrzeug zu bauen womit du heute auch in deiner Gruppe/Klasse gewinnen kannst
    bedarf es doch einiges mehr "leider".
    Sicher kann man auch mit minimalem Aufwand ein Fahrzeug bauen aber keins mit dem man auch gewinnen kann.
    Das war früher auch nicht anders. Auch da konntest du dir ein Gr. N Auto aufbauen für relativ wenig Geld eben nur das notwendigste oder mit allem was gut und teuer war. Da war der Kostenunterschied schon gewaltig.
    Und wo willst du heute noch mit einem Frontkratzer ohne Sperre hin ? Die Zeiten haben sich nun mal geändert und damit auch die Kosten.

  • Die neue R5 hört sich gut für ein Einsteigerauto an, dass eine internationale Rallye überstehen soll.


    Ansonsten kenne ich momentan keine bessere Einstiegsmöglichkeit für jedermann als das hier:


    http://www.206rallycup.com/


    Das kann ich bestätigen, wir nehmen in dieser Saison am Cup in den Niederlanden teil.
    Ein fertiges Auto kann man für 5000€ bauen oder kaufen, es gibt auch Möglichkeiten Fahrzeuge zu mieten.
    Gefahren werden Short-Rallys (vergleichbar unserer 70er) sowie 3 Läufe zur NL-Meisterschaft (der letzte war die GTC-Rally, 165 KM WP, Zielankunft am Morgen nach 2:00 Uhr mit einer WP-Fahrzeit von fast 2 Stunden)
    Trotz der grossen Anzahl an WP-Kilometern reichte hier ein Erscheinen am Freitagabend. Passte alles incl. Abnahme und 2x Besichtigen !
    Die Autos sind natürlich keine Raketen, das Getriebe ist viel zu lang, es wird einheitlich mit Toyo-Strassenreifen gefahren - gleiches "Leid" für alle. Im Gesamtklassement reicht es immer noch um in der ersten Hälfte auszukommen, der Kampf innerhalb des Cups ist recht eng und macht einen Heidenspass !


    Wer Interesse oder Fragen zum Cup hat - einfach fragen !

  • Zu dem (inhaltlich sehr wertvollen) Artikel, welcher die Basis für diesen Thread bildet, möchte ich sagen, daß ich gerne noch Informationen hätte, ob und wie es mit den RGT-Wagen weitergehen soll. Für mich und wohl auch alle anderen sachorientierten Leser, denen Artenvielfalt im Rallyesport wichtig ist, ein gar nicht so unbedeutendes Thema.


    Die bisherige (zweiradgetriebene) R3 wird offenbar ersetzt durch eine neue Vierrad-Kategorie (möglicherweise in Form der geplanten R4-Kits).


    [MENTION=13621]Frank Ehrhardt[/MENTION]:


    Sehr interessante Theorien. Vor Allem die Liste der aufgezählten Fahrzeuge, welche für eine Homologierung als Rallye 5-Wettbewerbswagen in Betracht kämen, zeigt die Möglichkeiten, die in dieser Klasse liegen, eindrucksvoll auf.


    Jetzt die entscheidende Frage: Wie kann man das am Besten in die Praxis umsetzen? Vor Allem dann, wenn die Werke keine Homologation bei der FIA beantragen wollen? Zumindest nationale Einsätze in der Gruppe G?


    Da wiederum stelle ich mir die Frage: Wenn (wie von CossiWRC angesprochen) der Anreiz sehr gering ist, einen "kleinen" Gruppe G einzusetzen, weil man zumeist gemeinsam mit den 4WD-Fahrzeugen jener Kategorie gewertet wird und Einem die um die Ohren fahren - woran liegt das, und wie könnte man das ändern? Wie motiviert man die jugendlichen Fahrer mit relativ wenig Budget dazu, möglichst zahlreich und oft mit einem "kleinen" Gruppe G oder von mir aus auch Rallye 5 zu starten? Damit wäre schon ein wesentlicher Schritt getan, um das Dilemma zu überwinden.


