Beiträge von JoHe


    Gefährliches Halbwissen für so viel grosse Klappe Herr Herrlein. Man kann an jedem Auto mehr oder weniger Minus machen, an einem Cup Opel waren die Verluste sicher überschaubar und einige Teams wie Deppe oder Schmack haben die Dinger mit vielen Erfolgen zu übersichtlichen Konditionen angeboten.


    Und - Die Einschreibungen für den ADAC Opel e-Rally Cup 2021 starten am 15. Januar 2021. Wer sich bis zum 12. Februar einschreibt, bezahlt eine vergünstigte Einschreibegebühr von 5.900 Euro (zzgl. MwSt.). Danach beträgt die Einschreibegebühr 7.500 Euro (zzgl. MwSt.).

    Sie scheinen ja DER Experte und Fachmann in Sachen Opelcup zu sein (oder doch nur Marketingleiter von Opel...) und danke Ihnen jedenfalls für Ihnen sachlichen Beitrag.

    Aber vielleicht haben Sie auch nur einen anderen Blick auf das Ganze wie Sie, kann ja sein. Ich gebe nur meine Beobachtungen und das wieder, was ich von meinen Bekannten und Freunden weiß.


    Bei der von Ihnen genannten, "günstigen" Einschreibegebühr wird die Serie sicher ein weiterer großer Erfolg für Opel werden. Ob das auch für den deutschen Rallyesport gilt? - Na, da bin ich dann doch etwas kritisch, was ich an dieser Stelle zu entschuldigen bitte. Mit inzwischen gut 60 Lenzen habe ich bei manchen Themen vielleicht auch schon die früher reichtlich vorhandene "Euphorie der Jugend" etwas eingebüßt.


    Die richtige Schreibweise meines Nachnamens bitte ich Sie indes ebenfalls noch mal kritisch zu hinterfragen.

    Das sehe ich genau wie Sie!

    Aber das war ja auch schon so im Opel-Adam-Rallyecup, da wurde auch mehr Nachwuchs verbrannt und finanziell abgezogen (da viele eben noch sehr unerfahren und dazu noch sehr ehrgeizig), um Opel ein gutes Marketing zu bezahlen und dem Hölzer ein gutes Einkommen zu sichern, als eine wirkliche Jugendförderung zu betreiben. Ganz am Anfang "mussten" die ADAC-Gaue die Fahrzeuge erwerben, um den Cup überhaupt ins Laufen zu bekommen, dann wurden die Autos verkauft an Private und am Ende war es nur noch eine Demontage unserer deutschen Jugend, da die ausländischen Youngstars zeigten, wie überlegen sie sind. Am Anfang wurde allen erzählt, das Cup-Auto wird nach dem Cup homologiert, aber nix ist passiert. (Das reihmt sich zwar jetzt, macht es aber trotzdem nicht gut!) Jetzt können die letzten Cup-Autos ihren Vorruhestand in der RC5 gegen Rally5- bzw. R1-Renner genießen, Dank einer DMSB-Sonderregelung. International sind sie nicht nutzbar, ganz toll!!!


    Wenn ich jetzt lese, dass sogar der AvD sein eigenes Opel-E-Cup-Auto hat, wird es wohl bei den ADAC-Gauen genauso sein, dann geht es wieder genauso los.

    Dagegen spricht das den Offiziellen soetwas in der WM nicht passiert. Kann also auch ein Ausbildungsfehler oder halt der Solbergbonus sein.

    Erstaunlich allemal wenn zwei professionelle Teams es nicht hinbekommen einen gerechtfertigten Protest einzubringen.

    Da glaube ich doch eher zweiteres! In der WM sind solche "Fehler" auch schon passiert. Selbst, wenn die Ausbildung fehlerhaft und nur mäßig sein sollte - das ist ja in Sportverbänden nationalen wie international auch nichts besonderes mehr - sollten sie doch in der Lage sein, ein Regularium lesen zu können. So gering, dass nicht mal lesen und schreiben zu den Grundkenntnissen gehören müssen, wird ja die Ausbildung durch die FIA bzw. den jeweiligen ASN dann wohl doch nicht ganz sein...

