ADAC Rallye Masters vs. DRS

  • Habe bei Rallye1 diesen Satz gelesen:
    Die Veranstaltung gehört erneut zum Kalender der Rallye-Europameisterschaft und zählt auf nationaler Ebene zur ADAC Rallye-Masters


    Bei den Masters dürfen doch keine S1600 Autos starten, doch bei der Em sind sie ja erlaubt. Wie sieht das den bei der Saarland-Rallye aus? ?(?(

  • Die meinen damit wohl eher die historische EM.

    Wayne hat angerufen. Er sagte, es interessiere ihn nicht, was K. so von sich gibt.
    Und scheisze geschrieben sei der Text auch.

  • Zitat

    Original von marcjot
    Heute ist (plusminus ein paar Tage) ziemlich genau ein Monat vor der ersten Veranstaltung der Master-Serie (die DRS startet ja erst Ende April) und es ist noch nix veröffentlicht, wer sich denn für die kpl. Saison für die ADAC-Variante eingeschrieben hat -> finde ich gerade auch mal aus Sicht der Öffentlichkeitsarbeit ein ziemliches Armutszeugnis (wahrscheinlich ist die Anzahl der Teams noch so gering, dass man sich diese Schmach - auch vor dem Hintergrund der ADAC-Gau-Thematik und dem Ausschluss von Clubs - momentan nicht antun möchte), denn es gibt ja das eine oder andere Team, dass gerade noch hinsichtlich Teilnehmeranzahl und Gewinnchancen abwägt, welche Serie sie denn fahren möchten.


    Hätte mir da schon auch früher die Infos gewünscht (gilt aber auch für die DRS)!!!


    So wie ich gehört habe gibt es keine Einschreibung für die Masters. Jeder der Punkte einfährt wird in der Masters gewertet.

    Game-Experte

  • Die Saarland ist auch gleichzeitig EM Lauf für die "normalen" Autos, also nicht nur Historic ==> darum auch verhältnismäßig viele Starter aus den Benelux Ländern, wie z.B: Peter Tsjoen oder das Pardigit Team usw.


    Zitat aus folgendem Bericht:
    http://www.rallye-magazin.de/news/8355


    Auch am zweiten Tag (1. Juli) werden die gleichen Strecken befahren wie im modernen Teil der Rallye, die unter anderem für den FIA European Rallye Cup (Nord) sowie die neue ADAC Rallye Masters gewertet wird.


    Also müßten dort , wie bei der Oberland (Mitropa Cup) auch WRC oder S1600 startberchtigt sein,; allerdings ohne Wertung für die Masters sondern nur für den FIA European Rallye Cup.

  • Zitat

    Original von Helldriver
    Daher ist das Erlassen des Nenngeldes nur ein Tropfen auf den heißen Stein.


    wobei ich 400 € Nenngeld für eine Breitensportveranstaltung schon als sehr hoch empfinde. macht bei bezahlten 8 Läufen auch 3200 €.
    und wie gesagt, da bist noch keinen Meter gefahren!!!

  • Das sind ja auch nur 30 % mehr je km zur 200 (is ja nix). ;( Ich glaube sogar die ehem. DM mit ca. 150 km und 425,0 € ist da billiger gewesen.

  • Also ,


    1. Rallye 200/+


    100€ / 30km: 3,33€ pro Km
    140€ / 45km: 3,11€ pro Km


    2. DRS: 3€ pro Km


    3.Masters - Oberland: 400€ / 139km: 2,88€ pro km
    - Welfen: 400€ / 120km: 3,33€ pro km


    Rallye 200 ist mit Sicherheits nicht günstiger, und die Veranstalter brauchen nicht mal einen echten Serviceplatz.

  • Du hast aber mehr WP-Strecken. Also brauchst du auch mehr Feuerwehr- Sanis, Funk (zum Teil) Zeitnahme usw. Da ist nix teurer. Deshalb sind ja auch mehr Clubs in der Lage eine Rallye200 ohne Verlust durchzuführen als eine grosse Rallye.


    Zur Oberland - der Zeitplan war schon vor den Masteregeln veröffenlicht, und wurde nicht mehr geändert.

  • Mal ganz abgesehen davon, daß es auch nach meiner Meinung für eine Breitensportserie recht teuer ist, finde ich schon etwas merkwürdig, daß ich mit meiner Gruppe "G"-Schüssel (ich weiß, die will niemand sehen ;) ) , garnicht punktberechtig wäre.

    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom !

  • Zitat

    Original von R.B.
    Mal ganz abgesehen davon, daß es auch nach meiner Meinung für eine Breitensportserie recht teuer ist,


    Mit welcher vergleichbaren Breitensportserie ziehst du hier deine Schlüsse ?


    Rallye kostet nunmal Geld, wer keins ausgeben möchte muss eine Sportart wählen, in der er sich aus eigener Kraft und meistens ohne Sportgerät fortbewegen will.


    Ich finde die Erhöhung der Nenngelder um teilweise 100 Euro / 200 DM (Bsp. Sulingen) auch daneben, aber wie der Franzose sagt:


    "Tel Aviv, so ist das Leben"

  • Bei der ganzen Argumentation geht es um den Anspruch, den ein Ausrichter eines Cups, einer Serie`oder was auch immer hat.


    Wenn ich eine Serie wie die ADAC Rallye-Masters auf die Beine stelle und das Ganze als Breitensport verkaufen will, d.h. also für alle Rallyesportler deutschlandweit, dann muß ich mal aus dem Bürofenster schauen, was in Rallyedeutschland eigentlich los ist.
    Schaut man sich die Starterfelder mal genauer an wird man feststellen, daß es eigentlich nur zwei Gruppen von Fahrern gibt. Das sind zum einen die "jungen Wilden", so zwischen 18 & 28 Jahre alt und dann die alten Männer wie mich, deutlich über 40.
    Das ganze liegt daran, daß in Sachen junger Rallyetalente in D einiges falschläuft und der ADAC mit den anderen Totengräbern des Rallyesports im Gleichschritt marschiert.
    Wenn man jung ist und vielleicht noch im "Hotel Mutti" wohnt, ist das alles kein Thema. Spätestens wenn die erste eigene Wohnung kommt wird das Geld deutlich knapper und wenn sich dann noch Nachwuchs einstellt ist das Thema Rallyesport keines mehr, wer hat schon 400 Euro Nenngeld monatlich übrig - die breite Masse jedenfalls nicht. Aber für die macht der ADAC das Ganze doch - oder ?
    Da das aber in der Realität nicht funktioniert müßte man auf Zugpferde setzen wie WRC's oder S1600, wo das Startgeld, allein wegen der Professionalität im Jahresbudget eingeplant sein sollte. Aber genau diese Teams läßt man außen vor. Da kann man sich nur an den Kopf fassen.
    Und solchen mißratenen Breitensportserien ist es u.a. auch zu danken, das in Sachen Rallyeweltmeisterschaft aus deutscher Sicht in den nächsten 10 Jahren nichts zu erwarten ist. Man gewinnt den Eindruck, daß hier so ein bißchen um die Gunst der FIA gebuhlt wird (man hat ja was richtig gutes getan), aber eigentlich ist das in etwa so, als ob sich morgen ein Skiläufer ins Knie schießt um bei Olympia '06 zu den schnellsten zu gehören.

    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom !

  • Komischerweise geht es ständig gegen den ADAC. Der macht aber doch was. Ob es dann auch zum Erfolg führt muss man natürlich abwarten.
    Aber wo sind denn die anderen Verbände. Die können doch auch Nachwuchsserien ausschreiben. Da sehe ich aber nichts. Warum fördert denn AvD, ADMV, DMV, etc. keine Motorsporttalente?


    Habt ihr schon mal überlegt, wenn nur jedes Jahr ein Talent weiter gefördert werden soll, was das kostet? Ich denke da kommen ganz schöne Summen zusammen. Ansonsten müsste ja in jedem WM-Team jedes Jahr ein Fahrer mehr sein. Aber auch hier ist doch der Rotstift angesetzt und die Hersteller ziehen sich aus der WM aus Kostengründen zurück.


    Deswegen glaube auch ich, dass WRC Autos zu teuer sind und keine Zukunft haben.


    Natürlich sind die Fahrzeuge (incl. S 1600) spektakulär anzusehen. Aber ein oder 2 oder auch fünf solcher Fahrzeuge retten doch keine Meistreschaft. Im Gegenteil die verhindern, dass andere Fahrer sich Top-Platzierungen holen können.


    Norbert

  • Sehr gut erkannt und auf den Kopf getroffen. Ich finde, man kann sogar noch weiter gehen. Meiner Meinung nach kann man den Motorsport nicht in Kategorien unterteilen, wie man es z.B. mit Fußball, Handball oder Eishockey machen kann.
    Und... weil alle Teilnehmer vermutlich auch "Deutsche Meister" werden wollen, muss man auch alle, die an dieser Meisterschaft teilnehmen wollen, werten. Egal, ob WRC, S1600, N, A, H, Youngtimer,etc. Alle Fahrzeuge, die den Segen einer Straßenzulassung erhalten, sollten auch teilnehmen können. Eine gerechte Wertung zur Punktevergabe würde sich aus einer Formel ergeben, die die Fahrer bevorzugt, die in einer Klasse starten, in der die größte Anzahl der Teilnehmer um Meisterehren kämpft (ähnlich VLN).


