Clubrallyes in den 70er und 80ern, Info's, Ideen

  • Mal von mir eine paar Korrekturen da teilweise ein wenig was verwechselt wurde.


    - Zu aller Erst korrigiere ich mich selbst....bei der Erstellung des Themas sind mit statt der 80er die 90er reingerutscht, was rein einen Schreibfehler bedeutet.


    - Zur allgemeinen Info war es bei den damaligen Clubrallyes so dass man 5 WP´s auf abgesperrter Strecke auf Bestzeit gefahren ist plus eine Orientierungsetappe (OE) mit max. 20km Länge. Der Schnitt auf dieser OE war auf max. 40 km/h beschränkt. Viele Veranstalter haben mit der Aufgabenstellung aber dafür gesorgt daß diesre Schnitt nur schwer einzuhalten war.


    - Die Art der WP´s ist heute durchaus dafür geeignet um Veranstaltungen unter dem Level R35/70 zu etablieren. Ob dann 6x Bestzeit ohne OE (diese Variante war auch erlaubt) oder 5 WP´s + OE oder in welcher Kombi auch immer.


    - Eine OE auf einem abgesperrten Areal halte ich persönlich für Unsinn. Viel Aufwand für den Veranstalter und schwer von der Gestaltung der Aufgabenstellung. Da lieber das so gestaltet daß der Teilnhemer Spaß hat ohne den Stress daß ihm eine Zeit im Nacken sitzt die er sowieso nicht schafft.



  • Also ich finde nicht, dass escortmk1 und le moulinon sagen, dass OE´s nicht mehr durchzuführen sind. Escortmk1 hat doch sogar dieses Thema eröffnet, ich denke, dass er das sicher nicht getan hat um zu sagen, nein geht doch nicht. Und wo le moulinon etwas von 6 WP´s á 800 m schreibt, weiß ich auch nicht.


    So wie früher einmal und das schrieb ich bereits, geht es heute nicht mehr, aber was geht schon heute noch wie vor 40 Jahren. Aber eine moderne Form. Ich könnte mir vorstellen, ein Areal/Gebiet abzusperren, um dort eine OE zu veranstalten. Warum soll das nicht gehen? Mit einigen schönen Aufgabenstellungen, z. B. Rundkurse, die ineinander übergehen und Abzweige/Kreuzungen, die man immer wieder befährt, mal in die eine, mal in die andere Richtung, mir würde das sehr gefallen.



    Oh, das ist super. Ich nämlich auch. Das erste Mal Ende der 1970er Jahren. Damals war es noch einfacher als heute, aber heute ist es nur anspruchsvoller. Wenn für dich pro WP 40 Mann (60 Leute für 7 km zu 20 Leute auf 800 m) "nur etwas mehr Aufwand sind", dann bist du ein echter Organisator. Weil an diesem "nur etwas mehr Aufwand" scheitert es doch heute oftmals. Und kommen wir mal auf die 6 WP´s zurück, dann sind das aus deiner Sicht "nur" 240 Mann mehr, selbst wenn alles doppelt gefahren wird sind es "nur" 120 Mann mehr. Also ich weiß nicht...



    Warum soll eine OE nicht nach den Sicherheitsbestimmungen erfolgen, was spricht dagegen?
    Alles sauber zu versichern und ordentlich genehmigen zu lassen, ist doch auch nur eine organsatorische Frage.
    Haftbar ist immer nur der, der nicht ordentlich versichert ist, gegen behördliche Auflagen verstößt oder die Regeln (vor allem wenn die Versicherung dies verlangt bzw. die behördliche Genehmigung) des Verbandes nicht einhält. Es liegt also doch nur an ADAC/AvD/DMSB hier tätig zu werden, um dem Breitensport eine neue alte Basis zu schaffen.



    Warum sollte eine Veranstaltung mit kurzen, anspruchsvollen WP´s und schönen, interessanten OE´s denn grundsätzlich keine vernüftige Veranstaltung sein?
    Da mag ich gerne mal deinen letzten Satz aufgreifen. Da hast die OE/Clubsportrallyezeit nicht erlebt, sie hatte mit den heutigen "Clubsport", z. B. Rallyesprints nichts zu tun. Mir kommt es so vor, als hast du immer diese Sprints vor Augen bei dem Thema. Da muss ich dir recht geben, dass dieses Format sicher nicht der Oberbrüller ist. Aber für viele Veranstalter heute ist es eben das Maximum, das organisatorisch, fianziell und personell noch geht. Darum sind wir doch froh, über jeden Sprint, den es noch gibt und merkern nicht schon wieder rum, dass dies keine "echten Rallyes" sind!