    Ich denke viel mehr - wenn ich Herrn Heimrichs Bericht richtige lese - dass beide Proteste mit äußerst haarsträubenden Begründungen abgewiesen worden sind. Weil in der Sache hatten Sie ja wohl beide umunwunden recht, wie das obrige Bild belegt! Es waren wohl Proteste, die gar nicht formgerecht sein durften.

    Wie ich den Bericht lese und interprediere wohl nur Freistil-Justiz, typisch Sportverband eben. Regeln aufstellen, um Sie dann fast schon willkürlich anzuwenden, damit vermeintlich in erster Linie wohl eigene Interessen verfolgt werden können. Ob nationaler oder internationaler Verband spielt dabei keine Rolle, die Sportart ebenso wenig...

    Btw frage ich mich natürlich auch, warum das (d.h. fahren auf der Felge) außer den beiden Teams keinem anderen der vielen, doch so hochqualifizierten Funktionären aufgefallen ist? Sollte (vielleicht sogar musste) da wohl bewusst weggeschaut werden, zu Gunsten des jungen Herren Solberg und wenn ja, warum das denn?


    Echt schade, dass hier Regeln - deren Entstehungsprozess allein manchmal schon recht abenteuerlich wirkt - nicht von jedem eingehalten werden (müssen) und vermeintlich mit zweierlei Maß gemessen wird.

    Sollte man als Teilnehmer... oder gibt's da noch ne andere Möglichkeit.. klär mich auf...

    Haben Sie schon eine Nennbestätigung vom Veranstalter erhalten oder stehen Sie auch auf der Warteliste der Veranstaltung?


    Haben Sie eine Möglichkeit gefunden zu übernachten? Viele Hotels machen ja zu ab Montag, für „die paar Geschäftsreisenden, die vielleicht kommen könnten“ lässt unser Hotel nicht offen, haben wir am Donnerstag von selbigen erfahren dürfen...

    Wollten sie in der Rallye-WM nicht ursprünglich mit dem neuen Reglement (damals noch ohne Hybrid) neue Hersteller locken?

    Jetzt mit Hybrid klingt es fast so, als wären Herr Matton und die FIA schon mit zwei Herstellern zufrieden. Das wäre ja schon das Mindeste für eine WM, noch ein Hersteller weniger, dann wird es ein Markenpokal...

    Soll man lachen oder weinen? Der sieht sich wirklich auf einer Stufe mit dem DMSB.

    Solange „Der“ (die Bezeichnung finde ich schon übrigens allein sehr menschenverachtend und unpassend) sich nicht auf einer Stufe zu Ihnen stellt, ist doch die Welt in Ordnung, denn dann wissen wir, dass „Der“ nicht auch noch auf der Kellerstiege mit Tendenz nach unten steht und offensichtlich Zusammenhänge anders als Sie noch überblicken kann!


    Wenn Sie schon nicht wissen, ob Sie lachen oder weinen sollen, versuchen Sie es doch mal mit nachdenken, vor Gebrauch des Mundwerkes bzw. der Tastatur. „Der“ und sein Vorstand wollen den anderen höflich die Hand reichen, gerade bei der im Moment für uns alle unschönen Großwetterlage ist das doch wirklich eine gute Geste. So lese ich das zumindest heraus.

