Der Rallyesport und die Frage: „Was ist eine Großveranstaltung?“


  • Abgesehen vom co sind bei der Rallye alle hygienischen Vorgaben für Teilnehmer mit Leichtigkeit einzuhalten. Also wo ist das Problem.


    Beim Zuschauer und dem Umfeld, in dem eine Rallye stattfindet...sprich in der Natur.


    Klar sind für die Teams bei PA und TK die Vorschriften einzuhalten.
    Das sind planbare und überschaubare Menschenansammlungen unter kontrollierten Bedingungen.
    Aber bei Zuschauern sieht das ganz anders aus


    Da habe ich gerade die Bilder von gestern, vom Frankfurter Flughafen im Kopf, wo viellecht 100 oder 200 Personen (die Heim wollen) an den Check-In Schaltern standen...von wegen 1,5m Abstand...und dazwischen ein paar Polizisten, die die Abstandsregeln keineswegs umsetzen konnten, weil es halt immer wieder Ignoranten gibt.


    Wie will man das bei einer Rallye kontrollieren?
    Meiner Meinung nur so:
    -Zugang zum Fahrerlager und Rallyebüro nur für Teams und evtl. bestimmte Anzahl an Teammitglieder
    -planbare Zuschauerzahlen - also Kartenvorverkauf
    -Abgesperrte Zuschauerzonen für Personenzahl x
    -dort den Ein- und Auslass kontrollieren, um immer einen Überblick über die aktuelle Zahl vor Ort zu haben
    -den Zugang zur restlichen Strecke komplett abriegeln / heist jede Zufahrtsstraße, Trampelweg, Waldweg oder Wiese kontrollieren


    Da gibt es sicher noch mehrer Punkte, die ich jetzt gerade nicht auf dem Schirm habe.
    Und wenn du mal meine Gedanken zu Ende spinnst, wirst du merken, das es allein aus Personalmangel nicht umsetzbar sein wird.


    Leider bin ich da mit meister88...ich halte die ganzen Öffnungen für zu früh. Kann man nur hoffen, das es kein Bumerang wird.

  • Ja die Zahlen der insgesamt infizierten wird steigen. Ist ja auch logisch. Sinken ist ja unmöglich. Ist ja ne erstinfektion.
    Das die zahl der erkrankten aktuell bei unter 60.000 liegt wird gerne übersehen. Das sind weniger als ende März. 85000 geheilt.
    Auch liegt das Durchschnittsalter der toten mit corona bei aktuell 82 Jahren.
    Trotz des hohen alters wiesen bisher alle Patienten vorerkrankungen auf.
    Alles daten von Merkels RKI.
    Ums kurz zu machen. Eine Corona Infektion ist kein Beinbruch.


    Und ich finde es ja geil wie jetzt plötzlich über die "Zuschauer Massen " bei R35 diskutiert werden.
    Wart ihr in den letzten Jahren mal auf ner r35? Wo sind da Zuschauer Massen?
    Du musst übrigens immer jeden verdammten Feldweg absperren. Zumindest in Bayern war das schon immer Vorschrift.
    Meist sitzt da auch einer. Weil deppen gabs auch vor Corona schon.




    Ich empfehle euch dringend mal selbst den Kopf einzuschalten und nicht der Krankhaften Panik zu verfallen.
    Vorsicht ist richtig und Wichtig.
    Hysterie dagegen kontraproduktiv.
    Die mundschutz Pflicht wird wohl viel Arbeit für lungenärzte bringen, da deren Verwendung nicht gerade risikofrei ist.


    Und so nebenbei überlegt mal wieviel Menschen die Panik ihre Existenz kostet.


    Ich bleibe dabei und hoffe das wir 2020 Rallye fahren können.
    Wenn ihr nicht wollt ok. Schön für euch.
    Noch ist es ein Freies Land.


