Auswirkungen Corona Virus Covid-19 im Rallyesport

  • Die Veranstaltung in Bremerhaven war gestern trotz Auflagen super. Vielen Dank an den Veranstalter. Und meinen vollsten Respekt an Bliss/Nemenich. Das ist Fahrkunst in Vollendung.

  • Vielleicht einigen wir uns darauf:
    Wir sind für jede Rallye oder rallyeähnliche Veranstaltung froh, die momentan mit ein paar wenigen oder ganz ohne Zuschauer stattfinden kann.

    Klar, zig Personen auf dem Minigolfplatz auf engstem Raum sind nicht cool. Dicht gedrängte Gruppen alkoholisierter Personen in der Altstadt sind ebenso wenig lobenswert. Kneipen ohne "Zettelwirtschaft" in den aktuellen Zeiten auch eigentlich nicht. Vielleicht ist das auch alles ordnungswidrig.
    Aber das gibt doch niemandem den Freifahrtschein, die Praktik des teilweisen "Nichtkontrollierens" auch für den Rallyesport zu proklamieren....


    Wenn die Behörden Auflagen machen, weil sie das Personenaufkommen nicht einschätzen können, dann sei es drum. Dann haben wir das zu respektieren. Punkt. Racecard lösen und man ist dabei ;)



    PS: Im Übrigen wundert es mich, dass das in Italien so gut geklappt hat. Bei uns könnte man alle Zufahrtswege absperren, dann würden sich die Leute eben durchs Unterholz schlagen. Man sei an diverse Tipps erinnert, wie man zB in den Weinbergen nicht erkannt wird :rolleyes:

    "Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen." (A. Lindgren)

  • Das wissen wir doch gar nicht ob sich in Italien wirklich alle daran gehalten haben. Es waren doch immer mal paar Leute zu sehen und ob die registriert waren ist nicht definitiv geklärt.

    DO IT SIDEWAYS !

  • Gedanklich bin ich da voll bei dir, wird bloß die Vögel bei den Behörden die ne Rallye zu genehmigen haben nicht interessieren....


    Verhätnimäßigkeit ist bei den ganzen Maßnahmen eh keine gegeben.



    Die Corona-Thematik hat alle mit einer vollen Breitseite erwischt. Niemand war darauf vorbereitet. Und jetzt muss man versuchen das Beste daraus zu machen.
    Wenn jetzt immer der Vergleich mit Fußball gebracht wird, dann kann ich das nicht nachvollziehen. Fußball hat in den letzten Jahren schon immer eine Sonderstellung und eine besondere Lobby. Die hat der Motorsport und Rallye-Sport im Speziellen leider schon sehr lange nicht mehr. Für Fußball wurde aber auch nur für die 1.-3. Liga ein Konzept erarbeitet. Sonst drehte sich bisher auch kaum ein Ball. Dies kann man aber in keinster Weise auf den Rallyesport ummünzen. Ein Fußballstadion ist ein Fußballstadion, egal ob es in München, Frankfurt oder Berlin steht. Jede Rallye ist aber dann doch wieder unterschiedlich zu den anderen Veranstaltungen ihrer Art.


    Und die "Vögel in den Behörden" hatten auch keine Vorbereitungszeit auf diese Thematik. Bisher hatte man (zumindest bei uns in Bayern) die Genehmigungen der einzelnen Gemeinden als Baulastträger eingeholt um dann die gesamte Genehmigung beim zuständigen Landratsamt, im Speziellen bei der Verkehrsbehörde, einzureichen. Dort wurde noch die untere Naturschutzbehörde gehört. Aber in der Regel war es das. Diese Stellen kennen meist auch schon den Rallyesport. Jetzt muss man aber plötzlich ein Hygienekonzept abklären. Wenn man Glück hat, geht das "nur" über das Ordnungsamt, wenn nicht, muss auch noch das Gesundheitsamt mit eingeschalten werden. Diese Personen hatten sich (im schlechtesten Fall) in ihrem ganzen Leben noch keinen Gedanken gemacht, was Motorsport oder Rallye denn wirklich bedeutet. Also fängt man da jetzt von Adam und Eva an um zu erklären.
    Final bekommt man dann die Aussage, dass das ja alles schön und gut ist, aber die aktuell gültige Rechtslage gilt nur noch für 14 Tage und die Veranstaltung ist doch erst in 3 Monaten. Warum sollte sich der Beamte also jetzt schon Gedanken darüber machen. Bis dahin ändert sich doch die Rechtslage nach der er genehmigen kann sowieso noch 3 Mal.


