Beiträge von escortmk1

    Kann man nur voll zustimmen. Aber dass Oldtimer-Rallyes mit Ori-Anteil von vielen gemieden werden (und es überhaupt nur wenige gibt) liegt auch daran, dass es nicht mehr viele Beifahrer gibt die das noch richtig können. Und dann kommt schnell Frust auf, wenn man an der LS gut war und es bei der Ori versemmelt.

    Da geb ich Dir auch Recht mike_hd , leider gibt es nur noch wenige die Ori können. Dazu kommt daß sich die Veranstalter dann meist keinen Kopf um die Bewertung der Ori in Relation zu den LS machen (wie von Dir bereits bemerkt). Weiterhin wird dann die Ori noch sehr schwer gestaltet. Ich kenne zwei Veranstaltungen (eine davon kennst Du sicherlich) da funktioniert es, man sieht das schon an den Ergebnislisten. Dort kann man schnell herauslesen wer Fehler in der Ori gemacht hat und um wieviele Plätze er sich dadurch verschlechterte.

    GPS hat in historischen Rallyeautos nichts verloren! da bin ich immer traurig wenn ich das sehe ;(

    Jein...es kommt immer darauf an was und wo man fährt. Was nützt es den guten alten Halda zu kaufen um damit dann z.B. beim Schnittfahren hoffnungslos verloren zu sein. Das Problem sind die Veranstaltungen die sich historisch schimpfen jedoch von der Aufgabenstellung mitten im Computerzeitalter sind. Leider muss man sagen!

    Man hat sich sein Publikum aber auch so herangezüchtet, da werden in einer Historicrallye teilweise weit über 100 Sollzeiten vorgegeben, die Cracks trainieren unter der Woche zuhause mit eigenen Lichtschranken wie die Wilden um am Ende dann durchschnittliche Abweichungen unter einer 10tel Sekunde zu erreichen. Mittlerweile gibt es Veranstalter die ihre Zeitmessung künftig bis aufs 1000tel auslegen um so noch eine bessere Differenzierung zwischen den Spitzenteams zu bekommen.

    Meiner Meinung nach hat man da das Thema komplett verfehlt. In der Schule würde man sagen...setzen 6. Hier wäre seitens der Veranstalter mehr Kreativität angebracht. Ok, es gibt Rallyes die in dieser Hinsicht auch eine Ausnahme darstellen (gottseidank!) aber der Kreis derjenigen die das möchten ist leider eher klein.

    Anstatt eine Oldtimerrallye mit Sollzeit, Schnitt und Ori zu fahren möchten die Meisten einfach nur Lichtschranken bolzen, am besten von Parkplatz zu Parkplatz oder auch Fabrikgelände und dort direkt 5 Lichtschranken in Reihe fahren.

    Vielleicht bin ich da ja eher altmodisch, aber wir üben dieses Hobby doch wegen dem Spaß am Autofahren und der Beifahrer für den "positiven Stress" das Zeit- und Orientierungsmanagement im Griff zu haben.

    Wenn man auf irgendjemand sauer sein muß, sind es die Verantwortlichen die solche Maßnahmen anordnen. Und nicht auf die Veranstalter die leider diese gezwungener Maßnahmen einhalten müssen, oder auch nicht auf den Rally Freund, der es dann doch live gesehen hat.
    Gesundheitsminister Spahn räumt sogar ein das dieses extreme shutdown falsch war (obwohl viele Experten das im Vorfeld verkündeten )
    Es sterben jährlich in Deutschland min. 30000 Menschen an Lungenentzündung. Eine Krankheit die durch Atemwege ansteckbar sein kann. Werden da irgendwelche Maßnahmen getroffen?


    Was ein Schmarrn, die Verantworlichen die etwas erlassen für das Vergehen dieses Erlasses verantwortlich zu machen. Wenn Du bei rot über eine Ampel fährst ist dann das Bundesverkehrsministerium schuld oder Du selbst?


    Über die Qualifikation eines Betriebswirtes den man zum Bundesgesundheitsminister gemacht hat möchte ich mich (als in der Medizinbranche tätiger) nicht auslassen.


    Dazu kommt das Dein Vergleich von Covid-19 zu einer Lungenentzündung hinkt. Bitte einfach mal über die Art und Heftigkeit der Verbreitung informieren.


    Zu guter Letzt mal was zum Nachdenken: Was wäre wenn sich herausstellt daß die Maßnahmen nicht notwendig gewesen wären? Wir hätten eine Zeit lang Masken getragen und unser Leben eingeschränkt....Was wäre wenn man keine Maßnahmen ergriffen hätte weil man dachte es wäre nicht notwendig und am Ende stellt sich raus das wäre falsch???? ... Die Antwort dürfte dramatisch sein.

