Beiträge von c2r2


    Aber jedem Normalo wird nahegelegt bloß nicht mit falschen Reifen in den Schnee oder Regen zu starten. Jeder kann Hightech Sportreifen kaufen, um mit seinem GT3 oder M3 um den Ring zu heitzen, mit denen er sich im Regen ab 50 Km/h von der Strasse dreht. Die besten Autofahrer der Welt sollen aber mit Schotterreifen über Asphalt glühen das ist nicht logisch. In der IRC gibt es mehrere Reifenhersteller und alle sind glücklich mit dieser Lösung. Die Reifenhersteller würden gerne alle in die WM, die meisten Teams und Fahrer mit Ausnahme von Wilson wollen es auch, denn es kann eigentlich nicht sein, daß ein Funktionär und ein Reifenhersteller der für dieses Privileg unerhört viel Geld bezahlt hat dem Fahrer vorschreiben, mit welchen Reifen er in eine WP zu starten hat. Ich habe nichts gegen eine Beschränkung der Zahl der Reifen, aber es kann nicht sein, daß Monate vor einer Rally entschieden wird mit welchem Reifenmaterial gestartet werden muss ohne zu Wissen welche Bedingungen dann herrschen werden. Das geht vielleicht gerade noch auf der Rundstrecke (siehe WTCC), wobei ich das auch dort ablehne, aber selbst in der Moto-GP ist man von dieser Idee wieder abgekommen und hat das Kontigent sogar wieder erhöht. Der Motorsport hatte immer drei wichtige Faktoren: Fahrer, Auto und Reifen, und so sollte es auch in einer WM bleiben. Alles andere ist schlechte Politik.


    martini

    Auf welchem Platz lag Loeb nach der 2. WP doch gleich? Wer hatte da die Führung? Ich glaub, ich hab's schon wieder vergessen, objektiv betrachtet!;)


    Abgerechnet wird normalerweise am Schluss. Hirvonenes Zeiten am Anfang waren super, aber halt nur bis zu seinem Fauxpas.


    martini

    @sergio
    Schön geschrieben! Sehe ich genauso.


    Und Kosten werden insgesamt auch gespart, auch wenn die Werke die Reifen nicht bezahlen müssen. Dann spart halt der Reifenhersteller. Und wenn es keine 5 verschiedenen Mischungen gibt, dann brauche ich auch keine 5 veschiedenen Mischungen zu testen, sondern nur die Eine. Und da spart dann auch wieder das Team.


    MfG


    Schon mal was von Werbebudget gehört. Für die Reifenhersteller ist Motorsport die beste Werbung. Die machen das gerne, weil sie ihre Fähigkeiten darstellen können. Michelin würde das Geld zum Beispiel sehr gerne ausgeben und Pirelli zeigen, wer die besseren Reifen baut. Das Sparargument ist das dümmste Argument und hat keinerlei Hintergrund. Jetzt geben sie das Geld halt für Fershwerbung und ähnliches aus. Die Werke sparen schon garnicht, denn die haben die Reifen noch nie gezahlt. Die Privatfahrer sparen auch nicht, zumindest wenn sie national von Matador, Yokohama oder anderen unterstützt werden. Eher im Gegenteil, denn sie müssen nun Pirellis kaufen, wenn sie mal in der WM starten wollen. Pirelli spart auch nicht, denn sie haben Millionen Euro bezahlt um den Zuschlag als Alleinausrüster zu bekommen.
    Deshalb: Einheitsreifen auf WM-Niveau sind Quatsch.


    martini

    Grundsätzlich bin ich immer noch der Meinung, daß jeder Fahrer vor einer WP die Freiheit haben sollte die Reifen aus dem Kontingent seines /oder meinetwegen des allgemeinen Ausstatters auszuwählen, die er haben will. Und komm mir jetzt keiner mit Kosteneinsparung. Die Werkteams haben ihre Reifen noch nie bezahlen müssen.


    martini

    du weißt doch auch nicht was du willst, oder?
    erst kommst du mit sicherheit und jetzt willst du das jmd mit slicks bei schneegefahr pokert...:(


    Irre ich oder weißt du nicht wobei es bei einer Monte geht? Kurz zur Erklärung: Du startest in eine z.B. 20 Km lange WP. Die ersten 6 Km sind trocken, dann 3 Km naß dann 6 Km Schnee und der Rest feuchter Asphalt mit einigen Eisplacken, also was fährst du? Kapiert? Da sollte es dem fahrer aus Sicherheitsgründen überlassen sein, was er nimmt, denn schnell soll er ja auch noch sein.


    martini


    p.s. und sag jetzt nicht er soll Goodyear Vector fahren.

