Beiträge von eisbeer

    [quote='Hertelbert','http://woltlab.rallye-forum.de/forum/index.php?thread/&postID=303809#post303809']Die WP11 hat doch gestern Abend zeitlich etwas anders ausgesehen, oder verpeil ich gerade was.
    Wollte eigentlich vom deutschen Seb für heute erwarten, dass er dem Abbring eine Zeit abringt
    und was les' ich da - hat er ja schon :) (Wobei beim Abbring was passiert sein muss, aber das
    übersehen wir mal ;) )


    So viel war jetzt bei Abbring auch nicht passiert, musste aber nach eigener Aussage anhalten, weil die Scheiben beschlagen waren

    Kamikaze


    In wievielen Beiträgen willst Du das jetzt noch thematisieren? Soll sich Quesnel jetzt persönlich bei Dir entschuldigen? Ich glaube, jeder im Forum kennt mittlerweile deine Meinung. Die Auswirkungen der Teamorder sind doch bei Citroen im Verhältnis zu Ford bisher so gering, dass das Geschrei darüber übertrieben ist.

    Hier scheint wieder reichlich viel Frust verarbeitet werden zu müssen, klar, dass da die Fakten in den Hintergrund treten. Solberg hatte mit seinem Weltmeistertitel schon reichlich viel Glück, was aber weniger darin begründet ist, dass Loeb die letzte Rallye der Saison auf Sicherheit fahren sollte, um Citroen die Markenweltmeisterschaft zu sichern. Viel mehr hatte Solberg sein übliches Pech am Anfang der Saison und konnte somit zum Ende des Jahres seine bessere Startposition optimal in Siege umwandeln. Die bessere Startposition war in jenen Tagen noch sehr viel Wert, da der Beste des Tages am darauffolgenden Tag als 15. gestartet wurde und optimale Streckenbedingungen vorfinden sollte.


    Ich weiß zwar nicht, was die Aussagen einiger Forumsteilnehmer über die Bevorteilung von Loeb gegenüber seinen jeweiligen Teamkollegen hier zu suchen haben, aber wenn dieser die vergangenen Jahre den Großteil der Saison als Straßenkehrer fungieren musste, ist das ein nicht unerheblicher Nachteil, der bisweilen taktisch gelöst werden muss. Das was mit Hirvonen in dieser Saison schon mehrfach zelebriert wurde, war in dieser Form bei Loeb nur einmal notwendig, um den Weltmeistertitel zu sichern. Auch wenn dies zur Folge hatte, dass Sordo auf seinen bisher einzigen sicheren WM-Lauf-Sieg und das bei seiner Heim-Rallye in Spanien verzichten musste.

    Das Thema ist ja zu einer recht erregten Diskussion ausgewachsen. Meines Wissens hat das Zurückpfeifen von Ogier diesen bisher nur einen einzigen Punkt in der WM gekostet, deshalb verstehe ich die ganze Aufregung überhaupt nicht.


    Da vor den letzten beiden WM-Läufen in der Fahrerwertung zwischen Loeb und Hirvonen ein Gleichstand zu verzeichnen ist, ist es eigentlich logisch, dass Quesnel auf die Erfahrung von Loeb im Titelkampf setzt, alles andere wäre wohl als Sportchef nicht zu verantworten.


    Zusammengefasst kann man wohl sagen, dass Ogier sehr viel mehr Punkte und auch Rallyes durch Loeb gewinnen konnte, als er auf Punkte zugunsten Loebs verzichten musste. Ogier hat die bessere Startposition im Lauf der Saison sehr oft ausnutzen können und ohne Loeb wäre die halt um eine Position schlechter gewesen.


    In der Video-Spieler-Generation scheint diese "Aufholen-Ein"-Option ganz normal zu sein und deshalb scheint Ogier sich auch gar keine Gedanken darüber zu machen, dass man als Teammitglied nicht immer nur nehmen kann, sondern auch mal geben muss.


    Wenn allerdings die einzige Hoffnung der Ford-Fans darin besteht, dass Ogier und Loeb sich so sehr bekämpfen, dass am Ende Hirvonen mit Glück Fahrerweltmeister werden kann, versteht man natürlich den Ärger über Quesnels Aussagen.

    Falls Östberg in die DRM einsteigt, würde dies die Meisterschaft enorm aufwerten. Allerdings bedeutet das gleichzeitig, dass sich wahrscheinlich an der derzeitigen Situation in der DRM nichts ändern wird. Der Name Östberg wird sicherlich den ein oder anderen Piloten veranlassen wieder in der DRM anzutreten, obwohl der Start in der diesjährigen DRM wegen den Unstimmigkeiten und der Qualität einzelner Läufe bewußt ausgeschlossen wurde.


