Beiträge von WRCstratos

    Für mich unverständlich. Wenn man Polen aufgrund Sicherheitsproblemen rausnimmt, müsste Finnland auch rausfliegen. Ich war heuer bei beiden Rallyes und fand Finnland um nichts sicherer. Die Leute in gefährlichen Positionen fallen dort nur nicht so auf, weil es nicht so viele sind und die Bäume viel verdecken. Finnland ist keineswegs schlecht, aber im Bezug auf Organisation und Zuschauerfreundlichkeit fand ich Polen heuer deutlich besser.
    Sehr schade um diese Rallye!

    von wem wurde der Druck auf die AMF ausgeübt ?


    In der Rallye Kommission, welche über die Fortführung der M1 abgestimmt hat, haben mehrere Seiten Mitspracherecht (zB Rallye-Veranstalter, Fahrervertreter, Industrievertreter, AMF-Techniker, etc.). Grundsätzlich wurde und wird M1 sehr positiv von allen Seiten angenommen, nur die Sache mit homologierten Autos in M1 wollten manche nicht (ich will hier keine Namen nennen). Die Gründe sind verschieden und mehr oder weniger nachvollziehbar, hier ein paar Beispiele:
    Beim Zurückbauen von N auf M1 könne kein ordentlicher Serienzustand mehr erreicht werden - es wurden „Bastlerautos“ in der Klasse M1 befürchtet, welche eigentlich nur von Serienautos bevölkert werden sollte. Nenngeldunterschied bei ORM-Rallyes: N zahlt 800€, M1 zahlt 650€ - wenn 10 Autos umgebaut werden, entgehen dem Veranstalter 1500€. Man wollte nicht, dass gleiche Autos in mehreren Klassen starten können. Und eine viel diskutierte Sache (vielleicht auch Hauptgrund) war das Ergebnis von Knobloch in Kärnten (2. Platz Gesamt), was einigen Leuten nicht gepasst hat (aus welchen Gründen auch immer).
    Ich möchte hierbei auch erwähnen, dass die Zusammenarbeit mit der AMF bisher sehr gut funktioniert hat! Die AMF ist offen für Vorschläge, äußert berechtigte Bedenken und Kritikpunkte wenn angebracht, für die gemeinsam Lösungen gefunden werden.


    Vor was fürchtet man sich seitens AMF? Wenn jemand in die M1 abwandert, dann deswegen weil er M1 besser findet.
    Also was wäre schlimm daran? Offensichtlich wäre M1 dann ja besser.


    Das ist genau unsere Meinung und war auch Teil der Idee von M1: Rallye fahren billiger machen. Wir finden es schade, dass es diese Möglichkeit nun nicht mehr gibt.




    Was ich etwas kritisch sehe ist, dass man mit einem M1 Auto dann nicht mehr weiter machen kann, wenn man mehr will.
    Beispiel:
    Ich kaufe mir einen Golf 4 V6 welcher nicht Homologiert war und fahre nach 3 Jahren schon fix um den M1 Titel mit. Nach insgesamt 5 Jahren ist mir das zu wenig und ich will an der Staatsmeisterschaft teilnehmen. D.h. ich kann das Auto kübeln und ein neues anschaffen/aufbauen.
    Das ist ein Punkt der mich persönlich stört.


    Das ist im Motorsport so, in allen Kategorien. Man fängt mit einem leistbaren Auto und wenn man aufsteigen will, braucht man ein „besseres“ Auto. Egal ob man mit M1, Opel Cup, 318is, Volvo oder sonst was anfängt - wenn man 2WD-Staatsmeister werden will braucht man einen R3, wenn man Junior-ERC fahren will braucht man einen R2 und wenn man Weltmeister werden will braucht man ein WRC.



    H=Historisch ..... stimmt das?


    H bedeutet in Österreich, dass die Homologation abgelaufen ist, das Auto aber noch nicht historisch ist. Historisch ist momentan, was vor 1990 gebaut und homologiert wurde.



    M1 soll für mich ein Einstieg sein. Früher oder später will ich wie viel andere auch gerne bei den gr0ßen mitmischen.


