Beiträge von Michael S.

    Die Frage ist doch in meinen Augen - kann oder will Malcom keine Ersatzteile zur Verfügung stellen...


    Malcolm Wilson und seine Leute leben davon, Autos und Teile zu verkaufen. Von daher wird er sicher Teile rausrücken wollen. Aber wenn der Monte-Einsatz Kubicas mit der heissen Nadel gestrickt ist und kein Geld für Ersatzteile vorhanden ist, kann man nichts machen.


    Ich hoffe für Kubica, dass es Rallye-mäßig weiter geht. Ich hab ihn ein paarmal fahren sehen. Er ist ein echter Racer, der viel Fahrspaß hat und immer anständig Stoff gibt. Allerdings stimmen die Ergebnisse nicht, was sicher die Basis für eine Profikarriere im Rallyesport ist. Vielleicht kann er ein gutes und gut bezahltes Rundstreckenprojekt bekommen und nebenbei seiner Leidenschaft Rallye nachkommen. Würde ich ihm wünschen.


    Der diesjährige Monte-Ausfall war meiner Meinung nach nur Pech.

    Dani Sordo ist der Routinier im Team, er ist als Punktesammler eine sichere Bank und aktuell sicher in Topform. Sordo hat wenig Druck im Rücken, er muss nichts beweisen, denn er befindet sich bereits im Herbst seiner aktiven Laufbahn. Von daher ist es nicht verkehrt, ihn zu nominieren.


    Thierry Neuville braucht ganz sicher keine Motivationshilfe oder zusätzlichen Druck von außen. Den machen die Fahrer sich schon selbst genug. Ich bin mir sicher, daß Neuville eine tolle Saison 2016 vor sich hat. Der neue Wagen sollte ihm besser liegen, er wird sich wohl im Hyundai fühlen.


    Ich freue mich schon richtig auf die neue Saison.

    Aber ein Rallyewagen zu finanzieren für 150 Euro im Monat ist der größte Schwachsinn. Entweder man hat Geld zum kaufen und bezahlt bar oder man lässt diesen Sport bleiben. Es kann schnell passieren das der Wagen Schrott ist und du zahlst schön dafür weiter plus Zinsen.


    Mfg Fritz Köhler


    Das sehe ich genauso, man sollte es bezahlen können. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass auch für den Einsatz eines R1-Autos für eine Marken-Trophy die Familie Kredite aufnimmt, weil man an den großen Durchbruch des Juniors glaubt.



    Wenn einer in Deutschland oder überhaupt weiterkommen will muss er in den Adam Cup. Da fährst schon mal ein richtiges Rallyeauto das sicher Spass macht. Nur ist dieser Cup für Otto Normalverbraucher nicht Finanzierbar.



    Mfg Fritz Köhler


    Das stimmt leider. Für Normalsterbliche ist das nicht finanzierbar. Um ernsthaft dabei zu sein, können rund 50.000 € sicher nicht schaden. Aber wer hat das über? Ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass man das in Deutschland niemals über Sponsoren abgedeckt bekommt. Und wenn man auch noch so viele Klinken dafür putzt. Also muss auch hierfür entweder das prall gefüllte Konto der (Unternehmer-) Familie, ein üppiger Kredit oder ein rallyebegeisterter Gönner herhalten. Aber ein tolles Auto ist der Cup-Adam schon, die Meisterschaft ist super und man hat echte Aufstiegschancen.

    Ist ja eine rege Diskussion hier.


    Meiner Meinung nach gibt es zumindest in Deutschland kein Patentrezept dafür, wie man nach oben kommen kann. Über den Adam-Cup vielleicht, aber auch dafür muss man eine Menge bezahlen können, um erfolgreich zu sein.


    Ohne jetzt die DRM klein reden zu wollen: Ich glaube nicht, dass es dem Maximilian Koch auch nur etwas bei der Sponsorensuche helfen würde, wenn er nun Dritter der Deutschen Meisterschaft wird. Deshalb laufen einem die Geldscheine sicher nicht hinterher.


    Wann ist denn letztmals ein Deutscher aus der DM heraus in die WM wirklich aufgestiegen? Ich glaube, das ist letztmals Armin Schwarz nach seinen DM-Titeln 1987 / 88 gelungen.


