Beiträge von Thorin

    Also lassen wir sie mal machen, die Aktiven scheinen es ja anzunehmen.

    Den Aktiven sei dieser Spaß auch vergönnt.

    Aber als Veranstalter kommt man sich dann doch eher sonderbar vor. Es ist ja nun eben in Rallyedeutschland nicht unbedingt so, dass jeder Veranstalter mit allen DMSB-gesteuerten und -bearbeiteten Themen rund um das Rallyereglement, Ausschreibungsgenehmigung oder anderen Dingen in der gemeinsamen Zusammenarbeit zu 100% glücklich ist.


    Hier biegt man sich aber etwas zurecht, damit es irgendwie passt.

    Leider klingt das alles um ein Vielfaches einfacher, als es dann in der Realität ist... Wenn man sich die aktuellen Diskussionen in Österreich ansieht, dann ist so gut wie kein Veranstalter der eigenen Rallyenation glücklich, wenn das eigene Prädikat dann auch noch an eine ausländische Veranstaltung vergeben wird. Wäre bei uns in Deutschland nicht anders. Von Nord bis Süd wäre niemand glücklich, wenn jetzt noch eine East Belgian oder eine Barum Rallye zur DRM zählen würde. Man braucht hier immer auch noch eine gewaltige Portion Glück dazu, dass man solche Prädikatsläufe nach Deutschland holen kann.

    Aber es gibt drei Dinge, die man in Deutschland dafür tun kann.

    1. Wir benötigen eine gesunde Basis. Vom Rallyesprint angefangen, über die R35 und R70 müssen wir hier auch weiterhin breit aufgestellt sein. Die genauen Auswirkungen werden wir erst im nächsten Jahr sehen können, was uns Corona so alles kaputt gemacht hat. Aber wir müssen versuchen, hier wieder die Basis für alle Hobbyfahrer zu schaffen, dass diese auch wirklich fahren können. Hier müssen die Veranstalter vielleicht auch mal noch neue Wege gehen (können). Aber ohne Basis wird es auch keinen Spitzensport geben.

    2. Die Qualität der DRM, bzw. unserer Spitzenveranstaltungen muss weiterhin hochgehalten und noch ein wenig gesteigert werden. Vielleicht sind neue, bzw. erweiterte Zuschauerkonzepte notwendig. Aber in jedem Fall, müssen wir unseren Fans attraktiven Motorsport zum Anfassen bieten. Nur so werden wir auch weiterhin Zuschauer und dann auch neue Fans von unserem Sport überzeugen können.

    3. Unsere Veranstalter, aber auch die Verbände, müssen daran arbeiten, dass wir uns für die Welt öffnen. Dass es auch für das Ausland interessant ist, in Deutschland zu fahren... Und auch dann können wir (hoffentlich) auch weiterhin so attraktive Veranstaltungen in Deutschland bieten...

    Dann hat er ja das Rallye Safe missachtet das zeigt doch an wenn einer von hinten kommt, der Unfall war ja nicht schlimm aber trotzdem mit 3 minuten Rückstand geht man kein Risiko ein ;(

    Im Rallyesport gibt es leider keine blauen Flaggen.

    Insofern stellt sich mir die Frage, was denn nun von RallySafe missachtet wurde? Die Ausfahrt aus dem Rundkurs ist ziemlich eng gewesen. Einzig die Onboard von P. Geipel könnte uns hier aufklären, wie es tatsächlich vor Ort war.

    3-Städte:

    1. Simon Wagner

    2. Dominik Dinkel

    3. Hermann Neubauer

    4. Marijan Griebel

    5. Christian Riedemann

    6. Johannes Keferböck

    7. Albert v. Thurn und Taxis

    8. Philipp Kreisel

    Grundsätzlich würde ich einfach mal empfehlen, sollte man sich frühere Wertungsprüfungen ansehen. Die Möglichkeit, dass die interessanteren Teilnehmer dann im Lauf der Veranstaltung schon ausgefallen sind, ist ja doch durchaus gegeben.

