Politik vs. Rallyesport 2021 ff

  • Keine tollen Aussichten <X

    Aus für Rallyes in Schiffweiler?


    Saarbrücker Zeitung / 27. Mai 2021 um 16:01 Uhr

    Der Gemeinderat hat sich für ein Stopp der Rallye-Veranstaltungen in der Gemeinde Schiffweiler ausgesprochen.

    Schiffweiler Jetzt kommt es auf die Entscheidung des Landkreises an.

    Von Heinz Bier

    Die Verantwortlichen des örtlichen Motorsportclubs (MSC) Schiffweiler dürften wenig erfreut sein über das, was da am Mittwoch im Gemeinderat entschieden wurde. Auf Antrag der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat der eine entsprechende Resolution verabschiedet, wonach es künftig in der Gemeinde Schiffweiler keine Rallyeveranstaltungen mehr geben soll. Die Fünfer-Fraktionsgemeinschaft aus CDU, Linke, Freier Bürgerliste, FDP und Bündnis 90/Die Grünen stimmte geschlossen für den Antrag, die SPD-Fraktion enthielt sich bei der Abstimmung. „Solche Veranstaltungen sind sicher kritisch zu sehen“, meinte Fraktionschef Holger Maroldt, aber man müsse auch den Interessen der Motorsportler Rechnung tragen. Jutta Feit, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, hatte den Antrag begründet und herausgestellt, dass sie nicht nur für ihre Fraktion spreche, „sondern auch für viele Schiffweiler Bürger, die keine Rallyes mehr wollen“.

    Bürgermeister Markus Fuchs von der SPD machte allerdings klar, dass die Gemeinde keine Genehmigungsbehörde für Motorsportveranstaltungen ist und die Entscheidung allein beim Landkreis liegt. Man könne also nicht sicher sein, ob sich die Straßenverkehrsbehörde des Landkreises der Resolution des Gemeinderates anschließt, meinte der Vorsitzende.

  • „sondern auch für viele Schiffweiler Bürger, die keine Rallyes mehr wollen“

    Vorgeschobener Standardspruch? :/

    Ohne Befragung glaube ich da nicht dran.

    Frei nach den "Ärzten":

    "...der Kollege eines Schwagers hat dich neulich gesehen..."

  • Das ist leider die Gegenwart und die Zukunft. Und die kommt, sollte die Anna Lena in September mit ihren Grünen die Wahl gewinnen, nicht langsam aber gewaltig, sondern sehr sehr schnell und gewaltig. Daher Augen auf bei der Wahl im September und an der richtigen Stelle das Kreuz machen...

  • Das ist leider die Gegenwart und die Zukunft. Und die kommt, sollte die Anna Lena in September mit ihren Grünen die Wahl gewinnen, nicht langsam aber gewaltig, sondern sehr sehr schnell und gewaltig. Daher Augen auf bei der Wahl im September und an der richtigen Stelle das Kreuz machen...

    Kannst du da eine Empfehlung geben? Hab leider noch keine Partei gefunden, die in ihrem Programm mit "ja zur Rallye" wirbt.

  • Und ich dachte, wenigstens im Saarland sei die (Rallye-)Welt noch halbwegs in Ordnung... :(

    Das war vielleicht einmal vor 20 Jahren. Selbst die ADAC Rallye Deutschland hat da so ihre Erfahrungen machen müssen.

  • Kannst du da eine Empfehlung geben? Hab leider noch keine Partei gefunden, die in ihrem Programm mit "ja zur Rallye" wirbt.

    Es gibt aber doch ein paar Parteien die explizit auch die synthetischen Kraftstoffe hervorheben, mit denen die Nutzung der Verbrennermotoren und der gesamten Tankstelleninfrastruktur weiterhin möglich ist.

  • Kannst du da eine Empfehlung geben? Hab leider noch keine Partei gefunden, die in ihrem Programm mit "ja zur Rallye" wirbt.

    Naja nur indirekt. In der Partei "dieBasis" sind einige Motorsportler dabei. Sowohl im Bundes als auch im Landesverband und auch ein paar Kandidaten. Im Landesverband Bayern sogar eine Rallye Beifahrerin im Vorstand.
    Wir haben keine konkrete Aussage zu "pro oder kontra" Motorsport aber die Säule der Freiheit aus unseren Grundsätzen würde die Ausübung des Sports ja protegieren!
    Vielleicht reicht das als Empfehlung!

    compitech: Das Thema synthetische Kraftstoffe haben wir in Bayern sogar im Wahlprogramm!

  • Kannst du da eine Empfehlung geben? Hab leider noch keine Partei gefunden, die in ihrem Programm mit "ja zur Rallye" wirbt.

    Mit "Ja zu Rallye" wirst du keine finden... aber wenn du überhaupt keine Rallye bzw keinen Motorsport mehr willst, dann bist du ganz sicher bei den GRÜNEN richtig..

  • Hallo,
    da hab ich ja was losgetreten. Jetzt wird hier ja schon fast um meine Stimme geworben. :huh: 
    Ich bin ja selber auch sehr interessiert an synthetischen Kraftstoffen, jedoch sehe ich auch das nicht als die alleinige Lösung an, auch wenn sie deutliche Vorteile (besonders infrastrukturell) mit sich bringt. Dennoch gibt es auch hier Nachteile, wie z.B. der hohe Energiebedarf bei der Herstellung. Wenn man dazu am Ende wieder Strom aus dem Tagebau braucht, zählt es wieder in die Kategorie "gut gemeint, statt gut gemacht" (ähnlich wie beim Thema Wasserstoff, wo ich bereits sehr praxisnah eigene Erfahrungen sammeln durfte). Ich habe derzeit eher den Eindruck, dass mit aller Macht gegen den Elektroantrieb gehetzt wird, ohne es sachlich zu bewerten ("Die Grünen wollen Elektroautos. Die Grünen sind doof, Elektroautos also auch."). Manche Politiker sind dort irgendwie im Sandkastenalter stecken geblieben.