    Was haben Sie denn daran auszusetzen? Was gibt es für Sie daran zu kritisieren?

    muss leider kurz einhaken: Davon abgesehen, dass es aktuell sicher dringlichere Probleme im Rallyesport gibt, als ein Marketing-Hybrid-System in den Rally2-Autos (meine Meinung), sagt FIA-Rallyedirektor Matton nicht, dass es kommen "wird", sondern man sich die Thematik "genauer anschaut und prüft es bis 2023 zu bringen". Heißt, es kommen "könnte/soll" - das ist etwas anderes als dass es kommt, vor allem in 26(!) Monaten ... da werden sich einige Hersteller sträuben.
    Eher wird es noch eine Rally2+ (mit "Kinder"-Hybrid) als Zwischenstufe zur Rally1 (die künftig auch wieder Kunden zugänglich und außerhalb der WM eingesetzt werden soll?!) geben - man weiß ja nie, wann einem etwas um die Ohren fliegt.
    Für mich ziemlich idiotisch, dass Matton so etwas jetzt ohne Basis raushaut, statt sich neben der noch immer nicht klaren Rally1 auf die scheinbar gelungene Rally3, die Rally4 und Rally5 (gerne auch mit Restrikor auf ca. 160 PS) zu konzentrieren ...



    Da gebe ich Ihnen vollkommen recht!
    Zudem wird für die R5-/Rally2-Privatteams für 10 (!) zusätzliche PS der finanzielle Aufwand noch höher, ob das ein richtiges Zeichen gerade jetzt ist, bezweifele ich doch stark. Vielen ging schon vor der Corona-Krise (fast) das Geld aus, das wird sich jetzt noch dramatisch verschärfen.


    Die Verbesserung des Sicherheitskäfigs wird sich auf die Dinge beziehen, die durch den Elektroantrieb und dessen Komponenten erforderlich werden. Weil ansonsten sehe ich gerade keinen akuten Handlungsbedarf. Wer weiß hier genaueres?


    Warum wird ein Anti-Lag-System in der Rally1 nicht mehr erlaubt sein? Suchen sie wohl wieder nach Walters Turboloch oder soll dieses Loch vom Hybridsystem kaschiert werden?


    In zweieinhalb Monaten wird die neue Rally3 eingeführt, gibt es da eigentlich schon ein offizielles Reglement? Soweit ich weiß nicht, für mich wirkt das für einen Weltverband und seinen Promoter doch alles recht unkoordiniert ...

    Ohne das genaue Urteil zu kennen, ist Ihre Aussage schon wirklich sehr mutig. Urheberrechtsverletzungen sind kein Kavaliersdelikt, wie es üble Nachrede, falsche Verdächtigung oder Verleumdung aber auch nicht sind.


    Jeder kann sein Geld zählen, auch der DMSB.
    Und glauben Sie unabhängig davon ernsthaft, daß irgendein Anwalt in so einem aufwendigen Verfahren wie einem Urheberrechtsstreit für die Trinkgelder gemäß Rechtsanwaltvergütungsgesetz arbeitet?
    Unter 350 bis 400 Euro pro Stunde bekommen Sie da keinen, der das für Sie erledigt. Richtige Staranwälte auf dem Markt verlangen auch noch deutlich mehr. Und 500 bis 1.000 Stunden Arbeit und Lohnstunden auf die Verfahrensdauer, inkl. Vorbereitungen, der Klage verteilt, sind jetzt sicher auch nicht gerade übertrieben viel.
    Aber selbst, wenn ein DMSB das locker aus dem Ärmel schüttelt (Corona lässt grüßen), hätte das Geld auch in wichtigere Projekte und Maßnahmen für den Verband investiert werden können (z. B. Jugendarbeit, usw.) als in einen Rechtsstreit gegen einen solch winzigkleinen, wenngleich auch beeindruckend hartnäckigen wie ausdauernden Mitbewerber bzw. Kontrahenten ohne jeglichen Erfolg zu investieren.

    [MENTION=9531]vevesse[/MENTION]
    Ging mir eher um die reglementierten Freiheiten der Klassen. Die FN und FA in Frankreich fahren nach ex-Homologation und könnten demnach in der CTC bzw. deutschen F starten, aber die F2000 erlaubt mehr Modifikationen als die deutsche F, oder liege ich damit falsch?


