Beiträge von Silent-Bob

    das hat in Deutschland noch kein Verband geschafft und wird es auch nicht schaffen.

    Aber für mich persönlich wäre das auch das falsche Zeichen. Was bringt es uns in D, wenn der ADAC jetzt einen Fahrer so lange fördern würde, bis er in der WRC fahren könnte? Mir persönlich ist da die bestehende Förderung der einzelnen Veranstaltungen und Meisterschaften deutlich lieber. Denn dann hat auch der Hobbyfahrer etwas davon. Ohne Förderung vom ADAC für die Veranstaltungen würde es viele schon nicht mehr geben. Und dabei geht es nicht nur um das reine Geld, auch andere "Leistungen" sind hier zu bedenken.


    Und leider kann man die Situation von Deutschland mit keinem anderen Land vergleichen. Denn nirgendwo hat man sich politisch gesehen so von den Grünen abhängig gemacht. Und auch wenn jeder andere Sport, bzw, das Ganze Drumherum (Fans und ihre Anreise, usw...) auch CO2 erzeugt. Bei uns ist halt leider das Sportgerät als solches schon mit Abgasen behaftet. Und anscheinend ist es gerade in unserer Zeit opportun, gegen alles was mit einem Verbrennungsmotor verbunden ist, vorzugehen...

    Aber es ist trotzdem schon auffällig, dass der ADAC (vor allem ADAC-Südbayern) seit Jahren in Deutschland den Rallyesport systematisch kaputt macht, dann aber bei seiner nationalen "Leuchtturm-Veranstaltung" im Bereich Rallye alles aus allen Herren Ländern zusammenzuraffen versucht, damit diese Rallye gut läuft, genug Starter (auch mit Fahrzeugen, die sonst in Deutschland gar nicht fahren dürfen, warum auch immer) wie Zuschauer anlockt und damit finanziell erfolgreich wird. Und weil das alles noch nicht zu reichen scheint, macht man auch noch eine Rallye 70, die das DMSB-Reglement völlig überbeugt, was z. B. den Ablauf und die WP-Längen betrifft.

    Eine kurze Zwischenfrage: die Rallye Hessisches Bergland fährt als 2-Tages-Veranstaltung und gibt bei der Rallye 70 einen Re-Start frei. Das ist in Ordnung?


    Und noch eine kurze Zwischenfrage: Der ADAC Südbayern macht seit Jahren in Deutschland den Rallyesport systematisch kaputt? Ist der ADAC in München für Sie zwangsläufig immer gleich der ADAC Südbayern? Denn hier hätte ich dann doch gerne gewusst, wie ein Regionalclub den Sport in ganz Deutschland kaputt machen kann?

    Wieso löst man dann den DMSB in diesem Zuge eigentlich nicht gleich ganz auf?

    Ich glaube, dass der DMSB sich hier schon selbst darum bemüht hat. Und entgegen Ihrer Vermutung... Es kann nicht nur der ADAC etwas dafür. Denn beim DMSB im Hauptamt gab es auch eigene Köpfe, die "eigene" Entscheidungen getätigt haben.

    Jetzt müssen die Leute der 3-Städte-Rallye des ADAC-Südbayern sich doch gewaltig strecken für ein volles Starterfeld. Schade eigentlich, dass der MITROPA wohl dort weiterhin fährt und damit die Nennungsliste kräftig füllt.

    Nur um es richtig einordnen zu können. In diesem Jahr sind 99 Teams gestartet, davon 14, die im Mitropa Rally Cup gewertet werden. Ohne wären es also 85, wenn nicht doch der eine oder andere trotzdem starten würde.


    Wenn ich mir den Rest der DRM-Veranstaltungen so ansehe, dann liegt man hier immer noch deutlich über dem Standard im Jahr 2021.

    Woher kommt denn der Groll gegen den ADAC, wenn man mal ganz neugierig fragen darf?

    Wie beim ADAC liegen ab kommendem Jahr alle Belange in Sachen Rallye und es gibt keinen Fachausschuss mehr, woher haben Sie denn diese Info?


    Wenn das stimmt, bin ich aber echt baff, trotz meiner mehr als 60 Lenze. Das wäre ja ein Wahnsinn!
    Sagt mal, zu was für einen gelb-schwarzen Filialbetrieb ist denn der DMSB inzwischen verkommen? Wurde er nicht 1997 mal gegründet, um "als Dienstleister im Motorsport näher an den Aktiven und Veranstaltern zu sein" und um "die Belange ALLER Motorsportverbände/Automobilclubs als bundesweiter Verband zu vereinen"?

    Ich schau mal, ob ich die ONS-Mitteilung aus 1997 dazu noch finde. Was ist denn aus diesen so toll klingenden Idealen geworden oder waren sie nie wirklich vorhanden?

    Und letzte Frage, wie kann der ADAC den wahren und geschichtlich-anerkannten FIA-ASN, sprich den AvD, welcher 1904 Gründungsmitglied der Association Internationale des Automobile Clubs Reconnus (AIACR) (ursprüngliche Bezeichnung der FIA) war, so komplett DMSB-intern an die Wand drücken?
    Es ist Dank des AvD und der FIA heute überhaupt nur der DMSB als der aktuelle FIA-ASN für Deutschland zugelassen/anerkannt, ohne das Kunstkonstrukt "DMSB" ist der ADAC schließlich nur noch ein 2. und machtloser NAVC im Motorsport. Vielleicht sollte das Frankfurt (AvD) mal München (ADAC) unmissverständlich deutlich erklären und klar machen!