    Der Hinweis für die Sachsen Rallye ist hier ein wenig einfacher umzusetzen. Die Glückauf-Brücke befindet sich in der Stadt, da gibt es Parkmöglichkeiten, und es gibt Adressangaben.


    Aber mal ein Hinweis wie eine Rallye "gemacht" wird, bzw. wie die Auswahl der Wertungsprüfungen erfolgt. Und nur als Hinweis ich betrachte hier jetzt keine "spezielle" Zuschauerprüfung.

    Gesucht wird natürlich eine interessante Streckenführung für die Teilnehmer. Es soll keine 500 Gerade, 90°-Abzweig, 600m Gerade, 90°-Abzweig-Orgie werden, also sollten die Strecken schon ein wenig selektiver sein. Dann wird anschließend gekuckt, welche Straßen sind davon überhaupt betroffen, besteht eine Möglichkeit diese Strecke auch gesperrt zu bekommen, bzw. wie groß ist der Aufwand hier eine Umleitung aufzubauen. Bei der Thüringen Rallye konnte man eine Bundesstraße in der Ortschaft sperren. In Bayern und anderen Gebieten ist sowas völlig undenkbar. Dann wird geschaut, ob das Ganze denn auch in ein Gesamtkonzept passt. Also ob man die Gesamtkilometer der Rallye nicht ins Extrem treibt. Dann gehts darum, wie viele Anwohner sind betroffen und im schlechtesten Fall "eingesperrt". Dann kürzt man die WP mal so ein, dass man einen adäquaten Platz für Ziel-Zeitnehmer, Stop, Start und ZK hat. Denn man muss ja auch hier bestimmte Anforderungen erfüllen. Dann kommen noch ein paar einzelne Dinge, die von Rallye zu Rallye variieren können.

    Und irgendwann dann wird mal gesehen, wo man überhaupt Zuschauer hinbekommen kann. Dies ist nicht überall möglich. Zumal diese Art von Straßen, die ideal für eine Rallye sind, natürlich auch eher in abgelegenen Gebieten liegen.

    In diesen abgelegenen Gebieten ist eine Adressangabe schon mal schwierig. Wenn man dann Zuschauerpunkte macht, wird bei einer DRM-Veranstaltung schon eher überlegt, wo man dann auch die Zuschauer parken lässt. Bei einer kleineren Rallye wird da nicht sooooo viel darauf geachtet, da die Zuschaueranzahl normal auch nicht soooo groß ist. Häufig ist der Veranstalter auch nicht wirklich für alles verantwortlich, da beispielsweise ein lokaler Verein den Verkaufstand machen darf, somit auch die Einnahmen für sich behalten darf, dafür aber im Gegenzug die Absperrungen macht.


    Zum Thema Programmheft. 25 Verkaufsstellen ist wohl schon das Maximum, das man bei ner Rallye finden wird. Immerhin muss jemand aus der Orga mit allen Stellen Kontakt aufnehmen, muss die Logistik der Hefte regeln und dann kommt auch dazu, dass die Stelle ja überhaupt erstmal will. Häufig sind Rallyes Veranstaltungen die von Einzelnen geplant und organisiert werden. Da bleiben dann solche Aufgaben häufig auf der Strecke, da es wichtigere Themen für die Veranstaltung gibt. Ein blöder Spruch spiegelt das Ganze irgendwie auch wider: Eine Rallye ohne Zuschauer geht. Aber eine Rallye ohne WPs, Roadbook, Ausschreibung, und weiteren solchen Themen geht halt leider nicht...

    Der Unterschied im Rallye Reglement zwischen 2019 und 2021 liegt in diesem Passus genau in einem Satz:

    Art 20.1.2 in 2019: "Fahrzeuge, die den Parc Fermé-Bestimmungen (...) unterliegen, dürfen nur von Fahrern oder Offiziellen bewegt werden. Zu allen anderen Zeiten dürfen die Fahrzeuge von Jedermann von Hand geschoben werden. Die Fahrzeuge dürfen nur durch eigene Kraft und von Hand bewegt werden. Jede Andere Art der Fortbewegung eines Fahrzeugs ist verboten, sofern es nicht an anderer Stelle des Rallyereglements erlaubt ist."


