Beiträge von le moulinon

    Das Ziel des DMSB war vermutlich gar nicht, den Prozess zu gewinnen. Denn dort gibt es genügend erfahrene Juristen, die sich im Vorfeld über die Erfolgsaussichten schlau gemacht hatten.


    Es ging vielmehr darum, einen wesentlich finanzschwächeren Gegner mürbe zu machen. Das passt nahtlos zu den Spitzelaktivitäten, die vorgenommen wurden, um Pseudonym-Fahrer eines Fehlverhaltens zu bezichtigen. Oder zur Sperre von ehrenamtlichen Funktionären, die sich „erdreistet“ hatten, ihre Freizeit und ihre Kompetenz auch einem Nicht-DMSB-Veranstalter zur Verfügung zu stellen.


    Diese Verhaltensweise, finanzschwächere Gegner mit Prozessen zu überziehen, ist keine ganz unübliche. So obskure Organisationen wie z.B. Scientology nutzen diese Methode schon seit Jahren. Es ist höchst bedauerlich, dass ein Sportverband, der ja Interessenvertreter aller Motorsportler sein sollte, die über ihn ihre Lizenz beziehen, es nötig hat, zu solchen Mitteln zu greifen.


    Etwas mehr Souveränität unter dem Motto „Leben und leben lassen“ wäre sicher angebrachter gewesen. Aber dazu sind Kleingeister nicht fähig.

    Die sehr mäßige Serienbremse, welche in Gruppe N, unverändert blieb, sollte ein fachkompetenter Journalist erwähnen.


    Ich glaube kaum, dass der Artikel aus der Feder eines fachkompetenten Journalisten stammt. Eher wohl aus der Presseabteilung eines Kölner Importeurs, der den Artikel über den Celica GT-Four RC als Aufhänger für die Vermarktung des Yaris GR genutzt hatte.


    Dass als Autor der Name eines „unabhängigen“ Journalisten darüber steht, ist durch die leider notwendigen Zwänge begründet, denen sich Motorsport-Journalisten nun mal unterwerfen müssen. Auch wenn ein hier im Forum als Privatmann tätiger Journalist dies immer energisch bestreitet.

    Danke für den Auszug aus dem Reglement. Und jetzt die Frage an Woifeh, warum sollte ein Veranstalter seine Zeitnehmer verwirren und Startnummern vergeben, die dann nicht der vorgeschriebenen Startreihenfolge entsprechen.


    Und wenn die Mehrheit es falsch macht, nämlich dem Vorjahressieger vor dem Prioritätsfahrer nicht nur Startnummer 1, sondern auch Startposition 1 zu geben, dann wird es trotzdem nicht richtiger.

    H.Berg hat die richtige Quelle gefunden. Eine sehr launige und informative Plauderei mit Rainer Braun, einem der besten Motorsport-Journalisten, den wir in Deutschland hatten.


    Wer nicht die Zeit hat, sich das mehr als halbstündige Gespräch anzuhören, für den habe ich hier einen Auszug aus dem Buch, das Rainer Braun geschrieben hatte:
    https://www.zwischengas.com/de…?gallery=on&viewstyle=row


    H. Berg macht weiter.


    P.S.: Nach der Platzierung hatte ich nicht gefragt. Es war Platz 2. Es wäre sogar der Sieg gewesen, wenn nicht Brauns Serviceleute Jochen Maas und Rolf Stommelen seinen Konkurrenten mit Benzin versorgt hätten, nachdem dieser mit leerem Tank liegengeblieben war.

    Zu den 3 Antworten
    Colin-Fan-GER: Richtig ist, dass das Foto in Frankreich aufgenommen worden ist. Das Jahr ist falsch.
    rolf356: Der Fahrer ist richtig. Wenn Du das nur am Gesicht aus dem Foto erkannt hast, Respekt!
    schina: Die Veranstaltung stimmt nicht.

    Zu den Einwand, dass sich Leute, die beruflich stark engagiert sind, für solche kleinen Veranstaltungen nicht begeistern ließen. Aus meiner Erfahrung gesprochen war es genau umgekehrt. Mein Fahrer hatte damals noch am Samstagvormittag gearbeitet. Gegen Mittag ist man aufgebrochen. Die Veranstaltungen waren alle in der Region, also selten mehr als eine Stunde Anfahrt. Wenig bürokratisches Drumrum. 15:00 Uhr Start, am späten Abend wieder nach Hause. Absolut Arbeitnehmer- und familienfreundlich.


    Das ginge mit etwas gutem Willen auch heute noch. Allerdings waren damals viele WPs in Kiesgruben und Schotterwerken. Und da habe ich so meine Bedenken. Wer ist denn heute noch gewohnt und gewillt, auf losem Untergrund zu fahren?