    FN und FA im Bereich der FFSA sind so ähnlich wie früher in Deutschland die DN und DA. Hier dürfen Homologationen auch über deren Ende weiter 1 zu 1 verwendet werden. Große Anweichungen von den entsprechenden Homologationen sind dort demnach nicht zulässig.


    DIe FFSA Gruppe F2000 ist näher an der Gruppe S der Niederländer bzw. Gruppe M der Belgier als an der deutschen Gruppe F oder H. Jedoch ist dort seit den 1990er Jahren nur noch maximal ein Hubraum von 2 Litern erlaubt.

    Fachleute haben vor gut 25 Jahren erkannt, das sich Deutschland zu einer dritten Welt-Rallye Nation entwickeln wird. Ein RIESEN DANKESCHÖN an alle, welche in D Rallyes heute noch möglich machen !!!



    Die Hoffnung stirbt zuletzt.
    Ich freue mich auf eine neue Rallye Deutschland!


    Zu denen, auch wenn ich mich selbst nicht als Fachmann bezeichnen würde, zähle ich auch. Die Saat der 70er und 80er Jahre wurde nicht genutzt und im Gegenteil schon fast nahezu mutwillig und konsequent ab Mitte/Ende 1980er kaputt getreten. Darüber führte ich schon viele Diskussionen. Zunächst machte man den Clubsport 1984 kaputt (die Basis und DER Nachwuchssportbereich überhaupt). Die neue Rallye 200 führte zu einem massiven Veranstaltersterben Land auf und Land ab, der Aufwand war einfach zu hoch. Dazu die Trennung National A und B, die damit bzw. kurzdarauf folgte, die danach noch immer weiter manifestiert wurde bis vor 1, 2 Jahren (andere Lizenzen, andere Reifen, anderer Kraftstoff, andere Fahrzeuge, usw.) taten dann noch ihr übriges. Oft hatte man damals den Eindruck, Rallye und Berg müssen deutlich kleiner gemacht werden (weniger Teilnehmer und vor allem Veranstalter), um die Rundstrecke zu stärken, bzw. die teueren Rundstrecken zu finanzieren (wenn sich dort die Aktiven austoben), was damals schon nicht einfach war. Das ist wohl heute nun nicht mehr so, aber die Fehler der Vergangenheit schlagen nun trotzdem heftig durch.



    Mich würde es auch freuen, wenn es weiterhin eine Rallye Deutschland gäbe, aber ich glaube, sie wird auch in Bayern bei den kleineren Veranstaltern der Region zu neuen Problemen führen, genau wie in der Region RLP und Saarland auch geschehen.


    Was die Strecken betrifft, sollte dort im bergigen doch auch etwas machbar sein und in wie weit der Veranstalter der 3-Städte Rallye in der Region bereits "verbrannte Erde" hinterlassen hat, weiß ich nicht, aber wenn dem so wäre, ist es sicher keine gute Ausgangsposition für einen WM-Lauf im Süden.

    Ruhe in Frieden, mein Freund! Danke für die tollen Fights im Escort in den 70er und 80er Jahre, dein Joachim!


    P.S.: Eine kleine Anmerkung zum Text, der ansonsten sehr schön geschrieben ist, auch und vor allem da Siggi schon lange nicht mehr ein „Großer“ war, ganz anders als früher mal.
    Sein Auto war übrigens kein „alter“ Gruppe H, sondern nach dem französischen Gruppe F2000 über viele Jahre mit viel Liebe neu aufgebaut. Leider gab es im DMSB keine Möglichkeit F2000-Fahrzeuge so in Deutschland einsetzen durfte. Daher wollte er nun mehr im Ausland vor allem in Frankreich fahren. Bei der Rallye Grabfeld war sein erster Rollout damit, da diese Rallye nach NAVC Regeln fuhr. So hatte er es mir zumindest erzählt.

    ...