    Genauso ist es gedacht. Mit leistbaren Fahrzeugen Erfahrung und erste Erfolge sammeln und wenn man es sich zutraut und leisten kann auf ein schnelleres Fahrzeug aufrüsten.



    Was spricht also dagegen in der Gruppe N ein Serienmäßige Fahrzeug zu fahren wo nur der Anhang J erfüllt wurde. Geht ja theoretisch auch oder?


    Natürlich geht das. Man ist nur in der Fahrzeugwahl dahingehend eingeschränkt, dass man nur homologierte Fahrzeuge nehmen darf, bei denen man nur die homologierten Teile verbauen darf.



    Ich denke, dass man in der LG1, dann halt in Zukunft auch den ein oder anderen Golf R32 oder Audi S3 sehen wird. Find ich persönlich sogar interessant.
    Wie sieht eigentlich mit Import Autos aus?
    War früher an einem Skyline Projekt beteiligt. So etwas in der Rally zu sehen wäre auch sicher ein Augenschmaus.


    Je mehr verschiedene Autos fahren, umso interessanter ist es. Egal ob Skyline, RX-8, Mustang, Corvette oder Lotus Exige – wir alle wünschen uns, solch untypische Autos zu sehen!



    Was zahlt man eigentlich Nenngeld für die M1?


    Für die Serie „M1 Rallye-Masters“ muss man sich nicht extra einschreiben oder anmelden, jeder Teilnehmer mit einem M1-Auto wird automatisch gewertet. Bei einer Staatsmeisterschafts-Rallye zahlt man mit einem M1-Auto genau wie Gruppe H und Historische 650€ Nenngeld, homologierte Autos (ORM) zahlen 800€. Bei Challenge-Läufen (1 Tag, max. 100 SP-km) zahlt man 520€.


    Hallo
    Und auch in der ARC ist man, glaube ich, punkteberechtigt. (bitte um Berichtigung, wenn ich falsch liege)


    Nicht ganz, es gibt ARC (Austrian Rallye Challenge) und ART (Austrian Rallye Trophy). In der ART fahren alle Turbo-Allradler nach BJ98, alle RGT und alle M1. Man fährt als M1 also in der ART gegen H-Evos (wie in ORC) und R5/WRC. Eine eigene Gruppe für LG2-Autos gibt es dort leider nicht.
    ARC sind alle anderen Autos, die werden für die Punktewertung nur in Hubraumgruppen eingeteilt. Die Punktevergabeformel berücksichtigt die Starteranzahl in der Hubraumgruppe, also kann theoretisch jedes Auto ARC-Sieger werden.
    Wichtig ist hier: in der ARC/ART muss man sich einschreiben (kostet 30€) wenn man Punkte haben will. Starten kann man jedoch mit allen Autos wie bei einem Staatsmeisterschaftslauf.

    Wie gesagt, das Verbot für N-homologierte Autos war nicht unser Plan. Auf die AMF wurde aber letztes Jahr viel Druck ausgeübt, da ein "zurückbauen bestehender Rallyeautos" befürchtet wurde und dies von mehreren Seiten nicht erwünscht war. Wir haben im Sommer 2016 viel diskutiert, es stand sogar kurzzeitig die M1 komplett auf der Kippe. Mit der jetzigen Lösung wurde ein Kompromiss gefunden, womit sich alle Seiten abfinden konnten.


    Mit der jetzigen Lösung fallen leider viele Autos weg, aber das ist leider so :-/ Wir sind auch nicht glücklich darüber, müssen uns aber damit abfinden.
    Ich hab mich bemüht, eine Liste aller N-homologierten Autos zusammenzustellen, diese gibt es hier: http://www.rallye-masters.at/s…omologierte_fahrzeuge.pdf


    Zu beachten ist dabei: die Homologation gilt nur für das konkrete Modell. zB beim Peugeot 206 ist nur der RC mit 180 PS homologiert, der GTI mit 136 PS (wie ihn Christian Pirz gefahren ist) ist M1-tauglich. Bei den Mitsubishi Evo ist die Homologation an die Fahrgestellnummer gekoppelt: homologierte Fahrgestellnummern dürfen nur Gruppe N fahren, andere Fahrgestellnummern dürfen nur M1 fahren (wie der Evo X von Daniel Sattler, fährt im Lavanttal erstmals).