    Da wird ausdrücklich mitgeteilt daß die Rallye ohne Zuschauer stattfindet und dies auch Bestandteil der behördlichen Genehmigung ist. Dennoch gibt es Leute die fahren hin und setzen dies dann auch noch hier ins Forum wie toll es doch war mit kaum Leuten vor Ort und wieviele WP´s das man doch anschauen konnte.


    Sagt mal habt Ihr Wahrnehmungsstörungen oder vielleicht eine Leseschwäche oder wollt Ihr es einfach nicht begreifen daß damit künftige Genehmigungen u. U. auf der Kippe stehen.

    Gegen Ende der Clubrallye-Ära verzichteten viele Veranstalter auf die OE und hatten 6 x 800m WP im Angebot. Es war dem Veranstalter überlassen in welcher Kombination WP´s und OE´s aufgeteilt waren, es durften in Summe nur nicht mehr als 6 sein.
    Es war wie mit vielen anderen Dingen im Leben, die Blüten der Orientierung gepaart mit der Zeitvorgabe hat sich im Grunde selbst kaputt gemacht.So kam an deren Stelle eine weitere Bestzeitprüfung anstatt der OE hinzu....war aber immer noch top um die ersten Schritte im Rallyesport zu gehen. Es war halt richtige und auch gute Basisarbeit.


    BTW: An alle die das immer mit einem Sprint heutiger Tage vergleichen...das kann man gar nicht gegenüberstellen, da könnte man den Sprint noch eher mit einem Bergrennen vergleichen da immer die indentische Strecke befahren wird.

    Danke dir für deine Klarstellungen! Aber ich glaube, für die U55-Generationen reden wir hier über Böhmische Dörfer.


    Zu deinem letzten Punkt habe ich eine andere Meinung. Ich denke, das Areal/Gebiet sollte schon, zumindest was Zufahrtsstraßen betrifft, abgesperrt sein. ..


    Da haben wir halt zwei unterschiedliche Meinungen. Ich denke mit dem Wissen dass ich als Teilnehmer in einem abgesperrten Areal unterwegs bin lässt meinen Gasfuß erst recht schwer werden und ich lass es richtig fliegen. Dazu kommt daß es hier erst richtig schwer wird so etwas zu versichern. Wenn wir von einer OE in Kombination mit einem abgesperrten Areal reden wird es Straßen geben auf denen ich mich auf der Idealstrecke befinde und solche auf denen ich falsch bin. Bemerke ich meinen Fehler und kehre auf die Idealstrecke zurück mit dem Gedanken daß ich mich auf einem abgesperrten Areal befinde wird erst recht Gas gegeben. Was ist wenn der nächste, übernächste usw. sich ebenfalls verfährt und kommt mir dann an einer unübersichtlichen Stelle entgegen???
    Was ist wenn die OE auf einem abgesperrten Areal stattfindet, sich jemand verfährt und auf falscher Strecke verunfallt??? Als Veranstalter habe ich die Pflicht auf abgesperrter Strecke auch für die Sicherheit der Teilnehmer gerade zu stehen!!! Das wird in der Form mit abgesperrtem Areal niemand gewährleisten können.


    Darum eine entsprechende Aufgabenstellung mit entsprechender (und ausreichender) Zeitvorgabe. Oder auf OE verzichten und 6x Mini-WP.


    Auf jeden Fall sollte vermieden werden daß das in ein Straßenrennen ausartet. Das war zwar mal die ursprüngliche Form des Rallyesports aber heute nicht mehr zeitgemäß...schon alleine die Verkehrsdichte (auch in der Provinz) lässt dies nicht mehr zu.

    Mal von mir eine paar Korrekturen da teilweise ein wenig was verwechselt wurde.


    - Zu aller Erst korrigiere ich mich selbst....bei der Erstellung des Themas sind mit statt der 80er die 90er reingerutscht, was rein einen Schreibfehler bedeutet.


    - Zur allgemeinen Info war es bei den damaligen Clubrallyes so dass man 5 WP´s auf abgesperrter Strecke auf Bestzeit gefahren ist plus eine Orientierungsetappe (OE) mit max. 20km Länge. Der Schnitt auf dieser OE war auf max. 40 km/h beschränkt. Viele Veranstalter haben mit der Aufgabenstellung aber dafür gesorgt daß diesre Schnitt nur schwer einzuhalten war.