    Der ADAC kann nach einem Einstieg von Östberg stolz verkünden, mit der diesjährigen DRM alles richtig gemacht zu haben und die Attraktivität der DRM enorm gesteigert zu haben, so dass nun sogar wieder WM-Spitzenpiloten in Deutschland starten wollen. Dieser Umstand wird sich sicher nicht positiv auf Verhandlungen zwischen den Verbänden auswirken. Es ist eher ein weiterer Trumpf im Spiel um die Vorherrschaft im deutschen Rallyesport. Selbst wenn man sich dabei mal wieder richtig verzockt, verlieren trotzdem meist die anderen...

    @ nova


    Die Frage hättest Du Dir eigentlich selbst beantworten können. Ogier durfte schließlich auch in Deutschland gewinnen, obwohl Platzhalten angesagt war. Loebs Reifenschaden führte dazu, dass Ogier doch vorbeiziehen konnte. Die Teamführung von Citroen hat mit Rücksicht auf die Gesundheit einiger Ford-Fans, speziell in diesem Forum, auf den nachfolgenden Platztausch verzichtet und Ogier gewinnen lassen.


    Bestimmt wollte der Citroen-Teamchef im Hinblick auf die Rallye Australien den Ford-Fans nicht auch noch die Gelegenheit geben, sagen zu können, das Ford mit dem Platztausch genau das macht, was man seitens Citroen in Deutschland hätte tun können. Also nicht immer so viele Vermutungen anstellen, lieber Schach spielen!

    So ein Ford-Sieg muss schon emotional richtig verarbeitet werden. Herzlichen Glückwunsch!


    Als Zusammenfassung würde ich sagen, dass sich hier wieder deutlich gezeigt hat, dass die neuen WRC's nervöser reagieren als ihre Vorgänger. Glücklicherweise hat sich im bisherigen Saisonverlauf gezeigt, dass dies vorwiegend auf sehr rutschigem Untergrund zum Tragen kommt und alle bisherigen Unfälle für die Beteiligten glimpflich verlaufen sind. Die Schwierigkeiten mit dem Führungsfahrzeug unter den schlechtesten Streckenbedingungen den Speed vorzugeben, sind sicherlich nicht einfach und verdienen den nötigen Respekt.


    Dass mit jeder Rallye seit Menschengedenken taktische Spielchen verbunden sind, sollte zur Kenntnis genommen werden. Es ist deshalb total unsinnig sich gegenseitig damit aufzuziehen, dass die Taktik des anderen viel schlimmer ist, als die, der favorisierten Marke.


    Dass Latvala den Sieg Hirvonen überlässt verdient Respekt. Deshalb sollten die Ford-Fans aber nicht ständig die Citroen-Taktik verteufeln, wo meistens ein Platz halten angeordnet ist, um möglichst beide Fahrzeuge ins Ziel zu bringen. Hätte man Ogier bei Citroen wirklich im Griff, hätte es Loeb möglicherweise entspannter angehen können und der Abflug von Loeb wäre eventuell ausgeblieben. In dessen Folge möglicherweise auch der Abflug von Ogier, der weiterhin in einer freigefahren Spur besseren Grip vorgefunden hätte. Das sind die Aufgaben des Team-Chefs, um die diese sicher nicht zu beneiden sind.


    Der Platztausch von Ogier mit Loeb am Ende der Rallye wird diesen wohl kalt gelassen haben, seine größte Chance hatte er schon am ersten Tag verspielt, da kommt es auf einen Punkt sicher nicht mehr an.


    Bleibt zu hoffen, dass die anderen Fahrer auch in Zukunft ihren Teil dazu beitragen, das Hirvonens Aussage: "Jetzt muss ich so weiter machen, dann kann ich noch die Meisterschaft gewinnen" auch eintreffen kann.

    Das war doch mal die richtige Antwort von Loeb. Die gesamte Rallye außer der Power Stage als erstes Fahrzeug auf die Strecke zu müssen und trotzdem alle zu bügeln und das in Finnland, Respekt.


    Der Hirvonen ist mir allerdings ein Rätsel, regelmäßig werden gesamte Rallyes vergeigt, aber in der Power Stage schafft er es doch immer wieder richtig abzusahnen.

    Leider werden die Taktik-Fanatiker im Forum auch immer oberflächlicher! Meiner Meinung nach ist der Ogier-Sieg schon auf Citroen-Taktik zurückzuführen, die immerhin so clever gemacht war, so dass im Forum noch niemand darauf aufmerksam geworden ist. Loeb hat auf der entscheidenden Prüfung des Vortages genau so lang angehalten, damit Ogier genügend Vorsprung hat, um am Schlußtag in der Rolle des Straßenkehrers auch noch Siegchancen zu haben. Dadurch hatte das Citroen-Werksteam am Schlußtag zwei Fahrer mit Siegchancen, was sich als sinnvoll erwies, wenn es bei einem mal nicht so richtig läuft...