    3 Mal editiert, zuletzt von JoHe ()



  • Danke dir für deine Klarstellungen! Aber ich glaube, für die U55-Generationen reden wir hier über Böhmische Dörfer.


    Zu deinem letzten Punkt habe ich eine andere Meinung. Ich denke, das Areal/Gebiet sollte schon, zumindest was Zufahrtsstraßen betrifft, abgesperrt sein. Weil ob einem die Zeit im Nacken sitzt, entscheidet oftmals weniger der Veranstalter (über seinen Schnitt und die Aufgabenstellung) als vielmehr der Beifahrer (Navigationsfehler o.ä.). Ich weiß wovan ich rede. Wir haben 1976 einen FIAT 128 Coupé im Graben versenkt und 1979 einen Opel Ascona A über´s Dach gelassen, weil es dann doch hektisch wurde am Ende der OE. Ist übrigens beides mal nichts passiert, selbst die Autos wurden wieder gerichtet. Aber mit um die 20 Lenze ist man eben noch oftmals etwas zu ungestüm und das sollte doch nicht ganz ungefiltert auf den öffentlichen Straßenverkehr treffen dürfen...

  • Mir kommt es so vor, als hast du immer diese Sprints vor Augen bei dem Thema. Da muss ich dir recht geben, dass dieses Format sicher nicht der Oberbrüller ist. Aber für viele Veranstalter heute ist es eben das Maximum, das organisatorisch, fianziell und personell noch geht. Darum sind wir doch froh, über jeden Sprint, den es noch gibt und merkern nicht schon wieder rum, dass dies keine "echten Rallyes" sind!


    Ich habe nichts gegen Sprints ,solange es einem Veranstalter nicht anders möglich wäre, lieber ein Sprint als gar nichts .


    Aber: Wenn in einer Region (ca.30km Umkreis) alleine schon 6 Sprints im Jahr stattfinden alle im März/April/Mai wieso tun sich diese Vereine nicht zusammen und machen eine 35/70 er , da müsste wie Lucky Luke gesagt hat der Verband regelnd eingreifen. 6 x 500 Euro für die Sprints(1WP) und nur 1000 Euro für ein 35er (3WP) fördert nun mal eine Veranstaltung mit geringem Aufwand.


    le moulinon im PostNr.2 im 3. Absatz .... 6Wps a 800m..


    escortmk1 des öfteren , und im Post nummer 21 ausführlich über OE


    Wir hatten bei unsere 35er etwa 200 Leute im Einsatz (3 WP) .. Postenplätze doppelt besetzt da sicherer , Ja man muss dann bei vielen Veranstaltungen Posten machen ,dafür kommen die Vereine dann auch zur eigenen Veranstaltung. Und man muss den Leuten auch zeigen das man sie braucht ..(Brotzeit,Essen nach der Veranstaltung..)

  • Wenn diese Veranstalter, weiß nicht woher diese kommen, aber keine Veranstaltungen zusammen machen können/wollen, kannst du sie nicht zwingen. Soweit kommt es noch, dass da ein Verband "regelnd" eingreift. Als hätten unsere Verbände gerade keine anderen Sorgen. Und wie soll diese Regulierung aussehen? Eine Rallye pro 50 km Umkreis, sonst ist eine Veranstaltergemeinschaft notwendig? Genau das war doch das gute an der Clubsportzeit, viele kleine Veranstaltungen im nahen Umfeld. Und genau da sollte es wieder hin! Ich merke schon, bei diesem Thema werden wir beide keine Freunde mehr werden...



    Wenn du das aus deren Beiträgen und Kommentaren so herausliest, wirst du wohl Recht haben und ich meine Ruhe...



    Wieso "hatten" im Einsatz, wie viele sind es denn heute bei euch, bei wie vielen Prüfungen?
    200 Leute heißt für mich zwei Sprints (4 bis 6 km) und ein Rundkurs (1,5 Runde mit mittellanger Ausfahrt, insgesamt ca. 8 cm lang) oder welchen Umfang hatte die Rallye?


