Waldbrände: Rallye Australien in Gefahr

  • In Australien wüten jährlich Buschfeuer, unabhängig vom Klimawandel.
    Persönlich halte ich die Absage in der Situation für vernünftig um nicht noch mehr potenzielle Brandlast dort zu haben in einer angespannten Region.
    Eher sollten verantwortlich so Kräfte bündeln um weiteres zu verhindern.


    Für Fans, Fahrer und Teams sicherlich nicht optimal, vorallem Ogier würde sich über eine Absage nicht freuen, aber hier sollte der gesunde Menschenvertand vorgehen.

  • Ja der Klimawandel


    Ich habe einige Jahre in Australien gelebt und mein täglich Brot -in wahrsten Sinne des Wortes- verdient. Ich lebte und arbeitete auf einer cattle station im Outback. Wir hatten dort auch manchmal große Sorge wegen der Buschfeuer.
    Ich war befreundet mit einer Umweltforscherin die in Canberra studierte. Sie sagte mir, das Buschfeuer ein teil der normalen, australischen Natur sei, die es Jahrmillionen immer schon gegeben hat und nur so kann sich einiges der Flora und Faune erst vermehren. Tiere und auch auch die Aborigines konnten Zeichen der beforstehenden Buschfeuer rechtzeitig lesen und entwichen diese Gebiete rechtzeitig. Die Ureinwohner legten sogar vorzeitig Feuer um diese auch besser zu kontrolieren. Aber als die sesshaften modernen Menschen dort eindrangen, wurden Buschfeuer stets gelöscht. Das bedeutet, das dadurch auch immer mehr Busch, trockenes Gras und Gestrüpp dort in viel größeren Mengen unversehrt blieben. Und wenn es dann zu ein Feuer kommt, ist es nicht mehr kontrolierbar.
    Faziet: Immer dann, wenn wir Menschen uns in die Natur einmischen und glauben wir tun etwas gutes, sind uns deren Auswirkung völlig unbekannt und stets weitläufig gesehen von Nachteil.
    So wie wir auch den Klimawandel in den beforstehenden Ausmaß herbeigeführt haben und es weiter tun. Ich will mich davon nicht raushalten. Ich benutze auch moderne Mittel wie Strom, Auto, Rally Fan, Konsum...

  • [MENTION=14152]M-Sport FORD[/MENTION]:


    Du bist sehr weise. Und Deine Ehrlichkeit verdient noch größeren Respekt.


    Beim Klimawandel sehe ich das so, daß die Debatten darüber von sehr viel Schwarzweiß-Denken gekennzeichnet sind. Bestimmt greift der Mensch zu viel in natürliche Abläufe ein. Aber man darf das Aufkommen der Technik nicht für alles Schlechte verantwortlich machen. Sie hat uns auch viel Wohlstand und Sicherheit gebracht, wie auch relativen Frieden. Vor der Verbreitung wesentlicher technischer Errungenschaften hat es öfter Kriege und schwere Epidemien gegeben. Das soll man einmal nicht vergessen. Daß es dennoch klug wäre, in vielen Bereichen auf die Natur und unseren gesamten Planeten stärker Rücksicht zu nehmen, ist eine andere Geschichte. Aber solche Dämonisierungen wie auf der einen Seite "das böse Verbrenner-Auto" und auf der anderen Seite Glorifizierungen wie "das makellos saubere Elektro-Auto", und überhaupt ist die Marktwirtschaft als Ganzes schlecht, und so weiter, das erzeugt nur unnötigen Haß und Panik. Und es löst keine Probleme.