    Man kann trotzdem noch mit jedem Auto Rallye fahren! Mit N-homologierten muss man N fahren, mit allen anderen Autos M1.

    Zitat


    Ich glaube nicht, dass wir uns in einem kleinen Motorsportland wie Ö. leisten können, irgendjemanden und irgendein Auto, soferne es den Sicherheitsbestimmungen genügt, nicht fahren zu lassen.


    Das ist mal eine richtige Ansage! So ähnlich dachten wir uns das auch, deshalb haben wir uns um die M1 angenommen, da das unserer Meinung nach der richtige Weg war bzw. ist. Aber nachdem offensichtlich noch immer nicht jeder weiß, was wir damit bezwecken wollten, versuche ich das mal klarzustellen:


    Die Idee war: Auto nehmen, Sicherheitseinrichtungen einbauen und Rallye fahren - ohne die Einschränkung, nur homologierte Autos nehmen zu dürfen. Das soll mit so wenig wie möglich Aufwand funktionieren: daher Motor, Getriebe und ECU serienmäßig, keine Änderungen erlaubt. Es soll kein Wettrüsten werden. Aber da geht dir auf langen Prüfungen die Bremse aus? Richtig: ist ein Sicherheitsrisiko, daher Bremse aufrüsten erlaubt. Aber auf welligen Strecken hüpfen Serienfahrwerke nur herum? Richtig: ist ein Sicherheitsrisiko, daher Fahrwerk aufrüsten erlaubt. Aber Serienautos klingen ja langweilig? Richtig, daher anderer Auspuff erlaubt.
    Damit jedoch keine Supersportwagen auftauchen und schneller als R5 oder RGT sind, wurde ein Limit für das Leistungsgewicht gesetzt. (Uns wäre das egal gewesen, aber die AMF wollte das nicht zulassen.)


    Fertig: jedes Auto soll Rallye fahren dürfen, so einfach wie möglich. Sicherheitsausrüstung einbauen und fahren. Fahrwerk und Bremsen umbauen wenn man es für sinnvoll hält und es sich leisten will. Bestehende Rallyeautos „zurückbauen“ war bei vielen jedoch unbeliebt, weil Reglement-Verstöße befürchtet wurden und manche Leute nicht wollten, dass zB alte Evos in die M1 abwandern. (Uns wäre auch das egal gewesen – das hätte unserer Meinung nur den Sinn und den Vorteil von M1 bestätigt! Aber der Druck auf die AMF wurde ihnen zu viel, daher wurde das N-Verbot ab 2017 eingeführt.)


    2016 sind 16 verschiedene Autos (3 davon fallen durch das N-Verbot wieder weg) von 25 verschiedenen Fahrern in der Klasse M1 bei Rallyes gefahren. Insgesamt gab es 52 Rallyestarts in der Klasse M1 in nur einem Jahr! Unserer Meinung kann sich diese Statistik schon sehen lassen.


    Zitat


    "Wenn sie sich schon in Presseaussendungen ständig als Nachfolger der aussterbenden Gruppe N verkaufen, dann sollte man sie auch als Gruppe N behandeln, sprich mit Gruppe N-Restriktor."


    Ich weiß nicht, von welcher Seite diese Aussage kam. Aber bitte überlegt mal, warum Restriktoren überhaupt irgendwann eingeführt wurden: ein Restriktor war vor x Jahren die einfachste und vielleicht einzige Möglichkeit, Performance zu begrenzen und diese Grenze zu kontrollieren. In der Gruppe N darf man Motormapping, Ladedruck, etc. verändern – ohne Restriktor würden dann Evos mit 450+ PS fahren. In M1 ist Mapping, Ladedruck, etc. Serie. Daher braucht man auch keinen Restriktor, weil die Performance anders begrenzt wird. Und über Kontrolle haben wir schon oft genug geschrieben und diskutiert: ja es ist möglich und wird auch gemacht! Jeder M1-Teilnehmer wird euch das bestätigen, vor allem jene mit Turbo-Fahrzeugen. Abgesehen davon, Restriktor und Seriensteuergerät in Kombination funktioniert nicht wirklich, mit Restriktor bräuchte man ein anderes Mapping.