    Aber 200 Mann sind und bleiben 200 Mann, da muss man sich schon strecken für.
    Aber schön, dass ihr so an eure Helfer denkt (Brotzeit und Essen), das machen nicht mehr alle. Aber leider langt das oftmals heute nicht mehr!



    Abschließende Frage: Mehr als 1.000 Euro gibt es nicht mehr als Verbandsförderung für eine 200er Rallye/Rallye 35?
    Das ist/wäre ja echt lachhaft! Wir haben früher über 2.500 Mark bekommen und das schon Anfang/Mitte der 1990er Jahre für eine Rallye 200!

  • Danke dir für deine Klarstellungen! Aber ich glaube, für die U55-Generationen reden wir hier über Böhmische Dörfer.


    Zu deinem letzten Punkt habe ich eine andere Meinung. Ich denke, das Areal/Gebiet sollte schon, zumindest was Zufahrtsstraßen betrifft, abgesperrt sein. ..


    Da haben wir halt zwei unterschiedliche Meinungen. Ich denke mit dem Wissen dass ich als Teilnehmer in einem abgesperrten Areal unterwegs bin lässt meinen Gasfuß erst recht schwer werden und ich lass es richtig fliegen. Dazu kommt daß es hier erst richtig schwer wird so etwas zu versichern. Wenn wir von einer OE in Kombination mit einem abgesperrten Areal reden wird es Straßen geben auf denen ich mich auf der Idealstrecke befinde und solche auf denen ich falsch bin. Bemerke ich meinen Fehler und kehre auf die Idealstrecke zurück mit dem Gedanken daß ich mich auf einem abgesperrten Areal befinde wird erst recht Gas gegeben. Was ist wenn der nächste, übernächste usw. sich ebenfalls verfährt und kommt mir dann an einer unübersichtlichen Stelle entgegen???
    Was ist wenn die OE auf einem abgesperrten Areal stattfindet, sich jemand verfährt und auf falscher Strecke verunfallt??? Als Veranstalter habe ich die Pflicht auf abgesperrter Strecke auch für die Sicherheit der Teilnehmer gerade zu stehen!!! Das wird in der Form mit abgesperrtem Areal niemand gewährleisten können.


    Darum eine entsprechende Aufgabenstellung mit entsprechender (und ausreichender) Zeitvorgabe. Oder auf OE verzichten und 6x Mini-WP.


    Auf jeden Fall sollte vermieden werden daß das in ein Straßenrennen ausartet. Das war zwar mal die ursprüngliche Form des Rallyesports aber heute nicht mehr zeitgemäß...schon alleine die Verkehrsdichte (auch in der Provinz) lässt dies nicht mehr zu.

  • Ich sehe das genau umgekehrt wie du, da gebe ich dir recht. Wenn es um einen sportlichen Wettbewerb geht, ist es den Leuten schnell egal, ob das abgesperrt ist oder nicht.


    Das Entgegenkommen gab und gibt es bei Orientierungsaufträgen aller Art im Motorsport schon immer und kann an jeder Stelle der OE daher auch passieren. Hier ist gegenseitige Rücksicht und vor allem von Seiten des "Falschfahrers" besondere Vorsicht geboten.


    Der Teilnehmer ist für seine Sicherheit aus meiner Sicht erstmal selbst verantwortlich. Früher bei den großen Rallyes (Vorderpfalz, Hunsrück, usw.) gab es viele Unfälle auf den Bestzeit-WP`s die vom Veranstalter unbemerkt nur von den Teilnehmern untereinander gemeldet wurden an den Veranstalter. Die Regularien sind heute noch so ausgelegt.


    Eine OE sollte kein Straßenrennen sprich wilde Raserei sein, da gebe ich dir Recht. Da muss man eben mit der Aufgabenstellung und den Standorten der Kontrollen dafür sorgen. War früher doch schon so und ich glaube, du bist ein rechter Fachmann und hast die Zeit auch aktiv erlebt. Das lese ich aus deinen Beiträgen gut heraus.