    Ich lese hier gerne mit. Aber damit ich auch gut folgen kann...
    Erklär' mir mal bitte einer, wie früher so eine OE ausgesehen hat bzw was da zu machen war.
    Danke


    Da hat sich ja eine rege Diskussion daraus ergeben. Zum Thema OE: ja, ich hatte die Zeit damals miterlebt und war selbst Veranstalter. Die OEs waren eine ideale Schule für angehende Beifahrer. Sowohl was das Kartenlesen anging als auch das Lernen mit dem Stress im Auto umzugehen. In der Regel war es so, dass maximal 10% der Beifahrer den Durchblick hatten und die lotsten ihre Fahrer wirklich im Rallyetempo über die Strecke. Der Rest hatte mit der Orientierung zu kämpfen. Da war an Schnellfahren nicht zu denken. Ich hatte aber bei meinem Eingangsposting von einer Grauzone gesprochen, denn den Genehmigungsbehörden war nicht wirklich klar, was sich in der Realität abgespielt hatte. Ich hatte meine OEs so angelegt, dass dort nachts weder Spaziergänger noch landwirtschaftlicher Verkehr war und ich hatte an den Zufahrtswegen auch Posten platziert, die Leute, die doch zufällig in das Gebiet wollten, davon abhalten sollten. Das hatten aber beileibe nicht alle Veranstalter so gemacht. Wie gesagt absolute Grauzone. Mit etwas mehr Lebenserfahrung würde ich diese Verantwortung nicht mehr übernehmen wollen, weder als Teilnehmer, noch als Veranstalter.
    Hier ein Beispiel einer OE, die ich vor fast 40 Jahren ausgearbeitet hatte. (Ergänzung: Das Blatt wurde erst zum Start der OE ins Auto gegeben und es waren eine Vielzahl von besetzten Kontrollen anzufahren, die den Schnitt von 40 km/h zu erreichen, schwieriger machten. Das hieß: Einmal verfahren oder zu lange angehalten, um auszuarbeiten, dann war die Sollzeit nicht mehr zu schaffen): 5982E678-5A7F-4A2E-BE7E-A0BF0FD3F6F5.jpg

    Ich muss Alfred Gorny dabei recht geben, dass eine Rallye 70 nicht mehr als Nachwuchsveranstaltung angesehen werden kann. Und auch wenn der Unterschied zu den Rallye 35-Veranstaltungen jetzt ist, dass dort die Rallye 2-Fahrzeuge nicht startberechtigt sind, so können diese auch nicht mehr als Nachwuchsveranstaltungen gesehen werden.


    Auch aus Veranstaltersicht kann man von Basis-Veranstaltungen nicht mehr reden. Ich war im Jahr 1984 verantwortlich für die Organisation einer der ersten Rallye 200 und bin aktuell im Orga-Team der letzten Rallye 35 in unserer Region. Vom personellen und finanziellen Aufwand ein Riesenunterschied zu damals und das in einer Zeit, in der ehrenamtliches Engagement immer mehr aus der Mode gerät.


    Wäre es da nicht an der Zeit, über ein Format unterhalb der Rallye 35/70 nachzudenken? Denn die beliebten Clubrallyes hatte die damalige ONS ohne Not kaputt gemacht. War es noch nachvollziehbar, dass die damals in vielen Regionen so beliebten Orientierungsetappen in einer gesetzlichen Grauzone nicht mehr tragbar waren, so werden sich die damals noch Aktiven sicher noch daran erinnern, dass die Veranstaltungen mit 6x 800m-WPs auch große Teilnehmerzahlen hatten.


    Versuchen wir doch mal zu rekapitulieren, was sich in den letzten 35 Jahren geändert hat. Die Anzahl der Veranstaltungen hat gegenüber damals dramatisch abgenommen. Genehmigungen für geeignete WPs sind immer schwieriger geworden. Die Schwelle in den Rallyesport für einen jungen motorsportlichen ambitionierten Fahrer immer höher geworden, weil der erforderliche finanzielle Aufwand wesentlich größer geworden ist.


    Ein Wiederauflebenlassen der Clubrallyes würde es den Veranstaltern, die mangels Genehmigungen und mangels Personal aufgegeben haben, wieder ermöglichen, eine Rallye (z.B. mit WPs auf Privatgelände) mit überschaubarem Aufwand auf die Beine zu stellen.


