Clubrallyes in den 70er und 80ern, Info's, Ideen

  • Da hat sich ja eine rege Diskussion daraus ergeben. Zum Thema OE: ja, ich hatte die Zeit damals miterlebt und war selbst Veranstalter. Die OEs waren eine ideale Schule für angehende Beifahrer. Sowohl was das Kartenlesen anging als auch das Lernen mit dem Stress im Auto umzugehen. In der Regel war es so, dass maximal 10% der Beifahrer den Durchblick hatten und die lotsten ihre Fahrer wirklich im Rallyetempo über die Strecke. Der Rest hatte mit der Orientierung zu kämpfen. Da war an Schnellfahren nicht zu denken. Ich hatte aber bei meinem Eingangsposting von einer Grauzone gesprochen, denn den Genehmigungsbehörden war nicht wirklich klar, was sich in der Realität abgespielt hatte. Ich hatte meine OEs so angelegt, dass dort nachts weder Spaziergänger noch landwirtschaftlicher Verkehr war und ich hatte an den Zufahrtswegen auch Posten platziert, die Leute, die doch zufällig in das Gebiet wollten, davon abhalten sollten. Das hatten aber beileibe nicht alle Veranstalter so gemacht. Wie gesagt absolute Grauzone. Mit etwas mehr Lebenserfahrung würde ich diese Verantwortung nicht mehr übernehmen wollen, weder als Teilnehmer, noch als Veranstalter.
    Hier ein Beispiel einer OE, die ich vor fast 40 Jahren ausgearbeitet hatte. (Ergänzung: Das Blatt wurde erst zum Start der OE ins Auto gegeben und es waren eine Vielzahl von besetzten Kontrollen anzufahren, die den Schnitt von 40 km/h zu erreichen, schwieriger machten. Das hieß: Einmal verfahren oder zu lange angehalten, um auszuarbeiten, dann war die Sollzeit nicht mehr zu schaffen):


    Genau meine Meinung, ohne Absperrung der Zufahrten, was wir übrigens damals auch schon gemachte bei den OE´s haben (zumindest für Asphalt-, Beton- und Schotterwege) geht es absolut nicht.


    Gebe ich dir auch recht, für die Beifahrer war es eine richtig gute Schule. 80 Prozent der heutigen Beifahrer können halbwegs fehlerfrei einen vorher geschriebenen Aufschrieb vorlesen, aber diese Schule der Orientierung haben sie oftmals nicht mehr.


    Wenn alles sauber versichert und genehmigt sowie abgesperrt ist und da wiederhole ich mich gerne, sehe ich kein Risiken, die über eine normale WP hinausgehen, weder für den Veranstalter noch die Teilnehmer.

    Einmal editiert, zuletzt von JoHe ()

  • Zu den Einwand, dass sich Leute, die beruflich stark engagiert sind, für solche kleinen Veranstaltungen nicht begeistern ließen. Aus meiner Erfahrung gesprochen war es genau umgekehrt. Mein Fahrer hatte damals noch am Samstagvormittag gearbeitet. Gegen Mittag ist man aufgebrochen. Die Veranstaltungen waren alle in der Region, also selten mehr als eine Stunde Anfahrt. Wenig bürokratisches Drumrum. 15:00 Uhr Start, am späten Abend wieder nach Hause. Absolut Arbeitnehmer- und familienfreundlich.


    Das ginge mit etwas gutem Willen auch heute noch. Allerdings waren damals viele WPs in Kiesgruben und Schotterwerken. Und da habe ich so meine Bedenken. Wer ist denn heute noch gewohnt und gewillt, auf losem Untergrund zu fahren?



    Sehe ich auch so. Wir sind damals am frühen Nachmittag angereist, wir hatten so 10 bis 12 Veranstaltungen (manchmal sogar mehr) im Umkreis von 50 bis 80 km. Zwischen 15 und 16 Uhr ging es dann los, gefahren wurde bis in den Abend hinein und um 20 Uhr war dann Siegerehrung. Gerade für Berufstätige und Familien war das super miteinander zu vereinbaren.


    Loser Untergrund gefällt heute wirklich fast keinem mehr, es gibt fast nur noch Asphaltheizer. Die meisten Autos sind ja nicht mal mehr ausgelegt, um auf Schotter zu fahren! Die Technik ist inzwischen auch viel zu teuer und anfällig dafür.

  • ... oder man geht auf den alten Strecken joggen bzw. fährt dort Mountainbike



    ....wie z.B. am 1. Corona-Wochenende auf der WP "Königshof" vom Start ca. 1.7 km bis zur R3- über Brücke.
    Wurde bei der "Olympia" und div . "Sachs-Winter" gefahren und war die Trainingsstrecke der RGH nachts im Schnee....

  • Ich weiss noch Anfang der 80er : Rhein-Maas-Pokal
    von Duisburg bis Kleve locker 15-20 Veranstaltungen
    Ich kam Damals auf 45 Veranstaltungen im Jahr.
    Vatertag Rallye in Bitburg
    Samstag dann Ori in Bremerhafen ( AVD-Ori-Cup )
    Sonntag Rallye in Kleve
    Montags mit dem Rallyeauto zur Arbeit.


    Geile Zeit


    Dann Samstag

  • Ja, da kommen Erinnerungen hoch!
    Wenn ich heutzutage lese, wenn es im Forum um Talente, Kosten und Zeit geht... :confused:
    [MENTION=15377]JoHe[/MENTION], alles gut im Thread, aber das bei einer Ori um 20:00 Uhr Siegerehrung war??? :D
    So um 21-22:00 Uhr sind nach dem ersten vorsichtigen Aushang erstmal die 5-6 Gesamtsieg Favoriten mit verschränkten Armen hinter dem Rücken vor die Ergebnisse getreten. Der Veranstalter stand Schweißgebadet in der Ecke!
    Nachdem alles mindestens zweimal abgehangen wurde, erklärte der Beste, der Orileitung nach Mitternacht, welche Hofeinfahrt vor seiner Haustür befahrbar ist, und somit die kürzere Strecke war...
    Jetzt erst konnte man auswerten!
    Das kam locker ein Dutzend Mal im Jahr vor!
    Schön war es trotzdem, oder gerade deswegen? ;)

    Einmal editiert, zuletzt von Eifeluwe ()


  • Stimmt, 20 Uhr war wohl etwas optimitisch!


    Da gebe ich dir recht, genau das hat das ganze schön gemacht. Der Zusammenhalt war auch ein ganz anderer als heute, da wirft jeder nur noch über dritte dem anderen vor, dass sein jeweilige Auto nicht sauber sei und faul. Aber jeder behauptet von sich, total sauber und legal zu sein und zudem ja auch noch mit völlig unterlegender Technik zu fahren. Manchmal ist es echt nicht mehr schön!


    Naja, vielleicht kommt es ja mal wieder in einer moderneren Art zurück - man wird ja noch Träumen dürfen.

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    Hier noch ne Clubrallye aus den 70ern.

    Es war so herrlich einfach

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    Es war so herrlich einfach

    Hallo, ich müsste sogar noch Original Ausschreibungen haben - ich schau mal nach, lass mir Deine E-Mail Adresse zu kommen.

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