    Ein großes Argument für meine "Sperrungsideologie" gibst du ja schon selbst, die heutige, viel größere Verkehrsdichte. Ich bin mir sicher, dass es schon desahlb nicht ohne Sperrmaßnahmen geht. Und versichern lässt es sich so - in meinen Augen - auch viel leichter und rechtssicherer.



    Aber in einem sind wir uns einig, Clubsportrallye - mit und ohne OE - wären eine große Bereicherung und super für den Einsteig, habe ich recht?

    2 Mal editiert, zuletzt von JoHe ()

  • Ich lese hier gerne mit. Aber damit ich auch gut folgen kann...
    Erklär' mir mal bitte einer, wie früher so eine OE ausgesehen hat bzw was da zu machen war.
    Danke

  • Ich lese hier gerne mit. Aber damit ich auch gut folgen kann...
    Erklär' mir mal bitte einer, wie früher so eine OE ausgesehen hat bzw was da zu machen war.
    Danke


    Da hat sich ja eine rege Diskussion daraus ergeben. Zum Thema OE: ja, ich hatte die Zeit damals miterlebt und war selbst Veranstalter. Die OEs waren eine ideale Schule für angehende Beifahrer. Sowohl was das Kartenlesen anging als auch das Lernen mit dem Stress im Auto umzugehen. In der Regel war es so, dass maximal 10% der Beifahrer den Durchblick hatten und die lotsten ihre Fahrer wirklich im Rallyetempo über die Strecke. Der Rest hatte mit der Orientierung zu kämpfen. Da war an Schnellfahren nicht zu denken. Ich hatte aber bei meinem Eingangsposting von einer Grauzone gesprochen, denn den Genehmigungsbehörden war nicht wirklich klar, was sich in der Realität abgespielt hatte. Ich hatte meine OEs so angelegt, dass dort nachts weder Spaziergänger noch landwirtschaftlicher Verkehr war und ich hatte an den Zufahrtswegen auch Posten platziert, die Leute, die doch zufällig in das Gebiet wollten, davon abhalten sollten. Das hatten aber beileibe nicht alle Veranstalter so gemacht. Wie gesagt absolute Grauzone. Mit etwas mehr Lebenserfahrung würde ich diese Verantwortung nicht mehr übernehmen wollen, weder als Teilnehmer, noch als Veranstalter.
    Hier ein Beispiel einer OE, die ich vor fast 40 Jahren ausgearbeitet hatte. (Ergänzung: Das Blatt wurde erst zum Start der OE ins Auto gegeben und es waren eine Vielzahl von besetzten Kontrollen anzufahren, die den Schnitt von 40 km/h zu erreichen, schwieriger machten. Das hieß: Einmal verfahren oder zu lange angehalten, um auszuarbeiten, dann war die Sollzeit nicht mehr zu schaffen): 5982E678-5A7F-4A2E-BE7E-A0BF0FD3F6F5.jpg

    3 Mal editiert, zuletzt von le moulinon () aus folgendem Grund: Ergänzung


  • Rallyesprint 500 Euro ,Rallye 35 1000 Euro , Rallye 70 1500 Euro . was macht dann ein Verein 1 Prüfung als Sprint mit einmal Feuerwehr oder 3 Wps mit 3 x Feuerwehr und allem Pipapo?


    Über die Förderung könnte man eher Rallyes fördern , Aufwand Rallye 35 drei - viermal mal so hoch aber nur 1000 Euro Förderung.


    Unsere Rallye pausiert derzeit aus vielerlei Gründen.


    Viele kleine Rallyes /Veranstaltungen ?? Naja kommt darauf an . In der heutigen Zeit können oder wollen sich manche beruflich nicht jedes zweite Wochenende frei nehmen um dann 3 Minuten schnell Auto zu fahren. Mir ist da einmal im Monat und dann 20 oder mehr Minuten lieber .Denn dann bin ich auf einer Kartbahn günstiger .

  • Ich lese hier gerne mit. Aber damit ich auch gut folgen kann...
    Erklär' mir mal bitte einer, wie früher so eine OE ausgesehen hat bzw was da zu machen war.
    Danke


    Es war eine geile Zeit, die 70iger und 80iger mit ihren Orientierungsetappen.
    Pfeilskizzen, Fischgrät, Übertragung der Strecken mit Pauspapier auf die 50ig Tausender Karte und und und.