    Sergio und Joachim ich versteh euren Standpunkt durchaus.
    Aber wie schon gesagt mich stört dabei, die fehlende Möglichkeit für die Fahrer durch freie Reifenwahl mal noch eine Rally umzubiegen. Fährst du die ganze Rally auf Schottter oder Schnee : kein Problem. Aber bei einer Monte z.B. konntest du immer pokern. Nehm ich nen Slick oder geh ich auf Sicherheit und nimm Spikes. Das ist icht mehr drin. Und das finde ich schade.


    martini


    Zum Teil hast du recht Sergio, aber es war dann immer noch ihre eigene Entscheidung. Und diese Entscheidung sollte meiner Meinung nach immer der Fahrer treffen dürfen, denn der muß damit fahren. Und ich kann mich gut an Rallys erinnern bei denen der Fahrer durch "gewagte" Reifenwahl das Blatt nochmal wenden konnte. Diese Möglichkeit hat er heute nicht mehr. Das finde ich schade.


    martini

    Genau, und sein Chef ist ein Experte der weiß worum es geht....
    In Argentinien hat der Einheitsreifen nun halt mal nicht so gepasst, aber darum geht die Welt auch nicht unter...


    Wir reden hier von der Rally-WM nicht vom Volvo-Cup. Die Leute braten mit Schnitten von über 100 Km/h durch die Pampa und müssen mit Reifen fahren, die hinten und vorne nicht passen, obwohl es Reifen gäbe die das täten. In meinen Augen ist das nicht nur hirnrisssig, sondern auch gefährlich.


    martini

    Genau, und sein Chef ist ein Experte der weiß worum es geht....
    In Argentinien hat der Einheitsreifen nun halt mal nicht so gepasst, aber darum geht die Welt auch nicht unter...


    Genau ein Experte für Politik. Aber nochmal ganz von vorne: Ich habe dieses Thema nicht für oder gegen einen Hersteller eröffnet. Ich bin der Meinung, daß dieses Reifenreglement nicht gut ist und auch nicht richtig durchdacht ist, weil es dem Fahrer die Möglichkeit nimmt, den Reifen auszuwählen, den er für die nächste WP haben will. Wenn das im Endeffekt dazu führt, daß alle mit einem Reifen starten müssen, der absolut nicht zu den Gegebenheiten passt, dann ist das nicht witzig, sondern gefährlich, auch wenn alle damit fahren müssen.


    martini

    "Jari-Matti Latvala klagte in der offiziellen Pressekonferenz leise, dass die von Pirelli mitgebrachten Reifen dann doch eine oder zwei Nummern zu hart für einen Schlammeinsatz seien. „Wir sollten wenigstens die Reifen nachschneiden dürfen""


    Klingt ja nun nicht so dramatisch.


    Er weiß halt genau wem er das Reglement zu verdanken hat (deshalb leise). Seinem Chef. Passen tut es ihm genauso wenig wie Loeb und allen anderen Fahrern.


    martini

    Das Reglement besagt Einheitsreifen. Was soll es da für Vorschläge geben?
    Das Nachschneiden werden sie schon wieder freigeben. Und auch wenn die Reifen am letzten WE wohl zu hart waren, es hatten alle die gleichen Reifen und keiner einen Vor- oder Nachteil. Und wenn der Seb darin ein Sicherheitsproblem sieht, werden wir hier im Forum daran auch nix ändern.


    Kamikaze2 ist da.


    martini

    Falsch gerade diese Märkte sind die Zukunft (Indien, China, Südostasien, Osteuropa).
    Es wäre ziemlich typisch für die "westliche Welt" wieder mal zu denken alles bleibt wie es ist. Dabei merkt man gar nicht wie man rechts überholt wird ohne vorher eingeholt zu werden.


    Die welt verändert sich und wer nicht mitmacht bleibt auf der Strecke!


    Da gebe ich dir durchaus recht. Quesnel sagte vor kurzem: Wir haben als Werksteam 2 Aufgaben : Meisterschaften gewinnen und unsere Marke bekannt machen, damit wir mehr Autos verkaufen. Für die Hersteller sind vor allem Indien und China die Märkte, auf denen sie unbedingt ihre Chancen wahrnehmen wollen/müssen. Der nahe oder mittlere Osten spielt da aufgrund der eher geringen Einwohnerzahlen keine besonders grosse Rolle.
    Deshalb müssen und werden in Zukunft auch Rallys in China oder Indien stattfinden. Nur sollte es so sein wie z.B. im Tennis. Die spielen inzwischen auch überall, aber auf die Idee Wimbledon aus dem Kalender zu schmeissen kämen die nie. So sollte es auch bei der Rally-WM sein. Läufe wie die Monte oder Finnland z.B. dürften nie einer Rotation unterworfen werden. Und man sollte unbedingt auch wieder eine Rally in Afrika im Kalender haben. Dagegen Jordanien, Türkei oder Zypern z.B. braucht keiner.


    martini

    Also ich glaube nicht,dass der Herr R. in einem anderen Auto konkurrenzfähig wäre.Wie gesagt,da fehlt eine gehörige Portion Grundspeed und solange es noch schnellere Arbeitslose Ex-Werksfahrer gibt, gehört der nicht in diese Liga.