    Meiner Meinung nach wären nicht nur die Werke oder Importeure gefordert, sich hier stärker um den Nachwuchs zu kümmern (etwa durch Cups, verbilligte Autos und Teile sowie Siegesprämien). Auch die "Rallye-Politik" könnte Impulse oder Anstöße liefern, damit vor Allem die ein- und aufstiegs-willigen Rallye-Jungtalente auf der Kapitalseite stärker unterstützt werden (Sponsoren-Vermittlung oder Ähnliches). Denn die sind vornehmlich die Zukunft des Sports. Und vielleicht klappt es dann auch besser, alte Wettbewerbswagen zunehmend durch neuere zu ersetzen.


    [MENTION=14759]CossiWRC[/MENTION]:


    Deine Gedanken sind berechtigt, allerdings orte ich Widersprüche zwischen Deinem vorletzten und Deinem letzten Eintrag in diesem Thread. Um eventuelle Mißverständnisse auszuräumen: Wie stellst Du Dir die Ideallösung in der Frage der günstigen Einsteiger-Fahrzeuge vor?



    (Now something completely different...)


    [MENTION=3812]Kuhnqvist[/MENTION]:


    Einen schönen Gruß von mir...:D



  • Hallo CossiWRC,


    meine Aussage ist, das geht auch heute noch gut, günstig und siegfähig.


    Diese Aussage soll Neulingen und Wiedereinsteigern Mut machen .


    Du zweifelst meine Aussage an, die sich auch auf 2018 bezieht - siehe auch besonders die N2-serie mit dem frz. Kit und die DMSB-Junior-Wertung


    OK, dann muss ich jetzt wohl meinen TwingoRS so serienmäßig zusammenbauen wie einen Gruppe Gruppe LG3 (meistens auch G19 genannt) .


    Wo treffen wir uns zum Duell ? ? ….am besten am 30.08.2018 in Hartenholm ?


    ...siehe : https://www.werner-rennen.de/


    Es grüßt


    Frank

  • wenn einige Einsteiger, Junioren, Hobbyfahrer für kleines Geld in einer kleinen G-Klasse fahren würden, wäre die Klasse doch voll, würde gewertet und es gäbe gar Pokale für die Besten ... läuft. Doof halt, wenn diese "Leute" meinen, mit einen 200+ PS Hecktriebler oder gar TurboAllradler fahren zu müssen. Und an Modellvielfalt hapert's in der G kaum ...


    Bin in diesem Punkt bei Frank Erhardt: wenn man wirklich wollte, kann man Rallyesport noch immer recht preiswert (im besten Wortsinn) mit viel Spass/Adrenalin betreiben. Nur für größere/anspruchsvollere Veranstaltungen (int = FIA/DMSB ;-) sehe ich nach meiner Weiz/A-Erfahrung klare Vorteile in einem sequentiellen Getriebe (Ausfallrisiko) - aber das scheint schon das Limit/Luxus in der künftigen "Rally5" (R1) zu sein ...


    (M)ein Resümee: es braucht eine klare Struktur und Reglement (Wettbewerbsgleichheit). Für den "Basis"-Breitensport (nat oder int) braucht es aber weder neue Klassen, eine M1, die Gruppe H oder gar einen alternativen Verein. Sondern den Willen (erst einmal) Basis zu machen, dann aufzusteigen oder eben nur Hobby/Spass haben ... irgendwie alles wie früher ;-)
    RK

  • [MENTION=13621]Frank Ehrhardt[/MENTION]:


    Sehr interessante Theorien. Vor Allem die Liste der aufgezählten Fahrzeuge, welche für eine Homologierung als Rallye 5-Wettbewerbswagen in Betracht kämen, zeigt die Möglichkeiten, die in dieser Klasse liegen, eindrucksvoll auf.