    Zuerst wars ja noch ganz easy, die Unterlagen wurden bei der Papierabnahme übergeben.
    Für den Co reichlich Zeit alles vorzubereiten, der vorgegebene 50iger Schnitt war damit zumeist kein Problem.


    Irgendwann wurde am Rad gedreht, die Unterlagen gabs erst beim eigentlichen Start, dann konnte der Co mit der Übertragung in seine Unterlagen beginnen. Da wurde aus dem vorgegebenen 50iger schon mal schnell ein 80iger Schnitt.
    Einmal verfranzt, dann war man uU schon bei einem 100er Schnitt, evtl. ein weiterer Fehler und schon gings ab damit.


    Alles im öffentlichen Straßenverkehr, ohne Absperrungen, querfeldein und durch diverse Ortschaften.
    Die damals angesagten Fahrzeugen waren Simca Rallye I und II, diverse Fiats, 1300er Hundeknochen usw., alle nicht besonders motorisiert.
    Kurz gesagt, es waren zum Schluß reine Straßenrennen.


    Irgendwann hat uns dann aber einer das Licht ausgedreht -:)


    Geil wars, aber wie heißt es im Märchen - Es war einmal.

  • Gegen Ende der Clubrallye-Ära verzichteten viele Veranstalter auf die OE und hatten 6 x 800m WP im Angebot. Es war dem Veranstalter überlassen in welcher Kombination WP´s und OE´s aufgeteilt waren, es durften in Summe nur nicht mehr als 6 sein.
    Es war wie mit vielen anderen Dingen im Leben, die Blüten der Orientierung gepaart mit der Zeitvorgabe hat sich im Grunde selbst kaputt gemacht.So kam an deren Stelle eine weitere Bestzeitprüfung anstatt der OE hinzu....war aber immer noch top um die ersten Schritte im Rallyesport zu gehen. Es war halt richtige und auch gute Basisarbeit.


    BTW: An alle die das immer mit einem Sprint heutiger Tage vergleichen...das kann man gar nicht gegenüberstellen, da könnte man den Sprint noch eher mit einem Bergrennen vergleichen da immer die indentische Strecke befahren wird.

  • Zu den Einwand, dass sich Leute, die beruflich stark engagiert sind, für solche kleinen Veranstaltungen nicht begeistern ließen. Aus meiner Erfahrung gesprochen war es genau umgekehrt. Mein Fahrer hatte damals noch am Samstagvormittag gearbeitet. Gegen Mittag ist man aufgebrochen. Die Veranstaltungen waren alle in der Region, also selten mehr als eine Stunde Anfahrt. Wenig bürokratisches Drumrum. 15:00 Uhr Start, am späten Abend wieder nach Hause. Absolut Arbeitnehmer- und familienfreundlich.


    Das ginge mit etwas gutem Willen auch heute noch. Allerdings waren damals viele WPs in Kiesgruben und Schotterwerken. Und da habe ich so meine Bedenken. Wer ist denn heute noch gewohnt und gewillt, auf losem Untergrund zu fahren?

  • Mit einem 5 km Sprint hab ich aber immer noch mehr neue Strecke als mit 6 x 800 m , und die 5 km fährt man 3 mal.


    Früher hatten auch die wenigsten einen Aufschrieb , das ist heute unumgänglich wenn man schnell sein will . Auch wenn leider sehr wenige einen Vernünftigen Aufschrieb machen .


    Und wenn jemand mal eine Herausforderung braucht , so eine Jänner Rallye mit 200 km hat was . Da ist man als Beifahrer gefordert.

  • Nun ja, kann mich an die Zeit der OE´s auch noch gut erinnern. Besonders im Dunkeln ging´s da gut zur Sache. Und wenn Dir ein Lichtkegel entgegenkam, dann haste gehofft, dass der über kurz oder lang links oder rechts abbiegt... Später gab´s die gemäßigte Variante Ori75, aber die war auch auf nicht abgesperrten Wegen und der Ärger mit den Spaziergängern und Landwirten war vorprogrammiert. Genehmigung gab´s in der Regel beim Bürgermeister, oftmals aber auch nur einmal, weil sich die Beschwerden bei ihm stapelten. Also, heute alles undenkbar. Dann doch lieber die Rallyesprints, wenn sich eine R70/R35 als Veranstaltergemeinschaft nicht realisieren lässt.
    Hut ab vor jedem, der es durchzieht.