    Sehe ich auch so, Corona kam da wie gerufen und gerade zur rechten Zeit. Eine Deutschland-Rallye im Herbst wäre wohl schnell ein Fiasko geworden. Kurze Tage, Regenwetter, rutsche Betonwege in Baumholder und und und.


    Deine Aussage zu den Bayern kann ich leider nicht ganz so bestätigten. Viele Bayern - auch innerhalb das ADAC - nutzen den berühmten Tellerrand nicht um über selbigen hinauszublicken sondern oft wohl nur, um von selbigen nahezu selbstherrlich und voller Stolz auf ihr "Reich" und "Volk" herabzublicken.
    Ich sehe da eher eine vom ADAC gewollte Konzentierung der Veranstaltung auf Bayern. Wenn es dort schon keine permanten Rennstrecken gibt für Formel 1, Moto-GP und Co, dann wenigstens den WM-Lauf der Rallye.

    Wenn ich viele der Beiträge hier lese, muss ich mich schon fragen, ob hier Fachleute diskutieren oder spätpubertäre Träumer.


    Ich rechne inzwischen leider fest damit, dass der Rallyesport in Deutschland keine große Zukunft (mehr) hat, wenn die Verbände so weiter agieren.


    Ein WM-Lauf in einer Region bedeutet nicht, dass damit ein Boom des Rallyesports ausgelöst wird, sondern vielmehr, dass damit große Probleme für kleine und mittlere Veranstaltungen entstehen. Für viele Veranstalter der Region Saarland/RLP wird es wohl fast schon einer Erlösung nahekommen, was ihre Rallyes betrifft.


    Da ich selber aus dieser Region stamme, weiß ich auch von vielen Quellen und aus Gesprächen, dass von der ORGA-Seite der Deutschland-Rallye vieler Orts doch "verbrannte Erde" hinterlassen worden ist - auf vielfältiger Art und Weise. Vielleicht ist daher auch der Fortgang ins ferne Bayern - zudem Heimat des ADAC - ein nicht ganz freiwillig angedachter bzw. notwenig werdender Schritt.


    Vielleicht will man damit aber auch noch etwas anderes erreichen, den Namen "Deutschland-Rallye" damit sterben zu lassen um als "3 Länder-Rallye" einen etwas paneuropäischen Touch zu bekommen, womit durchaus die Möglichkeiten einer Rückkehr in den WM-Kalender sich steigern lassen.


    Stimmt, 20 Uhr war wohl etwas optimitisch!


    Da gebe ich dir recht, genau das hat das ganze schön gemacht. Der Zusammenhalt war auch ein ganz anderer als heute, da wirft jeder nur noch über dritte dem anderen vor, dass sein jeweilige Auto nicht sauber sei und faul. Aber jeder behauptet von sich, total sauber und legal zu sein und zudem ja auch noch mit völlig unterlegender Technik zu fahren. Manchmal ist es echt nicht mehr schön!


    Naja, vielleicht kommt es ja mal wieder in einer moderneren Art zurück - man wird ja noch Träumen dürfen.



    Wer das liest, braucht wahrlich keine Begründungen mehr, warum Deutschland kniet, wenn ein Fahrer mal an der EM teilnimmt und Frankreich die Serienmeister vor allem in der WM stellt. So ein Starterfeld bekommst du in Deutschland nicht zusammen, wenn du alle Autos zusammenkratzt, die noch da sind. Das war vor 30 oder 40 Jahren noch ganz anders, schade! Wir sind früher, z. B. Hunsrück-Rallye oft auch mit Nummern über 150 gefahren und da kamen noch fast 100 Autos nach uns.


    Wir sind übrigens ab morgen dort, die Landschaft ein Traum und der Genfersee nur ein paar Kilometer weg. Sehr empfehlenswert.