    Jetzt die entscheidende Frage: Wie kann man das am Besten in die Praxis umsetzen? Vor Allem dann, wenn die Werke keine Homologation bei der FIA beantragen wollen? Zumindest nationale Einsätze in der Gruppe G




    Hallo Andy,


    wie umsetzen? Tja, das geht in Deutschland wohl nie und nimmer.


    Aber Folgendes habe ich in den letzten Monaten unternommen:


    a) habe mehrmals den Antrag gestellt, dass man in der Gruppe G nach dem Einschweißen des Käfigs bitte nicht wieder den Dachhimmel und alle Verkleidungen/Sitze erneut einbauen muss. Ein Twingo1,6 oder Fiesta 1,6 oder DS3 1,6 wird so praktisch zu einem G19 (LG3)-Auto, dass sich nicht mehr viel von einem R1-Auto unterscheidet. Dem so aufgebauten Auto fehlt lediglich die ca. 7% kürzere Achsübersetzung, das Bremsregelventil (welches man in der Gruppe G aus Sicherheitsgründen wohl besser auch einführen sollte ) und wenige Kleinigkeiten. Dafür darf die Gruppe G ca.50mm tiefer gelegt werden....
    Wenn man die Gewichte per "Gewichtskiste" anpasst, könnten so die (R1 Sauger) glatt gegen die BMW,Opel,VW der G19 (LG3) fahren. Diese Idee hat der DMSB schon ein klein wenig in seine Junior-Wertung des DMSB-Rallye-Cups aufgenommen.



    b.) An den DMSB ging ein Schreiben mit der Bitte um Weiterreichen an die FIA. Darin führte ich die enorme Zahl an 1,0 Turbos an und bat die FIA, das Homologationsverfahren zu vereinfachen. Es müssten 4 DINA4-Seiten reichen und fertig wäre das R1 (neu R5)-Homologationsblatt. Beschrieben werden müssten nur die Bremsänderungen, Änderungen an der Elektrik (Servolenkung,ABS,ESP etc.). Ein Homologationsblatt kostet heute dem Fahrzeughersteller eine mittlere 5 -stellige Euro-Summe. Da muss eine Null weg...
    Die Gesamtübersetzung sollte bitte bei den Turbos dringend beibehalten werden. Immerhin werden die lediglich per Chip geänderten Motoren ein recht hohes Drehmoment haben. Weitere Bearbeitungen bleiben grundsätzlich (wie in der N) verboten. Einziger Unterschied : Bei Protesten müsste (wie in der deutschen Gruppe G) ein Serienteil zu Vergleichszwecken beschafft werden.


    Wenn die FIA nicht mitzieht, dann kann der DMSB , Du ,ich, der ADAC, der RSC oder wer auch immer eine Serie erschaffen, wo 1,0er Turbos , möglichst ausgeräumt z.B. in der G19 starten. Vorher durchrechnen und so wie die VLN mit Zusatzgewicht auffüllen.


    Diese Autos wären auch am Berg, Slalom, Rennen, RallyCross und womöglich auch in der VLN einsetzbar.


    Es wären die einzigen Autos, die tatsächlich (ohne Sperre) noch überall fahrbar wären.


    Alles darüber (z.B. 1,5er/1,6er Turbos geht nicht mehr ohne Sperre




    Mal abwarten. Mit Glück wird es ja so kommen oder der FIA gelingt es Audi,Ford,Kia,Hyundai,Seat,Opel,Skoda,Smart,Suzuki ,Renault,VW etc. zu überreden normale (teure) Homologationen zu machen. (Was ich mir nicht vorstellen kann).



    Übrigens : es gibt nationale R1(R5) Homologationen in Italien für den Suzuki 1,6 (bis 2017) , den Suzuki 1,0 Turbo und den Renault Twingo 0,9 Turbo



    Von selbst passierte hier bisher nix.
    Auch die Bitte auf Anerkennung der ital. Homologationen (auf FIA-Papier!!) wurde vom DMSB abgelehnt: "Es könnte ja sonst jeder kommen...
    Aber der DMSB hat ja einiges umgestellt. Erste leichte Änderungen sind erkennbar...