    Uwe Nittel fuhr etwas später für Ralliart Germany in der WM. Warum? Er hatte durch private WM-Teilnahmen Erfahrung auf der internationalen Bühne. Als Mitsubishi Deutschland einen schnellen Junior suchte, war er prompt erste Wahl.


    Wäre ich nochmal jung, würde ich versuchen, ein internationales Programm auf die Beine zu stellen. Ob nun mit einem alten Subaru, einem Twingo R1 oder sonstwas, ist meiner Meinung nach ziemlich egal. Meiner Meinung nach ist die Herangehensweise von Maximilian Koch nicht verkehrt.


    Klar, es gibt auch andere Wege.


    Und Maximilian: Es ist schön, dass du hier von deinen Einsätzen berichtest. Ist für uns Rallyefans sehr interessant. Ich würde allerdings nicht auf jeden Kommentar in einem Forum reagieren. Es verdirbt dir irgendwann wahrscheinlich die Freude an der Sache. Zieh dein Ding durch und hab Spass. Das passt schon.

    Man braucht mich nicht von den Vorzügen eines HANS oder ähnlichen Systems zu überzeugen. Sind definitiv gute Erfindungen. Von den Befürwortern, die behaupten, die Anschaffung wäre ein Klacks, hätte ich aber gerne die Adresse des Händlers, der zwei ordentliche HANS-Systeme sowie zwei gültige Helme mit HANS-Clips und Intercom (wir fahren ja Rallye, also 2x, auch für den Co) für schlappe 400 Euro oder noch weniger anbietet ... .


    Wie gesagt, ich bin kein HANS-Gegner. Aber mit Kosten es es schon verbunden, da sollte man realistisch sein.

    Aus Teilnehmersicht: Ihr kennt die Rallye (noch) nicht? Man nennt sie "die Rallye der 1.000 Kurven". Ich denke, das passt. Der Veranstaltungsort ist in Deutschland sicher einmalig. Es reiht sich Kurve an Kurve an Abzweig. Lange Geraden? Nö, die gibt es nicht. Auf dem Gelände wird gleichzeitig die berühmte Königsprüfung der Rallye Sulinger Land aus dem ADAC Rallye Masters ausgetragen.


    Die Atmosphäre im Wald ist einmalig, das muß man erlebt haben. Und der Sound kommt hier sowas von richtig rüber. Da freuen sich definitiv die Ohren. Auch der Start- und Zielort ist malerisch gelegen, ist alles absolut top!


    Kurz: Daumen hoch!

    Ich wollte mich eigentlich komplett raushalten, weil ich kein Bock darauf habe, nach einem Beitrag blöd angemacht zu werden. Dennoch möchte ich ein paar Fakten aufzeigen.


    Als ich 1986 meine erste Nat.B-Rallye (heute Rallye 200) gefahren bin, konnte ich mit einem völlig serienmäßigen VW Polo ohne Bügel oder Käfig und mit stinknormaler Freizeitkleidung teilnehmen. Das war alles sehr simpel geregelt, einem Start stand wenig im Wege. Ohne großartige Sicherheitsausstattung gab es in der Zeit allerdings einige üble Unfälle, teilweise auch mit Todesfolge. Betroffene Veranstaltungen hatten angesichts solcher Horrormeldungen keine Chance, wieder genehmigt zu werden. Aufgrund dieser Vorkommnisse und auch wegen der Anpassung an gültigen FIA-Regeln wurde dann seitens der ONS (später DMSB) nach und nach immer mehr in Sachen Sicherheit gefordert. Für die Lizenzfahrer bedeutete dies im Laufe der Jahre, daß er in all diese Dinge investieren konnte:
    - Überrollkäfig
    - Flankenschutz für den Käfig
    - doppelter Flankenschutz für den Käfig
    - A-Säulenverstärkung am Käfig
    - Umstellung von Baumarkt-Helm auf Helm mit FIA-freigegebener Norm
    - feuerfester Overall nach aktueller Norm
    - feuerfeste Unterwäsche
    - feuerfeste Kopfhaube
    - feuerfeste Handschuhe
    - feuerfeste Schuhe
    - Sitze mit FIA-Zulassung
    - Gurte mit FIA-zulassung
    - Splitterschutzfolie an den Seitenscheiben
    - Verbundglaswindschutzscheibe
    - Feuerlöscher
    - …


    Meist gab es einen großen Aufschrei, wenn wir Rallyesportler die nächste teure Änderung aufs Auge gedrückt bekamen, auch ich habe gegen so manche Änderung angekämpft. Denn in rauhen Mengen über hat man die Kohle ja auch nicht. Allerdings: Wer schnell fahren will, der MUSS in die Sicherheit investieren, das ist heutzutage nun mal so.


