Rallye Einstieg DB 190E alles

  • Hallo,

    als Erstes solltest du deine Gedankengänge mal etwas strukturieren. Ist nicht böse gemeint, aber es ist doch ziemlich wirr deinen Fragen/Gedanken zu folgen. Für dich am Ende auch nur von Vorteil, weil man hat wirklich schnell sehr viel Geld für unnötige Dinge ausgegeben. Selbst mit "Low-Budget - Just for fun" Ziel.

    Mit dem 190er kenne ich mich jetzt nicht wirklich aus. Die 16V hatten Serie 205/55 R15, das gab es beim E30 auch. Ich zum Beispiel fahre 205 50 R15, das wäre auch für den 190er eine brauchbare Größe. Aber wurde ja auch schon genannt. Als Reifen kann ich dir den Yokohama Advan A052 empfehlen. Ist ein Semi-Slick, den ich im Ersten Jahr auch gefahren bin. Hat 3x70er und 2x35er Rallyes mitgemacht, gibt ein ehrliches Feedback, ist selbst bei stehendem Wasser gut fahrbar und die Leistungen bei trockenen Bedingungen sind echt erstaunlich gut. Und steckt die geringen Schotteranteile bei den 35er/70er Asphalt-Rallyes gut weg. Für mich zu Beginn die "Eierlegendewollmilchsau" :D


    Dann solltest du dich mal mit der Differentialübersetzung befassen. Ein 190er mit Serienübersetzung wird dir in der F nicht wirklich lange Freude machen. Ideal wäre hier die Diffentialübersetzung deutlich kleiner zu wählen, um so die Gesamtübersetzung des Antriebs niedriger zu bekommen und über eine Differentialsperre nachzudenken.

    Lies dir das DMSB Handbuch Auto für die Gr.F genau durch. Man kann beim Aufbau wirklich viel falsch machen!


    Hast du denn schon angefangen das Auto umzubauen, oder einen umgebauten gekauft? Das wäre recht gut, wenn du uns mal darüber aufklären könntest, denn dann kann dir auch weiter geholfen werden.
    Also erkläre mal bitte, wie weit du bei deinem Projekt schon vorangeschritten bist.

  • Meine Meinung

    Es gibt von Extreme günstige Reifen in verschiedenen Mischungen. Sind echt top und liegen bei 90 Euro ca.. Dann würde ich auf ein 17 Zoll Rad gehen. Ein großes Rad vom Durchmesser ist immer besser als ein kleines. Macht das Fahrverhalten ruhiger. Was wichtig wäre ist sicher eine kurze Achsübersetzung mit Sperre. Dich richtige Übersetzung ist wichtiger als 20 Ps mehr. Somit hast auf jeden Fall mal Spaß für den Anfang.

  • Eigentlich sehr schade, dass viele Neueinsteiger Themen genauso schnell wieder beendet werden, wie sie begonnen haben :/

    Mag daran liegen, dass die Leute denken sie nehmen einfach nur irgendein Auto, bauen vielleicht noch einen Bügel ein und der Rest wird nach Gusto gemacht.


    Für diese Zwecke sollte sich der Thread-Ersteller vielleicht nochmal über Clubsport-GLPs informieren.


    Was eventuell aber hilfreich sein könnte, wäre ein Artikel des Rallye-Mags oder ein FAQ über die ersten Schritte für den Einstieg in den Rallyesport, was man beachten sollte, welche Klassen es gibt und was sie unterscheidet, welches Budget man in welcher Klasse an Invest und laufenden Kosten einplanen sollte etc..., die man immer wieder verlinken kann.


    Das kommt dann mit Sicherheit auch besser bei den "Interessierten" an, als diese super freundlichen Kommentare die potentielle Einsteiger hier erhalten, wenn sie noch nicht das Reglement studiert haben etc.

  • Ist doch eigentlich ganz einfach, man muss aber vorher drüber nachdenken, nicht erst wenn irgend eine "Karre" auf dem Hof steht, die zu nichts passt.

    Was will ich fahren: Rundstrecke, Slalom, GLP oder Rallye auf Bestzeit? Regelwerk besorgen - lesen - verstehen!!!

    Was kann ich selbst: Wartung, Pflege, Umbauten, komplexe Reparaturen, Schweißen, Lack etc....