    In Schweiß gebadet grüßt


    Frank


  • Also ein kostengünstiger Einstieg wären die kleinen G Klassen Auf alle Fälle , mit Gruppen und Gesamtsiegen wird man da natürlich unter normalen Umständen nicht auftrumpfen können. Aber das sollte auch nicht das Ziel eines Juniors oder Hobbyfahrers sein. Erstmal Rallye verstehen . Reglement lesen und verstehen .Ablauf einer Rallye kennenlernen . Und eine gut gefüllte Klasse beschert schöne und Spannende Kämpfe. Wer dann das nötige Kleingeld hat oder auftreibt kann dann ja immer noch Aufsteigen.


    Leider denken viele sie müssen sofort an der Spitze mitmischen um ihr Talent zu beweisen. Ich hab aber viele "solcher Talente" nach ein paar Jahren nicht mehr gesehen. Meist weil sie ihr Geld verbrannt hatten , oder sie nicht damit leben konnten das es immer einen schnelleren geben wird.

  • [MENTION=13621]Frank Ehrhardt[/MENTION]:


    Vielen Dank für Deine Ausführungen. Dein praktisches Insiderwissen ist für uns Alle sehr wertvoll.


    Im Sinne der universellen (länder- und Championats-übergreifenden) Einsetzbarkeit von kostengünstigen 2WD's aus aktueller Produktion wäre es zweifellos vorzuziehen, wenn die FIA die Wagen homologiert. Die Bedingungen dafür sind offenbar ein relativer Hemmschuh (Stichwort: Fünfstellige Eurosumme und so...).


    Vielleicht würde es helfen, wenn nationale, der FIA unterstellte Rallyesport-Vertretungen bei der FIA anregen würden, die Bedingungen für Homologationen ein wenig zu erleichtern. Wenn es schon so wichtig ist, den Rallye-Fuhrpark auch auf nationaler Ebene zu erneuern. Dafür müßten wahrscheinlich wiederum entsprechende Begehren von Seiten der Basis (Sportler, Fans, Veranstalter,...) an die nationalen Vertretungen entsendet werden.


    Die gleiche Basis könnte eventuell auch bei den Werken entsprechend vorsprechen (mündlich oder - wahrscheinlich noch besser - schriftlich). Vielleicht überwindet sich ein Hersteller dann eher, ein attraktives Programm auch für Einsteiger und Hobbyfahrer auf die Beine zu stellen und dafür die FIA-Hürden zu überwinden.


    Positive Motivation auf der ganzen Linie: Das wäre der Spirit, wo für Alle das Meiste herausspringen würde! :)


    [MENTION=3812]Kuhnqvist[/MENTION]:


    Sehr ehrliche und konstruktiv gemeinte Ausführungen. Da kann ich mich direkt damit anfreunden! :D


    Nur in einem klitzekleinen, aber für mich gleichwohl sehr wichtigen Punkt möchte ich für mich einen Einspruch begehren: In Österreich ist die Kategorie M1 (Rallye Masters) in zweierlei Hinsicht sehr bedeutend. Sie ist ja das Pendant zur deutschen Gruppe G, wenngleich es Sinn machen würde, beide Kategorien miteinander zu harmonisieren (sodaß ein Deutscher mit seinem Wagen in Österreich starten kann und umgekehrt). Tatsache ist: Die LG2-Kategorie eröffnet Einsteigern neue Möglichkeiten für eine (im Verhältnis gesehen) günstige Rallye-Teilnahme. Die LG1-Kategorie wiederum schafft neue Spielräume für die Teilnahme von (meist teureren) Exoten. Beides macht aus meiner Sicht sehr viel Sinn.


