Neues Konzept für die Rallye Deutschland?

  • Da träumst Du offensichtlich noch von den Schweden-Volvos. Die kommen auch nicht mehr -:)


    Von denen träume ich nicht. Die erlebe ich seit Jahrzehnten live in Schweden mindestens 1 x im Jahr. Inkl. aller Klassen, welche in D, nicht (mehr) starten dürfen oder nur marginal vertreten sind. Das dritte Weltland "D" hatte ich ja schon erwähnt.

    Historic sideways. Querzeit statt Bestzeit. Gewinnen können die anderen.

  • Vergiss es, die 3 Städte hat in den vergangenen 15/20 Jahre reichlich verbrannte Erde in Ostbayern hinterlassen. Da gibt es genügend Gegenden, wo die Rallye explizit ausgeschlossen ist. Die müssen froh sein, wenn die 21iger 3 Städte überhaupt läuft, geschweige den eine Rallye im Deutschland-Format.


    Hab ich aber nach Freyung anders gelesen. Ist doch Ostbayern...
    Da wollte man sogar wieder eher, als die Drei-Jahre Rotation vorsah...

    SKODA-KÖNIG RALPH-MARIO I.

  • Und in Oberhinkofen wurde auch - glaube mit einer Ausnahme - in den letzten 25 Jahren nicht mehr gefahren.


    Die 3-Städte wurde 2003 das letzte Mal in Straubing ausgerichtet, bevor sie dann 2004 von der VG Ostbayern in der Passauer Gegend veranstaltet wurde.
    Somit wurde Oberhinkofen im Rahmen der 3-Städte das letzte Mal 2003 gefahren. In den Jahren 2005-2007 wurde dann noch die Walhalla Rallye in Oberhinkofen veranstaltet. Leider musste diese Veranstaltung aber dem Umwelt- und Naturschutz zum Opfer fallen. Ob es die Gelbbauchunke war, kann ich nicht mehr genau sagen, aber der Weg nach Oberhinkofen ist seitdem versperrt. Mittlerweile ist Oberhinkofen kein Standortübungsplatz mehr. Das Gelände ging zuerst an die BImA und ist seit 2013 als "Nationales Naturerbe" geschützt und wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt verwaltet.


    Der StÜPl Metting dagegen ist noch immer in Bundeswehrnutzung. Jedoch ist auch hier kein Motorsport möglich. Bei einem Versuch das Ganze vor einigen Jahren noch einmal für eine Rallye 35 zu nutzen wurde zwar von Bundeswehrseite eingeräumt, dass dies zwar grundsätzlich möglich wäre, aber um das interne Bundeswehr-Genehmigungsverfahren anzustoßen muss erst eine spezielle Artenschutzrechtliche Prüfung durchgeführt werden. Das bedeutet, dass sämtliche Tiere auf dem StÜPl kartiert werden müssen. Die Kosten hierfür hätte der Nutzer, sprich der Rallye-Veranstalter zu tragen. Und erst wenn das Ergebnis feststeht würde geprüft werden, ob eine Rallye noch stattfinden könnte. Aber es wäre bestimmt irgendein schützenswertes Tierchen gefunden worden. Zuschauer wären sowieso gar nicht mehr erlaubt gewesen, da hier ein schützenswerter Magerrasen wächst, den man nicht zertrampeln darf. Wenn die Bundeswehr dies bei "Hören und Sehen in der Nacht" macht, sei dies ja wieder etwas anderes...

  • Hab ich aber nach Freyung anders gelesen. Ist doch Ostbayern...
    Da wollte man sogar wieder eher, als die Drei-Jahre Rotation vorsah...


    Laut den letzten Veröffentlichungen wird die 3-Städte 2021 in Freyung durchgeführt werden. Ostbayern ist halt dann doch größer als das Bäderdreieck.
    Und 3-Städte Veranstalter ist nicht gleich 3-Städte-Veranstalter. Vorher VG Ostbayern, jetzt wieder ADAC Südbayern.

  • Laut den letzten Veröffentlichungen wird die 3-Städte 2021 in Freyung durchgeführt werden. Ostbayern ist halt dann doch größer als das Bäderdreieck.


    Das wusste ich noch gar nicht. Cool, das ist ja gar nicht so weit von mir entfernt. Da habe ich ja schon mal was, worauf ich mich freuen kann.

  • Mich würde es freuen wenn die D Rallye nach Ostbayern kommen würde, sehe hier seitens der Anwohner auf Dauer größeres Probleme.
    D ist halt ein sehr dicht besiedeltes Land, in Baumholder und den Weinbergen gibt es keine Anwohner die sich beschweren können.
    Die 3 Städte hat in Zukunft eben deswegen drei verschiedene Veranstaltungsorte.
    Jedes Jahr, oder im 2 jährigem Turnus einen WM Lauf im 3Ländereck, ich glaube das wird den
    Leuten zu viel.