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    Die ersten Modelle vom Georg und Jordy, waren die besten Beispiele dafür, Preislich ok. und fast Serienmässig, genauso hätte es gehört


    Niemand hat ein Problem mit dem Kombi-Volvo oder dem Lupo. Genau solche Autos sind Vorzeige-M1-Autos, weil sie unkonventionell sind! Aber eine Sache war genau das Problem der „alten“ M1: Nur ganz wenige haben davon was mitbekommen und sie wurde in keiner Wertung berücksichtigt. Wer will schon in einer Klasse fahren, die keine Aufmerksamkeit bekommt und in der man nichts gewinnen kann? Deshalb war die „alte“ M1 auch nicht erfolgreich und deshalb haben wir die „M1 Rallye-Masters“ als Serie mit ordentlicher Homepage und Pressearbeit ins Leben gerufen. Seit heuer können M1-Autos auch im ORC (Österreichischer Rallye Cup) punkten, das ist aus unserer Sicht extrem wichtig!


    Reini Sampl hat auch mal seine Sichtweise sehr klar dargestellt: „Ich fahre privat Autos mit über 300 PS, da setz ich mich zum Rallyefahren nicht in einen 200PS-Frontkratzer oder einen alten Volvo.“ Für ihn ist M1 die einzige sinnvolle Möglichkeit, Rallye zu fahren. Deshalb gibt es die LG1 mit „stärkeren“ Autos für Leute wie Reini und die LG2 für „schwächere“ Autos wie den Lupo oder den Fiesta ST vom Racing Rookie.


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    aber es haben sich ja gewisse Herren ihre eigene "Spielwiese" geschaffen um ins Rampenlicht zu rücken und wenn man http://www.rallye-masters.at besucht, sieht man 9 Starter und wenn auch sonst noch eine paar dazu kommen, mehr als 10 werden es über Jahr hinaus nicht werden


    Zuerst zur Starteranzahl: ich wette gerne 50€ aus meinem Studentenbudget darauf, dass es 2017 mehr als 10 M1-Starter gibt. Vor allem, weil es letztes Jahr schon mehr waren ;) Und ich verstehe einfach nicht, warum immer wieder Leute auf Günther Knobloch hinhacken. (Sampl und Aigner sind ja eindeutig nicht gemeint, weil im Vergleich zu WRC, Ski-Weltcup oder Paralympics ist die österreichische Rallyeszene ziemlich mickrig was Rampenlicht betrifft.) Knobi hatte in seiner Motorrad-Karriere wesentlich mehr „Rampenlicht“, als er in der M1 je erreichen kann. Und er hätte genauso gut im DS3 R3 um die 2wd-Staatsmeisterschaft fahren können und hätte sich dadurch viele Diskussionen und viel Ärger ersparen können.


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    dann eine Regelmentänderung und bauen halt einen Subaru auf, sowas kostet ja nichts


    Den Subaru hat das Autohaus Bamminger aufgebaut und die stellen das Auto Knobloch zur Verfügung oder haben Knobloch als Fahrer „engagiert“, wie man es halt nennen will. Bamminger hätte genauso gut einen anderen Fahrer nehmen können.


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    weil sie können nicht leugnen das es sich manche da zurechtbiegen, wie sie es gerne haben und hätten (voriges Jahr durfte noch alles fahren, heuer nur mehr Fahrzeuge die niemals homologiert waren, nehme mal an da war jemand zu schnell mit einem Mitsu


    Doch, ich kann es leugnen, weil ich direkt dabei war. Und vor allem: wenn es um „zu schnell“ gegangen wäre, hätte man das Leistungsgewichtslimit verschieben müssen. Ein neuer Focus RS oder ein Audi RS3 oder eben der neue Subaru sind nicht langsamer als der Evo 9. Man wollte schlichtweg, dass keine bestehenden Rallyeautos „zurückgebaut“ werden, sondern neue oder andere Autos über M1 in den Rallyesport kommen und die Abgrenzung mit der N-Homologation ist da eine eindeutige und saubere Lösung.