    Ich finde auch, daß der Klimawandel und etwaige andere negativen Erscheinungsformen des unsorgsamen Umgangs mit Technik und Konsumgütern weniger ein technisches Problem sind, sondern vor allem ein menschliches. Größenwahn auf der einen Seite und Gleichgültigkeit auf der anderen Seite haben in der Geschichte schon oft für großes Unglück gesorgt. Heute ufert der Kapitalismus teilweise schon so sehr aus, daß es eine veritable Bedrohung ist. Wobei nicht der Kapitalismus an sich das Problem ist, sondern die extrem ungleiche Verteilung von Vermögenswerten. Wer zahlt, bestimmt, wo's lang geht. Und viel zu viele der Superreichen scheren sich eben einen Dreck um das Wohl kommender Generationen. Was nicht heißt, daß nicht auch der kleine Mann seine Beiträge leisten kann. Umso mehr, wenn es viele tun.


    Oft auch müßte man mehr gegen den Strom schwimmen. In vielen Bereichen. Aber dazu fehlt viel zu oft der Mut.


    Es braucht mehr Menschen mit Rückgrat und Sachverstand in unserer Gesellschaft. Vor allem, wenn es um die Unterscheidung zwischen wichtig und unwichtig geht. Das ist mein Fazit.

  • Der Klimawandel hat mit diesen Bränden nicht wirklich was zu tun.
    Also finde ich den Ansatz einer solchen Diskussion hier absolut fehl am Platze.


    Man kann nur abwarten und für die Bewohner das Beste hoffen.
    Leider ist vorbeugender Brandschutz immer ein teures und deshalb oft knapp gehaltenes Thema.
    Es kostet nur Geld und einen gut funktionierenden Brandschutz sieht man kaum. Denn dann brennt es nicht wirklich.


    Jetzt heißt es abwarten und hoffen das sich die Lage entspannt.

    57.Rallye Wittenberg 12/13.März 2021

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  • Der Klimawandel hat mit diesen Bränden nicht wirklich was zu tun.
    Also finde ich den Ansatz einer solchen Diskussion hier absolut fehl am Platze.


    Du hast natürlich recht: Jetzt einmal ist es wichtig, daß für die gefährdeten Anwohner in Australien durch die Flächenbrände möglichst wenig zusätzlicher Schaden entsteht. Die Rallye ist da nur noch Nebensache.


    Trotz dem könnte man in diesem Fall fünf gerade sein lassen. Immerhin sind die Folgen jahrzehntelanger Umweltsünden (unter denen die Rallyes eigentlich kaum bis gar nicht wahrnehmbar sind) so schwerwiegend, daß sie uns alle betreffen. Aber ich will nicht verbal zurückschlagen. Auge um Auge hat sich noch nie bewährt. :)


    Nur frage ich mich: Wie ernst ist das Thema eigentlich wirklich? Wenn wir uns mit irgendwelchem Firlefanz wie Bilderrätseln die Zeit totschlagen, während der Hut brennt...


    Man kann nur hoffen, daß in Sachen Klimawandel und Ähnlichem die Hypothesen der Fachleute nicht so schnell real schlagend werden. Und wenn doch...?

  • Daran ist ja der WM Kalender und deren Macher nicht ganz unschuldig. Jahrelang war der Saisonabschluß die RAC bzw. Walesrally. Da gibt es mit Sicherheit keine Buschbrände, aber mit etwas Beschäftigung der Gegebenheiten hätte man Australien in eine andere Jahreszeit legen können wo es keine Waldbrandgefahr gibt. Man kann nur hoffen das dieser Zustand wie er jetzt ist (terminlich gesehen) bei den Verantwortlichen ein Umdenken bewirkt. Für die Veranstalter/Zuschauer und allen Beteiligten in Australien ist es natürlich schade und bedauerlich, vor allem wenn im Vorfeld viel Arbeit geleistet wurde, dann praktisch alles umsonst. Aber wie schon gesagt, die Menschen dort haben jetzt ganz andere Sorgen. Gruss Jörg

  • Vorallem werden in den betroffenen Gebieten sämtliche Feuerwehren benötigt.
    Wie will man da die Rettungskette während der Rallye aufrecht erhalten bzw. die Bindung von Rettungskräften zur Rallye rechtfertigen ?

    Wayne hat angerufen. Er sagte, es interessiere ihn nicht, was K. so von sich gibt.
    Und scheisze geschrieben sei der Text auch.

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