  • Besiedelte Gebiete haben immer das Anwohnerproblem.
    Das Ausweichen auf zB. Bundeswehrstandorte ist auch nur eine beschränkte Lösung da diese ja i.d.R. <Sperrgebiete sind und militärischer Geheimhaltung unterliegen. Da wird dann schon der TV Heli zum Problem.


    Nimmt man den Grund zur diesjährigen Absage so ist Corona in den neuen Gebieten sehr stark vertreten oder wird politisch dort sehr hoch angesiedelt. Ein Wechsel bringt dann genau was??

    57.Rallye Wittenberg 12/13.März 2021

    :|

  • Mir gefällt die Idee nicht. Ich hätte lieber die Rallye in der Gegend wo sie bisher war. Vielleicht eine Bewegung Richtung Belgien und ein paar Strecken mit der East Belgian Rallye teilen, vielleicht sogar beide Rallyes mischen.


    Die Zeit im Herbst passt, die Fans kommen viele aus Belgien, es gibt bestimmt genug Motorsport begeisterte die Helfen (Ehrenamt).

  • Mich würde es freuen wenn die D Rallye nach Ostbayern kommen würde, sehe hier seitens der Anwohner auf Dauer größeres Probleme.
    D ist halt ein sehr dicht besiedeltes Land, in Baumholder und den Weinbergen gibt es keine Anwohner die sich beschweren können.
    Die 3 Städte hat in Zukunft eben deswegen drei verschiedene Veranstaltungsorte.
    Jedes Jahr, oder im 2 jährigem Turnus einen WM Lauf im 3Ländereck, ich glaube das wird den
    Leuten zu viel.


    Die Anwohner werden wohl in jedem besiedelten Gebiet Probleme machen. Wenn sie in einem nicht-besiedelten Gebiet stattfinden soll ist dann ja die Frage ob die Umweltschützer sich dagegen wehren. Mehrere Veranstaltungsorte bedeuten zwar eine geringere "Belastung" für die jeweiligen Bewohner, allerdings heißt das auch, dass die Veranstalter sich mit mehreren Gemeinden einigen müssen. Ich weiß nicht, ob das wirklich einfacher ist.

  • Auch wenn der Plan in eine andere Richtung geht. Einen Ert Lauf haben wir ja aktuell.
    Wäre das nicht eine Alternative um nicht mit den anderen europäischen Asphalt Läufen konkurrieren zu müssen.
    Und die FIA hätte Ersatz für die nächsten Jahr möglicherweise wegfallenden Übersee Schotter Läufe.
    Ob man in der Lausitz über 300wp Kilometer zusammen bringt weiß ich nicht aber der Anspruch ist denke wm tauglich.
    Wäre meiner Meinung nach zumindest eine Überlegung wert.

  • Da hier ja alle die genauen Details zur Rallye Deutschland kennen, würde ich mich freuen, wenn meine nachstehenden Thesen dann mit dem Wissen der Experten geradegerückt werden:


    - Nach meinem Kenntnisstand fungiert der ADAC Saarland aktuell als "Dienstleister", der die Rallye sportlich für den ADAC e.V. durchführt (Siehe Ausschreibung 2.3 - Sportliche Ausrichtung). Dies war früher der ADAC Mittelrhein. Hier gibt es, wie bei allen Dienstleistungen, Verträge mit einer gewissen Laufzeit. So kam es dann auch zum Wechsel ins Saarland. Anscheinend läuft der Vertrag mit dem Saarland aus.
    - Wie man aus der Presse erfahren durfte, gab es beim ADAC Saarland wohl bestimmte Schwierigkeiten, die dazu führten, dass die für die Durchführung der Rallye Deutschland zuständige ADAC Saarland SFW GmbH in finanzielle Schwierigkeiten geriet. Frage meinerseits: Steigert dies die Lust des ADAC Saarland diesen Vertrag dann zu verlängern? Steigert dies die Lust des ADAC e.V. diesen Vertrag dann zu verlängern?
    - Angenommen die beiden Fragen werden mit NEIN beantwortet, so muss der ADAC e.V. einen neuen sportlichen Ausrichter der Rallye Deutschland suchen. Somit stellt sich die nächste Frage: Wer kann sowas überhaupt machen?
    - Bisher waren es ADAC Regionalclubs, die mit der sportlichen Durchführung betraut wurden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein einzelner Motorsportclub solch eine Veranstaltung stemmen und durchführen kann. Ergo wird es wieder auf eine größere Instanz hinauslaufen. Wer kann sowas machen?
    - Da es aber genügen Experten gibt, die wissen, wie die Rallye Deutschland am Besten zu organisieren wäre: Über Bewerbungen wird sich der ADAC e.V. bestimmt freuen.

  • Hab ich aber nach Freyung anders gelesen. Ist doch Ostbayern...
    Da wollte man sogar wieder eher, als die Drei-Jahre Rotation vorsah...


    Du meinst vermutlich die großen und sehr gut geschrieben Sportberichte in den lokalen Tageszeitungen,
    die auch mehrfach im Internet aufgetaucht sind.