    Ich glaube, viele Leute verstehen einfach unsere Motivation nicht: wir haben kein „Eigeninteresse“ mit M1. Wir wollen den Rallyesport als Ganzes weiterbringen und zwar dadurch, dass wir eine große Lücke zwischen WRC/R5, R3/R2 und alten Gruppe N Autos öffnen.
    LG1 ist gedacht für Leute, die schnell Rallye fahren wollen, sich aber keinen R5 leisten können/wollen und nicht R3/R2 fahren wollen (aus welchen Gründen auch immer).
    LG2 ist gedacht als Einsteigerklasse, vergleichbar mit dem Corsa Cup in Österreich oder dem Adam Cup in Deutschland. Nicht falsch verstehen: die tolle Arbeit und das Engagement von Opel in allen Ehren, aber es gibt auch Leute, die keinen Opel fahren wollen (aus welchen Gründen auch immer).


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    Gehässigkeiten, Streitereien und Missgunst


    Ich bin auch immer wieder überrascht und verwundert, warum diese Dinge so stark ausgeprägt sind, vor allem gegenüber M1. Ich hätte gedacht, jeder freut sich über zusätzliche Starter und neue/andere Rallyeautos. Wir sind jedenfalls voll überzeugt von M1. Wenn jemand Kritik oder Fragen hat, diskutiere ich auch gerne darüber. Falls es jemand nicht öffentlich schreiben will hier meine Mailadresse: [email protected]


    Georg Höfer
    Arbeitsgruppe M1 Rallye-Masters

    Kalenderausbau und Ausweitung auf andere Kontinente ist definitiv notwendig, da sind wir uns glaub ich alle einig! In welchen Ländern gefahren wird ist mir persönlich dann gar nicht so wichtig, solange die Rallyes alle einen einzigartigen Charakter haben.


    Kürzung der Rallyes - ok, für mich verständlich, damit man mehr Läufe unterbringen kann. Aber ich hoffe, es denkt auch jemand an die Zuschauer und Medienleute! Shakedown streichen halte ich für nicht sinnvoll. Meiner Meinung nach kann man die Rallyes ganz einfach kürzen, wenn man die Sonntag-Prüfungen auf den Donnerstag Nachmittag verlegt. Ziel am Samstagabend mit Siegerehrung und ggf. Party danach. Dann kann man am Sonntag bequem nach Hause oder weiterreisen. Diese halben Sonntage habe ich generell noch nie verstanden. Bei 90% der Rallyes ist am Samstagabend alles entschieden. Eine Powerstage Live würde Samstag um 19:00, 20:15 oder 21:00 genauso funktionieren, oder liege ich da falsch?


    Wenns dann so eine Aktion wie in Mexiko gibt, ist der Shakedown eben Mittwoch abend. Donnerstag dann halt nur diese Superspecials. Wenns so ist, bekommt man auch nur Freitag und Samstag genug Prüfungen untergebracht. Der Mexico Zeitplan ist ein super Beispiel - die 2 Prüfungen vom Sonntag kann man aus meiner Sicht entbehren oder (zumindest teilweise) an Freitag und Samstag unterbringen. Und wenn man den Shakedown ein bisschen schneller durchziehen würde, würde es auch Zeit sparen. Es reicht eine halbe Stunde, maximal vielleicht 45min Exklusivzeit für P1 Teams. Dann gleich WRC2 dazu, dann tut sich wenigstens dauernd was. Bei fast jedem Shakedown, wo ich bisher war, gab es immer wieder mal 10-15min Löcher zwischen den Autos. Das müsste nicht sein.