    Btw ist der vergleich von Menschen die Verzweifelt und erschöpft versuchen nach hause zu kommen mit ei er Zuschauer Zone schon mehr als makaber

  • Ich wiederhole mich, aber man weiß überhaupt erst seit 4 Monaten von der Existenz des Virus. Wir befinden uns im April. Das bedeutet es gibt 8 weitere Monate in diesem Jahr, den Virus weiter kennenzulernen.
    Formel 1 Start wird geplant, Fußball Geisterspiele werden geplant, Rallyecross Testtage werden wieder veranstaltet usw.
    In einem Zeitungsartikel hat der Coronavirus eine Sterblichkeit von 10%, im nächsten sind 4% oder gar 15% der Bevölkerung schon infiziert gewesen und immun. Ein Virologe sagt Horrorszenarien voraus, der nächste redet davon, wie falsch die ganzen Maßnahmen seien.


    Ihr könnt gerne jetzt schon die Rallyesaison und auch alles andere für dieses Jahr abschreiben, aber wer dies jetzt sagt, der geht dann bitte in diesem Jahr auch zu keiner Rallye mehr wenn dann doch eine stattfinden sollte. Ihr plant ja schließlich nur noch für 2021, demnach sind ja alle 2020 Pläne gestrichen.
    Ich freue mich auf das Konzert im Oktober, das Musical im Juli (okay hier bin ich nicht ganz so optimistisch) und die Rallyes, die dann noch kommen. Und diese werden kommen weil gewisse Personenkreise rational versucht haben alle Maßnahmen die einzuhalten sind in ein Sicherheitskonzept zu verfassen und dieses und alle weiteren Planungen dynamisch der Situation anpassen. Und diesen Leuten bin ich sehr dankbar und zwar jetzt schon und nicht erst wenn dann doch eine Rallye stattfindet.
    Ich plane kurzfristig und rechne eigentlich ziemlich fest damit, dass die Beschränkungen in den nächsten 3 Monaten aufgrund neuer Erkenntnisse stark heruntergefahren werden. Mag sein, dass ich mich da verkalkuliere, aber wirtschaftlich ist das ebenso wenig tragbar wie kalkulierbar.

  • [MENTION=15172]Heckler[/MENTION]... eine Corona Infektion ist kein Beinbruch... ich bin sprachlos und hoffe dass es niemanden in deinem Familien und Bekanntenkreis schlimmer als nen Beinbruch erwischt. Erst mal Kopf einschalten dann tippen... genau das ist das was ich schrieb mit den vielen ... die das nicht kapieren.

  • Also wenn jemand dem großen Meister wiederspricht hat er es nicht kapiert?


    Bist ja ganz schön überzeugt vob dir selbst.
    Woher beziehst du dein unwiederlegbares wissen?


    Also ich hab im kollegen und Bekanntenkreis 12 Infizierte. Davon 8 offiziell genesen. Allesamt mit entspannten Krankeitsverlauf.
    Hinzu kommt das Meine Frau intensiv Krankenschwester ist.
    Für leute die an Corona sterben (so hart es kling) wäre jede andere Erkrankung auch tödlich.
    Aber man muss es nicht provozieren.
    Weshalb ich aktuell Kontakt zu meinen Eltern meide da beide Risikogruppe mit vorerkrankung sind.
    Auch betrete ich keine Altenheime oder Kliniken (obwohl eigentlich beruflich notwendig). Hintergrund ist hier die Weigerung von Amtswegen mich regelmäßig zu testen. Soviel zum Schutz vor neuinfektionen.
    Will nicht der Überträger sein.
    Das ist aber meine Persönliche Entscheidung.


  • Na ja, dann hoffen wir mal dass so schnell wie möglich endlich wieder Rallyes stattfinden. Is ja nicht zum Aushalten ohne...

