Beiträge von Thorin

    Ich hab mich in Hartberg ein bisserl näher damit beschäftigen können, was wirklich los war. Man muss nur die Ohren offen haben und zur richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein, um jemandem, der Bescheid weiß, bei einer privaten Unterhaltung mit einem ehemaligen Staatsmeister zuzuhören (nicht versteckt, ich bin daneben gestanden). Die Sache ist ein wenig anders als manche glauben und dass BRR/Kreisel aus der Affäre natürlich ein wenig Propaganda in ihrem Sinne machen ist klar (und verständlich). Zumal sich die Gegenseite (also die AMF) in Österreich ja prinzipiell zu Kontroversen und Beschuldigungen nicht äußert und auch Berufungsverhandlungen und den genauen Berufungstext möglichst geheim zu halten versucht.

    und was sind dann die genauen Gründe? Vielleicht kannst Du diejenigen, die nicht daneben standen ja aufklären.

    Auch wenn es sich viele nicht vorstellen können, aber als Veranstalter einer Rallye macht man das (zumeist) mal als Erstes dafür, dass sich Rallyeautos bewegen. Dass Zuschauer dem Spektakel beiwohnen können, ist natürlich auch wichtig. Aber Rallyeautos fahren auch ohne Zuschauer. Zuschauer ohne Rallyeautos macht kaum Sinn... Das Genehmigungsverfahren für solch eine Veranstaltung beginnt schon lange im Vorfeld und in Corona-Zeiten werden hier dann meist schon erste Absprachen getroffen. Änderungen der Corona-Beschränkungen bedeuten dann einen immensen Aufwand für den Veranstalter. Aufwand, den man häufig gar nicht mehr stemmen kann, da man die Manpower nicht mehr zu Verfügung hat.

    Lieber bekommt man die Veranstaltung genehmigt, als dass man sich in den zu vielen Themen verzettelt und gar nix durchführen kann.


    Und so böse es klingen mag: Der Satz "KEINE Zuschauer" öffnet aktuell viele Türen bedeutend leichter...

    Nur ein kleines Beispiel einer kleinen Rallye 35 aus Bayern:

    Die Veranstaltung ist zwar in Bayern gelegen, aber zeigt trotzdem die aktuelle Situation.

    Landläufig hört man jetzt überall, dass Zuschauer wieder genehmigt werden. Wenn man sich aber die Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ansieht, dann gibt es hier eine Einschränkung. Es sind Außen bis zu 500 Zuschauer MIT FESTEN SITZPLÄTZEN erlaubt.


    Egal welcher Veranstalter, keiner hat zu viel Personal, das einfach mal rumsteht und das man locker verschieben kann. Wegen der Corona-Ka... müssen mehr Zusatzaufwände gestemmt werden. Kontaktnachverfolgung muss gegeben sein, Überwachung von diesem und jenem. Andere Abläufe, die plötzlich mehr Personal binden, damit grundsätzlich weniger Kontakte bestehen. All dies müssen jetzt alle Veranstalter machen, um überhaupt eine Genehmigung zu erhalten. Und all das muss mit jemandem vom Ordnungsamt oder Gesundheitsamt erstmal mühevoll abgeklärt und genehmigt werden.

    Unsere Veranstaltung ist am 3. Juli. Seit letztem Wochenende wissen wir, dass grundsätzlich Zuschauer wieder erlaubt sind. Aber dann geht genau der Zirkus los. Wie stellt man sicher, dass die Zuschauer-Kontaktdaten alle erfasst werden, dass sie alle korrekten Abstände (feste Sitzplätze und so) einhalten, dass es nicht zu viele werden, usw...

    Dies ist in der Kürze der Zeit nicht darstellbar. Und wenn, dass kostet es so viel Zeit, Geld und Personal, dass der Nutzen deutlich geringer als der Aufwand ist.

    Insofern fahren wir am 3. Juli im Labertal auch ohne Zuschauer am Rallyezentrum. Denn wir sind froh, dass wir den Aktiven eine Veranstaltung bieten können. Dass hier endlich wieder etwas vorwärts geht.


    Und ich gehe davon aus, dass es in Stemwede jetzt genauso ist. Wenn man sich das Hygienekonzept durchliest, dann erkennt man, dass schon viele Personen als mobile Einsatztruppen bzw. zur Absicherung von bestimmten Themen gefordert werden, die vorher nicht da waren.


    Jeder Veranstalter plant die Rallye in seiner Freizeit. Neben der regulären Arbeit und der Zeit die die Familie gerne in Anspruch nehmen würde. Jeder Veranstalter macht dies ehrenamtlich. Und die Lust so etwas zu machen sinkt immens, wenn man dann von Zuschauern immer wieder zu hören bekommt, wie sche.... das alles ist. Natürlich ist es dem Veranstalter lieber, wenn er Bilder seiner Rallye mit Zuschauern sieht. Aber noch lieber ist es ihm, dass es überhaupt ne Rallye gibt, bevor gar keiner was macht.

    Der Cup ist bis jetzt noch keine einzige Veranstaltung gefahren, wurde aber von vielen Leuten schon derart zerrissen, dass es traurig ist, wie mit dem Engagement von Leuten, die etwas für unseren Sport machen wollen, umgegangen wird.