    PS: Jetzt aute ich mich auch mal als Loeb-Fan.Ist schon vorbildlich was der da macht.


    Vorab mal schön, daß du dich hier traust dich als Loeb-Fan zu outen dazu gehört "Mut". Was Rautenbach betrifft glub ich trotzdem nicht, daß es am Auto lag. Der C4 alleine macht nicht den Meister. Ich glaub mal er hatte einen guten bis sehr guten Tag und hat von den vielen Außfällen profiteiert. Trotzdem sollte man ihm seine Lernphase gönnen und seine Leistung respektieren. Mir wäre persöhnlich auch ein Duval oder ähnlich lieber in diesem Auto, aber leider zählt heute Geld mehr als Können. Trotzdem fair bleiben bitte.


    martini

    Was willst Du mit dem Text mitteilen? Stand doch heut nicht viel anders den ganzen Tag im MAG.
    Beim nächsten mal ists wieder trocken und alles bestens.
    MfG


    Ich glaub die Problematik ging etwas an dir vorbei. Es geht nicht um trocken oder naß, sondern um die freie Entscheidung des Fahres bzw. des Teams. Außerdem würde ich mich über vernünftige Antworten bzw. Vorschläge freuen. Im Mag steht die Problematik, nicht die Lösung. :mad:


    martini

    So wie es aussieht ist das Thema Reifen in Argentinien extrem hochgekocht. Scheinbar hat sich Latvala nach der Rally ebenso unzufrieden über die derzeitige Situation geäußet, wie es Loeb schon während und auch vor der Rally getan hat.
    Fact ist wohl, daß alle die Rally mit den gleichen harten Pirellis fahren mußten, wie sie in Mexico verwendet wurden, weil die Entscheidung schon im November letzten Jahres gefällt wurde, daß diese beiden Veranstaltungen mit dem gleichen Typ gefahren werden müssen (Begründung aus logistischen Gründen). Leider ist auch Nachschneiden verboten worden, mit der Begründung, daß ein paar Cuts wohl eh nix bringen. Da frage ich mich doch warum das vorher immer wieder gemacht wurde. Jedem Fahrer ist der Sinn dieser Cuts durchaus geläufig.
    Seit es in der F1 die Einheitsreifen gibt, haben die Autos in langsamen Kurven kaum noch Grip, in schnellen Ecken hilft dort aber der gigantische Abtrieb, der ab ca. 200 Km/h höher ist als das Gewicht der Autos. Diesen Effekt gibt es aber bei WRC`s nicht. d.h. sie müssen mit eigentlich ungeeigneten Reifen fahren. Wir wissen, daß in erster Linie Wilson sich für dieses Reifenreglement stark gemacht hat, weil er immer wieder falsch lag mit seiner Reifenwahl im Gegensatz zu Citroen, aber so wie es jetzt ist, ist die Sicherheit der Fahrer
    gefährdet. Jedem Autofahrer wird nahegelegt immer die richtigen Reifen für den entsprechenden Strassenzustand zu montieren, aber die Rallyfahrer sollen mit einem Einheitsschlappen fahren, der kaum zum Zustand der Straßen passt.
    Das kann nicht Sinn der Sache sein, und besser läuft es ja für Ford bis jetzt auch nicht. Ich sehe zwar im Moment wenig Möglichkeiten zur Rückkehr der freien Reifenwahl (die ich persöhnlich für besser und gerechter halte), aber man muß den Teams zumindest die Möglichkeit geben die Reifen, die sie schon fahren müssen, zumindest nach eigenem Gusto nachzuschneiden.


    martini

    Leute seid doch mal objektiv. Auf Asphalt hat im Moment keiner eine Chance gegen Seb und wenn die Citroen halten auch nicht gegen Sordo, außer vielleicht Duval. Auf Schnee siehts für Citroen mieß aus, aber das betrifft eine Rally. Auf Schotter ist die Sache ausgeglichen, gewinnen können da mehrere. Aber Seb macht auch das sehr gut. Heißt

    Latvala in Schweden hat Dich aber auch nicht interessiert :)


    Mich interessiert jeder rallyfahrer grundsätzlich. Und ich habe große Achtung vor Latvala. das hab ich schon letztes jahr gesagt. Aber ich glaube nicht, daß er schon reif genug ist um mit Seb um den Titel zu fahren. Dafür ist er auf Asphalt noch nicht gut genug.


    martini