    Wichtig ist es jetzt, dass wir Clubs und Veranstalter haben, die pioniersmäßig jetzt wieder etwas auf die Beine stellen können. Und selbst wenn das Ganze jetzt komplett anders aussieht als wir es bisher kannten. Aber nur so können andere Vereine und Veranstalter nachziehen. Und leider gibt es aktuell auch genügend Veranstalter, denen es zu viel Arbeit ist, jetzt auch noch ein Hygienekonzept zu erstellen. Wobei ich es teilweise verstehen kann. Denn wenn ich von Beginn an schon weiß, dass ich die Zuschauer eh nicht in den Griff bekomme. Dann lasse ich es aktuell auch lieber sein. Nur mal so als Denkansatz.

  • [MENTION=6496]ILEI[/MENTION]: von den unterschiedlichen Corona-Regeln in den Länder abgesehen (z.B. Kontaktverfolgung in D, I, A, CZ etc.) würde ich gerne wissen, bei welcher Veranstaltung ein negativer Test vorgelegt werden muss? Oder doch nur Frust oder Fake News.
    Und als "Westenträger" hat man quasi immer eine personalisierte Karte - da war/ist das dann okay? Mal drüber nachdenken.
    Man sieht es bleibt schwierig.

  • Für Fußball wurde aber auch nur für die 1.-3. Liga ein Konzept erarbeitet. Sonst drehte sich bisher auch kaum ein Ball.


    Kurz offtopic, aber das kann ich so nicht stehen lassen.


    Okay Bayern geht einen Sonderweg, da dreht sich momentan wirklich kein Ball im Amateurbereich.


    Sonst wird meines Wissens seit bekannt ist das man ab August generell vor 500 Zuschauern spielen darf, überall von der Regionalliga abwärts trainiert wie blöd, die ausstehenden Pokalspiele werden nachgeholt, in BW beginnt ja auch am 5.8. die neue Pokalsaison, und ein Freundschaftsspiel jagt das andere.


    Aber stimmt schon Fussball und Rallye lassen sich nicht vergleichen.


    Trotzdem muss man meiner Meinung nach gerade in diesen Zeiten zumindest im Breitensport zusammenhalten.


    Grüssle

  • Ok, ich gebe zu, ich bin im Fußball nicht wirklich zu 100% informiert. Da ich selbst mit meinem Heimatverein nie über die dritte Liga von unten hinausgekommen bin (und das war in der C-Jugend), habe ich mich da aktuell auch nicht deutschlandweit informiert.


    Aber was ich damit sagen wollte. Ich bin selbst in die Orga von Motorsportveranstaltungen (Lizenzfrei bis DMSB) involviert. Ich persönlich habe nie erwartet, dass mir ein DMSB, ein Landessportverband oder ein ADAC ein Hygienekonzept vorsetzt und sagt, dass ich damit wieder etwas veranstalten kann. Es liegt an jedem Verein selbst, ob und wie man etwas auf die Beine stellen will - und natürlich unter Anderem an den Behörden, wie man etwas auf die Beine stellen kann. Aber gerade das ist hier die Erwartungshaltung vieler. Leider ist das so nicht darstellbar.



  • Suuuper oder lächerlich?


    Ich finde, dass derartige Bilder dem Sport eher helfen. Ob es infektiologisch einen großen Unterschied macht sei mal dahingestellt, aber für die Außenwirkung ist es absolut super. Nur so kann glaubhaft gemacht werden, dass man solche Auflagen und Maßnahmen auch ernst nimmt - und das unabhängig davon, was man als Einzelner von den Maßnahmen halten mag.

  • [MENTION=3812]Kuhnqvist[/MENTION]
    hier beispielsweise.