    Ich verstehe auch nicht, warum Back-to-Back Rallyes nicht machbar sein sollen. Besichtigung Di-Mi. Shakedown und 2-5 Prüfungen am Donnerstag. Freitag und Samstag ganzen Tag Rallye, Ziel Samstagabend. Sonntag weiterfliegen, Montag ist dann frei zur Erholung oder ggf. Medienevents. Dann ab Dienstag wieder Besichtigung. Die Rallyeautos können ja Samstagabend/Sonntag gleich abtransportiert werden und werden erst Donnerstag morgens bei der nächsten Rallye benötigt.


    Wenn die Herstellerteams Motorhomes aufbauen können wie in der Formel 1, kann das doch kein Problem sein. Die F1 schafft China-Bahrain und Malaysia-Japan an aufeinanderfolgenden Wochenenden. Warum soll dann Australien-Neuseeland in der WRC nicht an aufeinanderfolgenden Wochenenden möglich sein? Oder Polen-Deutschland? In Spanien werden die Autos in einem Abendservice von Schotter auf Asphalt umgebaut, es kann für ein Werksteam wohl kein Problem sein, das zwischen Sonntag und Donnerstag zu schaffen.

    Leute, jetzt mal runter vom Gas.
    Erstes Problem ist aus meiner Sicht mal das Band. Wenn hinter dem Band keiner stehen darf, was hat das Band dann dort zu suchen? Nichts! Das verwirrt nur Zuschauer und nervt Kameraleute. Jedes Absperrband schaut am Foto/Video schlecht aus. Deshalb versuche auch ich immer, das zu vermeiden. Leider checken das viel zu wenige Veranstalter/Behörden oder wer auch immer dafür verantwortlich ist.
    Und von der Perspektive her schaut ein Sprung frontal von vorne am Bild meistens am besten aus. Klar ist es gefährlich dort zu stehen, ja. Das sollte man als Kameramann (vor allem als Akkreditierter) schon wissen. Deshalb immer schauen, dass man im Zweifelsfall flüchten kann - also auf keinen Fall hinsetzen!

    1/3: Zum Zuschauen ist am Freitag der beste Platz wohl die Bergabpassage vorm Ziel bei St. Margarethen. Dort hat man die Autos lange über eine schnelle Passage mit starker Bodenwelle im Blick. Die Kehre beim Gasthof Zoller ist auch leicht zu erreichen, gefällt mir persönlich aber nicht so gut.
    2/4: Mir gefällt der Schotterabschnitt im Theklagraben zwischen Start und Theißenegg sehr gut. Dazu muss man sich aber fast vor der Sperrzeit einschließen lassen oder 3-4km Fußmarsch in Kauf nehmen. Die Zuschauerpunkte auf 2/4 sind allesamt Spitzkehren. Es gibt viele schöne Bergabkehren auf dieser WP, die sind aber nicht alle so einfach zu erreichen.


    5/7: Für Zuschauer am besten ist hier wohl die Passage kurz nach dem Start. Parken in St. Gertraud und der Strecke entlang raufgehen. Das sind zwei Kehren mit anschließender Bergauffahrt, dort sieht man gut und ziemlich viel.
    6/8: Einziger einfach zu erreichender Punkt ist das Ziel beim Gasthaus Perner. Dort sind mehrere engere Bergabkurven. Alles im Wald, aber nicht schlecht. Die Schotterpassage ganz oben am Berg war nur 2013 interessant, als da oben noch Schnee lag, ansonsten ist die eher unspektakulär.
    9/11: Rundkurs, der beste Platz ist wohl beim Sportplatz (St. Ulrich), dort sind zwei schöne Schotterkurven die gerne quer gefahren werden. Jedes Jahr sehr viele Zuschauer dort.
    10/12: Falls man wie ich kein Rundkurs-Fan ist und lieber alleine im Wald steht, gibt es auf dieser 27km-WP viele gute Plätze als Alternative. Der Schotterteil vor Reisberg gefällt mir sehr gut, da kommt man mit relativ wenig Fußmarsch gut hin. Es gibt auch viele schöne versteckte Plätze, für die man sich aber meistens auch einschließen lassen muss.


    Hier die Streckenkarten für Google Earth:
    https://www.dropbox.com/s/snyn…288-9%20April%29.kmz?dl=0