    Aus meiner Sicht wäre es doch vernünftig, wenn sich die Parteien Technologieoffen geben würden. Das habe ich aber ehrlich gesagt von keiner Partei bisher gehört. Entweder man ist Pro Verbrenner/Kontra E oder eben umgekehrt.

    rechts5+: Die ÖVP kann ich Deutschland nicht wählen.

    Heckler: Danke für deine Empfehlung. DieBasis löst bei mir allerdings Skepsis aus, da ich weiß aus welchem Umfeld diese entstanden ist. Die Kandidatur von Dr. Fuellmich macht sie für mich schlussendlich unwählbar. Eine Person, die seit Monaten ihre Anhängerschaft veräppelt und an der Nase herumführt, ist für mich kein bisschen besser, als ein Spahn, Scheuer oder Scholz. Und ob man als Motorsportler jetzt tatsächlich die nötige Kompetenz mitbringt, zukunftsfähige Antriebskonzepte zu erarbeiten, ist auch nicht gesagt. Darüber hinaus bin ich selbst in eine Partei eingetreten und das auf Empfehlung eines Motorsportlers. Also das sehe ich nicht als das überzeugende Argument an.

    Vielleicht als kleine Einordnung: Ich komme aus Südbrandenburg und habe es bis zum Lausitzring nicht weit (Luftlinie max. 2 km). Ich bin Motorsportbegeistert und fahre ab und an selber Motocross. Ich habe aber auch Verständnis für die Bewohner des Dorfes, die einfach gefrustet sind, wenn sie sich unter der Woche nicht vor 18 Uhr zu einer Tasse Kaffee auf die Terrasse setzen können, weil man sein eigenes Wort kaum versteht. Und wenn das Wochenende dann auch noch Veranstaltungen sind, haben viele keinen Bock mehr. Würde ich heute fragen gehen, würden sich locker 70% dagegen aussprechen. Also es wird nicht immer von der Politik vorgeschoben, sondern es sind oft auch echte Anliegen der Anwohner. So toll ich Rallye auch finde, aber ich müsste auch erst drüber nachdenken, ob ich will, dass Autos mit hohen Geschwindigkeiten nur wenige cm an meinem Haus vorbeifahren und möglicherweise Schaden hinterlassen. Deswegen bin ich aber nicht automatisch gegen Rallye oder Motorsport, sondern wäge für mich ab. Die Entscheidung sollte jeder treffen dürfen, der dadurch direkt betroffen ist.

    Grüße
    Pascal

  • KoaxKalli sehr differenziert deine Darstellung :thumbup: ABER Es ist ein Unterschied ob ich direkt an einer permanenten Renn- oder Motocrossstrecke wohne und eigentlich ständig und regelmäßig was auf die Ohren bekomme oder ob es wegen einer Rallye einmal im Jahr an einem max. an zwei Tagen etwas lauter wird. Das ist genau der Punkt an dem ich sage, dass Rallye wesentlich weniger umweltbelastend bezüglich Lärm- und sonstigen Emissionen ist als andere Motorsportarten. (M)eine Meinung

  • KoaxKalli sehr differenziert deine Darstellung :thumbup: ABER Es ist ein Unterschied ob ich direkt an einer permanenten Renn- oder Motocrossstrecke wohne und eigentlich ständig und regelmäßig was auf die Ohren bekomme oder ob es wegen einer Rallye einmal im Jahr an einem max. an zwei Tagen etwas lauter wird. Das ist genau der Punkt an dem ich sage, dass Rallye wesentlich weniger umweltbelastend bezüglich Lärm- und sonstigen Emissionen ist als andere Motorsportarten. (M)eine Meinung

    Ich würde da sogar einen Schritt weiter gehen. Rechnerisch belastet der Motorsport (als Hobby) die Umwelt nicht mehr als viele andere Hobbys.
    ich habe Rennradler im Bekanntenkreis. Ok. Aber der Fährt zum Radeln mit dem Wohnmobil nach Spanien.
    Der nächste fliegt 3 mal im Jahr in den Urlaub.
    Andere Bekannte fliegen dem FC Bayern zu fast jedem CL Spiel hinterher.

    Da muss man so fair sein, und offen gegeneinander aufrechnen. Und dann schneidet der Motorsport nicht so schlecht ab.

    Und nein. Ich möchte nicht an einer Permanenten Rennstrecke wohnen. Genauso wenig wie an einem großen Fußballstadion, Rangierbahnhof oder Flughafen. Aber wenn ich zwischen den 4 Sachen wählen müsste, würde ich die Rennstrecke nehmen!
    Und ja. Rallye hat den Vorteil das es nur "1 x im Jahr" ist (zumindest für die jeweiligen Anwohner). Da sollte man meinen die Akzeptanz wäre etwas höher.

    Auf alle Fälle wird es in Zukunft nicht einfacher!

  • Halda

    Hat den Titel des Themas von „Wahl vs. Rallyesport“ zu „Politik vs. Rallyesport 2021 ff“ geändert.

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