Tripmaster

  • Hallo,

    ich möchte einen neuen Tripmaster für meinen Ford Escort Mk2 kaufen, da ich Probleme mit meinem Terratrip 202 habe ( im Display rasen die Zahlen wirr durcheinander ). Hat jemand Erfahrung mit dem Brantz International 2 Pro, oder was sollte man kaufen?:/

  • Hi Manu,

    wie so oft bei Erfahrungen und "Empfehlungen", es kommt darauf an... ;-)

    Ernsthaft, Fragen, die mir da durch den Kopf gehen: Für welchen Einsatzzweck (ich schätze mal zuvorderst Historic-Rallye-Cup/Retro-Rallye)? Auch anderes? "Wald- und Wiesen-Rallye", (sog.) Classic-Rallye oder RMCH? Etwaige Reglementvorgaben/-beschränkungen? Sollzeit oder auch (echte) GLP. Klassisch oder digital? Elektronisch, elektromechanisch, mechanisch? (Halbwegs) authentisch oder egal? Budget? ...

    Je nachdem wie die Antworten ausfallen, geht's da bei mir von monit bis Prestel+Gemmer. Und dazwischen irgendwo der ganze andere bekannte, mehr oder weniger etablierte bis hoch gejazzte Kram. Je nach Einsatzzweck und Breite des Betätigungsfeldes bin ich persönlich großer Fan von P+G-Produkten. Made in Germany, hohe Qualität und Präzision, breite Produktauswahl, ansprechendes Design, gute Funktionalität und - nicht ganz unwichtig und da hakt's bei den meisten anderen Herstellern bzw. bei den Lieferanten (wenn man sie dann wirklich braucht): Top-Beratung und Top-Service.

    Falls Du weitere Infos brauchst, gerne PN. Und nein, ich arbeite nicht dort und profitiere auch sonst in keiner Weise :-) Aber ich verwende(te) doch schon das ein oder andere Gerät unterschiedlicher Hersteller bei unterschiedlichen Veranstaltungen. Drum erlaube ich mir hier und da ein Urteil.

  • Hi Atommika,

    vielen Dank für die Antwort, wir wollen Historic Rallyes und Vorwagen fahren, elektronisch ist OK. Ich habe mir

    erstmal nen Induktiv Taktgeber bestellt, könnte ja auch sein, das mein Tachowellen Geber das Problem ist.

    Ich finde allerdings, das der Terratrip schwierig zu kalibrieren ist. Die Frage ist auch, ob der Brantz überhaupt besser ist als der Terratrip.

  • ... Induktiv Taktgeber bestellt, könnte ja auch sein, das mein Tachowellen Geber das Problem ist.

    Ich finde allerdings, das der Terratrip schwierig zu kalibrieren ist. Die Frage ist auch, ob der Brantz überhaupt besser ist als der Terratrip.

    Der Wechsel des Gebers kann schon viel helfen. Hatte bei mir auch schon "Wunder" bewirkt. Und ja, stimmt, die Kalibrierung mag man schwierig oder umständlich nennen. Kommt aber darauf an, wie oft man es macht bzw. machen muß. Je nach Veranstaltung gibt's eine Trip-Check-Strecke (dann nervt's vielleicht irgendwann), bei anderen reicht der einmal "erfahrene" Wert. Ich denke, bei Dir gilt eher Zweiteres. Ob Brantz besser als Terratrip? Meiner - ganz eigenen - Meinung nach: nein. Aber da ist halt auch viel Bauch-/Wohlgefühl oder Gewohnheit oder, oder im Spiel. Wie gesagt, wenn es sich konkret um diese beiden Hersteller dreht, kannst Du gut beim Terratrip bleiben, sofern sich die rasenden Zahlen durch den Geber lösen lassen. Ansonsten würde ich mich vermutlich ganz woanders umschauen.

  • Ich hab gute Erfahrungen mit Handy Apps gemacht. Als Geber würde ich nur noch GPS nehmen wenn das bisherige Gerät das kann.

    Solange es keine Tunnels gibt, sehr dichte Wälder oder starke Steigungen/Gefälle. Oder es nicht ganz so genau sein muß :-) Habe da durchaus unterhaltsame Erfahrungen mit einem TerraTrip mit GPS, aber auch mit der ein oder anderen testweise genutzten App gemacht. ^^


    Aber ja, für Vorwagen und Retro- (Sollzeit-) Rallyes geht das sicher auch. So'n Handy oder gar Tablet gefällt mir persönlich in einem historischen Auto allerdings eher weniger.

  • Ich habe im einen Auto diesen Brantz International 2 Pro, ist schon gut, kalibrieren geht auch, hab im Handy eine Excel-Datei zum ausrechnen der Einstellung.

    Im anderen einen Monit Q-20, super klein, einfach zu kalibrieren und hat alles was es braucht.
    Gibt es als G-100+ auch mit GPS, aber bei ungünstigen Empfangsbedingungen kann ziemlich ungenau sein.

  • wenn man Schnitt fahren will ist der etrip sicher ganz gut.....

    Stimmt. Je nach Anwendung/Aufgabenstellung sicher eines der besten Geräte (wenngleich auf dem deutschen Markt viel zu teuer angeboten). Allerdings ist die Bedienung - nennen wir es - recht komplex, finde ich. Mir wurde schon beim Lesen der Bedienungsanleitung schwindlig. Eine Herausforderung für manchen Co, im Hirn alles parat zu haben, wenn's im Cockpit mal hektisch wird :-) Aber das Ding ist halt weit mehr als ein klassischer Trip. Für Schnittwechsel und verschachtelte Prüfungen ja, für klassische Sollzeit-Rallyes etwas drüber. Da genügt das bereits Genannte locker. Einfacher im Handling und günstiger. Wenn das "klassische Gesamtbild" keine Rolle spielt, bin ich bei Mike und nähme einen Monit. Derzeit state of the art.