    Welches Auto: Leistung + Gewicht beachten (Leistungsgewicht), Teileversorgung, Antriebskonzpt, persönliche Vorlieben!

    je nach Gruppe/Klasse auch upgradefähig (Getriebe, große Bremse, andere Übersetzung, stärkerer Motor)

    Welche Gruppe/Klasse: Gruppe G nach Leistungsgewicht - Achtung Fahrzeugauswahl!! - kaum Änderungen erlaubt

    oder Gruppe F - mehr Bastel- oder Optimierungsmöglichkeiten

    FIA Klasse - meist nur mit fertigen Auto - Folgekosten für homologierte Teile beachten

    Transportmöglichkeiten: immer auf Achse (Wie bei Defekt/Unfall?), Auto-Anhänger + Zugfahrzeug, mieten, kaufen, borgen....

    Räumlichkeiten: wo abstellen, wo schrauben/reparieren, Teilelager

    Wer macht mit: Copilot, Schrauber, Essen, Transporterfahrer, Familie, Freunde
    Was könne diese Personen alles abdecken?


    Wenn das einigermaßen klar ist, Kostenaufstellung für Invest machen.

    Beispielrechnung untere Budgetgrenze:

    Fahrzeug BMW (z.B. 325i E46) - 3500,-€ (Gruppe G oder Grupe F)

    Erhaltungsreparaturen/Pflege - 500,-€

    Schraubkäfig á la DMSB mit Erweiterungen - 1500,-€ (ggf. zzgl. Einbau)

    Käfigpolster ähnlich FIA - 150,-€ (keine Baumarkt Rohrisolierung)

    2x Sitze FIA - 600,-€

    2x Gurte FIA - 250,-€

    Sitzbefestigungen - 150,-€ (Konsolen, Ösen etc.)

    Gegensprechanlage - 150,-€

    2x Feuerlöscher - 150,-€ (Pulver 2kg)

    Fahrwerk - 1000,-€ (Fahrwerksfedern/Stoßdämpfer)

    Gurtmesser/Hammer + Copiltenlampe - 50,-€

    Fußstütze Co., Kartentasche, Trinkbags etc. - 200,-€

    Eintragungen/Zulassungskosten - 200,-€


    Basiskosten Fahrzeug: 8400,-€



    Dazu kommt ggf. anzuschaffendes Werkzeug (Schweißgerät, Flex, Bohrmaschinen etc.) und eventuell bereits erste Verbesserungsmaßnahmen:

    große Bremse VA/HA komplett - 1000,-€

    anderes Getriebe gebraucht - 1000,-€

    geänderte Achsübersetzung gebraucht - 400,-€

    Sperrdifferenzial gebraucht - 800,-€


    Und die persönliche Ausrüstung:

    Overall gebraucht - 220,-€

    Unterwäsche Hemd/Hose lang - 200,-€

    Socken/Kopfhaube - 70,-€

    Handschuhe - 60,€

    Schuhe - 100,-€

    Helm - 350,-€


    gesamt: 1000,-€


    Dazu ggf. noch Trainingsheadset, Taschen, Helmbox, Akku-Schlagschrauber oder andere Gimmicks, die das Leben leichter machen.


    Wenn man die Kosten/Zeit für den Aufbau als solches nicht mit rechnet, ist man ehe man den ersten Meter fährt bei den Ausgaben nur für Teile bei ca. 9400,-€, wenn man den Großteil der Arbeiten selbst erledigen kann und die Räumlichkeiten und Werkzeuge hat.


    Realistisch wird man eher jenseits der 10.000 Euro raus kommen, egal mit welchem Fahrzeug man einsteigen will.


    Welche Reifen man auf welcher Felgengröße fährt, braucht einen in der Phase gar nicht interessieren.

    Meist ist es für die ersten Versuche auch sehr angenehm, wenn der quitschende Straßen-Reifen rechtzeitig das Überschreiten der Haftungs- und Belastungsgrenze "ansagt"!

    Es ist erschreckend, wie viele Leute immer alles ganz genau wissen, es am Ende aber dann doch anders ist!

  • Hallo,

    ich finde die Auflistung von (Meteorit) erstmal gut.

    Man sollte aber die laufenden Kosten z.B. Sprit, Versicherung, Steuer, (Hänger und Zugfahrzeug nicht vergessen wenn man es selbst unterhalten muss).

    Wenn man sich für Rallye entscheidet, die Kosten für die Sicherheitsausrüstung des Beifahrers und 2x HANS nicht vergessen wenn es ein Neuling ist. Da muss man dann erstmal einen finden der das auch mit macht und diese Kosten auf sich nimmt .

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