    Ich freue mich neben den vielen R5/Rally 2 und schnellen GT´s auch auf die schnellen 205 Peugeots vor allem von Ludovic und Dommerdich, zwei richtig gute Fahrer und schöne Autos (gehen und klingen wie Kitcars, sind gebaut nach dem FFSA-Regularien der Gruppe F2000), da kannst du aus dem Motorraum essen.


    https://youtu.be/eP4nt24pWFU



    Lassen Sie mich kurz auf die genannten Fahrer eingehen:


    Eerik Pietarinen - ist Finne, fuhr vorher schon R5 und kam nach Deutschland um auf Asphalt dazuzulernen, gewann 2019 prombt den Opel-Rallye-Cup. 28 Jahre alt.


    Grégoire Munster - ist Luxemburger, kommt aus einer DER Rallyesportfamilien Begliens, Vater war Belgischer Meister. Erst 21 Jahre alt und schon das dritte Jahr im R5.


    Sean Johnston - ist US-Amerikaner, wird finanzkräftig vom größten Erdberr-Produzenten der Welt unterstützt, der ebenfalls aus den USA kommt. Wird dieses Jahr noch 30.


    Tom Kristensson - ist Schwede, wurde nach dem Sieg im Opel-Cup 2017 in den Adam R2 befördert, nach dessen Ende ist er jetzt in der JWRC unterwegs, auch Dank der Unterstützung vieler Förderer auch innerhalb des Schwedischen Motorsportverbandes. Bald 30 Jahre alt.


    Jari Huttunen - ist Finne, siegte 2016 im Opel-Rallye-Cup, kam ebenfalls nach Deutschland um auf Schotter zu lernen, fuhr vorher bereits R2 und R3. Inzwischen 3. Jahr im R5 in der WRC 2, 26 Jahre alt.


    Emil Lindholm - ist ebenfalls Finne, kam auch nach Deutschland um auf Asphalt zu lernen. Inzwischen auf R5 unterwegs, hat sich seit dem Opelcup gut entwickelt. Immer noch erst 24 Jahre alt.


    Julius Tannert - ist Deutscher, Sieger des Opel-Rallye-Cups 2015, danach Opel-Junior. Es folgten zwei Jahre in der JWRC. Leider inzwischen mehr mit Budget-Problemen zu kämpfen als am weiteren bauen der Karriere. Inzwischen schon 30, viel wird da international nicht mehr kommen.


    Emil Bergkvist - ist Schwede, Sieger des Opel-Rallye-Cups 2014, danach Opel-Junior für nur ein Jahr. Danach 2 Jahre im R5. 2018 JWRC-Sieger, seitdem wenig gefahren aber immerhin jedesmal im R5. 26 Jahre alt.


    Marijan Griebel - ist Deutscher, 2. im ersten Jahr des Opel-Rallye-Cups (hinter Markus Fahrner - leider auch ein Deutsches Talent, des verschenkt wurde), danach Opel-Junior für drei Jahre mit beachtlichen Erfolgen, jedoch ohne den großen Durchbruch. 2017 mit der Unterstützung von prowin und Armin Kremers´ Landpute 5. in der EM. Danach 2018 Deutscher Meister im Werks-Peugeot (im kampf gegen Dominik Dinkel als einer von leider nur 2 R5, welche die Deutscher Meisterschaft komplett fuhren). 2019 ein schwaches Jahr in der EM und ein toller Sieg bei der Luxemburg-Rallye, vor allem Armin Kremer unterstützt hin Gott sei Dank stark (u. a. WRC-Einsatz bei der Deutschland Rallye 2018 ), sonst wäre wohl vieles auch nicht möglich. Leider schon 31 Jahre alt.


    Fabian Kreim - ist Deutscher, für mich mit M. Griebel Deutschlands Nummer 1, Dank Skoda-Deutschland mehrfacher Deutscher Meister (leider inzwischen ein Titel ohne Mittel) und viel im Ausland unterwegs gewesen. 3. des Opel-Rallye-Cup 2013, danach 1 Jahr Opel-Junior. Anschließend 2016 Skoda-Werksfahrer in der DRM. Zuletzt guter Auftritt zum EM-Auftakt in Italien, leider ausgefallen. Bald 28 Jahre alt, der weitere internationale Karrierefortgang für mich mit vielen Fragezeichen - leider.