    Finally: Der Ruf nach einem alternativen Verein wird gar nicht erst aufkommen, wenn die etablierte Organisation bzw. Institution weitgehend allen Mitgliedern den Eindruck vermitteln kann, daß sie sie nach besten Möglichkeiten vertritt und sich für sie einsetzt. That's it. :)


    [MENTION=3565]tome[/MENTION]:


    Stimmt sicher sehr mit der Realität überein, was Du schreibst. Ein Grund, warum sich viele Rallye-Teilnehmer, die noch relativ neu dabei sind oder überhaupt komplett von Null weg starten, ein schnelles und teures Rallye-Gerät zulegen, ist wahrscheinlich der, daß sie damit spekulieren, damit in der Gesamtwertung recht weit vorne zu landen. Und damit bei den Medien und Sponsoren volle Länge punkten können.


    Meiner Meinung nach sollten auch die kleineren Klassen in den Medien eine stärkere Würdigung erfahren. Und zwar nicht nur bei der Fachpresse. Guter Rat ist da vielleicht zwar teuer, aber sehr gefragt! :)

  • Wenn ich mir das mit dem holländischen 206er Cup ansehe, dann ist das für mich, der echte und ehrlichste Einstieg in den Rallye Sport, leist und kontrollierbar und Spassfaktor ist auch da.:D


    So hätte das mit der M1 Klasse in Östereich in etwa auch ablaufen können und das erste Regelment dazu war auch so gestrickt, bis gewissse Herren gekommen sind und sich ihr eigenes Reglement gemacht und dann noch die hinzu passende Meisterschaft gegründet haben, so ist dann dem Seriensieg in der M1 Klasse nichts mehr im Weg gestanden! :rolleyes:


    Und lieber Hr. Lugauer, bitte das M1 Reglement studieren, da sind wir weit weg von der Gruppe G!;):rolleyes:


    In dem Absatz an [MENTION=3565]tome[/MENTION], liegen sie richtig, aber das war und ist immer schon so gewesen....

    - juha, it was raining, what kind of tyres you had?
    - black round pirelli.

  • Zu meinem Beitrag bezügl. Gr. G


    sicher wäre es schön wenn die kleinen G Klassen voll wären und die Teilnehmer gegen gleichwertige Fahrzeuge fahren könnten.
    Doch dies ist in der Regel nicht so, die Klassen weisen nicht genug Teilnehmer auf um "nicht" mit der folgenden höheren Klasse zusammengelegt zu werden.
    Und da dies meistens allen niedrigen Gruppe G Klassen betrifft sind alle auf einmal mit den Fahrzeugen der höchsten Klasse zusammengelegt. Also kleine G bei den großen G, und das soll Neueinsteiger dazu motivieren ihr Geld in ein kleines G Auto zu stecken.
    Ich wollte damit Neueinsteigern nicht die Motivation nehmen und es geht auch nicht um Gruppensiege oder weit vorne im Gesamt zu sein, sondern das die kleinen Klassen nicht genug Starter aufweisen um nicht hochgestuft zu werden. Und der Spaß fängt damit an das man auch in seiner Klasse (egal welche Gr. auch immer) die Möglichkeit hat zu gewinnen,
    und nicht anderen deren Klasse auffüllt. Oder irre ich da
    Seht euch doch mal Nennlisten der R 35 Rallyes an.


    Zu den anderen Beiträgen zu meinem Beitrag sei gesagt das es zwar schön ist wenn in anderen Ländern solche Fahrzeuge fahren und auch relativ Preiswert sind doch wie Frank schon geschrieben hat nicht in Deutschland und darum ging es doch eigentlich oder?


    @ tome:
    wie du selbst geschrieben hast "eine gut gefüllte Klasse" sollte vorhanden sein ist aber leider nicht der Fall.


    @ 106 Rallye:
    was haben wir den vergleichbares in Deutschland den Adam Cup ????


    @ MLo:
    genau so etwas fehlt bei uns. Und dann wäre es schön wenn dies noch im Rahmen von R 35 ablaufen würde. Dann hätten wir richtig billigen Motorsport für Neueinsteiger ohne ins Ausland zu müssen.

    4 Mal editiert, zuletzt von CossiWRC ()

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