    Natürlich ist das Ganze auch eine Marketing-Kampagne für Opel. Aber das war der ADAM-Cup auch schon. Und wem will man es verdenken, dass er solch einen Cup ins Leben ruft und damit dann selbst auch Werbung für sich selbst macht.


    Von vielen wurde das Soundmodul kritisiert, welches angebracht wurde. Warum man hier dann keinen richtig guten Verbrenner-Sound verwendet. Ganz einfach. Aus dem gleichen Grund wieso ich es sch.... finde, dass Vegane Salami, Frikadellen, Leberwurst oder Schnitzel genauso aussehen und heißen müssen wie die Fleischvariante. Hier wird etwas neues gemacht, also darf sich das Neue auch vom bestehenden abheben. Im Gegenteil es muss sich sogar abheben, damit es bei denjenigen ankommt, die unseren Sport sowieso am liebsten verteufeln wollen. Dieser Cup ist im Moment das beste Argument gegen die ökologisch angehauchten Naturschützer, die jeden unnötigen km mit einem Verbrenner-Motor am liebsten sofort abschaffen oder bestrafen wollen...


    Insofern freue ich mich jetzt darauf in Stemwede diese Fahrzeuge auf der Startliste zu sehen.


    Natürlich sind die Abläufe noch nicht ideal. Natürlich gibt es bestimmt in der ersten DRM-Veranstaltung noch manche Unstimmigkeiten. Aber das ist ein Lernprozess, den alles und jeder durchlaufen muss. Aber frei nach dem Herrn Schiller: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit...


    Insofern freue ich mich, dass es in Stemwede jetzt endlich wieder losgehen kann!!!

    Interessanter finde ich, dass man mit 60 WP-km und 30 km im Straßenverkehr rechnet bis der Akku leer ist. Da gibt es schon in der DRM Läufe mit Etappen à 50-60 WP km aber 120 Kilometern Verbindungsetappe. Das klappt dann nicht mehr?

    Das ist ja auch der Grund, warum für jeden Veranstalter explizit der Zeitplan durchgerechnet wird. Daraus ergeben sich dann immer individuelle Lösungen, was bei den einzelnen Rallyes gefahren werden kann.

    Darum bei der Rallye in Stemwede ja auch das Bulletin Nr. 1 bei dem dann auf einen separaten Zeitplan für den Cup hingewiesen wird. Denn dort werden von den 12 WPs tatsächlich dann im Cup 10 WPs gefahren.

    Schon seltsam, solche Telefonate, jetzt wo Bayern insgesamt zurecht öffnet. Bis August läuft dort outdoor alles wieder

    Stand heute sind in Bayern keine Veranstaltungen zulässig. In der aktuell gültigen, 12. Bayerischen Infektionsschutzverordnung wird explizit aufgeführt, dass bis einschl. 2. Juni keine Veranstaltungen in Bayern genehmigt werden.

    Mit der letzten Aktualisierung wurde zwar die Trainingsmöglichkeit im Sport an die Werte der Bundesnotbremse angeglichen. Jedoch ist abgesehen vom Profi-Sport keinerlei Wettkampfbetrieb erlaubt.


    Es gibt aber aktuell auch keine Vorausschau oder Aussicht, wann denn tatsächlich hier wieder etwas veranstaltet werden darf. Und leider zeigt die Erfahrung, dass Bayern beim Öffnen der Einschränkungen dann auch immer ein wenig länger braucht als andere. Und selbst wenn dann Veranstaltungen wieder stattfinden dürfen, heißt dies noch lange nicht, dass Zuschauer genehmigt werden, bzw. welche Anzahl dann erlaubt ist.

    Schwachsinn. Und noch nicht einmal eine Info auf der DRM Website dazu.

    Ich denke 3 Städte und Zwickau sollten jetzt auch zeitnah ihre Nennlisten eröffnen.

    Was hat eine Begrenzung der deutschen Teilnehmer auf 60 Autos bei der Cimbern Rallye mit den Nennlisten der 3-Städte oder Sachsen Rallye zu tun?

    Selten so viel Mumpitz gelesen.

    Wie wäre es mal damit, einfach den gesunden Menschenverstand zu benutzen und auf die Idee zu kommen, das sich die Coronaproplematik auch 2021 durch unser gesamtes Leben ziehen wird.

    Statt Energie, Zeit, Geld, persönlichen Einsatz und gute Beziehungen zu Behörden dafür zu verwenden mal ein Jahr bewußt auszusetzen und vernünftig für 2022 zu planen, macht halt jeder Veranstalter in völliger Arroganz und Ignoranz den eigenen Stiefel weiter als wäre man irgendwo im Wundertraumland.

    Erzgebirge im April - sorry, in einem Landkreis, der Deutschlandweit mit die höchsten Inzidenzwerte hat, wo eine Lockdownverlängerung bis zum Frühjahr sehr wahrscheinlich ist, gleich mal einen DRM-Lauf planen zu wollen kann nur noch schallendes Gelächter auslösen.

    glücklicherweise hat in diesem Land jeder das Recht auf eine eigene Meinung und das Recht, diese auch kundzutun. Zudem wird auch jeder für sich persönlich eine Argumentationskette haben, die diese Meinung vollumfänglich als die einzig Richtige ansieht.