    Und wenn man die Einstiegsschwelle niedriger macht, gewinnt man Leute für den Sport, die bei nötigem Talent auch bereit sein werden, aufzusteigen. Und einen Aspekt sollte man auch nicht außer Acht lassen. Je niedriger die Schwelle ist, desto eher holt man die, die sich heute im Straßenverkehr austoben, in den regulierten Motorsport, auch wenn mir bewusst ist, dass man damit dieses Übel nicht komplett ausrotten wird.

    Ich muss Alfred Gorny dabei recht geben, dass eine Rallye 70 nicht mehr als Nachwuchsveranstaltung angesehen werden kann. Und auch wenn der Unterschied zu den Rallye 35-Veranstaltungen jetzt ist, dass dort die Rallye 2-Fahrzeuge nicht startberechtigt sind, so können diese auch nicht mehr als Nachwuchsveranstaltungen gesehen werden.


    Auch aus Veranstaltersicht kann man von Basis-Veranstaltungen nicht mehr reden. Ich war im Jahr 1984 verantwortlich für die Organisation einer der ersten Rallye 200 und bin aktuell im Orga-Team der letzten Rallye 35 in unserer Region. Vom personellen und finanziellen Aufwand ein Riesenunterschied zu damals und das in einer Zeit, in der ehrenamtliches Engagement immer mehr aus der Mode gerät.


    Wäre es da nicht an der Zeit, über ein Format unterhalb der Rallye 35/70 nachzudenken? Denn die beliebten Clubrallyes hatte die damalige ONS ohne Not kaputt gemacht. War es noch nachvollziehbar, dass die damals in vielen Regionen so beliebten Orientierungsetappen in einer gesetzlichen Grauzone nicht mehr tragbar waren, so werden sich die damals noch Aktiven sicher noch daran erinnern, dass die Veranstaltungen mit 6x 800m-WPs auch große Teilnehmerzahlen hatten.


    Versuchen wir doch mal zu rekapitulieren, was sich in den letzten 35 Jahren geändert hat. Die Anzahl der Veranstaltungen hat gegenüber damals dramatisch abgenommen. Genehmigungen für geeignete WPs sind immer schwieriger geworden. Die Schwelle in den Rallyesport für einen jungen motorsportlichen ambitionierten Fahrer immer höher geworden, weil der erforderliche finanzielle Aufwand wesentlich größer geworden ist.


    Ein Wiederauflebenlassen der Clubrallyes würde es den Veranstaltern, die mangels Genehmigungen und mangels Personal aufgegeben haben, wieder ermöglichen, eine Rallye (z.B. mit WPs auf Privatgelände) mit überschaubarem Aufwand auf die Beine zu stellen.


    Und wenn man die Einstiegsschwelle niedriger macht, gewinnt man Leute für den Sport, die bei nötigem Talent auch bereit sein werden, aufzusteigen. Und einen Aspekt sollte man auch nicht außer Acht lassen. Je niedriger die Schwelle ist, desto eher holt man die, die sich heute im Straßenverkehr austoben, in den regulierten Motorsport, auch wenn mir bewusst ist, dass man damit dieses Übel nicht komplett ausrotten wird.

    War es doch Manfred Langer?


    Nein, es war nicht Manfred Langer. RSR-K hat prinzipiell schon alles richtig gelöst. Und er sollte auch weitermachen.


    Nur sollte man allen Beteiligten die Ehre erweisen, mit dem korrekten Namen genannt zu werden. Die Beifahrerin von Rainer Keck hieß Karin Gronenwald. So informativ e-wrc.com ist, so sind es halt immer Menschen, die die Daten dort eingeben. Und dort hat man versehentlich zwei unterschiedliche Karins miteinander vermengt.


    Noch ein paar Sätze, warum ein Fahrer, der sich in der Corolla-Trophy einen Namen gemacht hatte und bis 2016 aktiv war, mit einem doch sehr ungewohnten Fahrzeug international unterwegs war. Rainer Keck war 1987 und 88 Mitglied im Deutschen Junior-Rallye-Team (deshalb der Hinweis, dass der Lösungsansatz "älterer Herr" und der Bewerber nicht in Deckung zu bringen waren). Und für den Einsatz in Schottland mietete der Lebensgefährte der Beifahrerin (der bei dieser Rallye übrigens auch Mitglied des DJRT war) in England zwei Autos für sich und Rainer an. Der ADAC war allerdings von der Qualität der beiden Autos nicht so begeistert. Und es stellte sich auch heraus, dass die Umgewöhnung auf ein rechtsgesteuertes Auto doch nicht so einfach war. Denn in der ersten Forest-Stage fehlte durch die ungewohnte Sitzposition etwas die gewohnte Einschätzung, wie weit man eine Kurve cutten kann und schon befanden sich die beiden auf dem Dach wieder. Aber die Ausfall kam dann später ganz profan durch einen technischen Defekt.