    Art 20.1.2 in 2021: "Fahrzeuge, die den Parc Fermé- Bestimmungen (...) unterliegen, dürfen nur von Fahrern oder Offiziellen bewegt werden. Zu allen anderen Zeiten dürfen die Fahrzeuge von Jedermann von Hand geschoben werden. Die Fahrzeuge dürfen nur durch eigene Kraft und von Hand bewegt werden. Jede andere Art der Fortbewegung eines Fahrzeugs ist verboten, sofern es nicht an anderer Stelle des Rallyereglements erlaubt ist. Ausnahmsweise dürfen Fahrzeuge auf Wertungsprüfungen gezogen oder geschoben werden, um sie auf die Rallyestrecke zurückzubringen oder um diese von der Rallyestrecke zu entfernen."


    Und genau der letzte Satz ist der ausschlaggebende. Insofern war das Verhalten meiner Meinung nach korrekt UND reglementkonform.

    Die Problematik in Bezug auf Zuschauer liegt darin, dass man auf die Genehmigung von anderen angewiesen ist. Jeder Bereich, der offiziell für Zuschauer ausgewiesen wird, muss dann den kompletten Anforderungen der Genehmigungsbehörden entsprechen. Und dieses Konzept kann zwar heute erstellt werden, wird aber heute niemand für Oktober absegnen. Es wird immer auf eine "kurzfristige" Genehmigung rauslaufen, da niemand sagen kann, wohin sich das Ganze bewegen wird. Zudem kann heute noch keiner sagen, ob bis dahin Deutschland / Bayern und Österreich gleich laufen werden.


    Stand heute wird mit Zuschauern geplant, Zuschauerpunkte werden ausgearbeitet und Konzepte dafür dann bei den Behörden vorgelegt. Worauf man sich aber in jedem Fall einstellen kann ist die 3G-Thematik.

    Ausschreibung und Online-Nennungen der 3-Städte Rallye ist online. Es gibt in diesem Jahr die FIA ERT-Veranstaltung in deren Rahmen auch die Deutsche Rallye Meisterschaft, aber auch die Österreichische Staatsmeisterschaft mitfahren wird. ADAC Opel e-Rally Cup wird als separate Veranstaltung ausgeschrieben werden. Zusätzlich gibt es noch eine Rallye 70.

    Link zu ERT/DRM/ORM


    Link zur Rallye70


    Beide Veranstaltungen fahren Wertungsprüfungen in Deutschland und Österreich.

    Die Streckenkenntnisse sollten sich bei allen Beteiligten in Grenzen halten. Immerhin gibt es 4 komplett neue Wertungsprüfungen. Und auch die anderen Prüfungen wurden im Rahmen von aktuellen Rallyes nur einmal im Jahr 2019 gefahren.

    Siehe Ausschreibung , 12 WPs über 147 km

    Tatsächlich.

    Allerdings muss man sich auch den Zeitplan ein wenig genauer ansehen und kann daraus erkennen, warum das so sein kann:

    Die erste WP am Samstag wird vor dem ERC-Feld gefahren. Ab dann fährt man eine komplett eigene Rallye die dann mit der ERC-Veranstaltung bzw. deren Zeitplan nicht mehr viel zu tun hat. Startet der erste Teilnehmer noch 31 Minuten vor dem 1. ERC-Teilnehmer, kommt der erste Opel-Teilnehmer dann ca. 2einhalb Stunden nach dem ERC-Teilnehmer an diese Wertungsprüfung.


    Deutlich längere Ladezeiten lassen dann auch die Reichweiten wieder länger werden. Aber das passt halt leider nicht in den Ablauf einer regulären Rallye. Darum wurde in Stemwede auch nicht mehr gefahren.