    Aber nur mal so ein paar Gedankenspiele:

    Was, wenn es eben nicht die beste Entscheidung wäre, das Jahr 2021 komplett auszusetzen? Was, wenn dann ja insgesamt schon zwei Jahre ohne Veranstaltung ins Land gezogen sind und anschließend beim nächsten Antrag die Genehmigungsbehörde sagt: Warum wollt Ihr denn jetzt wieder mit so nem antiquierten Sch.... anfangen. Ging doch auch die letzten beiden Jahre ohne. Hat Euch ja in 2021 niemand gezwungen, dass Ihr nichts durchgeführt hattet? Oder was, wenn sich dann die (ja eh schon nicht im Überfluss vorhandenen) Sportwarte schon andere Beschäftigungen gesucht haben und jetzt in 2022 viel lieber Angeln gehen oder mit der eigenen Frau spazieren gehen, als sich den Stress anzutun, bei ner Rallye draussen zu stehen.

    Ich kann nicht beurteilen, ob dies bei allen Behörden oder bei allen Sportwarten so sein wird. Aber ich kenne aktuell zumindest schon so manchen Sportwart, bei dem dies nach 2020 schon eingetreten ist.


    Zudem die Frage: Hast Du eine bessere Glaskugel als alle anderen? Es sind jetzt alles Spekulationen, wie lange ein Lockdown gehen wird und welche Ausprägungen dieser dann wieder haben wird. Aber ich für meinen Teil glaube nicht, dass im April noch jegliche Sportveranstaltung im Freien verboten sein wird.


    nächstes Gedankenspiel: Dann könnten die Veranstalter doch die möglicherweise "sicheren Zeiten" von Juli bis September nutzen. An den 13 Wochenenden von Anfang Juli bis Ende September müssen dann sämtliche DRM-Veranstaltungen, aber natürlich auch alles andere untergebracht werden. Glaubst Du denn dann, dass dies so einfach möglich ist? Die Leute werden irgendwann aus ihrem Trott ausbrechen wollen und vielleicht auch mal noch Urlaub machen wollen. Ob Ausland oder nicht, ist erstmal komplett egal. Und dann soll alle 2 Wochen ein DRM-Lauf stattfinden? Glaubst Du, dass hier die Chefs alle jubeln werden und dem geneigten DRM-Fahrer dann natürlich jeden Urlaub geben wird?



    Aber vielleicht kannst Du mir ja noch ne andere Frage beantworten: Du gibst hier Deinen Wohnort mit ERZ an. Insofern stelle ich einfach mal die Vermutung an, dass Du vom Einzugsgebiet der Rallye Erzgebirge nicht so weit weg liegst? Also wirst Du Dich ja bestimmt dort auch in die Orga mit einbringen, oder? Wieso musst Du dann Deine Kritik am Veranstalter hier im Forum äußern und hast dies nicht intern bei ner Orgabesprechung gemacht? Interessiert mich einfach nur.

    Nach dem Desaster 2020 schon etwas naiv mit dem selben Timing im neuen Jahr wieder durchstarten zu wollen? Gibts da keinen Plan B bei den DRM "Machern"?

    es ist jeder gerne willkommen, seinen Erfahrungsschatz in die Orga der Veranstaltungen einzubringen.

    Es gibt aber dann doch so einige Punkte, die ein Veranstalter wenig bis gar nicht beeinflussen kann, die aber eben für den Termin ausschlaggebend sind. Seien es Vogelbrutzeiten oder andere Schutzzeiten für Tiere usw... Oder eben auch nur die Aussagen der genehmigenden Gemeinden, dass es eben nur zu einer bestimmten Zeit möglich ist, die Genehmigungen grundsätzlich mal zu erhalten.


    Ihr könnt Euch sicher sein, kein Veranstalter legt es darauf an, die Veranstaltung wegen Corona ein weiteres Mal nicht durchführen zu können. Aber aus einem gegebenen Korsett auszubrechen ist auch nicht immer so einfach, wie es für den geneigten Fan zu sein scheint.

    Hatte mir überlegt so für Schotter den Michelin crossclimate und sonst so rein Asphalt den Michelin Pilot Sport 4

    Nicht dass ich zur Thematik der Reifen auch nur irgendwas sinnvolles beitragen könnte. Aber: Was und wo willst Du denn dann fahren? Der Schotter kommt ja jetzt öfter in Deinen Aussagen vor. Also schließe ich auf Schottercup?

    Moin, ich möchte mal dran erinnern, dass sich 2022 die Olympia rallye jährt...

    Wäre das nicht ein neues Konzept für Deutschland Rallye?

    würde der Herr Todt schon alleine aus Nostalgiegründen bestimmt durchwinken....


    Und da könnten genügend Veranstalter von Nord bis Süd mitspielen... Angefangen bei der Cimbern bis runter zum Freilassinger Rallye Sprint