    Nun... der DMSB wollte ALLE Motorsportdisziplinen auslagern und "delegieren". Dies ist in diesem Jahr gelaufen. Man konnte sich dafür bewerben. Die Frage, die sich jetzt stellt: hat sich denn der AvD denn überhaupt für irgendetwas beworben? Der ADAC hat sich wohl für einiges beworben. Aber im Endeffekt wurden in diesem Jahr so gut wie alle Fachausschüsse aufgelöst, da der DMSB (abgesehen von Rundstrecke, wo anscheinend das große Geld gemacht wird) eigentlich nichts mehr mit dem Sport zu tun haben will...


    Ach so... Nein, so kann man es nicht schreiben. Denn immerhin die Lizenzen darf man weiter über den DMSB kaufen und bezahlen.

    Ach ja, und das Geld für Veranstaltungsanmeldungen wird wohl auch der DMSB weiterhin einstreichen.

    So ist das halt, wenn das Mitglied im Organisationskomitee und zudem Veranstaltungssekretär und zudem stellv. Hygienebeauftragter gleichzeitig auch derjenige ist, der die Ausschreibung und ein Bulletin beim DMSB genehmigt.

    Und wenn der Herr Rallyeleiter dann auch der Vorsitzende des Fachausschusses Rallye ist.


    Da wird dann wohl nicht viel hinterfragt.


    Denn das Beste Beispiel ist für mich folgender Passus unter Art. 11.6.2 in der Ausschreibung:

    "Teams, die im Verlauf der Etappe 1. ausgefallen sind und zur 2. Etappe restarten wollen, können dies unter Anwendung der Bestimmungen RyR Art. 46. – Re-Start nach Ausfall durchführen."

    Wenn man sich dann Art. 46 des DMSB Rallyereglement ansieht, steht da folgendes:

    "Wird im V1 – Bestimmungen für Nationale A-Rallyes geregelt."


    In der Ausschreibung steht oben aber eindeutig drüber, dass es sich um eine Rallye 70 (NEAFP) handelt.

    Also sieht man halt mal im V3 für die Rallye 70 nach, was zum Art. 46 steht... Leider findet man da aber nichts im Reglement.


    Was man im Rallyereglement allerdings unter Art. 1 Allgemeine Bestimmungen findet ist folgender Satz:

    "Jede vom DMSB genehmigte Automobil-Rallye unterliegt dem DMSB Rallye Reglement." und dann später folgender Passus: "1.1.2 Allein der DMSB kann Änderungen (per Bulletin) zu diesen Bestimmungen erlassen." und noch eins weiter dann: "1.1.3 Jeder Antrag auf Ausnahmegenehmigung von geltenden Bestimmungen muss auf dem dafür vom DMSB bereitgestellten Formular eingereicht werden. Jeder Artikel in der Veranstaltungsausschreibung, der das vorliegende Reglement ohne DMSB-Ausnahmegenehmigung ändert, ist ungültig."



    Somit müsste es hier ein Bulletin des DMSB geben. Wäre ja grundsätzlich kein Thema, sich dieses DMSB-Bulletin zum Rallyereglement selbst auszustellen. Hat man aber nicht gemacht. Sonst hätte man es ja auch veröffentlicht.


    Somit sind diese Punkte in der Ausschreibung einfach nur UNGÜLTIG, wie das Rallyereglement schreibt...


    Aber wo kein Kläger, da auch kein Richter. Der DMSB schafft es wirklich, sich noch selbst abzuschaffen!

    Ich lese hier seit Jahren still das Forum mit. Aber beim Rückweg von der Lausitz Rallye habe ich mir jetzt doch auch überlegt, hier mal meine Meinung kund zu tun.

    Ich habe dieses Jahr so manchen DRM- und ORM-Lauf, sowie regionale Veranstaltungen in D und A besucht. Aber zum Jahresende sind für mich zwei Veranstaltungen absolut herausgestochen. Das war zum Einen die 3-Städte Rallye und zum Anderen die Lausitz Rallye. Gerade das ORM-Prädikat bei der 3-Städte und die internationalen Gäste bei der Lausitz Rallye waren für mich im Kampf mit den Deutschen Piloten eine wahre Bereicherung in der Szene. Für mich sind diese beiden Veranstaltungen ein Sinnbild dafür, wo wir uns hinbewegen sollten. Deutschland muss wieder offener werden für internationale Veranstaltungen und Starter. Deutschland muss sich wieder attraktiver machen, damit auch wieder jemand aus dem Ausland nach Deutschland kommt. Wenn ich mir die österreichischen Fans und Zuschauerzonen bei der 3-Städte angesehen habe, dann war das ein deutlicher Schritt in eine für mich richtige Richtung.


    Danke 3-Städte und Lausitz, dass Ihr die Welt nach Deutschland gebracht habt! Und ich drücke Euch die Daumen, dass dies auch in Zukunft so gelingen kann!