    Da die wirtschaftliche Situation sehr prekär ist in Deutschland, muss ich als Veranstalter kein Reglement für die Automobilhersteller in Deutschland machen, die ohnehin nur ein geringes (wenn überhaupt) Interesse an einer Meisterschaft haben, sondern für "meine Kunden", die das Geld bezahlen, um Rallies fahren zu können. Die, die WRC´s und andere potente Fahrzeuge haben, haben auch das Geld. Schließt man diese Kunden von vornherein aus, schließt man auch potentielle Starter aus dem Ausland aus und die Attraktivität einer Serie wird erheblich geschmälert.


    Haben zusätzlich nun Privatfahrer die Chance, einen Meistertitel zu erringen, weil nicht automatisch der Gesamtsieger einer Rallye, der mit einem Überauto alles in Grund und Boden fährt, ohne sich gegen ausreichend Konkurrenz durchsetzen zu müssen, die höchste Punktzahl einfährt, ist auch die Teilnehmerliste einer attraktiven Rallye wieder gefüllt.


    Ergebnis:
    Viele Starter = viele Zuschauer = Sponsoren = TV (vielleicht etwas zu euphorisch).
    Ein Blick nach Dänemark genügt...


    Ob "Rallye Masters" oder "Rallye Serie" ist irrelevant. Tatsache ist, dass die Absage der DRM 2006 zu einem Zeitpunkt erfolgte, an dem für fast alle Teilnehmer die Planung der Saison 2006 abgeschlossen war.
    Der Alleingag des ADAC hat seinem Ansehen in der Öffentlichkeit sehr geschadet, doch anstatt Einsicht zu zeigen, sucht man die Schuldigen bei denjenigen Veranstaltern, die díe Vorgehensweise "ihres" Clubs nicht gut heißen.


    Es wäre sehr sinnvoll - besonders im Sinne des Sports - wenn sich alle Beteiligten Parteien an einen Tisch setzen würden, um für das Jahr 2007 eine gemeinsame Lösung zu finden.

  • Definitiv richtig, daß der ADAC etwas tut.
    Ob er weiß, was er da tut . . . ?
    Leider denken in Deutschland immer mehr Leute, sie müßten irgendwas machen (weil Macher sind ja angesagt), aber immer weniger Leute haben Ahnung von dem was sie machen.
    Richtig ist auch, daß vom Rest der, im Automobilsport tätigen, Verbände fast nichts kommt.
    Aber der Ansatz, so eine Serie als Breitensport vermarkten zu wollen ist nicht schlüssig.
    Breitensport heißt kostengünstiger Motorsport für die breite Masse .
    Und davon kann keine Rede sein.
    Hier findet allein durch die nicht vorhandene Finanzierbarkeit durch kleine Teams oder Rookies eine Vorauswahl statt.
    Wenn ich aber als ausschreibende Institution eine Preselektion über die Startgelder betreibe, dann muß ich auch Fahrzeuge zulassen, die Leute an die Strecke bringen und den Blick der sowieso schon recht dünn gesäten Sponsoren auf die betreffende Serie lenken.


    Ich denke mal, hier hat sich der ADAC, der ohne Zweifel mit seinem Engagement auf der Rundstrecke eine gute Arbeit abliefert, an eine Sache gewagt, wo er überfordert ist.


    Das große Grundübel aber ist, daß innerhalb der Motorsport-Dachverbände in Deutschland das große Gerangel um Kompetenzen, Posten und Befugnisse in dieser Spaltung gipfelte. Hier muß man klar sagen :
    Der DMSB & die angeschlossenen Verbände sind Dienstleister im Motorsportbereich und finanzieren sich entsprechend über Mitgliederbeiträge, Lizenzgebühren u.ä.
    Und deshalb kann ich, als Lizenznehmer, ganz einfach erwarten, daß mit o.g. Geldern und mit den Befugnissen, welche sich die Einzelpersonen durch Qualifizierung, durch Wahlen oder was auch immer, erarbeitet haben, veranwortungsbewußt und sorfältig umgegangen wird.

    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom !


  • Verstehe nur das mit dem Stress freitags nicht. Es ist doch nur eine WP (der Rundkurs in Altenstadt)?

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