    - Die Art der WP´s ist heute durchaus dafür geeignet um Veranstaltungen unter dem Level R35/70 zu etablieren. Ob dann 6x Bestzeit ohne OE (diese Variante war auch erlaubt) oder 5 WP´s + OE oder in welcher Kombi auch immer.


    - Eine OE auf einem abgesperrten Areal halte ich persönlich für Unsinn. Viel Aufwand für den Veranstalter und schwer von der Gestaltung der Aufgabenstellung. Da lieber das so gestaltet daß der Teilnhemer Spaß hat ohne den Stress daß ihm eine Zeit im Nacken sitzt die er sowieso nicht schafft.

    Im Clubsportreglement wird nirgends gesagt das es keine 800 m Strecken geben darf , liegt ja am Veranstalter .


    Mir als Teilnehmer wäre es zu wenig , einen ganzen Tag zu Opfern um dann 3 Minuten Fahrzeit zu haben .Geht mir bei den Rallyesprints schon so und bei weniger Anspruchsvollen 35 ern .
    Vom Kosten Nutzen Rechnen sind da große Rallye günstiger (WP Kilometer /Nenngeld, Anfahrt...Vorbereitung..)


    Ich möchte Dir da grundsätzlich nicht widersprechen, ich denke Du kennst diese "alten" Zeiten nicht mehr. Nenngeld, Aufwand (v. a. vom technischen Reglement her) usw. usw. sind mit den heutigen R35 usw. nicht vergleichbar. Man müsste einfach mal das von früher auf die heutige Zeit anpassen. Nur dann kann man entsprechend urteilen ob einem das zu aufwändig ist.
    Ich finde einerseits Deine Einwände gut, andererseits wird dadurch aber auch eine Sache in Frage gestellt...wie wäre es künftig erstmal zu fragen wie das war oder auch sein soll.

    Wieso soll es da kein Reglement geben ??
    http://www.clubsport-motorsport.de/automobilsport.html


    Entweder hast Du den Beitrag von le moulinon gar nicht oder nicht richtig gelesen oder auch nicht verstanden da Du diese Zeiten der sog. Clubrallyes nicht kennst. In den 70er und 80ern des letzten Jahrhunderts gab es als Basis kleine Rallyes mit max. 6 WP und max. 800m Streckenlänge je WP. Hat mit dem was man heute unter Clubsport versteht nichts zu tun. Es sollte, und war auch, die Basis des Rallyesports.

    [MENTION=1340]le moulinon[/MENTION]
    Meine Rede seit einigen Jahren, kann ich Dir zu 100% zustimmen. Leider ist es mir aber auch schon so gegangen daß ich mit genau der von Dir geschilderten Meinung ausgelacht wurde. Mittlerweile sehen es so einige Veranstalter / Vereine als Herablassung an sich für das alte und bewährte Konzept der Clubrallye stark zu machen. Fragt man nach den Gründen bekommt man keine Antwort. Von den Verbänden die den Clubsport tragen kommt noch weniger, da hört man dann das es kein Reglement dafür gibt...auf die Idee eines ins Leben zu rufen kommt da keiner, das wäre ja Arbeit und man müsste aus dem Schlaf des Gerechten aufwachen.

    Hallo zusammen,
    ich bin auf der Suche nach dem Reglement der sog. Clubrallyes wie sie in den 70ern und 90ern des letzten Jahrhunderts ausgetragen wurden. Wenn jemand ein solches noch irgendwo im Keller oder am Dachboden liegen hat (am liebsten ab 1980 aufwärts) würde es mich freuen wenn ich da mal reinschauen könnte. Gerne als Scan per Mail.
    Vielen Dank
    Matthias

    Bei aller Diskussion über Kosten von R5, F, S2000, S1600 Autos und Weiteren finde ich die ganze Angelegenheit doch sehr grotesk und das in mehrfahcher Hinsicht. Da macht sich eine Sportbehörde Gedanken wie man die verbliebenen Rallyes in 2020 attraktiver gestalten kann und erteilt die Freigabe für eine Fahrzeugkategorie die ansonsten nicht im R35/R70 Bereich fahren darf. Die Anzahl dieser Fahrzeuge dürfte in Deutschland gerade mal eine gute Hand voll sein. Hier erschließt sich für mich rein gar keine Sinnhaftigkeit.
    Vielmehr sollten sich die Herren in Frankfurt mal Gedanken machen wie man den Rallyesport in Deutschland von der Basis her attraktiver macht und auch wieder Nachwuchs heranziehen kann.
    Alles ausgelöst durch eine Pandemie!!! Eine andere Art Pandemie haben wir doch schon seit Jahren und zwar im Rallyesport selbst, dieser ist doch in Deutschland so am Kränkeln wie noch nie!