    Diese stammten vom Presse-Profi des ADAC München. Ein absoluter Vollprofi und früherer Redakteur eben dieser Zeitungen, der hier seine Connections ausgespielt hat - alles gut, alles easy, alle sind begeistert...


    An den Zufahrten (nicht Zuschauerpunkten) sah es bei den Anliegern schon anders aus, hier wurde teils geschrien und getobt.
    Einer dieser Anlieger hat erzählt, zuerst wurden die Gemeinden abgeklappert und als man die hatte, wurden die Anlieger nur noch per Zetteleinwurf verständigt. Mag rechtens sein, aber ob das auf die Dauer durchführbar ist, wage ich zu bezweifeln. Die betroffenen Anlieger müssen mitgenommen werden. Man wird sehen.


    Hat sich der Widerstand erst mal richtig formiert, dann wars das meiner Meinung nach für dieses Gebiet.
    Bestes Beispiel dafür ist das Rottal um Karpfham.


    Eine 3 Städte 2021 rund um Freyung, hoffe es klappt. Die einmal angedachte Rotation ist meines Erachtens für die Tonne.


    Und um auf das Grundthema zurückzukommen: Eine Deutschland-Rallye in Ostbayern, reine Utopie und Wunschdenken.

  • Markku Stierinen ist in der aktuellen Sport Auto bzgl. der Absage einen Hauch deutlicher geworden.

    Man bekommt den Jungen aus dem Dorf, aber nicht das Dorf aus dem Jungen...

  • Fachleute haben vor gut 25 Jahren erkannt, das sich Deutschland zu einer dritten Welt-Rallye Nation entwickeln wird. Ein RIESEN DANKESCHÖN an alle, welche in D Rallyes heute noch möglich machen !!!



    Die Hoffnung stirbt zuletzt.
    Ich freue mich auf eine neue Rallye Deutschland!


    Zu denen, auch wenn ich mich selbst nicht als Fachmann bezeichnen würde, zähle ich auch. Die Saat der 70er und 80er Jahre wurde nicht genutzt und im Gegenteil schon fast nahezu mutwillig und konsequent ab Mitte/Ende 1980er kaputt getreten. Darüber führte ich schon viele Diskussionen. Zunächst machte man den Clubsport 1984 kaputt (die Basis und DER Nachwuchssportbereich überhaupt). Die neue Rallye 200 führte zu einem massiven Veranstaltersterben Land auf und Land ab, der Aufwand war einfach zu hoch. Dazu die Trennung National A und B, die damit bzw. kurzdarauf folgte, die danach noch immer weiter manifestiert wurde bis vor 1, 2 Jahren (andere Lizenzen, andere Reifen, anderer Kraftstoff, andere Fahrzeuge, usw.) taten dann noch ihr übriges. Oft hatte man damals den Eindruck, Rallye und Berg müssen deutlich kleiner gemacht werden (weniger Teilnehmer und vor allem Veranstalter), um die Rundstrecke zu stärken, bzw. die teueren Rundstrecken zu finanzieren (wenn sich dort die Aktiven austoben), was damals schon nicht einfach war. Das ist wohl heute nun nicht mehr so, aber die Fehler der Vergangenheit schlagen nun trotzdem heftig durch.



    Mich würde es auch freuen, wenn es weiterhin eine Rallye Deutschland gäbe, aber ich glaube, sie wird auch in Bayern bei den kleineren Veranstaltern der Region zu neuen Problemen führen, genau wie in der Region RLP und Saarland auch geschehen.


    Was die Strecken betrifft, sollte dort im bergigen doch auch etwas machbar sein und in wie weit der Veranstalter der 3-Städte Rallye in der Region bereits "verbrannte Erde" hinterlassen hat, weiß ich nicht, aber wenn dem so wäre, ist es sicher keine gute Ausgangsposition für einen WM-Lauf im Süden.

  • Nur mal so ein Gedanke. Wer sagt eigentlich das es als WRC-Lauf weiter geht?
    Vielleicht hat man dem ADAC auch klar gesagt das die Änderungen mit dem Saarland auch nicht zufriedenstellend waren, und das Deutschland damit raus ist.
    Es könnte ja sein das man schon längst mit Eurosport was ausgemacht hat um in der ERC zu starten. Ostbayern/Österreich/Tschechien da aufzubauen macht sicher auch aus Marktgründen viel Sinn...

  • Naja, andere WRC-Läufe/Länder ändern ja auch mal im Laufe der Zeit Ihre Standorte
    um das Prädikat zu behalten, weil das eine oder andere mal nicht so läuft.
    Als Autonation würde ich schon das höchste Prädikat behalten wollen.
    Wo der D-WRC Lauf in D. ist, ist mir Wurst, Hauptsache überhaupt.
    Das einem dann wieder was nicht passt, ist der Meinungsfreiheit geschuldet.
    Wenn´s noch bischen transparent zugeht, schadet auch nicht.
    Den Rest....

    SKODA-KÖNIG RALPH-MARIO I.

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