    Mit Sicherheit war der Weggang von Ford zu Citroen der Anfang vom Ende der Karriere von Duval. Allerdings musste er meines Wissens von Citroen nicht gelockt werden, weil er nach seiner Aussage im Ford zur großen Gefahr für Citroen geworden ist. Viel mehr war es so, dass Ford Ende 2004 ziemlich lang brauchte, um die Entscheidung zu treffen, 2005 überhaupt an der Rallye-WM teilzunehmen. So wähnten sich die Top-Piloten von Ford auf der sicheren Seite, das Team zu wechseln, bevor die anderen Plätze vergeben waren.


    Für den zweiten Top-Piloten Markko Märtin bedeutete der Wechsel zu Peugeot leider auch den Anfang vom Ende der Karriere, mit weitaus tragischeren Folgen.

    Warum wurde die Regel nach dem ersten Tag die 15 schnellsten in umgedrehter Reihenfolge starten zu lassen eigentlich abgeschaft ?


    TRS


    Weil man die Dominanz eines gewissen Herrn Loeb damit brechen wollte, der viele seiner Siege in der Form eingefahren hat, dass er den Nachteil der schlechten Startposition am ersten Tag meistens mit Top 5 Resultaten ausgleichen konnte. Von der besseren Startposition (ab Startplatz 10 bis 15) am 2.Tag der Rallye profitierte und am Ende der 2.Etappe mit einem derartigen Vorsprung angeführt hat, dass am letzten Tag gähnende Langeweile herrschte und auch im hinteren Feld kaum noch um Positionen gekämpft werden musste. Da wird der dritte Tag der Neuseeland-Rallye bestimmt spannender, obwohl ich auch nicht für die taktischen Spielchen bin. Allerdings muss auch zugegeben werden, dass diese schon immer zur Rallye gehört haben und die Geschichten um Walter Röhrl ohne Taktik bestimmt nur halb so unterhaltsam wären...

    Manchmal ist die einfachste Lösung auch die Beste. Der Aufkleber sollte relativ kurz sein und vor allem gut lesbar, möglichst auch während der Fahrt. Im Gegensatz zum Vorbild der tschechischen Fans mit Flagge und Aufschrift CZECH FANS kommt es den Forumsmitgliedern mehr darauf an, dass RALLYE oder RALLY enthalten sein sollte, um darauf hinzuweisen, dass man Rallyefan ist. Deshalb hat Datman vollkommen recht, dass die Aufschrift lediglich RALLYE FANS sein muss, deutsch oder german ergibt sich eigentlich schon aus der vorangestellten Flagge. Da die Flagge auch nicht englisch ausgesprochen werden muss, können wir auch ohne Probleme wieder RALLYE FANS sein, das ganze dann noch im Stil wie die Flagge und die Aufschrift des Namens der Rallyefahrer auf den Fahrzeugen der WRC. Mit etwas Geschick lässt sich das in guter Qualität sogar selbst aus Klebefolien anfertigen.

    Kamikaze


    Fand zu den Aufhängungsproblemen von Ford den Hintergrundbericht bei Eurosport in der Berichterstattung zur Sardinien-Rallye sehr hilfreich. Dort wurde erklärt, dass die härteren Flanken der Pirelli-Reifen nicht mehr die Dämpfungsfunktion der vorher verwendeten Mousse-Reifen übernehmen können und Schläge nun sehr hart an die Aufhängungsteile weitergegeben werden. Damit scheinen die Ford wohl die meisten Probleme zu haben, wenn die Strecken sehr schlecht sind. Selbst Hirvonens langsamere Gangart im Vergleich zu Latvala am gestrigen Tag konnte ihn nicht vor einen Aufhängungsschaden bewahren.

    Ich hatte schon gestern Abend Bedenken, das Thema verkommt zum Kaffeekränzchen, aber über Nacht kam doch noch die richtige Stimmung rein :) Hab mir aber auch noch was überlegt, um bisschen einzuheizen.


    Sordo braucht auf jeden Fall nicht sauer sein, bekommt er doch vom Ford-Teamchef die Anerkennung, die ihm in diesem Forum größtenteils versagt bleibt. Der von den Ford-Jungs herausgefahrene Vorsprung auf Sordo erschien zu klein, um den dritten Tag überstehen zu können und das auf Schotter!!! Deshalb wieder der Verfall in alte Sitten und Gebräuche. Besonders werden sich diejenigen darüber gefreut haben, die diese Schleichfahrt live an der Strecke mitverfolgen konnten, dürfte sich wohl hier aber in Grenzen gehalten haben, wegen der langjährigen Tradition dieser Veranstaltung.