  • Es ist zwar derselbe Sport, aber die Rallyeszene ist in Deutschland so bunt, wie all die Autos, die dabei rumfahren. Insofern ist es nicht möglich, pauschal für alle Veranstalter zu sprechen, oder pauschal alle Gegebenheiten zu beurteilen.
    Aber es liegt den Veranstaltern natürlich daran, ihren geliebten Sport auch im Jahr 2020 noch durchführen zu können. Jedoch muss auch hier ein klein wenig differenziert werden. Ich persönlich arbeite bei einem relativ großen Automobilzulieferer. Wir liefern weltweit und haben bis jetzt durchproduziert. Zwar mit (deutlich) reduzierter Mannschaft, aber es wurde gearbeitet und auch noch Geld verdient. Ich kenne andere, die entweder selbstständig sind oder eben in Branchen arbeiten, in denen es aktuell deutlich schlechter aussieht. Insofern ist die Energie, die jeder Einzelne für unser Hobby investiert wird, teilweise ein wenig größer oder kleiner.


    Zudem muss man berücksichtigen, dass eine Genehmigung einer Veranstaltung beispielsweise in SH nicht auch bedeutet, dass im Saarland oder in Bayern auch gleich genehmigt werden wird. Allein die Diskussion um Maskenpflicht in Geschäften und ÖPNV in Deutschland spiegelt hier ein Bild wider, welches nicht gleichmäßig ist.


    Aktuell wird im Hintergrund an vielen Stellen daran gearbeitet ein allgemeingültiges Konzept zu erarbeiten und den einzelnen Entscheidungsebenen vorzulegen. Ob und was dabei rauskommt bleibt abzuwarten, denn ich würde mal behaupten, dass es noch viele Fragen gibt, die es dringender zu klären und beantworten gibt, als die Genehmigung von Amateur-Motorsportveranstaltungen.
    Ob das, was rauskommt, dann auch allen gefallen wird, sei auch mal dahingestellt. Denn wenn Zuschauer nicht erlaubt werden, wird die Kritik von dieser Seite auch groß sein. Vielleicht gibt es entsprechende Regelungen für den Service, für den Umgang mit ZK-Personal oder bei der Dokumentenabnahme. Dies gilt es jetzt alles zu regeln. Und das wird nicht heute oder morgen passieren. Jede einzelne Sportart darbt im Moment, aber so lange nicht alle Geschäfte geöffnet sind, solange keine Gastronomie oder Hotellerie geöffnet ist, brauchen wir uns auch nicht einbilden, dass bunte Autos im Amateursport fahren.

  • ...und wer soll Eure Phantasien bezahlen? Wieviele Sponsoren werden denn nach diesem Fiasko noch Geld in Euren Rallyesport investieren? Wieviele Sponsoren werden dieses Fiasko denn überhaupt überlebt haben?

  • ...und wer soll Eure Phantasien bezahlen? Wieviele Sponsoren werden denn nach diesem Fiasko noch Geld in Euren Rallyesport investieren? Wieviele Sponsoren werden dieses Fiasko denn überhaupt überlebt haben?


    Ganz einfache Antwort: Der Teilnehmer!
    Hier sind wir nämlich wieder beim bunten Rallyesport, der nicht nur den WM-Lauf zu bieten hat.
    In Deutschland wird es meiner Meinung nach mit Rallye Sprint wieder losgehen. Hier benötige ich als Veranstalter keinen Sponsor und es wird eine ausreichende Anzahl an Teilnehmern geben, die die 100km Anreise plus Startgebühr bezahlen werden / können / wollen. Wir benötigen hier keine Startfelder von 150 Teilnehmern. So eine Veranstaltung kann kostendeckend mit 40-50 Teilnehmern durchgeführt werden.
    Bei großen Veranstaltungen gebe ich Dir Recht. Hier wird es schwierig werden. Aber auch hier wird es weitergehen und auch wieder Veranstaltungen geben, sobald diese genehmigungsfähig sind.

  • ...und wer soll Eure Phantasien bezahlen? Wieviele Sponsoren werden denn nach diesem Fiasko noch Geld in Euren Rallyesport investieren? Wieviele Sponsoren werden dieses Fiasko denn überhaupt überlebt haben?