    Um aber noch einen in die Runde zu werfen, wenn man's ganz genau und abgesichert haben will: Den TerraTrip Geo mit GPS. Zwei Geber, dazu ein sehr genaues GPS, mit dem wiederum gefahren und auch die angeschlossenen Geber kalibriert werden können. Ich war damit ziemlich zufrieden, auch wenn ich irgendwann wieder "abgerüstet" habe.

  • GPS hat in historischen Rallyeautos nichts verloren! da bin ich immer traurig wenn ich das sehe ;(

    Jein...es kommt immer darauf an was und wo man fährt. Was nützt es den guten alten Halda zu kaufen um damit dann z.B. beim Schnittfahren hoffnungslos verloren zu sein. Das Problem sind die Veranstaltungen die sich historisch schimpfen jedoch von der Aufgabenstellung mitten im Computerzeitalter sind. Leider muss man sagen!

    Man hat sich sein Publikum aber auch so herangezüchtet, da werden in einer Historicrallye teilweise weit über 100 Sollzeiten vorgegeben, die Cracks trainieren unter der Woche zuhause mit eigenen Lichtschranken wie die Wilden um am Ende dann durchschnittliche Abweichungen unter einer 10tel Sekunde zu erreichen. Mittlerweile gibt es Veranstalter die ihre Zeitmessung künftig bis aufs 1000tel auslegen um so noch eine bessere Differenzierung zwischen den Spitzenteams zu bekommen.

    Meiner Meinung nach hat man da das Thema komplett verfehlt. In der Schule würde man sagen...setzen 6. Hier wäre seitens der Veranstalter mehr Kreativität angebracht. Ok, es gibt Rallyes die in dieser Hinsicht auch eine Ausnahme darstellen (gottseidank!) aber der Kreis derjenigen die das möchten ist leider eher klein.

    Anstatt eine Oldtimerrallye mit Sollzeit, Schnitt und Ori zu fahren möchten die Meisten einfach nur Lichtschranken bolzen, am besten von Parkplatz zu Parkplatz oder auch Fabrikgelände und dort direkt 5 Lichtschranken in Reihe fahren.

    Vielleicht bin ich da ja eher altmodisch, aber wir üben dieses Hobby doch wegen dem Spaß am Autofahren und der Beifahrer für den "positiven Stress" das Zeit- und Orientierungsmanagement im Griff zu haben.

  • Kann man nur voll zustimmen. Aber dass Oldtimer-Rallyes mit Ori-Anteil von vielen gemieden werden (und es überhaupt nur wenige gibt) liegt auch daran, dass es nicht mehr viele Beifahrer gibt die das noch richtig können. Und dann kommt schnell Frust auf, wenn man an der LS gut war und es bei der Ori versemmelt.

  • Kann man nur voll zustimmen. Aber dass Oldtimer-Rallyes mit Ori-Anteil von vielen gemieden werden (und es überhaupt nur wenige gibt) liegt auch daran, dass es nicht mehr viele Beifahrer gibt die das noch richtig können. Und dann kommt schnell Frust auf, wenn man an der LS gut war und es bei der Ori versemmelt.

    Da geb ich Dir auch Recht mike_hd , leider gibt es nur noch wenige die Ori können. Dazu kommt daß sich die Veranstalter dann meist keinen Kopf um die Bewertung der Ori in Relation zu den LS machen (wie von Dir bereits bemerkt). Weiterhin wird dann die Ori noch sehr schwer gestaltet. Ich kenne zwei Veranstaltungen (eine davon kennst Du sicherlich) da funktioniert es, man sieht das schon an den Ergebnislisten. Dort kann man schnell herauslesen wer Fehler in der Ori gemacht hat und um wieviele Plätze er sich dadurch verschlechterte.

  • Das Thema ist schwierig.... im Südwesten gibt es nur eine die alles hat, die Ramberg-Historic…. Sollzeiten, Schnittfahren und die Ori…. da wird es niemand im Koffer langweilig.... leider trennt sich da auch deutlich die Spreu vom Weizen!!!!

    bei der Baden-Classic ist es eigentlich nur noch ein Kartenlesen was als Ori bezeichnet wird, da kann dann sein der Co nickt mal weg...wenn dann wird oft bei solchen Veranstaltungen eine unnötige Millimeter Entscheidung eingebaut, wo die meisten danach verärgert sind... (war einmal die anspruchvollste ihrer Art, unter der Leitung von Herr Kiefer -sportlich kernig badisch)


    Denke mit einer Veranstaltung auf Kartenskizze/ohne zusätzliche Oriaufgaben und nur Schnittprüfungen (vielleicht noch ein paar Tests auf Soll oder Richtzeit wie es die Engländer machen) wäre man mit einem neuen Konzept wieder näher an der Historik an sich.... bei der Histomonte geht es ja auch und die Teams können den Weg auf der Karte nach Monaco finden...

  • Beim Schnittfahren (wie bei der Histo-Monte) bin ich geteilter Meinung. Es ist sicherlich anspruchsvoll, aber 10, 20, 30 km auf einen 40er Schnitt fahren ist fahrerisch nicht einfach, aber auf Dauer, sagen wir mal, ätzend.
    Zudem ist gerade hier optimales elektronisches Equipment von absolut entscheidender Bedeutung.

    Und die Sanduhr-Klasse in Ehren, aber da wird oft genug gemogelt. Elektronik verbieten ist sinnlos, weil man es nicht zu 100% kontrollieren kann, leider.


    Es ist schon richtig, die Ramberg Historic ist diesbezüglich sehr gut ausgewogen.

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