    Bist Du aus Luxembourg, Romania, Bulgaria, Andorra, Sweden, Portugal, Spain, Croatia, Belgium, Czechia, Austria oder Switzerland?
    Denn für Deutschland gilt dieses Prozedere nicht. Wie beschrieben, gilt es nur die "restricted countries"


    Aber das kann sich bis dahin ja noch ändern... Wie uns die Gurkerlflieger aus Mamming gelehrt haben...

  • [MENTION=6496]ILEI[/MENTION]:erst über Deutschland und den WM-Lauf schreiben und nun Lettland anführen, hat was ... stand sicher auf der Reiseplanung
    Zuden haben in Lettland die Schweden und Österreicher noch härtere Auflagen als wir Deutschen - am besten heute im PS Talk mal dem Raimund Baumschlager zuhören ... Wer weiß denn, ob die Behörden auf den Azoren (selbst für Portugiesen vom Festland ist ein höchstens 72Std alter Test erforderlich) alle EM-Teams rein lassen wollen und können - sorry für die Serben, Slowaken, Ungarn, Tschechen, Polen, Letten etc., aber die trauen deren Kontrolle- und Testsystemen nur bedingt ...

  • Gerade in der "Blödzeitung" gelesen :


    Es sind beim Oldtimer-GP heute und morgen jeweils 5000 Zuschauer zugelassen auf klinisch reinen Sitzplätzen auf der/den Tribüne/n .


    Durchnummeriert mit ordentlich Abstand - und Masken - nix Fahrerlager durchwandern und die alten Schätze anschauen.


    Das muss ja so richtig geilen Spaß machen.


    Mich gruselt es.


    Wer ist am Nürburgring und kann von der Stimmung dort berichten ?


    So ähnlich wäre wohl auch eine Rallye Deutschland mit wenig Zuschauern.





    Nachtrag :


    unter http://www.avd-ogp.de gibt es den Live-Bericht mit Rainer Braun -- wie zu besten DTM-Zeiten vor 30 Jahren :


    Zitat R.Braun um 15:44 : "... Ravenol sind keine Pommes- Fritz, sondern es ist ein hochwertiges Motoröl...." Ich breche um.



    -- und nochmals die Frage : Wer ist vor Ort und kann von der Stimmung dort berichten ? Taugt das noch ?

    7 Mal editiert, zuletzt von MATTE ()

  • Für mich ein Apfel-Birnen Vergleich.
    Bin dieses Jahr zwar wegen einer lokalen Oldtimer Veranstaltung nicht vor Ort,
    Aber es ist doch tausend mal besser die guten Stücke von der Tribüne röhren zu hören als nix. Außerdem hilft es vielleicht den Machern beim Überleben.
    Aus der Nähe gucken gibt's dann halt wieder 2021 oder vielleicht auch später.
    Da ist derzeit etwas weniger Egoismus angesagt.
    Wir waren auch oft beim Stamm‐Italiener Futter holen auch wenn das kein Vergleich zum "normalen" Erlebnis vor Ort ist. Besser als dass es ihn nach Corona nicht mehr gibt.


    Aber wie lässt sich denn überhaupt ne Rundstrecken mit Tribünensitz mit ner Rallye in Wald und Wiese vergleichen?
    Dann da gerade nicht ganz folgen...


    In Sachen Fahrerlager vs. Servicepark ist klar.


    Es muß einem bei Infos aus der B‐Zeitung auch nicht gruseln,
    in Medien für Interessierte gibts die Informationen schon seit Wochen ;‐)

  • Zitat

    Gropp Racing als Facebook Kommentar
    Und die Farce geht weiter. Trotz Genehmigung vom DMSB nun doch keine R5 bei der Kohle und Stahl ausgeschrieben - wegen befürchteter Zuschauermassen.... Leute Leute, am Besten hörn wir auf mit dem Sport, dann sind die Grünen am Ziel


    Ohne es selbst einschätzen zu können, ....


    Schade das NICHTS voran geht. Stillstand bzw Rückschritt seit Jahren, aus der Sicht eines Zuschauers.

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