    Zitat


    Alle Menschen sind gleich. Nur die Gehälter sind verschieden.:D


  • Das ginge mit etwas gutem Willen auch heute noch. Allerdings waren damals viele WPs in Kiesgruben und Schotterwerken. Und da habe ich so meine Bedenken. Wer ist denn heute noch gewohnt und gewillt, auf losem Untergrund zu fahren?


    Das wollen ist das eine, das dürfen das andere.


    Selbst auf Militärgeländen darf ja keine kleine Rallye mehr durchgeführt werden, weil das Reh ja auch mal seine Ruhe vor den Panzern braucht, oder das Öl von den Autos das Grundwasser verschmutzen könnte. :rolleyes:


    Dabei war ja noch wenige Jahre vorher das ganze keine Problem und als Prüfung eines Challenge Laufes immer mit drin. Sehr schade. :-(

  • Zu den Einwand, dass sich Leute, die beruflich stark engagiert sind, für solche kleinen Veranstaltungen nicht begeistern ließen. Aus meiner Erfahrung gesprochen war es genau umgekehrt. Mein Fahrer hatte damals noch am Samstagvormittag gearbeitet. Gegen Mittag ist man aufgebrochen. Die Veranstaltungen waren alle in der Region, also selten mehr als eine Stunde Anfahrt. Wenig bürokratisches Drumrum. 15:00 Uhr Start, am späten Abend wieder nach Hause. Absolut Arbeitnehmer- und familienfreundlich.


    Das ginge mit etwas gutem Willen auch heute noch. Allerdings waren damals viele WPs in Kiesgruben und Schotterwerken. Und da habe ich so meine Bedenken. Wer ist denn heute noch gewohnt und gewillt, auf losem Untergrund zu fahren?



    .... und es wurde gefahren mit allem was Räder hatte. Die dann im Ziel oft 7-eckig waren . Statt eines U-Schutzes wurden bei erkennbaren groben Schotterlöchern einfach die Arschbacken zusammengekniffen....


    Firmen wie Wichers fingen gerade erst an, Rohre hinter und über den Insassen zu biegen. Es ging auch ohne .


    Es gab riesige Starterfelder . Jeder Tankstellen - oder Autohausbesitzer aber auch jeder Automechaniker fuhr mit . Ortsclubs gab es in jedem Dorf und jeder machte eine "Rallye" .


    Die Zeit dorthin zurück zu drehen wird wohl eher in einem anderen Bereich gelingen. Die Leute aus den 70/80ern drehen heute ihre Runden in ihren nunmehr alten Karren
    bei Oldtimer-Ausfahrten bei Kaffee und Kuchen.


    Aber es gibt dabei auch Veranstaltungen , bei denen die Navigierenden echt was zu tun bekommen . Nur harte Wiesenwege mit Löchern gibt es eher nicht .

  • ....


    Die Zeit dorthin zurück zu drehen wird wohl eher in einem anderen Bereich gelingen. Die Leute aus den 70/80ern drehen heute ihre Runden in ihren nunmehr alten Karren
    bei Oldtimer-Ausfahrten bei Kaffee und Kuchen.


    Aber es gibt dabei auch Veranstaltungen , bei denen die Navigierenden echt was zu tun bekommen . Nur harte Wiesenwege mit Löchern gibt es eher nicht .


    ... oder man geht auf den alten Strecken joggen bzw. fährt dort Mountainbike

    Man bekommt den Jungen aus dem Dorf, aber nicht das Dorf aus dem Jungen...

  • Die Zeit war eine andere.
    Die Autos und die Technik waren einfacher.
    Die Leute waren mit einfachen Dingen zu begeistern.
    Der Stellenwert des Motorsport und die Begeisterung dafür war eine andere.
    Von Umweltschutz,Finanzen und Genehmigungen ganz zu schweigen.


    Schwer vorzustellen daß sich heute jemand mit seiner emotionslosen Alltagsgurke für sowas begeistern lässt.


    Dann lieber mehr Sprints mit evtl leicht entspannterem Reglement...

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