    Dominik Dinkel - im Opel-Rallye-Cup 3. 2014, anschließend Dank viel Geld und Unterstützung des Bayerischen Automobilzulieferes Borse immer mit gutem Material unterwegs, konnte bislang eher wenig überzeugen, 2017 und 2018 im R5 Deutscher Vizemeister, was nach mehr klingt als es ist, bei zwei bzw. drei R5, die die gesamte DRM-Saison durchgefahren sind. Zuletzt international doch arg und regelmäßig unter die Räder gekommen. Ist auch bald 28 Jahre alt.



    Fazit: nur 4 der genannten sind Deutscher und keiner ist im nächsten Jahr jünger als 28/29 Jahre. International gesehen sehr alt


    Mein gesamt Fazit des Cups:
    24 Starter im ersten Jahr 2013, davon 23 Deutsche. Leider sind 14 davon danach nahezu komplett in der Versenkung verschwunden, 2018 bis 2020 keine oder maximal 1 Rallye im Jahr.
    2018 waren es noch 22 Starter im Cup, leider nur noch 8 davon aus Deutschland, keiner mit Titelchancen, 3 fuhren sogar recht chancenlos hinterher. Insgesamt bleibt zu sagen, seit 2016 wurde die Deutsche Rallyejugend im Opel-Rallye-Cup von der zu starken, internationalen Konkurrenz doch deutlich in die Statistenrolle gedrückt.
    Im letzten Cup-Jahr waren es dann nur noch 11 Starter wovon gerade mal 5 aus Deutschland stammten.
    Der Cup war sicher nicht schlecht für den Nachwuchs mit entsprechend großem Geldbeutel bzw. Sponsoren, aber mehr für bereits erfahrene und schnelle Ausländer, die sich noch auf Asphalt weiterentwicklen wollten, denn für Deutsche, die international Fuß fassen wollten.



    Ich hoffe stark, dass hier eine - ich wünsche mir dauerhafte - Freigabe der R5/Rally 2-Fahrzeuge in Deutschland auf lange Sicht eine deutliche Verbesserung bringt und unsere jungen Fahrer international wieder konkurrenzfähiger werden!

    Das Problem ist, dass man mit 21/22 Jahren für den "Beginn" einer internationalen Karriere fast schon zu alt ist. Mann/Frau erinnere sich an Kalle, der mit nur 17 Lenzen die deutsche Elite gebügelt hat (das soll für unserer Jungs nicht abwertend klingen, wir alle wissen was Kalle bis dto. an km geschruppt hat)


    Ähnlich geht man ja bei Solbergs vor. Und Armin pusht jetzt halt auf selben Weg seinen Sprößling...scheint wohl aktuell der einzige Weg zu sein.
    Bin ja schon froh, dass es noch keine Sichtungen im Kindergarten beim Bobbycar-Rennen gibt ;)


    Das so eine frühe Förderung, speziell für den Rallyesport, in Deutschland nicht möglich ist, ist halt unserer Gesellschaft und dem System geschuldet.
    Das einzige was hier hilft sind Marken Cups.
    Aber egal wie gut und günstig der Einstieg oder der Cup ist...auch danach muss es ja weiter gehen und da hilft halt leider nur Geld und Vitamin B.



    Von Markencups halte ich persönlich gar nichts. Erstens wenig verlässlich planbar (ist ja auch nur Marketing der Unternehmen) und zweitens nur Geldvernichtung und damit auch Talentvernichtung, vgl. Opel Rallye Cup. Toptalente sind schon im Kartalter abzuschöpfen und eben auch auf den Rallyesport vorzubereiten (und nicht nur auf Tourenwagen- und Formelsport). Auf der Rundstrecke funktioniert das ja auch gut - wenn gleich es auch schon besser war als es heute ist.