    Wenn ich Citroen-Teamchef wäre, würde mir schon auch was entsprechendes einfallen, um zu kontern. Ich würde Sordo nicht als ersten Fahrer auf die Strecke schicken. Als erster würde Loeb auf die Strecke gehen :D und für Sordo eine schöne Spur in den Schotter fräsen. Das wär ein Spaß! Warum sollte denn das nicht gehen? Ihr seid einfach zu einfallslos! Nachmachen kann jeder, neue Ideen sind gefragt! Der Veranstalter war dankbar, dass Citroen anbot, Loeb als Vorausfahrzeug im C4 mit der 0 starten zu lassen, nachdem der ursprüngliche Fahrer aus widersprüchlichen Gründen dazu nicht mehr in der Lage war... :cool:


    Aber ein Glück, dass ich kein Teamchef bin, der Aufschrei der Ford-Fans würde das Forum sicher sprengen. So bleibt also nur zu hoffen, dass die fliegenden Teppiche aus Abu Dhabi auch am letzten Tag noch schön sanft landen, damit der schöne Plan von Ford nicht zerbröselt, wie diverse Fahrwerksteile in Argentinien :eek:


    Also dann möge der bessere gewinnen, Hauptsache es bleibt spannend :cool:

    Sehr interessante Diskussion, in der allerdings die Folgen der Aktion von Matthias Kahle und dem geforderten auf-der-Stelle-drehen, egal wie lange es dauern sollte, in keiner Weise bis zum Ende durchdacht worden sind.


    Das Beste an der Aktion von Matthias Kahle war zunächst einmal, dass diese ohne Zuschauerhilfe abgelaufen ist! Das Auto stand unbeschadet auf der Straße, zwar entgegen der Fahrtrichtung, sollte aber ohne Hilfe von anderen gewendet werden und dies ist geschehen. Zuschauer daran zu beteiligen ist sehr gefährlich, da nicht jeder über entsprechende Rallyeerfahrung verfügt oder umsichtig genug ist, sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Dabei kann es unter ungünstigen Umständen auch bei sehr geringen Geschwindigkeiten zu schweren Verletzungen kommen.


    Die Folgen beim Wenden des Autos auf der Stelle wären für mich ein Fahrzeug, was längere Zeit hauptsächlich quer zur Fahrtrichtung steht und damit einem nachfolgenden Fahrzeug komplett den Weg versperrt. Ist dieses Fahrzeug zu schnell und kann nicht mehr anhalten, geht es vielleicht mit 10 bis 15 Rest-Km/h seitlich in den Porsche. Das Video dürfte deutlich gemacht haben, dass die Geschwindigkeit in der gezeigten Passage nicht wirklich abgebaut werden konnte.


    Beim Fahren entgegen der WP wären für mich die Folgen, dass die Strecke nur zum Teil blockiert war, ein vorbeifahren des nachfolgenden Fahrzeuges eventuell möglich gewesen wäre. Ich würde weiterhin behaupten, falls es hierbei doch zu einem Frontalzusammenstoß gekommen wäre, hätte der Porsche in jedem Fall gestanden und es ist nicht davon auszugehen, das sich hier die Geschwindigkeiten der beteiligten Fahrzeuge addiert hätten. Meiner Meinung wäre es hier schlimmstenfalls zu einem Frontalzusammenstoß von etwa 20 km/h gekommen, der wahrscheinlich weniger Folgen haben dürfte als ein Seitenaufprall mit geringerer Geschwindigkeit.


    Dies ist meine Meinung als rallyebegeisterter Zuschauer und mittelmäßig begabten Fahrzeugführer. Die Rallyefahrer können gern antworten, ob meine gewagte Analyse den Gegebenheiten standhalten kann.


    Außerdem hat noch niemand auf die Anfrage geantwortet, warum die WP dann schließlich doch noch abgebrochen wurde. Sollte doch die Auslaufzone überfüllt gewesen sein...

    Vergesst ihr dabei nicht irgendwie, dass bei Kronos bereits ein zweiter Xsara rumsteht, nämlich der, mit dem Carlsson in Sardinien nur noch mal über die Startrampe gefahren ist und damit gleichzeitig seine Saison vorzeitig beendet hat. Nachdem Duval's Einsätze im Fabia ebenfalls vorzeitig beendet sind, war er für Kronos zur Deutschland-Rallye sicher die beste Alternative. Hätte aber auch nichts dagegen, wenn Citroen dem Xsara noch bisschen Power implantieren könnte, damit man sich nicht immer von den Kunden-Fords verblasen lassen muss...