    2008 und 2009 fanden auch Rallyes mit ausreichend Teilnehmern statt. Während eine Branche kämpft, läuft es in anderen stabil und in wieder anderen boomt es (bspw. Digitale Produkte & Onlinehandel). Ich verdiene ganz normal mein Geld weiter und so wird es vielen anderen auch gehen. Die ein oder andere Firma muss nun auf ihre Bilanzen achten und guckt wo sie Spenden und Sponsorenaktivitäten einbringen kann, damit die Bilanz so aussieht wie sie sein soll.
    Die Medaille hat auch immer eine Kehrseite.
    Toyotas Hauptsponsor dürfte bspw. kaum Probleme haben. Denn die MS Office Anwendungen boomen.

  • Ich bin mir nicht sicher was wir sehen werden dieses Jahr, denn selbst die motorsport games ende Oktober wurden heute auf nächstes Jahr verschoben, deswegen können wir uns glücklich schätzen wenn noch irgendwas läuft

  • ...dann wird Euch der österreichische Rallyesport um den Euren ehrlich beneiden! Denn hierzulande wird sich OHNE Sponsoren kein Radl drehen. Weder von Veranstalterseite noch von Teilnehmerseite. Denn selbst die "Kleinen" sind von gewissen Geldgebern abhängig - und ist´s nur der eigene Job. Hier in Österreich haben wir nun beinahe 600.000 Arbeitslose (darunter sicher auch den ein oder anderen Rallyefahrer) und beinahe 1 Million Menschen in Kurzarbeit. Klein- & Mittelbetriebe stehen aufgrund des Lockdown reihenweise vor dem Aus - und Ihr seht keine Probleme bei der Finanzierung Eurer liebsten Freizeitbeschäftigung.


    Gott erhalt Euch Euren Optimismus.

  • Was gerade auch gerne vergessen wird mit solchen Aussagen ist die Tatsache das viele einsatzteams und vermieter wirtschaftlich am Abgrund stehen wenn man 2020 "Einfach so" abhakt.
    Kann mir nicht vorstellen wie es gerade vei Wevers, brr, wallenwein oder Gassner aussieht. Die Leute sollte man bei solchen Sachen auch nicht vergessen. Genau so wenig wie die regionale Gastronomie. To go ist ja erlaubt. Und da gehen schon mal ein paar schitzelsemmeln.

  • Wenn man manche Beiträge hier liest erinnert das an ein 5-jähriges Kind an der Supermarktkasse das den Schokoriegel nicht bekommt. Als ob es nichts Wichtigeres gibt als 2020 unbedingt noch Rallyes zu fahren. Klar wünsche ich mir das auch, aber es ist nicht alles und in der jetzigen Zeit schon gar nicht.


    Selbst wenn unter Auflagen wie z.B. begrenzte Menge an Zuschauern und das mit Abstandsregeln eine Genehmigung kommt sollte man doch mal überlegen wie das logistisch und personell zu stemmen ist. Auch stellt sich die Frage welche Anzahl an Personal man im Herbst zur Verfügung hat. Das fängt an bei Leuten die nacharbeiten müssen, andere ist die Jobsuche im Herbst vielleicht wichtiger als sonst was. Man könnte das noch weiterführen.


    Das einzige was derzeit Sinn macht ist in "Bereitschaft" zu gehen, sich auf unterschiedliche Szenarien einstellen und falls was geht aktiv werden. Alle anderen Diskussionen sind derzeit ein Würfelspiel.

  • Ich glaube wenn die ersten Veranstaltungen die Genehmigungen erhalten, dürfte die Bereitschaft dabei zu helfen, kein Problem werden. Nach einer so langen rallyefreien Zeit, werden sich genug Mitstreiter finden und melden. Vielleicht ist es auch eine Chance über die Verbands- Vereinsgrenzen hinweg neue Wege nach dieser Seuche zu gehen.

    Thomas M.
    0160 97 46 40 35

  • Ja. Das wird ein Problem. Den Sport komplett gegen die Wand zu fahren wird da aber nicht helfen


    Man tut ja viel das ganze Land an die Wand zu fahren, da wird der Rallyesport hinten anstehen, wenn das wirklich mal durchschlägt.

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