    Wer das nicht mitmachen möchte, kann auch günstiger Rallye fahren. Dann allerdings nicht mehr auf Bestzeit. Ich weiß, man möchte sich nicht gerne das nehmen lassen, was man hat. Aber Leute, überlegt mal, was in Deutschland passiert, wenn ein ungesichertes Fahrzeug einen schweren Unfall hat. Ich kann die Sporthoheit daher gut verstehen, dass sie flotte Fahrten ohne Sicherheits-Equipment unterbinden möchte. Vergleicht mal die obigen Zugeständnisse der Lizenzfahrer mit dem, was nun von Euch gefordert wird.


    Beste Grüße
    Michael

    Wir haben das Elend um Prolop live erleben "dürfen". Aus meiner Sicht lief das so ab: Prokop fuhr an uns mit leicht brennendem Heck vorbei. Es sah so aus, als wenn ein Hinterreifen in Flammen stand. Prokop fuhr wohl hastig weiter, um sich ans Ende der Prüfung zu retten, was aber nicht ganz klappte. Er strandete etwa zwei Kilometer vor dem Ziel und brachte den Wagen mit einer Handbremswende aus der Schusslinie. Sein Co fing dann an, mit dem Bordlöscher den Brand zu stoppen. Das kleine Ding war aber rasch leer. Nach ein paar Minuten wurden zwei größere Löscher von der wenige hundert Meter entfernten vorangegangenen Kehre zum mittlerweile stärker brennenden Ford gebracht. Prokops Co versuchte nochmal, den Brand zu dämmen - ohne Erfolg.


    Nach einer geschätzten 1/4 Stunde kam ein Mannschaftswagen der Feuerwehr mit weiteren Löschern vorbei, mittlerweile brannte der Fiesta aber lichterloh. Zu diesem Zeitpunkt war nichts mehr zu machen, der Wagen brannte komplett aus, Prokop stand sichtlich deprimiert abseits der Strecke.


    Ein richtiges Löschfahrzeug kam erst nach einer guten Stunde vorbei.


    Die Prüfung wurde nicht gleich gesperrt, ein paar Teams fuhren noch an der Brandstelle vorbei. Die ganze Geschichte war nicht ungefährlich, da sich mehrere Schaulustige direkt an der Straße oberhalb der Brandstelle stellen mußten, die die Fahrer vor der Kehre bergab nichtsahnend noch im Wettbewerbstempo absolvierten. Besonders einen jungen Familienvater mit ausländischen Akzent hätte ich ohrfeigen können, da er auch noch seine beiden kleinen Kinder in die Gefahrenzone mitschleppen mußte. Mann mußte ihn schon lautstark darauf aufmerksam machen, das der Stuss gefährlich ist, von selbst fiel der Groschen nicht.


    Das Ganze lief äußerst unglücklich ab.

    @ MSG-Präsident: Mein Sohnemann "fsx", der "koerperkarl" und ich fahren ja auch noch Slalom. Wir treffen uns beim nächsten Lauf Anfang September in Stade. Vater und Sohn im alten Fiesta XR2 und der "koerperkarl" in seinem ziemlich schnellen und stark verbesserten schwarzen Trabant. Das Treffen bei der schönen Visselhöveder Herbstrallye ist erst später … .:)


    Ach ja: Schöne Videos von den Bremerhavener Sprints! Ein Wunder, daß die Kamera bei der Hitze nicht geschmolzen ist. :cool:

    Hättest doch im WM feld mitfahren können. Oder war das auch unbezahlbar?
    Fahren doch einige mit, um sich von uns anfeuern zu lassen.


    Unbezahlbar würde ich nicht sagen. Der Veranstalter kommt den deutschen Teilnehmern mit dem Nenngeld schon sehr entgegen. Der WM-Lauf ist dennoch natürlich nicht günstiger. Die 2 Tages-Veranstaltung innerhalb der DM wäre für unser kleines Vater-Sohn-Team sicher realistischer. Aber so fahren wir halt zum Zuschauen hin. Ist ja auch toll. Und: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.